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Klugheit und Weisheit

Eintrag von Solis im Blog Solis's blog. Ansichten: 112

Philosophische Reihe Nr. 8

Hier plane ich den Unterschied zwischen Klugheit und Weisheit noch auszuarbeiten. Augenblicklich ist das mit dem Thema Umweltschutz nur angedeutet.

Inhalt

- Umweltschutz zwischen Klugheit und Weisheit?


Umweltschutz zwischen Klugheit und Weisheit?

Manche erheben ihre Stimme so sehr gegen den Menschen, der die Natur verschmutze und zerstöre, derart laut, dass man meinen könnte, er hätte auf der Welt nichts verloren, er sei überflüssig und nur ein Schmarotzer. Tatsächlich wird das manchmal in verschiedener Form gesagt. Die einen sagen, die Natur könne ohne den Menschen sein, aber der Mensch könne ohne die Natur nicht sein. Andere propagieren den Spruch: Zurück zur Natur! - Aber wie soll man sich das denn vorstellen? Sollen wir etwa zu den Affen auf den Bäumen oder dergleichen? Wieder andere erheben die Natur zu Gott oder zu etwas Göttlichem. Sie meinen damit eine gewisse Unantastbarkeit der Natur, da sie unmittelbar durch die Göttlichkeit geschöpft sei. Aber auch hier stellt sich die Frage, wie wir als Menschen denn unser Leben ausrichten sollten, ohne die Natur zu berühren.

Ist das überhaupt das Ziel oder kann es so überhaupt sein, die Natur sich selbst zu überlassen, in sie nicht eingreifen zu sollen und sie als ein unberührbares göttliches Tabu zu betrachten?

Wir richten uns in der Gestaltung unseres Lebens gewohnlich nach der Klugheit aus, von der es zwei Formen geben mag. Die eine geht rücksichtslos zum eigenen Vorteil vor, was der "reine Egoismus" genannt wird, während die andere die Belange anderer berücksichtigt, was durchaus egoistisch sein kann und als "sozialer Egoismus" genannt wird, indem nur deshalb Rücksicht genommen wird, um selbst keinen eigenen Schaden davonzutragen. Was aber Weisheit ist, mag uns das noch als ein Rätsel erscheinen?

Aber wo stehen wir derzeit? Schauen wir uns eine Zeit an, die wir noch nachvollziehen können. Sind wir nach dem zweiten Weltkrieg nicht rücksichtslos gegen die Natur vorgegangen, indem wir zum Beispiel die so genannante Flurbereinigung vorgenommen haben oder haben wir nicht kaltschnäuzig ungefilterte chemische Abwässer der Industrie bedenkenlos in die Gewässer der Natur abgeleitet? - Wo stehen wir also heute, sind wir noch die rücksichtslosen Egoisten, entsprechen wir heute eher dem sozialen Egoismus oder lässt sich doch schon ein Stückchen Weisheit durchschimmern?

Die Hopi-Indianer richten folgendes Zitat an die Welt:
"Unsere Ältesten wissen, wie man, ohne der Erde zu schaden, Energie erzeugt oder sich fortbewegt. Dieses Wissen dürfen sie aber erst preisgeben, wenn es kein Geld mehr gibt und es niemand mehr vermarkten kann."

Nun, wir wissen nicht, was die Hopi meinen. Wenn sie unter den oben genannten Bedingungen erst ihr Wissen preisgeben, könnte es ja auch zu spät sein, womit sie selbst untergehen würden.

Nachdem aber die Welt ja kürzlich untergegangen ist, haben wir jetzt eine gewisse Narrenfreiheit gewonnen und die Gewissheit, dass die Welt wegen unseres Raubbaus an der Natur so schnell nicht noch einmal untergehen wird, so dass wir guter Hoffnung sein dürfen.

Vor rund 200 Jahren gingen die so genannten Walfänger auf Jagd und erbeuteten in gnadenloser und gefährlicher Schlacht die größten Säugetiere der Welt. Den Tieren wurde viel Leid zugefügt, die Anzahl der Wale schrumpfte stark und der biologische Haushalt wurde empfindlich gestört.
Aus einer Substanz der Wale wurden Gegenstände hergestellt, wie heute aus Erdöl Gegenstände hergestellt werden.
Dann entdeckte man das Erdöl. Aber die Vorräte der Erde sind nicht unbegrenzt. Irgendwann wird es kein Erdöl mehr geben. Müssten wir dann wieder Wale bei lebendigem Leibe schlachten?
Seit einigen Jahrzehnten wird von Wiederverwertbarem und von nachwachsenden Rohstoffen gesprochen.

Wir können eine Stufenfolge erkennen: Erst brutale Waljagden, dann der Rückgriff auf einen begrenzten Rohstoff und schließlich die Idee der Wiederverwertung und des Nachwachsens.

Haben wir damit einen Fortschritt gemacht? Sind wir auf einem guten Weg und dürfen guter Hoffnung sein? Nähern wir uns möglicherweise an, was die Hopi meinen könnten?
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