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Die Suche nach Wahrheit, Selbsterkenntnis und Bewusstseins-Schlaf (Ouspensky)

Eintrag von Iakchus im Blog Der Aufstieg der Erde und des Lebens. Ansichten: 174

Ich möchte mal kurz erzählen, wie ich einem gewissen Buch begegnete.

Dieses Erlebnis oder Studium von P.D. Ouspensky, hat mich nachdrücklich bewegt. Es war beides, Erlebnis und Studium. Ich konnte entdecken, was in mir vor geht, und warum einige Dinge so sind wie sie sind. Jetzt mal prosaisch: Vor allem, spürte ich erklingen, die Wahrheit, die ich suchte.

Es ist aber nicht nur der Inhalt, sondern diese Klarheit, diese Systematik, die in dem Buch "der vierte Weg" liegen.
Eine Systematik der Weltanschauung.
Jetzt fragt sich vielleicht, nicht schon wieder ein Sektenbuch. Ich versichere, es ist alles andere, nämlich Befreiung von jeder Sekte. Wenn man das Buch versteht.

Es ist eigentlich bei jedem dasselbe Anliegen, das uns zur Esoterik führt. Eine Art Sehnen, ahnen, wissen, dass es etwas größeres gibt.

Es ist die Geschichte, wie sie uns allen begegnet.
Wenn wir auf der Suche sind. Wir kommen zu Zufällen, oder irgendwelchen Momenten, wo wir auf etwas stoßen, das in uns Interesse weckt, weil wir eine Resonanz darauf haben.

Oft ist es die Frage nach dem Größeren, nach etwas Höherem, und Umfassanderem, als das, was wir gemeinhin in der Welt vorfinden.
Wir wissen irgendwo in uns, dass es dieses größere Etwas gibt. Aber wir konnten lange nicht auf die Gewissheit zugreifen. Irgendwann sind wir da weiter und werden sicherer. Dann bekommt das Größere ein Gesicht, aber wie die Liebe kann es schlecht mit Worten "rüber gebracht " werden, erklärt werden. Das geht nur, wenn man Liebe bzw. dieses mysteriöse größere Etwas in Spuren kennen gelernt hat. Wenn man Anknüpfpunkte hat.

Wir spürten die Lügen , die wir in der Welt kennen lernten und vielleicht wussten wir auch um unsere eigenen Lebenslügen, oder die Gefahr, in diese zu geraten. Viele sagen sich zB Gründe auf, warum sie so launisch sein wollen.

Wir kommen dann irgendwann dahin, zu empfinden, dass wir manche Launen nicht mehr brauchen. Und dann sind die alten Gründe für uns wie von einer anderen Person, als wären wir nicht mehr dieses Ich, das die alten Gründe hatte, etwas zu tun oder zu lassen.
Egal was wir tun oder lassen, davor gelegen sind immer auch Gedanken und Gefühle. Und die bewegen uns oft vielmehr, als wir glauben mögen oder erkennen.

Wir erkannten manches, aber uns fehlt eigentlich ein System. Je nach Anlage finden wir grobe Systeme vor.
Zum Beispiel das Tarot, oder Astrologie.
Wir erkennen darin, Anscháuungen von grundsärzlicher Wahrheit. Über Archetypen, und in uns vorfindbares.

Es sind Systeme, die einen Bewusstseinsweg hin zur Bewusstwerdung beschreiben, wenn man diese Systeme in ihrer esoterischen Bedeutung nimmt. Wege, die Verbindung herzustellen, zwischen oben und unten.
Aber jederzeit stellen sie Spiegel auf für uns selbst und unsere Reise.

Aber die esoterische Ebene bleibt uns oft verschlossen.Es ist gut zu wissen, dass es diese Bewusstsseinsreise gibt. Aber wie gehen wir diese Reise? Wie bewegenwir in uns die Schalter? Wo sind die Schalter?

Was können wir entdecken, wenn wir uns selbst beobachten?

