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Die vier Zentren und Identifikation

Eintrag von Iakchus im Blog Der Aufstieg der Erde und des Lebens. Ansichten: 122

Folgendes ist, wie ich Ouspenskys System verstehe.

Die vier Zentren,

1. Denken (Verstand, Intellekt)

2. Fühlen (Emotionen, Gefühle)

3. Instinkt (erklärt sich von selbst, das ist genauer gesagt das, was uns atmen und leben lässt, nach Ouspensky: "Glauben Sie, wir würden eine halbe Stunde lang leben, wenn das instinktive Zentrum nicht arbeitete? Es kennt die richtige und falsche Arbeit jedes Organs. Es versucht dauernd, sie richtig arbeiten zu lassen." Ouspensky schreibt weiter, dass unsere Organe nicht selbstständig arbeiten, sondern vom instinktiven Zentrum beherrscht werden.)

4. Bewegung (körperliche Bewegungen; also ein sehr einfaches Zentrum)

Ähnliches findet man bei C.G. Jung.

All diese 4 Zentren arbeiten unabhängig, doch auch gleichzeitig und es kann vorkommen, das sich die Arbeit der 4 Zentren vermischt.
Manchmal ist die Arbeit mehrerer Zentren an einer Sache nötig, manchmal störend.

Störend zB:
Das Denken lässt sich von Gefühlen leiten oder trüben, die Gefühle von einem Gedanken blockieren.

Körperliche (unscheinbare) Bewegungen , veränderte Haltungen, sind oft eine veräusserte Art auf Reize oder Gefühle oder Gedanken zu reagieren. Darin zeigt sich eine Vermischung, oder Abhängigkeit. Wir bewegen uns, weil uns ein Gedanke , eine Stimmung kam. Wir nehmen Haltung an, weil wir depressiv sind, weil wir glücklich sind. Es ist ein Zusammenhang zwischen körperlichen Bewegungen und sonstigen inneren Vorgängen.

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Übrigens: Es kann sein, dass wir unsere Haltung auf körperlicher Ebene grundsätzlich unabhängig von Gefühlen und Gedanken machen sollten. Aber sicher bin ich mir nicht. Also zB, wenn man schlechte Laune hat, niedergeschlagen ist, kann es helfen, die körperliche Haltung aufrecht zu halten .

Man kann soweit gehen, aber ich weiss nicht ob es richtig ist: dass man unsere gewöhnlichen Einbildungen mit einer Art von Koniditonierung erklärt, mit denen wir zu Einbildungen aller Art gekommen sind.
Einbildung ist zB: "Wenn wir nicht fleissig sind, werden wir gekündigt." Eine Einbildung, in dem Fall, wenn wir es nicht wissen, wenn es uns niemand gesagt hat.
Es wäre evtl. klug, freilich, dass man die Situationen auf der Arbeit richtig deutet, oder vorsorglich sein Bestes tut im Sinne einer würdevollen Arbeitsleistung oder was auch immer. oder dass man versteht, dass die schlechte Laune des Chefs nicht an der eigenen Arbeit liegt.
Jedenfalls, unter irgendeiner Einbildung zu sein, ändert nichts daran, unter der Einbildung zu sein.
Es kommt drauf an, ob aus einem bloßen Gedanken um Kündigung als Möglichkeit, ein festes Vorstellungsbild wird.

Konditionierung, weil es auf Anhieb verständlich ist, dass wir die Dinge neigen zu glauben, die wir uns täglich einüben zu denken, zu fühlen usw.

Wenn wir entsprechende Erinnerungen haben, braucht ja nur ein Reiz kommen, und wir sind evtl. wieder in dem Gefängnis des Gestern, oder der Bewusstseinsräume, die wir vermeiden wollten.

Ouspensky schreibt, dass Einbildungen ein Resultat des Bewegungszentrums sind. Wenn ich das in Zusammenhang mit der Konditionierung bringe, wird es allerdings schwer verständlich, warum dieser Zusammenhang zwischen Bewegungszentrum und Einbildungen, ebenso wie mit Konditionierung bestehen sollte.
Irgendwie ahne ich jedoch einen Zusammenhang.

Der Körper als ein grobes Mittel, Form anzunehmen, durch veränderte Haltungen. Es ist Bewegung, und dann quasi Starre. Wenn man sich aus Spaß mal ein bisschen verrenkt, die Schultern seltsam anhebt, als würde man die ganze Zeit so rumlaufen odr rumsitzen wollen, spürt man dann auch einen veränderten Bewusstseinsraum durch die veränderte Körprhaltung. Die Form ändert sich, die Qualität der körperlichen Ausdrucksebene ist anders geworden.

Das erinnert ein wenig an den Mond, weil in diesem eine anhaltende Veränderung ist.- Astrologisch und symbolisch gesehen . Er ist Veränderung, und er ist dennoch eher träge weil er sich nur langsam verändert und durch seine etwas träge Eigenart seine Form bewahren kann.
Und vom Mond wissen wir in der Astrologie, dass er sehr mit der Konditionierung und Erinnerung in Zusammenhang ist.

