1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen
  2. Willkommen im grössten und ältesten Esoterik-Forum!
    Hier findest Du alles zu Astrologie, Lenormand und Tarot, Karten legen, Feng-Shui, Traumdeutung, Religion und Spiritualität, Engel, Familien-Aufstellung, Gesundheit, Reiki
    Registriere Dich kostenlos, dann kannst du eigene Themen verfassen und siehst wesentlich weniger Werbung

  3. Esoterikforum Adventkalender 2016
    Wir wünschen Dir einen friedlichen Advent.

Die Meinungsbildung

Eintrag von Solis im Blog Solis's blog. Ansichten: 100

Für welche Art der Meinung entscheide ich mich?

Um welche Art der Meinung geht es einem eigentlich? Geht es darum, sich eine Meinung zu bilden, um lediglich eine zu haben? Oder geht es darum, sich eine Meinung objektiv zu bilden?
Die erste Art der Meinungsbildung ist leicht, sie strengt nicht an, kein größeres Denken ist notwendig und ist schnell gemacht. Die zweite Art der Meinungsbildung aber, bedeutet sehr viel Anstrengung.

Für welchen Weg sollte man sich nun entscheiden, für den leichten oder den schweren?
Die Antwort auf diese Frage richtet sich danach, wie mit der Suche nach Wahrheit umgegangen wird. Eine Meinung zu haben, ist einfach und kann schnell gemacht sein, aber eine Meinung sich hart zu erarbeiten, trägt in sich ein anderes Gewicht, womit ein Prozess verknüpft ist, der mit der persönlichen Entwicklung einhergeht.
Die einfache Art der Meinungsbildung bildet nicht gleichzeitig an dem Menschengeist, sondern verhindert vielmehr seine Entwicklung. Man hat dann eine Meinung, lediglich um eine zu haben, um damit mitreden zu können ode einer Gruppe anzugehören.

Häufig wird von den Vertretern der einfachen Form der Meinungsbildung die Ansicht vertreten, man käme ja nie zu einem Ziel. In dieser Ansicht liegt ja schon eine gewisse Erkenntnis, dass die Wahrheit - die totale Wahrheit ist ja hier gemeint - nicht erreichbar sei. Aber es liegen zweierlei Hindernisse oder Missverständnisse vor, die nicht zur vorhin genannten wesentlichen Erkenntnis heranreichen:

1) Es ist nicht Ziel, eine Vollkommenheit zu erreichen!

2) Es ist Ziel, eine ständige Verbesserung anzustreben!

Der einfachen Meinungsbildung liegt auch eine Gier zugrunde. Sie will haben und besitzen, was sie sich nicht selbst erarbeitet hat. Jemand, der an seiner Meinung hart arbeitet, weiß, dass er nie an einem absoluten Ende ankommen wird. Dennoch zeigt er z. B. in einer Diskussion, wie seine Meinung Hand und Fuß hat, was zur Verzweiflung jener, die der einfachen Meinungsbildung entsprechen, führen kann und nicht selten mit Spott reagieren, weil sie sich nicht anders zu helfen wissen.
Mit "Hand und Fuß" wird die Meinung nicht zu etwas, die man hat, sondern sie geht eine Beziehung mit dem Sein, mit dem Lebendigen der Person ein, während die andere Seite nicht an ihrem Geist arbeitet, deren Meinung nur Schein ist.



Wie mit Informationen umgehen?

