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Erinnerungen an einen seelischen Zustand - (oder: wie man Erleuchtung findet)

Eintrag von Iakchus im Blog Der Aufstieg der Erde und des Lebens. Ansichten: 75

1. Anfang und Ziel
Die Wirklichkeit entsteht in unserem Gehirn, aufgrund einer Wahl und Entscheidung, Wirklichkeit zu sehen.

Es gibt eine dingliche Wirklichkeit, das ist eine von unserem Willen fixierte Wirklichkeitssicht, und dem gegenüber eine energetische, mit energetischen Tatsachen als Ausdruck eines anderen Willens. Eines kosmischen oder seelischen Willens.
Alltagswirklichkeit und eine davon verschiedene Wirklichkeit, eine andere Wirklichkeit.

Gute, weil von authentischen Erfahrungen berichtende schamanische Bücher bieten uns viele Brücken, indem sie Begriffe enthalten, die von dem Zugang zu dieser anderen Wirklichkeit zeugen.

Jemand mit Zugang zu dieser anderen, energetischen Wirklichkeit, muss die feste Bindung zur alltäglichen Wirklichkeit überwunden haben. Die Alltagswirklichkeit bilden wir in erster Linie mit unserem Denken. Und das darin befindliche Wollen, eine uns vertraute Wirklichkeit zu erfahren. Dem gegenüber müssen wir bereit sein, und es wollen, eine andere Wirklichkeit zu sehen. Wenn wir diese andere Wirklichkeit wirklich erleben wollen, müssen wir uns glauben machen, dass es sie gibt. Welche Vorstellung das genau hat, ist NICHT SO WICHTIG, als dass wir überhaupt mit dieser Vorstellung von einer anderen Wirklichkeit uns genügend Motivation bilden können, weil wir überzeugt sein müssen, dass sie eine gehörige Relevanz und Bedeutung hat. Ein Glauben an die andere Wirklichkeit, eine Überzeugung,was es uns WICHTIG macht, die andere Wirklichkeuit zu erfahren.

Denn gewöhnlich machen wir es uns sehr wichtig, die vertraute Wirklichkeit des Alltags zu erfahren, deshalb müssen wir ebenso viel Kraft aufbringen, um eine andere Wirklichkeit zu erfahren.

Unser grosses Glück und leider auch Verhängnis ist, dass wir diese andere Wirklichkeit ausserhalb unseres Denkens erfahren. Mit unserem Denken halten wir uns in einer Alltagswirklichkeit auf, die immer ganz eng mit den kollektiven Vorstellungen einer Gruppe verbunden ist (globale Zivililsation heute, früher regional verbreite Stämme). In einem bestimmten schamanischen Wissenskreis, genannt Wissen der Tolteken, wird dieser dingliche Wirklichkeit unseres Alltags als TONAL bezeichnet.
Das toltekische Wissen bildet übrigens eine Grunderklärung unseres Daseins, in Einbezug der seelischen und energetischen Tatsachen eines Menschen. Während gewöhnliche Philosophien des sogenannten rationalen Zeitalters nur die Tatsachen eines Denkens und Sehens erfassen, das sich an einem zu engen Ausschnitt des menschlich Möglichen orientiert.

Es gibt in dieser Begrifflichgkeit des Tonal einen Gegensatz. Das ist das Nagual, das nicht innerhalb des Denkens und der Logik begründet ist, sondern ausserhalb und umfassender die Dimensionen der Wirklichkeit abbildet.
Eigentlich kann man das Nagual nur erfahren, und eben nicht abbilden; weil es zu viele besondere Vernetzungen in dieser Nagualwirklichkeit gibt, die nicht auf einer Ebene des Denkens so klar verstanden werden können, wie die bloße Erfahrung dieser Wirklichkeit viel besser verstanden werden kann. Ich selbst habe nicht viel Übersicht über das Nagual, aber es ist jedenfalls ein anderes Wort für andere Wirklichkeit. Eine Wirklichkeit, in der die energetische Realität zu erkennen ist, und eine Wirklichkeit, die aus ihrem Ursprung jene Wirklichkeiten schafft, die kurz gesagt eines unuiversellen, kosmischen, oder göttlichen Ursprungs sind.

