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Om mani padme hum - Mantra

Eintrag von Iakchus im Blog Der Aufstieg der Erde und des Lebens. Ansichten: 219


(Omh ma-ni pe-mä hum)
Das padme wird nicht mit dem D ausgesprochen, wer es tut, wendet das Mantra falsch an. Es kommt nämlich auf den Klang eines Mantras an und das muss mit der ursprünglichen Sprechweise zusammengehen.

Andere Version mit Musik.

Langsame Aussprache.

Dieses Mantra wird oft als ein Chantra des Mitgefühls gedeutet, was meiner Ansicht nach zu sehr vereinfacht; obwohl es im Endeffekt Mitgefühl auslöst, ist meiner Ansicht die eigentliche Wirkung nicht direkt das (seelische) Gefühl des Mitgefühls. Sondern mehr universell auf eine Öffnung der seelischen Empfindung bezogen.

Der Dalai Lama gibt auch eine Antwort. So weit ich das verstehe geht das konform mit meiner Ansicht, dass es um seelische Empfindung geht, was nicht nur Mitgefühl ist, sondern umfassender ist. Bei Mitgefühl denken wir viel an andere, um mit ihnen zu leiden, aber dieses Mantra ist vor allem verwurzelt in unserem seelischen Selbst. Und von dort kommt das Mitgefühl, die Toleranz oder Liebe. Meinem Verständnis und Gefühl nach verbindet das Mantra Om mani padme hum uns allgemein mit der Seele und dessen Weisheit. Wir werden von innen angeleitet oder inspiriert , so zu leben, dass diese seelischen Qualitäten Auftrieb erhalten. Das Mantra wirkt befreiend hinsichtlich der irdischen Existenz und erhebt uns über den Zustand des Materiellen. Mehr Gelassenheit entsteht, Zuversicht, und (bedingungslose) Liebe.
Aus einem übersetzten Text des Dalai Lama:
So bedeuten die sechs Silben om mani padme hum, daß man in Abhängigkeit von der Praxis des Weges, der eine unteilbare Einheit von Methode und Weisheit ist, den eigenen unreinen Körper, unreine Rede und unreines Bewußtsein in den reinen erhöhten Körper, reine Rede und reines Beuwßtsein eines Buddha verwandeln kann. Es heißt, daß man nach Buddhaschaft nicht außerhalb seiner selbst suchen solle, denn die Grundbedingungen für die Erlangung der Buddhaschaft liegen in uns. Wie Maitreya in seiner Höheren Wissenschaft des Großen Fahrzeugs (Uttaratantra) sagt, haben alle Wesen die Buddha-Natur in ihrem eigenen Bewußtseinskontinuum. Wir tragen den Samen der Reinheit, des Wesens des So-Gegangenen (Tathagatagarbha), das verwandelt und zu voller Buddhaschaft entwickelt werden muß, in uns.

Ursprünglich kommt das Mantra offenbar aus einer bestimmten Praxis, mit einem bestimmten Gottes Symbol: http://de.wikipedia.org/wiki/Avalokiteshvara
Meiner Ansicht nach, ist die angemessene Bedeutung des Begriffs Mitgefühls bei diesem Mantra universell, und hat nichts mit Abhängigkeiten zu tun.
Dieses Mitgefühl entsteht aus einer gefühlten und verwirklichten Einheit mit allem Leben; man schliesst sich an den grossen Geist des Kosmos an, und das bedeutet eine andere Wahrnehmungsperspektive und anderen ausserhalb des Egos befindlichen Standpunkt, der nicht nur mental gesehen anders ist.

Meinem Empfinden nach öffnet es konkret das Kronenchakra und fördert den Energiefluss kosmischer Art in den Menschen. Vielleicht sind aber alle Chakren angesprochen.

Das Mantra wird andererseits als Juwel und Lotos beschrieben. http://de.wikipedia.org/wiki/Om_mani_padme_hum

Die Lotusblume als Symbol bringt man mit allen Chakra allgemein in Verbindung.

