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Biblische Studien - Teil 4 / Himmel und Alkohol

Eintrag von Solis im Blog Solis's blog. Ansichten: 307

Inhalt

- Himmel und Alkohol
Alkohol zieht die Essenz heraus
Gute und schlechte Lehrer
Unterschied zwischen Himmel und Erde

- Noah und der Wein


Im letzten Blog-Eintrag stellte sich heraus, dass der Geist aus der verblassenden Erinnerung eine bleibende Fähigkeit bildet.


Himmel und Alkohol

Sich auf das Lateinische beziehend, wird in der englischen Sprache der geistige Himmel als “spirit” bezeichnet, was auch wiederum "Geist" heißt, während der Alkohol lateinisch als “spiritus” benannt wird.
Die Sprache scheint also einen geheimen Zusammenhang zwischen "Geist", "Himmel" und "Alkohol" zu kennen.
Wie in der Entstehung der Sprachen und ihrer Analogien ein Zusammenhang zwischen Himmel und Alkohol erkannt werden konnte, ist unserem heutigen, eher analytischen und quantifizierenden Denken unbekannt. Hier soll aber von den Vätern der Sprache eine für uns wohl unergründliche Weisheit angenommen werden, um auf diese Weise ergründen zu können, was der Himmel ist, was dort geschieht, wie sich der Himmel zum Irdischen stellt und wie der Bezug zur biblichen Überlieferung ist.

Alkohol zieht die Essenz heraus
Alkohol wird benutzt, um einen Auszug aus Heilkräutern herzustellen, sehr bekannt ist da der Melissengeist. Er entnimmt den Kräutern die Heilwirkung, während der überbleibende Rest wauf den Kompost geworfen werden kann. Es ist also eine Trennung vorgenommen worden, etwa wie die Spreu vom Weizen. Aus dem Ganzen wird das Gute und Fruchtbare als das Heilbringende herausgezogen, aber der Rest wird in der Natur zu Kompost, zersetzt sich und wird zu Humus, auf dessen nicht weniger interessante Bedeutung wir noch zurückkommen werden.
Was so irdisch-nüchtern wirken mag, trägt in sich eine höhere Bedeutung. Wie nämlich der Alkohol in der Lage ist, die Essenz aus den irdischen Kräutern ziehen zu können, so ziehen auch der Geist und der Himmel die Essenz aus dem irdischen Leben des Menschen.
Das Herausziehen der Essenz aus den Umständen unseres Lebens lässt sich ja schon während unseres Erdenlebens erfahren. Aber wie häufig fragen wir uns, welchen Sinn das haben soll. Bis es zu einer Essenz kommt, müssen viele leidvolle und entbehrungsreiche Erfahrungen gemacht werden. Das Ergebnis mag dann, quantitativ gesehen, mager aussehen, man fragt sich, wie viel Leid man doch durchleben musste, um dieses Wenige daraus erhalten zu können. Mir drängt sich da eine weitere Analogie bei den Goldsuchern auf. Auch ihre Arbeit ist mühevoll und entbehrungsreich, gemessen an dem Ergebnis - aber sie tun es doch.
Das Erreichte kann nicht wie bei irdischen Gütern verbraucht oder dem Geiste genommen werden; es gibt also kein Zurück, sondern nur ein Vorwärts. Der menschliche Geist baut beständig auf dem bereits Erreichten auf, dabei handelt es sich nicht um eine quantitative Anreicherung, sondern um eine qualitative. Hatte jemand eine Ansicht über etwas, macht aber neue Erfahrungen, die ihn dahin führen, seine alte Ansicht zu überdenken, so kann es passieren, dass dieser Bewusstseins-Vorgang dazu führt, das die neue Ansicht der alten überhaupt nicht mehr ähnlich ist, dennoch das Alte dem Neuen als Grundlage diente. Das alte Ansicht ist trotz der neuen und besseren nicht gleich weg, sondern bleibt latent im Hintergrund.
Wer sich über solche Vorgänge des höheren Lernens bewusst ist, kann zu einem guten Lehrer werden, der einem anderen in einer Art Stufenentwicklung die Wege zum Höheren erklären kann.

Gute und schlechte Lehrer
Ein schlechter Lehrer ist der, dessen Profilierungssucht ihn dazu führt, Weisheiten zu vertreten, die ihm selbst noch nicht zu Bewusstsein gekommen sind und andere durch ein autoritäres Vorgehen diese dogmatisch lehren will und in Abhängigkeit zu bringen versucht, wenn es auch nicht unbedingt mit Absicht geschieht. Ein solches Vorgehen lässt sich an der Benutzung von Behauptungen erkennen, denen die Brücke zum Verständnis fehlt:

"Der Weg ist das Ziel!"

oder biblisch

"Im Anfang erschuf Gott Himmel und Erde."​

Lehrer dieser Art sind Dogmatiker und sind nicht befähigt, an den bereits gemachten Erfahrungen eines Menschen anzuknüpfen und sie pädagogisch darin zu fördern, die Essenz aus sich selbst herauszulösen.

Nach dem Tod
Zunächst geschieht nach dem Tod im Himmel nichts anderes, was auch im irdischen Leben geschieht, folgen wir weiter der sprachlichen Analogie. Es wird weiter die Spreu vom Weizen getrennt. Der Himmel entzieht aus den gesamten irdischen Erfahrungen das Gute, Fruchtbare und Heilbringende zu Gunsten der Bildung des menschlichen Geistes, wobei man sich übrigens fragen könnte, ob es überhaupt einen bedeutsamen Unterschied zwischen dem menschlichen Geist und dem Himmel gibt.

Unterschied zwischen Himmel und Erde
Sind wir betrunken, sind wir nicht in der Lage, an uns bildend weiterarbeiten zu können. Der Alkohol behindert die Weiterentwicklung. Der Himmel, bzw. die Zeit nach Tod und neuer Geburt, beinhaltet daher in sich keine Möglichkeit der Weiterentwicklung. Veränderungen oder Verbesserungen jeder Art sind also nur auf der Erde möglich. Nichts lässt sich mehr zurücknehmen, es gibt auch kein Verzeihen mehr, sondern es herrscht der erreichte Ist-Zustand vor, der in der letzten Inkarnation erreicht wurde.


Noah und der Wein

Die Genesis berichtet in 1 Moses 9, 20f, dass Noah nach der Sintflut als Landmann nun auch Weinberge anpflanzt. Er gilt somit als der erste, der mit dem Alkohol durch die Weinpflanze in Verbindung tritt, die ihrerseits als ein Neues in der nachsintflutlichen Zeit auftritt, die es vor der Zeit der Sintflut also noch nicht gegeben haben konnte.
Die Genesis beschreibt, dass Noah sich von dem Wein betrinkt. Wenn die Bibel nun ein Weisheitsbuch sein sollte, wird sie mit diesem Bericht nicht historisch einen Trunkenbold beschreiben, der als erster Mensch dem Rausch verfallen ist. Vielmehr muss in dem plötzlichen Auftreten des Alkohols ein Sinn in der Weiterentwicklung der Menschheit gegeben sein, der sich in der oberflächlichen Betrachtung einer bloßen historischen Beschreibung nicht ergeben kann.
Welche Bedeutung die Rolle des Alkohols in Form des Weines spielt, welche spezielle Essenz er als ein Sinnbild eines geistig wirkenden Prinzips aus dem Menschen herauszieht und isoliert, werden wir an späterer Stelle besprechen.


Fortsetzung folgt!
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