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Emanzipation hat ihre natürlichen Grenzen

Eintrag von Werdender im Blog Werdender's blog. Ansichten: 190

Gibt es typische Berufe für Männer und für Frauen? Jawohl, die gibt es. Und dabei spielt nicht nur die unterschiedliche rein physische Konstitution der jeweiligen Geschlechter eine Rolle, sondern die über-physische Beschaffenheit auch des nach dem physischen Leib nächsthöheren Wesensgliedes, des Ätherleibes. Dabei erfolgt die Unterscheidung hinsichtlich ihrer berufsmäßigen Tauglichkeit und Geeignetheit relativ nach den selben Kriterien wie bei der Differenzierung zwischen den physischen Geschlechtern, denn so verschieden wie hier der körperliche Sexus ist, ist es auch der ätherische.

Rudolf Steiner fand eine geistige Tatsache bestätigt, die schon lange vor seiner eigenständigen Entdeckung bekannt war: Dass nämlich der Ätherleib des Mannes weiblichen und der Ätherleib der Frau männlichen Geschlechts ist, der Astralleib bei beiden Geschlechtern androgyn, zwittrig, das ICH hingegen geschlechtslos. Damit ergeben sich nicht nur für die physische, sondern auch für die ätherische Anatomie geschlechterspezifische Berufsqualifikationen. Da wiederum Astralleib und ICH beide Geschlechter in sich vereinen bzw. ausschließen, kommen diesbezüglich für Mann und Frau bestimmte Tätigkeiten gleichermaßen zu oder eben nicht in Frage.

Die Berufsausübung findet durch praktische Tätigkeit statt. Die Tätigkeit an sich kann man grundsätzlich auf zwei Ebenen gestellt erkennen, auf eine praktisch-handwerkliche und eine theoretisch-geistige. Auf letzterer, der höheren Ebene, sind vor allem wissenschaftliche und geisteswissenschaftliche, auch intellektualistisch spezifizierte Berufe angesiedelt. Klassische Beispiele sind Theologe, Philosoph, Psychologe, Musiker, Historiker, Pädagoge, Physiker, Biologe. Diese Berufe erfordern vor allem den Einsatz gesunder seelischer und geistiger Fähigkeiten, darüber Mann und Frau in gleicher Weise verfügen können. Wenn auch in solchen Berufen jedes Geschlecht seinen wesenseigenen Charakter mit einträgt - also z.B. ein männlicher Lehrer eher autoritativ, ein weiblicher mehr solidarisch auf die Schülerschaft wirkt -, so tragen sie dennoch - oder gerade deshalb - durch die wechselseitige Ergänzung zur Vervollkommnung der Berufsaufgabe bei.

Bei den rein praktischen Berufen stellt sich die Frage der der geschlechterspezifischen Eignung nur marginal; hier steht die individuelle Eignung schnell fest. Eine Frau, die auf dem Bau oder in einer Schreinerei arbeiten möchte, wo also eine kraftvolle, zähe Vitalität vorteilhaft wäre, und ein Mann, der gerne Kleidungsstücke entwirft oder als Kosmetiker tätig sein will, um seine Liebe zu Formen und Farben in der Welt der Mode ausleben zu können, werden sicher wissen - zumindest recht bald nach dem Beginn ihrer Tätigkeit dort -, ob sich mit ihrer Entscheidung ihr Berufswunsch erfüllt hat oder nicht.

Nun gibt es, wie erwähnt, auch Berufe, deren Effizient und Effektivität auf das spezifische Geschlecht des Ätherleibes ausgerichtet ist. Diese Tatsache wird aber gegenwärtig nicht mehr (oder noch nicht) erkannt und verstanden, was schlichtweg in nichts anderem begründet ist als in der geist-blinden materialistisch beschränkten Sichtweise der heutigen allgemeinen Menschheit.

Zunächst ist es wichtig zu bedenken, dass die ausgeprägte Plastizität und Flexibilität seiner physischen und geistigen Glieder es dem Menschen erlaubt, bis zu einem gewissen Grade mancherlei Fähigkeiten des jeweils anderen Geschlechtes auszubilden und sich dadurch für einen hohen Anteil aller Berufe geeignet zu machen. Dazu muss man aber um die jeweilige Konstitution der Wesensglieder wissen. Und je mehr man darüber weiß, je mehr man ihre Komplexität durchschaut und sich in ihr sicher zu bewegen und zu handeln imstande ist, desto gewisser wird man ihre Modifizierung durchführen können. Einen Mann kann man körperlich zumindest äußerlich in eine Frau umwandeln, eine Frau in einen Mann; nur wird man diesen zum Gebären und jene zum Kinderzeugen nicht bringen können.

