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Die Sache mit dem Karma…

Eintrag von JustInForAll im Blog JustInForAll's blog. Ansichten: 138

Als Erstes möchte ich klarstellen, dass Karma in Wahrheit eine Illusion ist.
Es ist aber in der Realität wahrnehmbar.
Es dient dazu, dort Klarheit zu schaffen, wo Unklarheit herrscht.
Es ist die Ernte derer, die als Individuum gesät haben.
Ein Individuum ist jemand, der sich getrennt wahrnimmt, handelt und dafür verantwortlich ist.
Ein Individuum kann Karma nur bedingt erkennen und zwar meist dann, wenn es in seiner Zeitlinie eintrifft und sich seiner Aufmerksamkeit offenbart. Ansonsten ist es kaum für das Individuum begreiflich.
Buddha sagt: „Eine Sache ist, ist nicht, beides zugleich und keins von beiden.“
Im Grunde kann nur eins davon im linearen Raum real sein.
Da Karma in der Trennung auch getrennt und speziell Individuum bezogen auftritt, können alle 4 Möglichkeiten in Frage kommen. Da, wie bereits gesagt, es dem realen Individuum kaum ersichtlich ist, welche dieser 4 Möglichkeiten auf einen speziellen Fall zutreffen, sollte es einsehen, dass alle 4 in Frage kommen können.

Beispiele, warum ein Individuum sich nicht sicher sein kann, wann tatsächlich Karma geschieht:

1. Sabine hat sich nie um ihre Karriere gekümmert und beschwert sich bei Monika, sie hätte keinen guten Job und der Chef würde sie bei Beförderungen nie berücksichtigen.
Monika bedauert und tröstet sie: „Manche Menschen haben halt immer Pech im Leben. Dein Chef ist unfair dir gegenüber, lass dir das nicht gefallen.“
Was Sabine erlebt, ist das Resultat ihrer eigenen Nachlässigkeit. Sie gesteht dies jedoch weder gegenüber sich selbst, noch gegenüber anderen ein. Stattdessen reflektiert sie ihr Misserfolg auf andere und beschuldigt sie, sie würden ihr Bemühen nicht würdigen. Sie erlebt und macht sich weiteres Karma. Monika hat sich hier auch Karma gemacht, weil sie ohne die Hintergründe beachtet zu haben, mit Sabine andere Menschen beschuldigt hat, die nichts für Sabines Misserfolg können.

2. Gisela hat eine sehr gute Schulausbildung und gute Noten. Sie bewirbt sich um einen
Job und wird von Heidi, die kaum eine Qualifikation besitzt aber mit dem Chef flirtet, verdrängt.
Gisela erzählt reichlich enttäuscht von ihrem Misserfolg ihrer Freundin Dunja. Dunja ist der Meinung, dass Gisela anscheinend ein Karma-Problem hat und evtl. die Schuld bei sich suchen sollte, statt Heidi dafür verantwortlich zu machen.
Dunja irrt sich, da in diesem Fall Gisela in der Tat die bessere Qualifikation besaß, aber von Heidi hinterhältig übertrumpft wurde. Hier hat sich Heidi frisches Karma gemacht, das ist der Dunja jedoch nicht ersichtlich. Stattdessen hat sie Gisela wegen ihrer Anschuldigung, die auf einer Vermutung basierte, noch depressiver gestimmt. Da Dunja als Individuum ebenfalls für ihre Taten verantwortlich ist, hat sie sich auch Karma gemacht, weil sie ohne die Hintergründe zu kennen, Gisela ebenfalls geschadet hat. Der Chef, der Dunja wegen seiner Affäre mit ihr bevorzugte und damit Gisela Unrecht tat, hat sich ebenfalls Karma gemacht.