Es ist zum Haareraufen mit der eigenen Meinung. Der eine meint dies so und der andere so. Wie sind sie nur auf ihre Meinungen gekommen? Was hat sie dazu bewegt, diese Meinung zu haben und nicht eine andere? In einem erfundenen Gespräch, wie es jederzeit und überall sein könnte, möchte ich das genauer darstellen:

Da lese ich in einem roten Magazin einen Artikel über ein politisches Thema, verstehe alles gut und schenke ihm Glauben. Dann höre ich von meinem Nachbarn über die gleiche Sache aber eine ganz andere Meinung.
Dann will ich ihm erzählen, was ich alles in dem Artikel gelesen habe, um ihn zu überzeugen, wie ich überzeugt wurde, aber ich finde keinerlei Zustimmung. Ja, es wird sogar noch schlimmer, mein Nachbar lehnt alles ab, was ich doch so sorgfältig gelesen habe, und er fängt langsam an, mit mir zu brüllen, je mehr ich sage.
Es stellt sich im Verlauf des immer hitziger werdenden Gesprächs heraus, dass mein Nachbar in einem anderen Magazin, das eine grüne Farbe hat, eine ganz andere Stellungnahme zu dem Thema gelesen hat. Wie ist er damit umgegangen? Genauso wie ich: Er hat den Artikel gelesen, hat es gut verstanden und wurde zu einem Verfechter.

Nach einigen Tagen glätten sich bei mir wieder die Wogen und ich bemerke, dass mein Nachbar das gleiche Recht hatte wie ich, dem Artikel Glauben zu schenken. Nur ist die große Frage, wer hatte jetzt Recht? Oder anders gefragt, wie sollte man mit einem Artikel, den man gelesen hat - oder was es auch immer sei -, umgehen? Wie sollte man mit den vielfältigen Informationen, die an uns durch verschiedene Wege der Medien, den Schulen, den Kirchen, den Wissenschaften usw. am besten umgehen?



Fehldeutung durch falsche Wahrnehmung

Es gibt zweifellos viele Aspekte, wie die eigene Meinung am besten gebildet werden kann. Eine, die ganz am Anfang steht, ist das richtige Lesen und/oder Hören und Beobachten dessen, was wahrgenommen wird.

Das lässt sich wie so vieles leicht sagen, aber in der Praxis stellt sich das sehr viel schwieriger dar. Wie häufig hat man etwas gelesen und erst später bemerkt, den Text nicht richtig erfasst zu haben? Gleiches gilt natürlich auch für das, was gehört und/oder beobachtet wurde.

Wenn etwas nicht richtig wahrgenommen wird, man es aber beurteilen will, wird eine Fehldeutung über das Wahrgenommene unweigerlich die Folge sein.



Drei Ebenen der Meinungsbildung

Es ist eine konsequente Form der Meinungsbildung, sie immer wieder zu überprüfen und sie bei neuen Erkenntnissen zu überarbeiten. Ihre Natur es ist, letztlich nie zu einem Ende kommen zu können.
Daneben gibt es Verhältnisse, die ebenso konsequent sind, aber zu einem Ende kommen oder wenigstens vorgeben, an einem Ende angelangt zu sein. Man findet solches zum Beispiel in der Religion, wenn manche sagen, Gott gefunden zu haben. In Gesprächen mit diesen findet sich eine schier unbeugsame Haltung vor, die keine neuen Aspekte mehr zulässt.
Ein anderes Beispiel findet sich im Handwerk. Da gibt es Handgriffe, die sich bewährt haben. Würde jemand als Handwerker die Form der Meinungsbildung anwenden wollen, die nie zu einem Ende führt, würde ihm die Kündigung drohen.

Ich habe drei Ebenen angesprochen, von denen die erste die Bereitschaft zur Wandlung zeigt, während bei der letzten die Veränderungsbereitschaft schlimme Folgen haben kann. Der Bereich dazwischen ist seltsam. Es gibt Gläubige, die nichts mehr an Veränderung zulassen und andere, die an ihrer Religiosität in der Weise arbeiten, letztlich nie zu einem Ende kommen zu können.



