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Für Hellequin

Eintrag von Mipa im Blog Mipa's blog. Ansichten: 281

Nicht, dass du dir jetzt was drauf einbildest;), aber ich wollts mal geschrieben haben, weil keine antwort zu geben etwas schäbig wäre. Ich hatte das post eigentlich für deinen neuen wahn-thread geplant, mache jetzt aber einen Blog draus, weil das thema ev. wieder zerrissen wird und ich nicht weiss, ob dich mein 'hohelied' nicht nervt und aus einer allfälligen diskussion darüber wieder missverständnisse entstehen....
Vielleicht stösst du ja auf diesen eintrag, wer weiss.:)

Aus deinem thread: Wege aus dem wahn:

Wenn etwas schwierig zu beschreiben ist, heisst es nicht, dass ich es nicht versuchen könnte.
Es ist im grunde keine technik, sondern ein prozess, der in einer art kunstgriff mündet, den man immer wieder aktivieren/abrufen kann, wenn ein ähnlicher prozess abläuft.
Ich habe ein wenig darüber nachgedacht, wie es bei mir funktioniert, habe es mal 'trocken' durchgespielt, vielleicht kann das als idee oder anhaltspunkt dienen, wie es gemeint ist:

1. Ich muss mir der 'quelle' der liebe in meinem innern gewahr werden, es genügt also nichts, wenn andere sie in mir sehen/wahrnehmen oder ich in einem andern. Wie ist diese quelle zu beschreiben? Es ist ein allumfassendes gefühl des zusammengehörens und des ungetrenntseins, ohne, dass man das jetzt zu schwülstig weiterumschreiben müsste. Es ist das anerkennen und wahrnehmen von kleinen dingen (im alltag), die freude bereiten, die glücklich machen (auch, wenn daneben anderes existiert und ich das auch wahrnehme) und das wahrnehmen von zusammenhängen. Es hat also damit zu tun, dass mir nichts entgeht, ich achtsam bin, gerade in kleinen gescheh- und erlebnissen. Das brachte mich dazu, mich vermehrt berühren zu lassen, was diese 'quelle' aktiviert hat, bzw. am laufen hält. Das war ein prozess, allerdings hat er schon früh begonnen.
Die konsequenz war/ist, dass man zunehmend kongruent wird: Denken, handeln, sprechen etc. beginnen überein zu stimmen, weichen nicht mehr massgeblich voneinander ab, man wird berechenbar, einschätzbar und damit auch durchlässig. Man hat einfach keine lust mehr energie darauf zu verwenden, die 'quelle' zu 'verstecken' oder von ihr abzulenken, auch, wenn sie 'einen weich macht' und das allenfalls belächelt wird.
Ich weiss nicht, ob du mich hier verstehst. Das ist m.e. eine grundvoraussetzung, diese liebe in der folge als urkraft/urquelle universell verwandeln zu können in grundsätzlicher annahme von erlebnissen und zuständen, partnerschaftliche liebe, freundschaft, elternliebe, etc..Hinter all diesen liebesformen steht die liebe.

2. Nachdem du diese entdeckt/wieder entdeckt hast, hat sie dich bereits verändert und du kannst sie universell einsetzen, du kannst eigentlich nicht mehr anders. Mir wurde nach und nach bewusst, dass ich mich durch diese liebe bewegen lassen kann. Das kann man im alltag üben: Versuchen, vieles durch die augen dieser liebe zu betrachten, sie als wegweiser sehen, als selbständige entität. Das bringt verschiedenes mit sich: Wo von aussen ein kampf oder wehren/verteidigen erwartet wird, ein verzweifeln und verzagen sich aufdrängt, kann man anders handeln, aufgeben, nachsehen, abwarten, gewähren lassen. Das wirft einen auf einen selbst zurück. Man muss zwischendurch was aushalten, was aber ganz lehrreich, wenn auch nicht immer einfach ist, einen aber innerlich enorm stärkt. Dieser freiwerdende raum, der sich daraus ergibt, nicht mehr vorgesehen reagieren zu müssen, füllt sich mit neuen möglichkeiten oder ganz unerwartete wendungen, was für mich den magischen aspekt darstellt.

3. Dieser ganze prozess erleichtert es, etwas anzunehmen, stehen zu lassen, wie es ist, wieder von vorne, bei 0 anzufangen, ev. nachtragendes, verletzendes, beschäftigendes, beängstigendes, zu integrieren, also als dazugehörig anzunehmen. Das heilt auch, auf eine andere weise. Man ist nicht mehr gezwungen den finger immer und immer wieder in die wunde zu legen und alles zu verstehen. Das spart energie für einen neuanfang, das ist für mich fort-schritt, ein tatsächliches fortschreiten, hinein in den fluss des lebens, hinein in die veränderung, in das un-weigerliche. Das hat im grunde etwas unbeschwert-kindliches, etwas, was wir uns als erwachsene oft nicht erlauben.
Vielleicht läuft das auf einer spirituellen basis ab, ich weiss nicht genau.

Für mich liegt viel wahrheit und heilende kraft in diesem erleben. Es handelt sich hierbei nicht um eine abhängigkeit, da die quelle aus sich selber schöpft und kein aussen braucht, das sie am sprudeln hält.

Gute nacht.:)
Dir, cerambyx, Inti und einer weiteren Person gefällt das.
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