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Der Begriff Zivilisation - Eine kleine Geschichte der Hybris

Eintrag von Iakchus im Blog Der Aufstieg der Erde und des Lebens. Ansichten: 105

Um 1700 oder davor prägte sich der Begriff der Zivilisation, um es von Barbarei der Völker abzugrenzen, die man nicht verstand und die man zu der eigenen Lebensanschauung bekehren wollte.

Es ist mit dem Begriff Zivilisation keineswegs der Ausdruck technischer oder sozialer Errungenschaft gemeint - im Sinne, dass wir ja heute Medizin und Klospülung haben. Das sind nur Argumente, die man gerne gebraucht um die Zivilisation zu huldigen. Auch das Autofahren gehört nicht zu diesem Begriff.

Im wesentlichen hatten auch Barbaren und Naturvölker technischen Fortschritt! Man denke nur an die einfachsten Hütten. An Waffen, vornehmlich zur Jagd. Oder Heilkräuterwissen, welches heute noch von der Medizin verwendet wird.

Genauer betrachtet, spricht die Geschichtsschreibung auch bei Naturvölkern von Zivilisationen. Aber vielleicht ist das nicht ganz korrekt, oder eben Beispiel für einen weitläufigen Begriff.

Zivilisation als Begriff kommt von civis, Bürger. Das Lateinische wurde bekanntlich um Christis Zeit gesprochen und die Jahrhunderte danach. Städte waren zu dieser Zeit lange gegründet und bildeten die Möglichkeiten heraus, wie man leben konnte. Diese Orte des "Zusammenlebens" wurden komplexer. Damit wurde auch soziale Dynamik komplexer. Damit wurde der Druck auf den Menschen größer.

Was ich sagen will, um es kurz zu machen. Ich glaube, dass der Ausdruck Zivilisation genauestens den Prozess beschreibt, wie der Mensch sich selbst und Gott verloren hat.

Wobei man den Begriff Gott für die , die erschlagen wurden von Katholizismus , Protestantismus oder von sonstigem Ulk, richtig stellen muss als Inbegriff der Verbindung zu kosmischen Wurzeln.

Gottesnähe bedeutet also nichts anderes, als den höheren Quellen des Seins nahe zu sein. Es bedeutet ganz bestimmt nicht, in die Kirche zu gehen, dreissig Vater Unser zu beten und dann den Rest des Tages vor sich hinzuschmollen, ob man auch wirklich in den Himmel kommt.

Zivilisation klingt in meinen Ohren wie ein Irrweg, er beschreibt keineswegs grundsätzlich alle Arten von Zusammenleben, sondern die typischen Erscheinungsweisen von Menschen, die sich zu Gruppen bilden, und dabei noch mehr ums Überleben kämpfen, als sie es in der Wildnis tun müssten. Vom Anschein her, können sie gut überleben, aber der Preis ist hoch. Sie kämpfen täglich in irgendwelchen Berufen und sind bestrebt, guten Eindruck oder gute Waren herzustellen, weit über den persönlichen oder kulturellen Bedarf. Sie haben sich selbst und den Kontakt zu der Natur oder Gott verloren. Und wenn sie den Kontakt zu sich selbst, zur Natur oder Gott suchen, dann geht das nur ohne die groben Erscheinungsformen der Zivilsationen, in jenen Zeiten, die man Freizeit nennt.

Allein der Begriff Freizeit, dass es erst eine Freizeit geben muss, zeigt doch schon die Hybris der Zivilisation, dass sie eine Unfreizeit ist.
Begaben sich in ein Bürgertum, mit genau verteilten Rollen, wo alles recht einfach zu leben war, solange man den Kontakt mit Natur und Gott weiterhin aufgab.
Es ist so schwer möglich, Kontakt mit Natur, Selbst oder Gott zu bekommen, wenn man mitten in der zivilen Lebensweise feststeckt.
Beim Begriff Zivilisation denke ich an eine andauernde Autofahrt ins Nirgendwo. Genauso siehts aus mit unserer modernen Welt. Die Zivilisation ist momentan ein Instrument zur Abschaffung allen Lebens. Auf lange Sicht.

Würde es nicht den Aufstieg geben (worüber ich in meinem Blog andauernd scchreibe, aber es interessiert wohl kaum einen, bevor die Lichtglocke nicht wirklich auf dem Schädel brennt), würde es den Aufstieg nicht geben, würde sich diese Zivilisation eines Tages wohl bessern, hinsichtlich des Sägens auf dem eigenen Ast. Diese Änderung müsste zwangsläufig bedeuten, weniger zivil zu werden. Sonst würde es ins Nirgendwo weitergehen. Sie würde sich bessern müssen, weil zB irgendwelche Dinge an die Wand gefahren werden, zB das Öl geht aus. Oder Kühe sterben aus usw..

Mit dem Aufstieg wird es wohl so kommen, dass diese Zivilisation einfach scheitern wird. All die Errungenschaften werden keine Zukunft haben, weil sie entweder nicht nachhaltig sind und verheerende Konsequenzen schaffen, die sich nun zuspitzen, oder weil diese Errungenschaften einfach aufgegeben werden, weil die Leute anders zu ticken beginnen.
Man wird aus dem dicht gesponnenen Netz der Zivilisation gestossen, oder freiwillig gehen und Natur und Gott wieder nahe sein, wenn anfänglich auch nur in der Tendenz. Viele werden einfach weiter machen und das Scheitern dadurch nur herausfordern, während andere ahnen, dass etwas geschieht, was es erlaubt, sich neu zu orientieren. Die äussere Wirklichkeit, mit der die moderne Zivilisation ein enges Bündnis eingegangen ist, wird weniger wichtig.
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