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Die Liebe zur Weisheit

Eintrag von Solis im Blog Solis's blog. Ansichten: 168

Philosophische Reihe Nr. 5

Inhalt

- Philosophie als Liebe zur Weisheit

- Moralisieren? Und wenn nicht, was dann?


Philosophie als "Liebe zur Weisheit"

Philosophie wird mit "Liebe zur Weisheit" übersetzt. Wer nach Philosophie fragt, muss sich daher darum bemühen, was Weisheit ist. Aber ebenso muss er sich um ein richtiges Verständnis der Liebe kümmern, denn gerade bei ihr herrscht bei den Vertretern der persönlichen Philosophie oder der Populäresoterik die Ansicht vor, man bräuchte für sie nichts zu tun, sie ergäbe sich von selbst. Das stimmt, von Ausnahmen abgesehen, nur im Verhältnis zwischen Kleinkind und Mutter. Mit dem Einsetzen der Pubertät entsteht ein seelischer Bruch im Menschen, durch den die natürliche Liebe wie weggerissen ist, einsam ind isoliert fühlt sich der junge Mensch, was er auszugleichen wünscht, weshalb Pubertierende heutzutage ständig mit ihrem Handy beschäftigt sind, um Kontakte herstellen zu können. Stattdessen muss eine neue Form der Liebe sich erarbeitet werden.

So steht die zu erarbeitende Liebe in demselben Verhältnis zur Weisheit, wie auch sie erarbeitet werden muss. Sie kann nicht intellektuell erworben werden, wie zum Beispiel in einem Studium auf der Universität. Obwohl das ja gängig ist, beißt sich der Gedanke aus Sicht eines Älteren, ein junger Student, der gerade durch die kühle Schule des Abiturs gegangen ist, soll nun eine "Liebe zur Weisheit" in gleicher Weise studieren, wie er beim Abitur mathematische Kurvendiskussionen gelernt hat.
Philosophie ist auch nicht einfach das Gegenteil der Lernweise zur Schule oder Hochschule, indem man sich der Vorstellung hingibt, gar nicht zu denken. Nein, die philosophische Denkweise ist eine andere. Wenden wir uns dem philosophischen Denken im nächsten Kapitel zu.



Moralisieren? Und wenn nicht, was dann?

Zwischen dem eigenen Gewissen und den Anforderungen der Gesellschaft, die nicht mit dem eigenen Gewissen übereinstimmen müssen, wird es sicher immer Konflikte geben.

Es gibt manche, die so empfindsam sind, der Stimme ihres Gewissens zu folgen, dass sie viel mehr als andere die Konsequenzen der Gesellschaft hinnehmen wollen und dadurch vielleicht obdachlos werden oder andere Konsequenzen zu erdulden haben, während andere spießbürgerlich das Gegenteil dazu darstellen. Es pendelt hier also von einem Extrem ins andere.

Eine Vermittlung zwischen Gewissen und äußerer Anforderung ist nicht die Mitte zwischen beiden, wo man nur halbherzig ist, um nicht geschädigt zu werden, sondern die Kunst der gegenseitigen Verständigung, was wir als Vernunft bezeichnen.

Wie hätten Menschen wie Graf von Stauffenberg vernünftig reagieren können? Stauffenbergs Gedanke war wohl, durch den Tod Hitlers wären die Probleme beseitigt. Aber trägt der Gedanke nicht auch die Gefahr in sich, dass ein Anschlag hätte misslingen können? Hätte es nicht selbst nach einem gelungenen Attentat noch schlimmer werden können? Das kann wohl niemand beantworten.

Uns sind manchmal die Hände so sehr gebunden, dass nur wenig Spielraum übrig bleibt. Aber innerhalb dieses Spielraums können wir versuchen, durch Vernunft zu wirken. - Vielleicht hätte das Stauffenberg so machen sollen?

Der Moralist aber diskutiert darüber, ab wann dies und das vernünftig ist oder nicht, er streitet auch darüber, ab wann etwas moralisch ist und ab wann nicht usw. Der Philosoph aber begibt sich nicht in diese Diskussion, sondern wechselt die Ebene, indem er die Essenz herauszieht, ohne die Dinge zu beurteilen. So beurteilt er nicht die Tat Stauffenbergs und erst recht verurteilt er sie nicht, sondern überlegt, was oder wie das Wesen der Vernunft und der Moral ist.
Viele mögen an dieser Stelle die Beurteilung vermissen und sich fragen, was denn sonst Sinnvolles nur verbleiben würde. Durch Erkenntnisse solcher Art wie das Wissen um das Wesen der Vernunft entsteht im Menschen von selbst ein aufbauender Prozess moralischer Art, dadurch baut und bildet er geistig an sich selbst.
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