Da es außer durch intensive subtile Magie uns nicht möglich ist, in die höheren Wesensglieder vorzudringen und dort substanzübergreifende Veränderungen zu bewirken, ist auch eine Ein- oder Umstellung des Ätherleibes auf gegengeschlechtsspezifische Eignungen nicht durchführbar.

Die spezifischen "ätherischen" Männer- und Frauenberufe werden als solche vom gegenwärtigen Standpunkt aus nicht als solche erfasst, und man wird einmündig darüber den Kopf schütteln, eine solche "irrsinnige" Differenzierung überhaupt zu erwägen. Ich werde sie dennoch wagen, freimütig und erhobenen Hauptes, hoffend, da oder dort Besinnung und vielleicht sogar verständige Einsicht zu provozieren. Ein Beispiel möge genügen:

Man frage sich einmal, weshalb der Beruf des Arztes seit jeher ausschließlich von Männern ausgeübt wird. Freilich kann man lapidar antworten: Weil eben seit jeher die Männer dem beruflichen Erwerb Dienst leisten, um die Familie genugsam in einigem Wohlstand, wenigstens am Leben zu erhalten, und - ohnehin -, weil der Arztberuf seit jeher einen hohen sozialen Stand und ehrfürchtige Anerkennung genießt von der Holzbank bis zum Kaiserthron, all welcher Ehre kein echter Mann entsagen wolle.

Auf meine Recherchen hin, großteils im Internet, fand ich "Studien" , die sämtlich belegen sollen, dass Männer und Frauen gleichermaßen weibliche Ärzte gegenüber männlichen bevorzugen. Bei genauerem Hinsehen erweisen sich jene "Fakten" in aller Regel als von Feministen zusammengetragen - was aber weiter nicht mehr bedeutet, als dass Andersliegendes wohl nicht veröffentlicht ist - also durchaus vorhanden sein könnte; und selbstverständlich darf die hohe Befangenheitsquote, ein enormer Lobbyismus und vielfach dilettantisches Unvermögen unter den meisten Feministen als denkbare Ursache für jene verdächtig einseitige "Faktenlage" nicht außer acht gelassen werden. Man gewinnt rasch ein realistischeres Bild, wenn man einfach nur einmal insbesondere chronisch kranke Familienangehörige, Freunde, Bekannte und Kollegen nach ihren Vertrauens- und "Lieblingsärzten" fragt, denn dann wird sich die "weibliche" Waagschale deutlich nach oben bewegen. Und nein, nicht primär deshalb wird der Arzt bevorzugt, weil er der "nächste" am Ort oder sonst wie einfacher zu erreichen ist (solche Begründungen können oftmals die unbewussten wirklichen Intentionen überdecken), sondern einfach, weil man ihm vertraut und weil er in den meisten Fällen geholfen hat.

Die echten(!) Heilerfolge männlicher Ärzte hängen grundsätzlich mit deren weiblichem Ätherleib zusammenhängen. "Grundsätzlich" betone ich, da die gegenwärtige moderne Medizin durch den intellektual-materialistischen Un-Geist vergiftet ist und die energetischen Strömungen des Ätherleibes stark unterdrückt und hemmt. Denn was liegt an dem Ätherleib, insbesondere an dem weiblichen des Mannes?

Die spirituelle Geisteswissenschaft lehrt, dass der Ätherleib der Träger des Lebens und der lebenerhaltenden Kräfte ist, weshalb er auch Lebensleib genannt wird. Dieser ist es, welche unseren an sich toten Körper verlebendigt und wachsen und gedeihen lässt. Das sogenannte Abwehr-System mit all seinen Funktionen ist ein Wunderwerk des Ätherleibes. Wenn der Mensch geboren wird und als Kind heranwächst, überwiegen die Lebenskräfte die abbauenden astralischen Kräfte, die die Grundlage für das Selbst-Bewusstsein schaffen, weit, durchsaften den physischen Leib und halten sein Ich-Bewusstsein mäßig zurück. Nach der Lebensmitte lassen die Ätherkräfte allmählich nach, der physische Leib beginnt abzubauen, doch nun gewinnen die abbauenden astralischen Kräfte und erwecken mehr und mehr das Selbst-Bewusstsein für die Sinn- und Zweckfragen des Daseins.