Ein Beispiel mit dem Apfel des Sündenfalls

Wenn beispielsweise vom biblischen Sündenfall im Zusammenhang mit dem Apfel gesprochen wird, durch welche Art von Meinungsbildung entstand dieser Zusammenhang, der leichten, um sich eben mal eine Meinung zu bilden, oder der schweren, die Objektivität verlangt?
Wenn man einmal nachschlagen würde, wäre es offenbar! Aber das wird sehr häufig nicht gemacht. Es wird in diesem Fall sich auf eine Überlieferung bezogen, die irgendwann nur oberflächlich gelesen wurde, wenn überhaupt. Stattdessen wird ungeprüft übernommen, was umgangssprachlich gesagt wird. Man glaubt dann an etwas, das gar nicht existiert, nimmt aber Bezug darauf, baut seine Gedanken darauf auf, die dann durchaus logisch und nachvollziebar sein können. Doch alle Logik nutzt gar nichts, wenn schon am Anfang solche Fehler gemacht werden!

Solche Fehler werden natürlich nicht gleich erkannt, aber es wird auf sie aufgebaut, was dann durchaus logisch und sinnvoll klingen mag und man kann kaum Gründe finden, zu widersprechen. Doch wurde der Fehler aller späteren und sorgfältigen Überlegungen bereits im deren Vorfeld begangen, wie im Beispiel der Bibel mit dem nicht vorhandenen Apfel auf dem die anschließenden Überlegungen aufgebaut werden.





Medienhörigkeit und Bewusstseinstrübung

Wir haben in den Medien etwa a la George Orwell mit seinem bekannten Roman "1984", der durch die gleichnamige Verfilmung bekannt wurde, einen großen Bruder, der uns seine Autorität täglich weismacht und ebenso täglich weismacht, wie sich dies und das verhält bzw, sich verhalten soll usw.

Was Wissenschaft wirklich an Aussagen macht, wird durch die Medien gefiltert, und was da herauskommt, was ist das dann, der Absud?
Kritik an der Wissenschaft kann deshalb vorerst gar nicht geübet werden, wenn die Medien zwischengeschaltet sind. Jedenfalls entsteht ein schier unbeschreiblicher Populismus. So sah jemand im Fernsehen einen Affen, ein Tierarzt ging zu dem Affen hin und der öffnete seinen Mund. Der Tierarzt wollte etwas an seinen Zähnen behandeln. Aber wie wurde das von dem Beobachter interpretiert? Er meinte: Die Affen sind wie wir! - Aus der Sendung war zu entnehmen, dass der Tierarzt regelmäßig eine Behandlung an den Zähnen des Affen vornahm. Ein Mensch in einer vergleichbaren Situation, wäre sich über die Situation bewusst, worum es geht, und öffnet bewusst den Mund zum rechten Zeitpunkt, während der Affe den Mund schon öffnete, als er den Arzt kommen sah, weil er durch das häufige Kommen des Arztes, der immer wollte, dass der Mund geöffnet werden sollte, konditioniert war. Der Affe hatte im Grunde kein Bewusstsein über das, was geschieht. Was der Affe wusste, war lediglich der Zusammenhang zwischen diesem Menschen und Öffnen des Mundes.

Wenn die Reaktionen von Affen im Vergleich mit denen des Menschen genauer untersucht werden, kann nur festgestellt und gesagt werden, dass die Affen nicht sind wie wir! Dies geschieht in quantitativer Hinsicht: Das Tier ist lediglich weniger intelligent als wir. Im Laufe seiner evolutionären Entwicklung wird es immer intelligenter.

Die Medien machen keinen wirklichen Unterschied zwischen Konditionierung und Bewusstsein. Dies wird so erfolgreich gemacht, dass der zitierte Beobachter der Suggestion auferlegen war. Es ist eher umgekehrt, der naive Mensch steht den Konditionierungen der Medien gläubig gegenüber, und nähert sich so dem Tier durch die bewusstseinstötende Konditionierung immer mehr an.

Und was gibt es in den Medien alles zu hören: Tiere seien intelligent, ja, sogar Genies. Manche Tiere könnten sich im Spiegel erkennen und hätten dadurch ein Ich-Bewusstsein. - Aber es wird nicht ausreichend erklärt, was ein Ich-Bewusstsein überhaupt ist. Alle die durch die Medien kommenden Suggestionen werden gewöhnlich nicht erkannt und werden blindgläubig übernommen
Comments are disabled for this entry