Die andere, schamanische Wirklichkeit ist meines Ermessens nach nicht unbedingt eine Totale, sondern wir selbst sind noch der Standpunkt, innerhalb dem Wirklichkeit für uns erfahrbar wird, sonst wären wir ohne Orientierung, ohne Ziel, ohne Absicht, und damit auch ohne Ursprung. Weil alles, was eine Absicht verfolgt, hat einen Ursprung. In dem Willen von uns selbst, oder auf einer anderen ausser halb von uns stehenden Ebene im Willen des Kosmos. Aber wir selbst, sind Bestandteil dieses umfassenderen kosmischen Willens.
Es gibt in der Wirklichkeit grundsätzlich höhere Facetten, sozusagen bessere Geschmäcker (als erfahrbare Wirklichkeit), als wie es jene dunklen Facetten gibt, die uns gewöhnlich Leid oder Energieverlust einbringen.
Die Alltagswirklichkeit ist durchsetzt mit diesen dunklen Flecken, und sie bestehen aus grundsätzlichen aber seelisch nicht nötigen Tatsachen wie Angst, Wut, aber auch Krankheit und Energiemamngel allgemein. Insgesamt ziehen diese Eigenschaften von uns Energien ab, wenn sie in uns verwirklichkeit sind (als Wirklichkeiten beginnen zu existieren oder weiter existieren). Das Helle steht im Gegensatz dazu. Vom Ursprung her ist das ein göttlicher oder kosmischer Will. Weil alles aus diesem Willen hervorgehend angeordnet ist, zu einem harmonischen Ablauf, wenn wir diesem Willen folgen. Ein Schöpfungsstrahl mit integriertem Sinn. Das Dunkle, insgesamt, kann man sehen als Abweichung aus dieser Ordnung. Eine Ordnung, die von der ursprünglichen Absicht des Kosmischen herrührt und von Sternen wie auch anderen seelisschen Wesen verwirklicht werden kann.
In der Teilnahme an dieser Ordnung, indem man weiterführt, was der seelische Impuls in uns verlangt, erkennt man dass dies auch der Platz ist, an dem man hingehört.
Diese Erfahrung einer Zugehörigkeit, Harmonie, Frieden, Selbstsicherheit usw.
entsteht einfach, indem man lange genug diese andere Wirklichkeit mit Erfahrungen durchdringen kann.

Wir müssen zuerst die "andere Wirklichkeit" als etwas fassen, das sehr verschieden als unsere gewöhnliche Dingwirklichkeit des Alltäglichen ist. Wir müssen eine Unterscheidung beginnen. Wir können verschiedene Begriffe auf diesem Pol der Begrifflichkeit wählen. ZB Materie und Energie, feste Formen und energetische Bedeutungen, oder Seelisches und Weltliches usw. Wichtig ist dabei nur, dass die "andere Wirklichkeit" so viel Bedeutung für uns enthält, dass sie uns anzieht und uns motiviert, sie erfahren zu wollen.

Mit ersten kleineren Erfahrungen kann man auch leicht solche Erfahrungen machen und seine Schlüße bilden, dass diese andere Wirklichkeit in ihrer unmittelbaren Erfahrung, tatsächlich von gewichtigerem Rang ist als alles Denken der Welt.
Sehen statt Denken, könnte die Maxime sein. Es muss jedenfalls in uns eine Kategorie sein, die Platz bereit hält, für die andere Wirklichkeit, einfach dass wir glauben , dass da "etwas anderes" ist.

Wir müssen aufhören, die Alltagsmatrix als etwas festes zu sehen - sie ist erfunden zum Teil von uns selbst und zu einem anderen Teil vom Kollektiv der Menschen um uns herum, die diese ALltagswelt der Dinge tagtäglich in ihrem Bewusstein aufrecht erhalten. Daneben besteht eine andere, energetische Wirklichkeit, die viel direkter Zugriff auf alles Wirklichke erlaubt, und auch einen Bereich der Wirklichkeit erfasst, der weit ausserhalb der Alltagswirklichkeit steht.
Grob kann man diese andere Wirklichkeit als energetische Wirklichkeit beschreiben.

2. Der Weg
fREI SEIN UND SELBST SEIN.
Nun ist der Weg schwer, weil wir so viel Denken gewöhnt sind. Und wenn es neue Erfahrung gibt, kann unsere Emotion mit ihren Erinnerungen an verbrecherische Welten dazwischen funken. Etwa weil uns eine neue Erfahrung emotional anrührt und dabei auf eine alte Grunderfahrung, was uns an tatsächlich an schockierende also plötzliche Umgestaltungen unserer Wirklichkeit erinnert. Wir wollen nicht überrascht sein und deshalb aus den Fugen geraten. Es ist so lange Verdrängung, mit dieser Grundverletzlichkeit umzugehen, wie wir vor Begegnungen mit ihr fliehen. Wenn wir eine Situation nicht herbeiführen wollen, wäre es unsere Entscheidung. Wenn wir aber aus einem ersten Reflex heraus die Flucht antreten, sozusagen die Schale nach aussen strecken, das Schild, die Verschliessung antreten, ist es Verdrängung, weil wir nicht genug Zeit aufbringen können, uns etwas bewusst zu machen, wenn wir bereits etwas anderes wie fliehen oder schützen tun. Kurz gesagt, wir können nur eine Handlung vollenden, nicht zwei. Entweder wir wollen fähig werden, Wirklichkeiten, die an sich nicht bedrohlich sind, auszuhalten, oder wir fliehen vor Eindrücken wie ein wild gewordener Affe. Denn meist brüllen wir vor Schreck (innerlich) andauernd auf, sobald etwas passiert, was nicht in unserem Plan (Denken) steht.