Die Lebens-Natur ist beim männlichen und weiblichen Ätherleib gleich stark, und es leuchtet ein, dass ein besonders kraftvoller Lebensleib in gewisser Weise auch auf andere physische und ätherische Leiber einwirken kann, zumal, wenn diese geschwächt oder krank sind. Schon allein hierin zeigt sich uns die ganz besondere ethisch-moralische Stellung des Arztberufes. Ein Arzt heilt eigentlich sozusagen durch seinen Ätherleib, indem er ihn dem Kranken intensiv zuwendet.

Wodurch unterscheiden sich nun männlicher und weiblicher Ätherleib? Im Grunde durch nichts anderes als durch das, wodurch sich funktionell auch die physischen Geschlechter unterscheiden: Durch die Empfängnis- und Gebärfähigkeit des einen und die Zeugungs- und Aufrichtekraft des anderen. Der männliche Ätherleib wirkt auf Seele und Geist des Mannes befruchtend, euphorisierend und schöpferisch anregend, er lässt im Manne auf einer höheren Ebene das mütterliche Prinzip lebendig werden. Andererseits nimmt der weibliche Ätherleib auf Seele und Geist der Frau einen festigenden, stabilisierenden und ausgleichenden Einfluss, welcher alsdann in ein natürliches Bedürfnis, demgemäß sich darzuleben zu wollen, übergeht. Darin liegt einerseits der Grund für die große künstlerische Schaffenslust und Schöpferkraft, den reichen Erfindergeist und den feurigen Forschungsdrang insbesondere solcher Männer, die sich gern mit Frauen umgeben oder von vielen ihrer reichlich geistig "befruchtet" und "aufgerichtet" - inspiriert - werden. In ihnen reift und wächst - verborgen und unscheinbar zunächst -, was der geistige Same des männlichen Ätherleibes in der Seele des Mannes zum Leben erweckt hat, mit dem er verschwiegen und heimlich "schwanger" geht, bis es eines Tages als neues Schöpfungswerk, als eine lebendige Idee das Licht der Welt erblickt. Und deshalb sind andererseits besonders solche Frauen die wunderbarsten Mütter, Hausfrauen und Lebenspartner, die auf die Aufrichte- und Haltekraft der Männer, die sie umgeben, vertrauen und bauen können. Die liebevolle Bezeichnung solcher Frauen als die "gute Seele des Hauses", als die absolut integre und zuverlässige Privat-Sekretärin im bescheidenen Hintergrund eines angesehenen Handwerksbetriebes oder als fähige und hoch respektierte Leiterin eines mächtigen Wirtschaftsimperiums: Fast immer, auch wenn es nicht so scheint, spielt hierbei der Einfluss von ätherisch weiblichen, mütterlich-fürsorgenden Männern eine maßgebliche Rolle.

Abgesehen davon, dass es selbstverständlich auch künstlerische und geniale Frauen wie auch mütterliche und bevorzugt häusliche Männer gibt. Das aber sind nicht nur Ausnahmen, sondern die Art des künstlerischen Ausdrucks kommt bei der Frau etwas anders zustande als beim Mann, und auch der mütterlich-weibliche Charakter des Mannes muss von dem der Frau fundamental differenziert werden. Hiervon aber vielleicht mal an anderer Stelle. Jetzt geht es um den männlich dominierten Beruf des Arztes.

Um den bevorzugten Stellenwert des männlichen Arztes anzuerkennen, muss der mütterlich-empfangende, bergende und nährende weibliche Ätherleib des Mannes im Blick behalten werden. Weshalb der männliche Ätherleib auf einen anderen kranken Ätherleib kaum, gar nicht oder sogar negativ wirken kann, das möchte ich in Folgendem veranschaulichen:

Das Ur-Weibliche offenbart sich - u.a. - durch exzentrische Strahlung und durch Zerteilung, Spaltung, Zersplitterung und Zerstreuung. Das Lebensprinzip verwirklicht sich im Raum und in der Form, und es verliert sich, ungebändigt, in der Auflösung der Formen. Die ur-männliche Kraft strebt nach oben, nach dem Licht, nach Schwerelosigkeit und Leichte. Das Ur-Männliche wiederum drückt sich aus durch nach innen gerichtete, peripherisch umhüllende Kräfte. Es schafft Raum und Form für das Lebensprinzip, verleiht Gestallt, stabilisiert, konzentriert und kristallisiert. Das Ur-Männliche strebt nach unten, zur Schwere und zur Finsternis. Das Ur-Männliche ergänzt sich mit dem Ur-Weiblichen zur universalen schöpferischen Ur-Polarität.