Wie dem auch sei, man kann es selbst gut mit chanten. Aber auch das reine Zuhören kann sehr lohnend sein.
Man sollte die Sänger und Mönche aus dem asiatischen Raum bevorzugen, denn die aus dem Westen leiern es oft nur runter, wie in der modernen christlichen Kirche die Gebete runtergeleiert werden. Mehr von Hoffnung geleitet als von der Absicht, das Mantra "anzuwenden". Oder ohne die Absicht, sich der geistigen Welt zuzuwenden.

Ein anderes Mantra, das meiner Erfahrung nach sehr gut funktioniert ist das HU:


Die Wirkung ist mir momentan nicht ganz klar, aber bereits nach einer Minute hören habe ich einige (angenehme, transzendierende) Effekte festgestellt.

Eine sehr subjektive Interpretation von mir: das Hu klärt meinem Empfinden nach unsere Verbindung zum Selbst/zur Seele und bringt uns mit den göttlichen Aspekten des Lebens in Berührung. So stärkt es unser Gefühl recht am Platz zu sein, weil alles Leben in der Welt im eigentlichen Sinne schon sein Ziel erreicht hat.
Es geht nur noch um Bewusstwerdung, und dieser Weg zur Bewusstwerdung ist übrigens ja auch Inbegriff des Buddhismus. Das Mantra Huh scheint uns darin noch mal zu vergewissern, dass alles bereits in uns ist, alles, was wir benötigen schon da ist, und wir hier auf Erden bloß dazu da sind, durch die Materie die Wunderbarkeit zu blicken, um das Wunderbare des Seelischen und Göttlichen zu erleben. Wenn ich das Mantra höre, ergeht es mir so, als wäre ich wie in einem Kokon im Weltall, ohne materielle Bindungen....

Übrigens:
Mit vielen leidvollen Mönchsklausuren in Tibet kann ich nicht viel anfangen, wo die Leute sich etwa auf einen Pilgerweg begeben, der mehrere Wochen dauert oder gar 8 Monate, und alle drei Meter (!) legen sie sich auf den Boden. Nicht um sich Buddha zu unterwerfen, aber um ihn zu ehren.
8 Monate lang einen Weg gehen, alle drei Meter hinlegen. Ein halbes dutzend Mönche oder Nonnen ziehen eine Karre hinter sich her, wo Proviant und Zelt drin ist und wechseln sich ab mit der Karre, und wer keine Karre zieht, legt sich alle drei Meter auf einem kilometerlangen Weg auf den Boden. Mehr als 12 Stunden lang täglich. Das muss man sich mal vorstellen. Ich finde, das ist eine sportliche Leistung. Ich respektiere sowas. Weil die Leute vor allem es mit dem Herzen tun; sie sind glücklich damit.
Aber für notwendig halte ich das nicht. Es ist in meinen Augen wie ein Umweg. Echte Spiritualität ist selten, selbst man in dem spirituellsten Land der Welt lebt. Echte Spiritualität hat kurz gesagt was mnit Erleuchtung zu tun, und wenn man den Körper so sehr belastet, wird man eher körperliches schulen, als den Geist. Aber diese Praktiker können uns inspirieren, indem wir alles alltägliche Tun in den Kontext spiritueller Bestrebungen stellen, so dass wir vermeiden wollen, in schlechte Launen zu kommen und zB mehr uns der reinen Wahrnehmung (ohne Denken) bedienen, um Energie für das dritte Auge anzusammeln.
Uns fällt es immer schwer, nichts zu tun, um statt des Tuns unseren Fokus des Erlebens auf den (leeren) Geist oder das Sein zu richten... -
Nichts tun, soll hierbei bedeuten nichts denken. Ausser sich der Wahrnehmung von angenehmen Dingen wie Natur zu überlassen, das halte ich für effektiver als einen Pilgerweg oder eine gestellte Aufgabe.
Allerdings, solche Aufgaben können eine enorme Portion Disziplin in uns üben. Diesbezüglich inspirieren solche Praktiker, die einen langen Pilgerweg gehen, und sich dabei alle drei Meter auf den Bauch hinlegen. Diese Disziplin kann man auch beim Chanten üben. Den Geist fokussiert lassen, mitsingen und die Gedanken ruhig halten, oder abfliessen lassen, und die Intention auf das erstrebte Ziel lenken; dass man sich zB energetisch reinigen will oder eine seelische Inspiration erhalten will usw. Dahingehend hätte also die Praxis der Mönche Sinn, indem sie mit den langen Pilgerwegen Disziplin aneignen, die bei jahrelanger Praxis in einem nächsten Leben als Talent wachgerufen werden kann. Entscheidend dabei ist, dass es keine Disziplin der Arbeit werden sollte, sondern eine Disziplin zur Steigerung der Freude! Sonst würde man ja vielleicht als Kinderarbeiter und lebenslanger Sklave irgendwo geboren werden können.

