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Drei Farben - eine Welt

Eintrag von Werdender im Blog Werdender's blog. Ansichten: 155

Zeichen am Himmel ...

Wir wissen wohl, dass unser Sonnenlicht keinerlei bunte Farbigkeit enthält. Auf Fotografien und auf Filmmaterial erscheint der Sonnenstern - sofern am vollhellen Tage aufgenommen - immer reinweiß. Dieser Eindruck ändert sich aber, wenn wir ihn wenige Stunden nach seinem Aufgang oder am späten Nachmittag betrachten oder auch während der Tag-Nacht-Gleichen, wenn er also in mäßiger Distanz über dem Horizont steht: Dann nämlich zeigt die Sonne einen satten leuchtenden Gelbton und überflutet Wolken und Landschaft mit einem warmen strahlenden Gold.

Zunächst sei angemerkt, dass wir das Phänomen vom Standpunkt der gemäßigten mittleren Breiten aus untersuchen; das ich wichtig, denn nur dort lässt sich die Tatsache ausmachen, dass die Sonne desto weißer erscheint, je höher sie am Himmel steht und dass sie in diesen Gegenden auch die kräftigste und am längsten anhaltende Dämmerungsröte entfacht.

Demgemäß lässt sich allgemein sagen: Wenn die Sonne vom Betrachter aus zwischen ihrem höchsten Kulminationspunkt und der Horizontlinie schwebt, erscheint sie unserem Auge in gelber Farbe - zumindest annähernd, aber nicht mehr bzw. noch nicht rein weiß und noch nicht bzw. nicht mehr gerötet.

Die Sonne hat die Gestalt einer vollkommenen Kugel. Ermittelt man das Verhältnis ihrer Größe zur Größe der gesamten Hemisphäre, über die sie wandert und ihre weiten Bögen zieht, so kann man sie darin zweifelsfrei als einen beweglichen Punkt bezeichnen, als einen Punkt allerdings von gewaltiger, höchst konzentrierter Leuchte- und Strahlkraft.

Das Gelb der Sonne und ihre Punktgestalt nehmen wir wahr, wenn wir sie unmittelbar anschauen, was aber u.U. dem Auge gefährlich werden kann. -

Die Dämmerung findet statt während des Auf- und Untergangs der Sonne am Horizont. Bei vollkommen klarer Witterung - und am intensivsten während des Sommers - erglüht die Sonne und mit ihr der tiefliegende Himmel in flammender Röte. Dabei sind alle Schattierungen möglich, vom brennenden Gold-Orange zu Beginn ihres Falls bzw. während ihres Aufstiegs bis hin zum leidenschaftlichen Magenta-Rot während ihres Abtauchens in die nächtliche Finsternis bzw. kurz vor ihrem Sichtbarwerden.

Bleibt die Atmosphäre während des Dämmerungsaugenblicks klar, dann fällt auf, dass nicht der gesamte Himmelsraum von der Röte ergriffen wird, sondern nur ein begrenzter niedriger Streifen des Horizontes. Und befindet sich die Sonne noch bzw. bereits unter dem Horizont, dann erscheint das infernalische Leuchtfeuer als ein gleichmäßiges schmales Band, in dem wir - im Gegensatz zum Sonnenkörper - schlichtweg ein zweites geometrisches Grundelement, den Zug einer waagrechten geraden Linie, erkennen können. -

Der rotglühende Dämmerungsstreifen ist als solcher am reinsten wahrzunehmen, wenn die Sonne schon bzw. noch untergetaucht, also unserem Auge entrückt ist, aber doch ihm nahe genug, um eindeutig als eine horizontale Linie eingestuft werden zu können. -

Und schließlich, an einem wolkenlosen und klaren hellichten Sonnentag, lenken wir unseren Blick auf die Himmelskuppel selber: Ihr herrliches reines Blau erstrahlt am intensivsten und klarsten an der ihm parallel gegenüberliegenden Sonnenseite, dort, wo die Sonne genau hinter uns liegt, wo wir von ihr vollkommen abgewendet sind und sie nicht sehen. Hierbei erweisen sich auch die Tage des Hochsommers und des Tiefwinters als die Zeit der ausgeprägtesten Himmelsbläue. Was, wenn das gesamte Firmament von der wundervollen Himmelsbläue umfasst erscheint, gewahren wir da anderes als ein drittes geometrisches Grundprinzip: Eine alles überspannenden Fläche! -

Somit haben wir in den wesentlichen sphärischen Lichtphänomenen am klaren Tageshimmel zwei Ur-Trinitäten entdeckt:

1. Die drei Grundfarben Gelb, Rot und Blau. Diese Dreiheit vertritt die universalen Emanationsstufen des Lebens, des reinen Seins.

2. Die drei grundlegenden Geometrie-Prinzipien Punkt, Linie und Fläche. Diese Dreiheit bildet die Grundstruktur des Raumes und der Formen und Körper.

3. Diese beiden Ur-Trinitäten lassen sich wiederum in der Dimension des Zeitlichen wiederfinden, wo sie in den Tages- und Jahreszeiten ihre eminenteste Ausprägung darlegen.

Sein, Raum und Zeit eine Offenbarung des Farben-Wesens - und umgekehrt! Und die Farben ihrerseits als Schöpfung der visuellen Ur-Prinzipien Licht, Finsternis und Trübe ein Ausdruck derselben. Dies wollen wir zum Schluss dieser fundamentalen Farben-Betrachtung konstatieren:

I. Getrübtes Licht erscheint gelb; gelb ist durchlichtete Trübe. Damit wird das Gelb zum farblichen Bild des Mediums zwischen Licht und Zwielicht.

II. Licht durch Finsternis erscheint rot; rot ist überfinstertes Licht. Damit wird das Rot zum farblichen Bild des Lichtes.

III. Finsternis durch Licht erscheint blau; blau ist überlichtete Finsternis. Damit wird das Blau zum farblichen Bild der Finsternis.

Es mag irritieren, dass nicht das Gelb als die überhaupt hellste Farbe des Farbenkreises das Licht-Element, oder - worauf noch eigegangen werden wird - nicht das Violett als die dunkelste Spektral-Farbe das Finsterns-Element vertritt. Man habe aber den dynamischen, dynamisierenden Charakter der roten Farbe im Auge, den sie mit dem Charakter des Lichtes teilt, gleichwie die beruhigende und statisierende Wesensart der blauen Farbe, die diese mit der Finsternis gemeinsam hat. -

















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