Es liegt ein tiefes Mysterium darin, dass die Ur-Prinzipien des Männlichen und Weiblichen, so wie sie in die Welt der Substanzialität vordringen, sich dort im jeweils entgegengesetzten Polaritätszentrum darleben. Die weibliche Schöpferkraft tut sich kund im Männlichen, die männliche Form- und Stabilisierungskraft im Weiblichen. Weiß man dies, dann entschlüsselt sich das merkwürdige Yin-Yang-Symbol, der durch eine Wellenlinie zweigeteilte Kreis, dessen schwarzer, nach unten steigender Tropfen einen weißen und dessen weißer, nach oben steigender Tropfen einen schwarzen Punkt enthält, ihr Geheimnis: Aus dem stofflich Männlichen wirkt das geistige Ur-Weibliche, aus dem stofflich Weiblichen wirkt das geistige Ur-Männliche. -

Somit kann man konstatieren: Durch seine sexuelle Zeugungskraft ist der Mann ur-weiblich, durch seine ätherische Formkraft ist er ur-männlich, und demgemäß ist die Frau durch ihre sexuelle Formkraft ur-männlich und durch ihre ätherische Zeugungskraft ur-weiblich.

Die alte ursprüngliche(!) jüdische Geheimlehre, die Qabalah, wusste noch - wie auch die ostasiatische Geistesschule - von der Tatsache, dass die Lebens- und Zeugungskräfte nicht, wie seit langem überliefert, männlicher, sondern tatsächlich weiblicher Natur sind und umgekehrt die formenden und nährenden Kräfte nicht weiblicher, sondern in der Tat männlicher Natur. Es gibt alte Gemälde-Darstellungen der göttlichen Trinität, wo noch das weibliche Lebens-Prinzip, der HEILIGE GEIST, als Frau und das männliche Form-Prinzip, der VATER, als Mann dargestellt sind. Das zwischen beiden vermittelnde Harmonie-Prinzip, der SOHN, erscheint darin als jugendlich androgyne Gestalt... .

Nun können wir zum Fazit dieser Abhandlung kommen:

Bei einem gesunden Menschen ist der lebentragende Ätherleib im physischen Leib fest inkarniert, und - was maßgebend ist - er ist ein- und ganzheitlich unversehrt. Bei Erkrankung verliert er seinen vollumfänglichen Zusammenhang mit dem physischen Leib und ist dort, wo die Krankheit zentral ausgetragen wird, in einer bestimmten Weise verletzt. An diesen Lokalitäten ist er nicht mehr ordentlich mit den physischen Organen verbunden und man nimmt dort hellsichtig wahr, dass der Ätherleib wie ein sehr lockeres Kleidungsstück am physischen Körper ein wenig hervor- oder übersteht. Insgesamt gewährt der kranke Ätherleib den Anschein der Gebrochenheit, der Zerrüttetheit.

Welche Kräfte-Wirkungen können dem Zustand der Krankheit, der Zerrüttetheit wieder zu seiner Ganzheit und zur gesunden Stabilität verhelfen? Welche Kräfte müssen wirken, damit der lebensschwache Ätherleib wieder ganz wird? Eben solche Kräfte, die gleichermaßen beleben, vitalisieren und er-gänzen, die den aus der Form geratenen und zu zerfallen drohenden Ätherleib wiederum in seine Form bringen, ihn zusammenfügen, heil-machen. Und welche Art von ätherischen Kräften sind hierzu besser prädestiniert als die weiblichen des männlichen Körpers, die so auf den Ätherleib des Kranken wirken, dass sie ihm wiederum seine festgefügte, einheitliche Gestalt zurückgeben und ihn im physischen Organismus fest verankern. Der Arzt, der sich vollbewusst und mit ganzer Seele dem Kranken zuwendet und ihm durch seine Berührungen etwas von den eigenen vitalen stabilisierenden und heilmachenden weiblichen Lebenskräften übergeben kann, kann daher nur ein Mann sein.

Vielleicht wird jetzt auch verständlich, weshalb Christus, der Heiland aller Menschen, als Mann aufgetreten ist und als solcher geheilt hat, warum er allein durch das Auflegen seiner Hände Gebrochenes, Zerrüttetes und Entzweites wieder ganz zu machen und zu heilen vermochte - und warum er seine männlichen Jünger aussandte, damit sie es ihm gleichtun!