Wir brauchen also auch Brücken, um manche Dinge zu durchschauen.
Brücken, die andere vor uns errichteten.

So lesen wir, und werden klug. Es gibt echte esoterische Quellen, echt weil authentisch in Verbindung mit dem Geist oder höherem Bewusstsein. Diese werden viel genauer den Weg zeigen können.

Zum Beispiel kann ich allenfalls die Engel als meine Verbindung zu dem Geist erwähnen, und ich will nicht, dass man meint, ich sei irgendwo erleuchtet oder so. Ich bin auf irgendeiner Etappe.
Aber Ouspensky ist so eine authentische esoterische Quelle, die uns ein System zeigen kann, als eine Methodik der Anschauung, und Anleitung. Mit Quellen, die bis ins Mittelalter zurückgehen.

Aus dem Buch, das die ehrliche Sebstbeobachtung als Mittel zur eigentlichen Bewusstwerdung beschreibt, heisst es etwa:

"Wenn wir uns zu studieren beginnen, gelangen wir zuallererst zur Auseinandersetzung mit einem Wort, das wir häufiger als jedes andere verwenden, das ist das Wort ich .
Wir sagen: Ich fühle, ich mag, ich mag nicht und so weiter.

Dies ist unsere hauptsächliche Illusion, denn der Hauptirrtum über uns selbst besteht darin dass wir uns als Einheit betrachten. Wir sprechen über uns immer als ich und nehmen an, dass wir uns die ganze Zeit auf dasselbe beziehen, während wir in Wirklichkeit in Hunderte und Aberhunderte von verschiedenen Ichs aufgespalten sind.

Wenn ich in einem Auugenblick ich sage, spricht ein Teil von mir, und wenn ich in einem anderen Augenblick ich sage, spricht ein völlig anderes Ich.
Wir wissen nicht, dass wir nicht ein Ich haben, sondern viele verschiedene Ichs, die mit unseren Gefühlen und Wünschen in Verbindung stehen, und kein kontrollierendes Ich haben.
Diese Ichs ändern sich die ganze Zeit; eins unterdrückt das andere, eines ersetzt das andere, und dieser ganze Kampf macht unser ganzes Leben aus.

Ichs die wir in uns sehen, sind in verschiedenen Gruppen eingeteilt.
Einige dieser Gruppen bestehen zu Recht, sie gehören zur richtigen Unterteilung des Menschen, und einige von ihnen sind künstlich und wurden durch unzureichendes Wissen und bestimmte imaginäre Vorstellungen erzeugt, die der Mensch über sich selbst hat."

Ich finde, es ist bei der Lektüre manchmal hilfreich, davon auszugehen, dass das Buch aus mitgeschriebenen Vorlesungen besteht.

Ein System, das in seiner Wortwahl auf einer Anschauungsweise der 1950er Jahre beruht.

Die Leute damals, die zuhörten, hatten nicht diese umfassenden Konzepte von Psychologie wie heute. Aber wenn man ehrlich ist, wissen wir heute ebensoviel mit unserer Psychologie anzufangen wie vor 70 Jahren.

Zentrales Konzept ist die Unterteilung unseres Bewusstseins in Gedanken, Gefühle, Bewegung, Instinkt.
Jedes Zentrum ist unabhängig von den anderen, hat sein eigenes Gedächtnis, seinen eigenen WIllen, seine eigene Phantasie.

Ich fasse das als systematisch auf, in dem Sinne, dass es eine Reduktion ist. Also dass man in Wahrheit die Sache wohl etwas komplexer vor sich hat und es gewisse Verzweigungen zwischen den Zentren geben könnte.
Aber das Systematische daran ist: man kann grundsätzlich alle seine Regungen auf einen ursprünglichen Reflex zurückführen, der in einem diese Zentren seinen Ausgang genommen hat.

Das Bewegungszentrum ist jener Teil des Gehirns, dem die Funktion zukommt, körperliche Bewegungen zu beherrschen.