3. Herbert und Heinz trinken am Wochenende in der Kneipe ein paar Gläser Bier und streiten sich. Sichtlich gestört darüber, zahlt Herbert sein Bier und will nachhause. Unterwegs im Dunkeln schlägt ihn einer von Hinten auf den Kopf. Herbert fällt bewusstlos zu Boden. Der Vorfall ereignet sich 10 Minuten nach dem Herbert die Kneipe verlassen hat. Im Krankenhaus kommt ihn sein Bruder Otto besuchen. Herbert beschwert sich: „Du, dass war bestimmt der Heinz. Er konnte in der Kneipe seine Wut nicht an mir auslassen und hat mich dann draußen erwischt.“ Otto ist daraufhin voller Wut und lauert am nächsten Tag Heinz vor seiner Wohnung auf. Er schlägt ihn k.o. und rächt seinen Bruder. Heinz klagt Otto wegen Körperverletzung an. Otto gibt seine Tat zu und meint, er habe seinen Bruder gerächt. Heinz beweist, dass er erst 1 Stunde nach Herbert die Kneipe verlassen hat und daher nicht der Täter gewesen sein kann. Daraufhin wird Otto wegen Körperverletzung festgenommen.
Missverständnisse können zu fehlerhaftem Handeln führen. Otto hat sich hier Karma gemacht, da er ohne die Hintergründe zu kennen, Heinz Unrecht antat. Unwissenheit schützt vor Karma nicht. Wenn man etwas nicht weiß, sollte man sich erkundigen.
Herbert hat sich auch Karma gemacht, weil er Heinz zu Unrecht beschuldigt hat. Er glaubte (und der Glaube ist das Gegenteil von Wissen), dass nur Heinz ihn geschlagen haben dürfte, weil sie zuvor einen Streit in der Kneipe hatten.


Jedes Individuum, solange es sich als solches wahrnimmt und handelt, ist für seine eigenen Taten auch selber verantwortlich.
Unwissenheit entschuldigt fehlerhafte Taten nicht, weil in dem Fall das Individuum sich eher zurückhalten oder sich erkundigen sollte, statt wegen und mit der Unwissenheit anderen zu schaden.

Einst hatte ich einen Traum:
Ich ging ins Reich hinter dem wahrnehmbaren Leben mit einer Akte unterm Arm.
Ich erkannte diesen Bereich als das Reich meines Geistes.
Es sah alles so aus, wie auf der Erde. Ich lief eine Landstrasse entlang. Links von mir war der Boden nass und schlammig. Da waren Reiter, die einen Mann im Schlamm peitschten. Ich war entsetzt, konnte jedoch nichts dagegen machen. Die Reiter umzingelten den kahlköpfigen Mann, ritten wild um ihn herum und peitschten ihn bei jeder Annäherung.
Ich lief weiter und kam an einem Burg an. Am Tor sah man sich meine Akte an und ließ mich rein. Mir wurde bewusst, dass ich mich bei jemandem mit meiner Akte melden musste, sah aber, dass sich mehrere Leute an einem Brunnen versammelten und hinein schauten. Diese Leute waren alle wie ich, nichts war mir fremd oder anders. Ich spürte ihr Interesse an diesem Brunnen und ging auch hin. Als ich dort reinschaute, sah ich die Erde. Menschen führten Krieg gegeneinander und es ging recht blutig zu. Zerbombte Körperteile flogen rum. Wieder war ich entsetzt: „Was ist das? Welcher Gott tut so was?“ dachte ich bei mir. Die Anderen schauten mich in dem Moment an und einer sagte: „Misch dich nicht in die Angelegenheiten Gottes ein. Gott hat immer Recht. Du kennst nur seine Gründe nicht.“

Vor diesem Traum sah ich in jedem Menschen Gott. Ich sah sie, als wären sie wundervolle, farbenprächtige, wohl duftende und unterschiedliche Blumen in einem wunderschönen Garten. Danach offenbarten sie mir ganz andere Seiten von sich und ich war entsetzt. Gott hat immer Recht, ich sah es ein. Mit meiner Unwissenheit habe ich davor nämlich Gott beschuldigt, er würde den Menschen Leid und damit Unrecht tun. Ich wurde des Besseren belehrt. Unwissenheit schützt vor Karma nicht.

Solange es Individualität gibt, und ein Individuum ist daher ein Individuum, weil es blind ist, wird es wohl noch eine Weile Leid geben.
Wenn etwas nicht weiß, was es ist, nimmt es an, dass es dies ist und handelt zum Wohle der falschen Identität. Falsches Sehen, falsches Denken und falsches Handeln ergeben zusammen Leid.

Buddha rät daher zu richtigem Sehen, richtigem Hören, richtigem Verstehen und richtigem Handeln. Beachtet man dies, macht man sich zumindest kein Karma.

Was ist aber Karma nun wirklich? Ist es die Bestrafung für fehlerhaftes Handeln?
Nein, es ist die Berichtigung von Fehlern. Fehler müssen berichtigt werden.
Wenn einer Krank wird und die Krankheit anfängt Symptome zu zeigen, geht man auch zum Arzt, um Heilung zu finden. Fehlerhaftes Handeln ist wie ein Symptom für eine Krankheit, nämlich das der falschen Identifikation. Karma ist dabei wie eine homöopathische Therapie.

LG
Justi
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