Was würde man bei einem kranken Ätherleib durch den männlichen Ätherleib erreichen? Wohl würde man ihm erneuernde Belebungskräfte vermitteln, aber die Tendenz des männlichen Ätherleibes, exzentrisch zu zerstrahlen, zu zerstreuen und zu zersplittern würde den ohnehin "baufälligen" Ätherleib des Kranken noch weiter, wenn auch auf sehr subtile Weise, in den Verfall hineintreiben; da würden dann stärkende und schwächende Kräfte gegeneinander wirken und einen Heilungsprozess zum Stocken bringen. So, wie der Mann unmittelbar durch seinen Ätherleib die Heilung herbeiführen könnte, so muss sich der weibliche Arzt darauf beschränken, um erfolgreich zu sein, auf äußere Mittel zurückzugreifen, welche ihrerseits den Ätherleib gesunden lassen. Deshalb ist die Domäne der heilkräftigen Substanzen das Ressort der weiblichen Heilerkaste, und überall da kommt ihr segensreicher Einfluss zur Geltung, wo sie als weise, in die Geheimnisse der Naturkräfte eingeweihte "Kräuterfrauen" oder "Kräuterhexen" heilsamen Rat und Hilfe spenden. -

Ein sehr wichtiger Punkt bezüglich des Heilerfolges ist selbstverständlich das selbstlose Interesse des Arztes für den Patienten. Seine seelische Gestimmtheit ihm gegenüber hat einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf den Heilerfolg. Tatsächlich können echte empathische Zuwendung und eine liebe- und verständnisvolle Be-handlung mächtig viel bewirken - ebenso, entsprechend umgekehrt, Desinteresse und ein liebloser Abfertigungsstil. Der gegenwärtige Arztbetrieb, überwacht und dirigiert vom Mammon, erlaubt es vielen Ärzten, die es von Herzen gern täten, immer weniger, menschliche Anteilnahme zu entwickeln oder sie spüren zu lassen. Weil allerdings für die seelischen Befindlichkeiten eher Frauen einen ausgeprägteren Sinn haben, könnte dies der primäre Grund für die Annahme sein dafür, dass mehr Ärztinnen als Ärzte aufgesucht würden. Die oben dargelegte Geist-Gesetzmäßigkeit wird davon nicht berührt.

Zusammengefasst können wir konstatieren:

Der Ätherleib des Mannes ist weiblich und besitzt auf seelisch-geistiger Ebene funktionell die weiblichen Eigenschaften des Empfangens, Nährens, Gestaltens und Gebärens, was sich insbesondere durch seine schöpferische Ausdruckskraft darlebt. Als männliches Ur-Prinzip entspricht er den peripherisch kreisenden und den raumbildenden, formgebenden und statisierenden Kräften. Dies prädestiniert ihn dazu, geistig-ätherisch ganz-machend, heilend und gesundend auf den erkrankten Ätherleib anderer zu wirken.

Der Ätherleib der Frau ist männlich und besitzt auf seelisch-geistiger Ebene funktionell die männlichen Eigenschaften zu befruchten, aufzurichten und zu inspirieren, was sich insbesondere durch ihre organisatorischen, ordnenden und harmonisierenden Fähigkeiten darlebt. Als weibliches Ur-Prinzip entspricht er den zentrisch strahlenden, raum- und formsuchenden, lebenspendenden und dynamisierenden Kräften. Dies macht ihn zum geistig-ätherischen Heilen wenig geeignet, dafür desto mehr, sich mit den heilenden Kräften der Natur zu verbinden und durch weisheitsvolle Kenntnis um das Wesen und die Anwendung heilender Substanzen Gesundheit und Heil zu vermitteln.

Im Christus-Jesus auf der Erde hat sich das männlich-ätherische Heiler-Prinzip auf edelster Stufe verwirklicht und offenbart, und in einem anderen Heiler nach ihm verbanden sich das männliche und das weibliche Heiler-Prinzip in einmalig grandioser Weise, weshalb er noch heute unter dem ehrwürdigen Namen Paracelsus das hehre Ideal jeglicher Heilkunst und Heilkunde ist. Denn darauf kommt es bei einem echten Heiler letztendlich an: Dass er sein Wissen, seine Kunst und seine Weisheit im Geist der Menschenliebe anwendet und er seine heilende Behandlung zur heiligen Weihe-Handlung, zu einem liebevollen Gottes-Dienst am Krankenbett gestaltet.











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