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Homöopathie

Eintrag von Solis im Blog Solis's blog. Ansichten: 468

Hinweis: Der Blog ist in seiner Entstehung begriffen. Ich werde hier nach und nach zusammenfassen, was ich im Forum über Homöopathie schreibe oder was mir dort als erwägenswert erscheint.



I n h a l t

- Vorwort

- Atome versus Empfindung

- Mangelnde Erklärlichkeit

- Natur statt Naturidentisches

- Original und Fälschung

- Mangelnde Diskutierbarkeit

- Atome gibt's real nicht!
Realität und Abstraktion



Vorwort
Die Naturheilmedizin gewinnt zwar mehr und mehr an Annerkennung, aber die Verständnisgrundlage dafür, wie was wirkt und warum, kann für gewöhnlich nicht nachvollzogen werden. Dies wird als Grund genommen, dass an ihr deshalb auch nichts sein könne. Eine Wirkung will ihr die moderne Medizin lediglich durch ihre Methode, die hier kurz als Atomismus bezeichnet sein soll, und dem, was sich ihm angegliedert wie Zentral- und Potenzialkräfte, zubilligen. Kann erst hiermit eine Wirkung der Naturheilmedizin dargelegt werden, wird sie nur dadurch von dem, was heute als Naturwissenschaft als Grundlage der modernen Medizin gilt, anerkannt.

Hier soll versucht werden, die Verständnislücke zu schließen.



Atome versus Empfindung

Die Anschauung über Atome und Moleküle ist eine, von der nicht dargelegt wird, wie es zu ihr kommt. Sie wird der Bevölkerung immer wieder als ein feststehendes Resultat präsentiert, bis es droht, dass in ihr lediglich ein Glaube auf Autorität entsteht. So entsteht eine Vorstellung, dass etwas nicht Dargelegtes, dass etwas Behauptetes dennoch wirken solle.

Dieses angebliche Wirken wird in einer Weise dargestellt, als ob es einen universellen Anspruch in sich trüge und ein Widerspruch daher nicht sein könne und auch nicht sein dürfe. Gemessen mit einer Wissenschaft wie die der Homöopathie, stoßen zwei verschiedene Denkweisen aufeinander.

Wie in den TV-Medien bewusst Personen mit gegensätzlichen Ansichten zur Diskussion eingeladen werden, so fällt dem unabhängig Beobachtenden auf, dass Gleiches um das Thema Atom nicht stattfindet. Vielmehr lassen sich ausschließlich Befürwortungen für es in der Weise vorfinden, als ob es die unverbrüchliche und einzige Lehre zur Erklärung und zum Verständnis der Welt und für alles Lebendige wäre. Dem Unabhängigen aber kommt das regelrechte Anhimmeln des Atoms in Verbindung mit der fehlenden Diskussion und als Erklärung für das Lebendige suspekt vor.

Homöopathische Essenzen entsprechen gemäß der Empfindung des Menschen, sofern er nicht dem Glauben auf Autorität der Atombefürwortung folgt, als ein Lebendiges, während eine atomare oder molekulare Vorstellung ihn als eine Erklärung für das Lebendige irritiert, ohne aber es begrifflich erklären zu können.



Mangelnde Erklärlichkeit

Es fehlt nicht nur auf Seiten der Homöopathiebefürworter die Grundlage für eine Begreiflichkeit, sondern auch auf der der Atom- bzw. Molekularbefürworter, denn auch sie wissen nichts Notwendiges über das Atom, um eine Urteilskraft herbeiführen zu können. Das ist nur demjenigen möglich, der vom Fach kommt ist oder dem, der sich eingehender mit den Prinzipien der Vorgehensweise der Atomphysik befasst. Aber wer tut das schon, denn man stellt sich dabei eine Undurchdringlichkeit abstrakten Denkens vor und gibt dann lieber klein nach. Oft recherchieren Journalisten die unmöglichsten Dinge und tragen sie ans Licht der Öffentlichkeit, doch an dieser Stelle wird nichts unternommen, jedenfalls ist mir nichts bekannt und an den Reaktionen anderer sehe ich auf beiden Seiten dasselbe.

Homöopathiebefürworter können ihre Haltung gegen den Atomismus also ebenso wenig erklären, wie die Homöopathiegegner für ihn, weil sie alle nicht wissen, was Atome/Moleküle genau sind, wie die Denkweise ist, mit der auf diese gestoßen wird und welche Reichweite ihre Wirkmöglichkeit bzw. ihre Bedeutung haben.

Damit wird ihnen allen die Möglichkeit erschwert oder gar unmöglich gemacht, begrifflich erfassen zu können, was die Grenzen und was über die Reichweite von Atomen und Molekülen hinausgehen mag. Denn die Fachleute sprechen stets viel über Atomistik, aber sie hüllen darüber den Vorhang des Schweigens, als ob es sich um ein zu hütendes, ja heiliges Geheimnis handeln würde. Damit verstärken sie den bereits gemachten Eindruck, dass Atomares und Molekulares das einzig Existente wäre, und das darüber Behauptete das einzig Wahre sei.
Aber Homöopathiebefürworter empfinden intuitiv, dass es das Lebendige selber ist, das durch Atome und Moleküle nicht erfasst werden kann, welche vielmehr als einer toten Mechanik entsprechend empfunden werden.