Wenn wir die andere , energetische Wirklichkeit erfahren wollen, kann das auf verschiedenen Wegen geschehen, zB über das Üben von Meditation inklusive innerer Stille. Aber massgeblich ist, dass etwas in unsere Wahrnehmung treten kann, das sowohl dunkel als auch ehll sein kann. Wir müssen dann lernen, uns so in die Schwingung zu begeben, dass wir auch Helles anziehen oder Helles in unsere Wahrhembarkeit bringen, weil hinter allem was wir denken ein WOLLEN steht. Weil alles einen Anfangsimpuls hat, der beinahe magisch in uns weiterbesteht. Wir müssen alte Impulse unseres Denkens auswechseln mit neuen Impulsen. Diese Impulse kehren minütlich, stündlich, täglich, wöchentlich wieder. Deshalb ist es günstig, eine Linie zu finden, auf der man die nächste Zeit ob kurz oder lang wandeln kann. Am besten mit irgendetwas, das stets die Lebensfreude dabei kultiviert
Die Hauptproblematik ist nicht das Ergebnis, das messbare oder qualitative Ergebnis einer Tat, sondern was diese Tat in uns selbst anstellt, ist bedeutsam. Das Hauptproblem ist es, in der Tat seine Ordnung zu finden und zu bewahren. Eine Ordnung, die es erlaubt, in der Wahrnehmung offen zu werden, und dabei nicht das Gleichgewicht zu verlieren, weil man vor allem emotionale Eindrücke nicht mehr grundsätzlich so wichtig nimmt, wie zuvor, sondern sie betrachtet, bevor man sich weiter auf sie einlässt, und dabei natürlich auch auswählt aus dem ganzen Feld der menschlichen Möglichkeiten. Wenn man sie betrachtet, und sie enthalten etwas dunkles, kann man es sich näher in den Ursprngen anschauen, oder weg ziehen lassen, und andere Emotionen bereitsam zulassen, bis man findet, wonach man sucht.
Ich denke, was wir suchen, ist so einfach wie Glück und Sinn.

Glück und Sinn auf unserer Suche müssen sich einstellen, sonst ist etwas nicht ganz richtig oder stört zu sehr - was man dann individuell untersuchen muss.
Manchmal kann so ein Prozess Jahre benötigen, aber ein steter Prozess des Fortschritts ist normalerweise immer gegeben, wenn wir die Wirklichkeit ehrlicher als etwas auffassen, was sich ergeben muss. Wirklichkeit geschehen lassen. Sie muss sich ergeben, als das, was sich ergeben will, sonst ist es sehr wahrscheinlich, dass wir sie in ihrer Form und Bedeutung festgelegt haben und nur ein Abbild der Wirklichkeit vor uns ist.

Es ist schwierig, eine andere Wirklichkeit zu erfahren, weil wir das Denken überbetonen. Das ist wie ein Überfluss, aus dem dabei auch noch Unheil hervorbricht. Das gilt kollektiv wie individuell. Anstatt zB Überfluss guter Handelsware gibt es den Überfluss leidvoller Arbeit für Millionen, wo sie nicht sein muss. Man sieht ja, dass die Handelsware nicht so gut ist, wie sie sein kann, weil alles mehr am Geldmachen gemessen wird. Vor 60-100 Jahren hat man , um die Alltagswirklichkeit in ihrer Sinnlosigkeit herauszustellen, den Krieg angeführt. Millionen ziehen gegen andere Millionen in den Krieg , und sterben für die Ideen einiger weniger Rädelsführer eines Krieges.
Dabei , dass wir durch die Geschichte der Menschen gehen müssen, und Erfahrungen machen in Krieg oder Elend, entsteht viel Ursache von Bewegung in unserem Denken, dass wir innerlich glauben nicht zur Ruhe zu kommen, wenn wir nicht etwas tun. Eine Bewegtheit, hinter der der Impuls der Sorge steht, der Angst. Wenn wir nichts tun würden, schleichen sich die Bilder, die als Trauma in Seele und Unbewusstes bestehen, in unser Bewusstsein, ängstigen uns oder schockieren uns mit Leere.