Mantras funktionieren am besten mit selber mitsingen. Mehr dazu.
Es kommt auf den Klang eines Mantras an, und die Bedeutung eines Mantras zu verstehen ist nicht so wichtig. Die Bedeutung zu kennen, hilft aber eine INTENTION zu bilden, und das wird das Mantra zu größerer Wirkung bringen.
Meinem Empfinden nach ist die Intention des Ausführenden wichtig, damit ein Mantra besondere Resonanz in einem entfalten kann . Dabei ist es nicht ganz so wichtig, ob wir überhaupt mit einer gute Intention zu tun haben, zB weil sie von anderen herrührt, oder wir selbst diese Intention bilden. Es ist aber besonders für den Anfang leichter , eine gute Intention zu bilden, wenn wir bereits jemanden zuhören, der eine gute Intention hat.

Eine passende Intention , die zielführend ist, ist in Asien verbreiteter und im Westen findet man nur wenige, die diese Intention klar genug aufbringen.

So würde ich das sagen.
Eine gute Intention erkennt man meiner Meinung nach daran, dass die Melodien und Rythmen , die man beim Sprechen erzeugen kann, klanglich passen und nicht willkürlich erscheinen. Als wären sie eben von oben inspiriert. Es ist nicht immer so entscheidend, ob alles wirklich stimmig ist. Als dass es irgendwo einen Berührung von Chantenden und spiritueller Welt gibt - sobald das geschieht, wird das Mantra (ob bewusst oder unbewusst) besser und zugänglicher vorgetragen. Es wirkt einfach stärker.
Bei Chantenden im Westen, da kann man auf Youtube ja viele Videos von Gruppen usw. finden, fällt es mir oft schwerer als bei Chantenden im asiatischen Raum, mit den Chantenden mitzugehen und in gewisser Weise eine verstärkende Inspiration zu erfahren. Das liegt meiner Ansicht nach daran, dass man im Westen einfach nicht mit dieser Kultur aufgewachsen ist und sich gemeinhin schwer tut, die Absicht klar zu bilden, dass man mit dem Mantra etwas erreichen will. Im Westen da denken die Leute oft an die bloße Mechanik des Vortragens oder grübeln darüber, ob sie sich schämen müssten, ein Mantra zu singen oder wie laut sie chanten dürfen, weil sie ihre eigene Stimme nicht ertragen. Wenn man aber weiss, wie gut oder schlecht es einem behagt seine Stimme zu hören, dann wählt man einfach eine Lautstärke, mit der man gut umgehen kann, und kann sich fortan voll auf das Chanten konzentrieren. Dann wird die Intention eher in Richtung spirituelle Wirklichkeit geführt, als wenn die Gedanken irgendwo anders "herumlungern". Es hat aber auch damit zu tun, dass die Asiaten die Sprache einfach besser sprechen können, und besser intonieren.
  • Iakchus
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