Natur statt Naturidentisches

Mit dem Aufkommen der Industrialisierung und dem Wirtschaftswunder nach dem zweiten Weltkrieg, entstand eine politische Oppositionshaltung der so genannten 68er-Generation. Sie wollte zurück zu Natur und zum Natürlichen statt Chemie und Mechanik, wenngleich sie der chemischen Anti-Baby-Pille den Vorzug gab. Man begann das, was aus dem chemischen Labor in das soziale Leben trat, als etwas Unnatürliches zu empfinden, z. B. traten chemische Bleichmittel den Einzug an, statt die Wäsche nachts auf die Wiese auf die Bleiche zu legen. Bleichmittel haben den Komfort, nicht auf das Wetter und auf das Scheinen des bleichen Mondes achten zu müssen und können bequem jederzeit verwendet werden. Oder es tauchten naturidentische Vitamine auf, um mit ihnen einen möglichen Vitaminmangel durch die mehr und mehr industriell verarbeiteten Lebensmittel auszugleichen. Die im chemischen Labor entstandenen Vitamine mögen zwar baugleich denen der Natur sein, doch Baugleichheit entspricht empfindungsgemäß nicht einer Naturgleichheit.



Original und Fälschung

Baut man ein berühmtes Gebäude nach, dann trägt der Nachbau nicht dieselbe Bedeutung in sich, wie das Original. In England gibt es aber so genannte Follys, die nicht unbedingt ein Nachbau sein müssen. Man hat während des Imperialzeitalters Originalbauten von ihrem Entstehungsort entfernt, wo sie in der betreffenden Kultur eingebettet gewesen waren, und sie in England aufgestellt. Die fehlende Einbettung ist es, die ein Folly zum Betrügerischen macht, obwohl es ist ein gewisser Prachtbau ist, dem aber der ursprüngliche Sinn fehlt, denn es ist das Seelische der Kultur nicht mitgekommen, sondern nur das Skelett ohne sein Fleisch. Im Imperialismus hatte man wohl die Idee, Äußerlichkeiten anderer Kulturen, bei sich selbst aufzustellen; vielleicht sollten sie dem imperialen Denken ein gutes Stück als Trophäe dienlich sein. In dieser Zeit entstanden auch unsere Zoos. Tiere, die in der lebendigen Seele fremder Länder eingebettet waren, wurden eingefangen und bei uns als prächtige Exoten angeschaut und bewundert.

Es entstand also ein Interesse an der Trennung zwischen bloßer Äußerlichkeit und belebter Natur und Kultur, zwischen Skelett und Fleisch, zwischen Künstlichkeit und Seelenhaftigkeit. In dieser Zeit entstand die Idee des physischen Atoms, doch dem entgegengesetzt gleichsam die Homöopathie.


Mangelnde Diskutierbarkeit

Der bloßen Empfindung, einen Vitamin-Chemo-Cocktail abzulehnen, scheint es zwar an Begrifflichkeit zu fehlen, um den Unterschied von Bau- und Naturgleichheit erklärlich und diskutierbar machen zu können, dennoch sind dem enormen Bedürfnis nachkommend Biobauernhöfe, Biomärkte und schulmedizinische Arztpraxen entstanden, die Naturheilmedizin in ihre Praxis aufnehmen, wobei auch daran sich erkennen lässt, dass Natur eben mehr sein muss als nur ihre mechanische Nachbildung durch die Molekularchemie.

Dem der Bevölkerung dargebotenen Vitamin-Chemo-Cocktail und Vergleichbares scheint also offensichtlich Natur zu fehlen, doch muss dem Begriff der Natur so nachgegangen werden, dass sich der Unterschied zwischen Künstlichkeit und Natürlichkeit bewusst klargemacht werden kann.



Atome gibt’s real nicht!

Ich war Student an einer Universität, wo sich einmal ein einfach wirkender Mann demonstrativ mitten in den Weg, wo die meisten Studenten, Dozenten und Mitarbeiter zwischen zwei Hauptgebäuden pendelten, mit einem riesigen Schild hinstellte. Es war etwa zwei Meter breit und eineinhalb Meter hoch und er hielt es an einem langen Griff in die Höhe, dass es jeder sehen und lesen konnte. Auf dem Schild stand mit protestierenden Worten im Wesentlichen, dass es keine Atome geben würde. Der Mann wurde natürlich angesprochen, die entsetzten Gesichter und Gesprächsfetzen ließen erkennen, dass man ihn davon überzeugen wollte, dass es Atome sehr wohl geben würde, aber er reagierte grundsätzlich auf niemanden. Da standen nun ein einfacher Mann und akademisch Gebildete mit grundverschiedenen Meinungen zusammen. Aber mag manchmal die Einfachheit der Gelehrsamkeit obsiegen.

Als ich den Mann sah, war ich im Kreise meiner Kommilitonen, und auch sie schüttelten über des Mannes Ansicht nur ungläubig den Kopf. Die Hartnäckigkeit seiner Reaktion war es aber, die mich stutzig machte, überlegte, trat auf ihm zu und bestätigte ihm, dass es Atome nicht geben würde.

Ich erklärte ihm, dass ein Unterschied zwischen Realität und Abstraktion gemacht werden müsse, was ich ihm am Beispiel eines Stadtplans erläuterte: Dem Stadtplan fehle die Lebendigkeit der Realität, er verzerre sie, indem er sie auf ein für die Orientierung Wesentliches reduziere. So würden auch die Atome wie der Stadtplan keine Realität widerspiegeln, sondern eine Abstraktion darstellen, die der Wirklichkeit das Lebendige nehme und es verzerre.






hnoss gefällt das.
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