Solche seelischen Trauma mögen sie noch so klein sein, entstanden auch in anderen Leben. Manches Karma ist darin enthalten. Aber vor allem Erlebnisse. Ganz unterschiedlicher Art. Wenn wir zur Ruhe kommen, können uns alle diese Impulse überfluten, weil wir sie nie zugelassen haben, UM SIE DANN ZU ORDNEN ODER ZU KLÄREN, was ganz einfach damit geschieht, dass wir eine neue Haltung zu ihnen aufbauen.
Es hilft dabei immer die Kommunikation.

Jedes Etwas, besonders jene, die uns stark berühren, und sei es bloß eine Erinnerung, ist eine BEGEGNUNG.
ALles, was in oder vor unsere Augen tritt, besteht aus einer Begegnung.

Astrologisch ist deshalb das 7. Haus (WAAGE) direkt gegnüber dem Punkt, wo wir eintreten in die Wirklichkeit, weil wir jeweils eine Grundbefangenheit haben (Vorgaben des Aszendent als Erfahrungen vieler Vor-Leben und andereits die unvergänglichen Wesensazüge unserer Seele, aber weniger als mit der Sonne im Horoskop) . Grundlagen der Empfindung und der Erfahrung, und damit seelische Vorgaben.

Was tun wir in Begegnungen, was tut die Wirklichkeit in der Begegnung? Es wird kommuniziert. Aber daneben verursacht natürlich eine Begegnung etwas in uns.

Die Kommunikation aber ist entscheidend. Auf Ebene kosmischer Gerechtigkeit, eines universellen Regelwerks, seelischen Verhaltens, ist eine Kommunikation in Liebe immer die gewollteste Form der Kommunikation. Diese Liebe kann auch in einfacher Erfahrung bestehen, das man also den jeweils Anderen als das erfährt, was er in seelischen Urgründen ist. Das man also die bloße Präsenz eines anderen erfährt und dabei nicht jene Schattenaspekte wählt, oft das, was eine Seele aus seinem Erleben des Selbst tut, sondern die lichten Aspekte, welche die kosmische Wirklichkeit so besonders macht. So ein lichter Aspekt besteht schon allein im Selbst, in der seelischen Grundverwurzelung eines Jemanden. Diese ist wie unsere Gesichtsmerkmale immer dieselbe, kann höchstens durch Grimassen verzerrt werden. Doch gelingt es uns immer, so wie bei einem Gesicht, eine seelische Identität für uns wahrnehmbar zu machen, und darum geht es. Wir entfalten die seelische Kraft der Liebe, die sich in uns ergibt, wenn wir bereits einem Baum begegnen und ihn als seelische Identtität erfahren, als das Wesen, das sich für uns vor Augen ergibt, wenn wir über die bloße Materie hinweg, das Energetische anstreben zu sehen. Denn so wie er Seele ist, sind wir es auch, und von einem Ursprung des Kosmischen. Oder von Mutter Erde. Teilhabend jedenfalls an einem größeren Ganzen.

Liebe kann sich auf viele Weise zeigen, aber grundsätzlich ist bereits ein gewisser Zustand in uns, mit dem wir Wahrnehmen, weil seelisch auch immer in Liebe gegründet und wir werden daher immer auch lieben, wenn wir die andere Wirklichkeit wahrnehmen.

Um diese andere Wirklichkeit wahrzunehmen, müssen wir die vertraute Sichtweise in uns überwinden, auch mit Tricks einer Vorstellung, dass die andere Wirklichkeit wichtiger ist. Was sie tatsächlich auch ist, aber wenn wir es als Überzeugung verwenden, die wirklich Gewicht für uns hat, ist es mehr als nur dran denken. Wir müssen uns vorstellen, dass die andere Wirklichkeit wichtiger ist, zum Beispiel indem sie die energetische Wirklichkeit ist, die aufgrund energetischer Wirkungen viel relevanter ist, als die bloß in uns selbst stattfindende Wirklichkeit, die aus Bildern über die Wirklichkeit besteht, die wir mit unserem Sehen bloß wiederfinden wollen.