Die Einbildung wiederum ist sehr willkürlich, haftet sich an bestimmte Erinnerungsbilder und das Vorstellungsvermögen greift das, was das Bewusstsein einmal in der Vergangenheit als wahrscheinliche Realität in der Erinnerung abgetan hat.

Nun, das sollten nur meine Versuche zum Bewegungszentrum sein (der Zusammenhang mit Mond, Bewegungszentrum , Konditionierung und Erinnerung ist von mir konstruiert, von Ouspensky stammt nur die Aussage, dass Einbildungen durch das Bewegungszentrum hervorgerufen werden (ca. S.74; siehe Register unter Zentrum - Bewegung).

Tut mir leid, wenn es stellenweise kompliziert geworden ist hier.

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Das Bewegungszentrum ist vermutlich weitaus mehr, als nur dass es um eine bloße physische Bewegung ginge.

Die Identifikation ist es nun wiederum, die uns so leicht verhaftet lässt.
Wir neigen dazu, uns mit einer Laune, einem ICH, und seinen Vorgängen, Wünschen und Erinnerungen zu identifizieren, als ginge es darum, der wahre Patriot seines Ichs zu sein. Wir neigen dazu, dieses Ich zu totalisieren, als ein und alles, das Massgebliche.
Hinter allen Ichs aber fanden wir mit der Zeit so etwas wie Knotenpunkte. Zentrale Ichs, die diverse Rollen zu spielen bereit waren. Wir haben das Familien-Ich, mit vielen Unterichs. Dann das Berufsort-Ich, also wo wir arbeiten, da haben wir auch eine andere Einstellung und Haltung, sogar ein anderes Erleben, eine andere Welt ist es für uns. Usw. Viele ichs. Aber oft so eine Art Gruppen-Befehlshaber, wo auch oft das Ego alles bindet und nie weit weg ist. Jenes Super-Ich, das stark sein will, und dessen Natur ich selbst auch nicht ganz verstehe.
Aber es ist da irgendwo und nie weit, wenn es um wichtige Ichs geht, die zB soziale Aufgaben übernehmen. Eine andauernde Verteidigungshaltung und anschliessende Aggressionsbereitschaft ist diesem Ego-Ich im schlimmsten Fall sehr genehm.

In solchen Fällen und anderen Fällen hängen noch andere Zentren mit allen Ichs zusammen. Und die Zentren sind viel interessanter, und es ist nicht so nötig, über seinen Schatten zu springen , wenn man die vielen Ichs in sich beobachten will, ohne sich frustriert zu sagen, aber das bin doch "ich" alles! Oder zu fragen: Wo ist das echte Ich? Hier wird es kompliziert, weil Ouspensky nun zur Hardcore Esoterik übergeht, und von einem magnetischen Zentrum spricht, das genährt werden kann durch die richtigen Anschauungsweisen über Leben und Alles. Ein magnetisches Zentrum, das sich für esoterische Ideen zu interessieren beginnt, und dann auch Esoterik von aussen anzieht, und auch zur esoterischen Arbeit an sich bereit ist, und dieses HAUPT-ICH soll nun anstelle der anderen Ichs treten.
Es ist wie gesagt ein alter Einweihungsweg und ab diesem Punkt sollte man vielleicht überlegen, ob es einem noch zusagt.

Deshalb noch ein paar Worte zu den Zentren.
Es ist meist selten ein Zentrum, das beteiligt ist. Machmal nehmen sie sich einander Energie, andere Male stören sie einander, oder jeweils wollen sie die Arbeit des anderen Zentrums machen.

Und es ist aber auch so, dass es viele Aufgaben, vor allem die komplizierten Herausforderungen des Tätigseins sind, die die Arbeit mindestens zweier Zentren erfordern.

Ein einfaches Beispiel erklärt die Alltäglichkeit der Arbeit unserer Zentren.
Wir sitzen in einem Vorlesungssaal und sind hungrig, können infolgedessen dem intellektuellen Zentrum nicht folgen, verstehen die Vorlesung nicht, weil unser Instinkt meldet: Hunger. Nahrung.
Weitere Zentren könnten sich melden, das Gefühlszentrum an die Hungerkatastrophe von 1988 erinnern, in dem man fast verhungert wäre, oder das Denken fragt sich, wie lange man ohne Brötchen noch leben kann, oder ob es wohl unhöflich wäre, jetzt einfach raus zu gehen.

Identfikation ist, wenn wir kurz gesagt uns einer Vorstellung von etwas überlassen, und regelrecht an dieser kleben, während die wandelbare Realität bereits in die Zukunft übergeht und möglicherweise wir an den Chancen dieser Realität vorbei gehen.

Es ist oft auch dann, wenn wir uns zB vorstellen, dass unsere Überzeugung alle anderen überwiegt.
Wenn wir überhaupt keine Distanz mehr aufbringen und noch nicht mal eine andere Position, Sichtweise, Gedanken als solchen annehmen können. Das ist Identifikation.

Die häufigsten Formen der Identifikation sind unscheinbar: Man stellt sich verschiedene Dinge vor, und manches ist sogar hilfreich, um sich zB weiter gewissen Dingen zuzuwenden.
Manchmal können wir mehr Stimmung hineinbringen, und die Identfikation, die auch eine Erwartungshaltung in sich hat, blockiert uns davor.
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