Das System, welches Ouspensky beschreibt, ist aus einer Lehre entnommen, das wohl aus Persien oder Mittelasien herrührt und dem Sufismus nahe ist. Auch Guirdjieff ist in diesem Kontext eine wichtige Person, übrigens ein echter Guru.

Der vierte Weg ist eine Überlieferung alter Tradition. Eigentlich waren darin immer ein Lehrer-Schüler Verhältnis impliziert, und all das Wissen des 4. Weges - vor Ouspensky - vermutlich nur mündlich überliefert.

Es ist im Selbststudium nicht gerade einfach, es kann Irrwege erzeugen. Aber es ist im Ganzen mehr erhellend als es das Risiko hat, verstörend zu wirken.

Man könnte dieses Beobachtungs- und Denksystem als Spiel auffassen.
Also die Gedanken und Methoden mal verfolgen und dann immer wieder loslassen, sich nicht versteifen. Es nicht zwanghaft betreiben, weil man glaubt, man müsse besonders diszipliniert sein.
Man kann sich noch so anstrengen und es kann dennoch ein Irrweg sein.
Einfach, weil man es nicht richtig anwendet, was man liest .

Auch der bewusste Lehrer fehlt, der den Fehler "sieht" und in der Wirkung positiv mitteilen kann (die gewöhnlichen Lehrer sind nicht erleuchtet - nur ein erwachter Guru, etwa Gurdjieff, wäre imstande, jemanden richtig anzuleiten, darin bewusst zu werden. Ohne gewisse Maßstäbe zu brechen, die zB die späteren Konsequenzen in der Psychologie des Schülers angehen). Ich beziehe mich hier aber nur auf mögliche Folgen, dass man sich das Buch zulegen will.

Ich sage das alles, weil mich diese Schriften geradezu hypnotisiert hatten, einfach weil das Gelesene nachvollziehbar wurde.

Es ist hier ja nur ein kleiner Teil. Man soll gewarnt sein vor der gewissen Macht, es steckt - in meinen Augen zumindest - teilweise eine faszinierende Kraft in den Worten, wenn man das Buch so vor Augen hat.
Darin eine Klarheit über die Vorgänge und Gründe, und zutreffende Beschreibung. Aber ich will nichts versprechen, der Schreibstil könnte nicht jedermanns Sache sein und später wird es auch sehr technisch (wenn es um "höhere Oktaven" geht; dem liegt übrigens die Anschauung zugrunde, dass die Welt aus Schwingungen besteht und man jede Handlung, jedes Geschehen analog dem Fortschreiten einer Tonleiter sehen kann und manches Geschehen kann die Intervalle der Tonleiter nicht erfüllen, das sind dann die Dinge die schief gehen im Leben).

Die Psychologie von uns beinhaltet vor allem Denken und Fühlen, aber auch Empfindungen, Vorlieben und Geschmäcker usw.
Gewisse Denkwege, Reaktionswege, auf Reize reagierende Gefühle und übertrieben ausgeprägte Vorlieben können uns das Tor zur größeren Welt versperren.
Weil sie uns binden, oft unbewusst sogar einlullen, was wir nie wollen würden, wäre es uns bewusst.

Ouspensky hat mich gelehrt, zu unterscheiden. Zu wissen, dass Emotionen im weiteren Verlauf Gedanken nach sich ziehen können und Gedanken Emotionen nach sich ziehen können. Dass man bald sehr voll sein kann .
Mit Alltag, mit Dumpfheit. Und es alles seine Gründe hatte, zu gegebener Zeit sich zu sehr auf gewisse Muster , Gefühle, Gedanken eingelassen zu haben und keine Mitte, kein Zentrum gesucht zu haben... bewahrt zu haben.

PS:
Wer sich vielleicht für das Buch und P.D. Ouspensky interessiert: "Der Vierte Weg"; Sphinx Verlag.
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