Wenn die Dinge zeitweise ihre Bedeutung für uns verlieren dürfen, auch weil wir uns durch die alten Energiefelder nicht mehr narren lassen, uns an das Alte zu sehr festzunageln, dann beginnt mehr und mehr eine Ebene mit uns zu kommunizieren, die weit über dieser eng gefassten Ding. oder Denkwirklichkeit besteht, wo alles fest gefügt und bestens bekannt ist.
Die Dinge werden weiter bestehen, aber sie bedeuten uns nichts automatisches mehr. Manchmal erinnern uns Dinge an das, was wir tun wollten. Insgesamt geht es darum, unser Denken und Tun, besser zu disziplinieren, ohne einen Zwang zu verspüren. Man muss LUST haben, es zu tun. Wir müssen immer irgendwo etwas entscheiden, was uns weiteres Handeln einbringt, und genau das müssen oder brauchen wir nur ein Mal tun, und uns dann an die Konsequenzen halten oder uns bewusst neu entscheiden. Unser Ganzes Erleben hängt davon ab, was wir in uns als Absicht tragen. Was wir (tun und denken) wollen. Es kann genügend, dass wir eine Absicht verfolgen, die direkt zur Folge hat, etwas für das Wahrnehmen der anderen Wirklichkeit zu tun. Das kann etwa sein, dass wir meditativ irgendetwas erfahren wollen, eine blaue Fläche, eine andere Schwingung, die Natur, die Luft, und es wird sich dabei immer etwas eingeben können, bzw. sich ins bewusste Erleben fügen. Wenn wir vermehrt unser Wollen auf die Erfahrung ausrichten, so dass das Weiterkommen (im bewussten Erleben) stabil bleibt und wir den Eindruck haben, auf dem Weg zu sein, werden wir mit jedem neuen Impuls es leichter haben, diese Richtung beizubehalten, wenn wir überzeugt sind, dass dieser Impuls für uns günstig ist.

Dies alles fällt leichter und funktioniert eigentlich auch nur so, wenn wir dabei Lebensfreude als Grundlage erfahren.

Wir ordnen eigentlich unser gesamtes Konzept des bewussten Erlebens, um dadurch besser die andere Wirklichkeit zu erfahren.
Und der Schritt zur anderen Wirklichkeit, um dahin zu kommen, ist mehr oder weniger ein Betonen des Sehens, und ein Ausser Kraftlassen des Denkens. Mit dem Sehen ergeben sich Bilder, Stimmungen, Schwingungen. Wir lernen diese zu unterscheiden, und folgen jenen Eindrücken, die uns intuitiv oder fühlbar weiter bringen.
Wenn wir das den Tag oder ein paar Minuten aufrecht erhalten, sammeln wir auf diese Weise auch Energie. Vor allem, weil wir weniger Denken, und uns mehr in einem Bewusstseinsraum der Eindrücke aufhalten. Selbst ein Zimmer, oder die bloße Natur, kann ein Raum von Eindrücken sein, aber wir haben es selbst in der Hand, wir ganz allein, welche Eindrücke wir dabei zulassen und auswählen.

Unser Wille soll weniger direkt umsetzen oder zugreifen, sondern mehr indirekt wählen, was es erfahren will. Es soll mehr ums "Geschehen-Lassen" gehen. Es soll mehr um das gehen, was in unserem Bewusstsein geschieht. Unser Wille gibt sozusagen eine Lupe vor, mit der eine Wirklichkeit ausgewählt wird.

Um dieses Ziel einer anderen Wirklichkeit zu erreichen, braucht es Kontinutität. Ein Mittel für diese Kontinuität, ist Erinnern. Dass man sich erinnert. Gedanklich in erster Linie. Das kann natürlich auch mit Hilfe von Gegenständen funktionieren, besondere "Erinnerungsstücke".
Ein Erinnern, das uns auf den Weg bringt oder auf dem Weg hält. Denn wir verlieren oft den Weg, weil sich unser Wille verändert. Und nicht vergessen: Wir brauchen kein Martyrium, sondern Lust. Es ist etwas, woran ich mich selbst immer wieder erinnern muss. Und Lebensfreude oder Lust an der Wirklichkeit, geht uns im Alltäglichen ja auch gewohnheitsmässig oft ab, weil uns die Dinge tyrannisieren. Um das Maß der Tyrannei zu mildern, wird immer wieder beschrieben, wie hilfreich es ist, die Dinge erst gar nicht zum Tyrannen werden zu lassen. Einmal, weil wir es selbst in unserem Bewusstsein anders zu erfahren beginnen, und dann natürlich, indem wir Dinge auch rechtzeitig erledigen, so dass sie uns nicht mehr ärgern als Mahnung, dass noch etwas wichtiges im Alltag zu erledigen ist, was unsere äussere Form der Existenz bewahren hilft.

Sobald wir eine (andere oder alltägliche) Wirklichkeit kennen, können wir sie erinnern. Wir können sie erneut wachrufen.
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