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Biblische Studien - Teil 2 / Suggestionen

Eintrag von Solis im Blog Solis's blog. Ansichten: 131

Biblische Studien - Teil 2

Inhalt

- Was Suggestionen sind

- Die Kunst, richtige Fragen zu stellen
Glauben Sie an Gott?
Warum lässt Gott das Schlechte zu?

- Suggestionen in Aussagesätzen
Gott und Verstand



Was Suggestionen sind

Unter Suggestionen werden meist sprachliche und bildnerische Beeinflussungen verstanden. Sie befinden sich in allen Lebensbereichen und tragen in sich eine unterschiedliche Bedeutung von harmlos bis gefährlich.
In der englichen Sprache wird bereits ein Vorschlag als "suggestion" bezeichnet. Genau genommen, ist auch ein harmloser Vorschlag schon eine Beeinflussung. Anders ist es, wenn der Egoismus die Regie übernimmt, dann sind sie sind listige Beeinflussungen der freien und unabhängigen Meinung und basieren auf niederen Beweggründen. Sie zerstören bewusst oder unbewusst die produktive Entwicklung, sie lenken mit Raffinesse ab, weisen dafür in eine andere, vom Suggerierenden erwünschte Richtung. Sie werden von anderen oder durch sich selbst durch Übernahme vorgenommen oder sie entstehen durch ein unklares und unfreies Denken.
Gefeit vor Suggestionen ist niemand, aber wer sich damit beschäftigt und nach Wahrheit strebt, hat die Möglichkeit, sie zu erkennen lernen und sich darauf einzustellen.


Die Kunst, richtige Fragen zu stellen

In dem Maße, wie man an Suggestionen orientiert ist, ist man nicht befähigt, eine neutrale Frage zu stellen. Mit dieser Problematik befasst sich das Thema hier.
Wer flapsig die Redewendung benutzt und behauptet, es würde keine dummen Fragen geben, sondern nur dumme Antworten, benutzt bereits eine suggestive Redewendung und läuft in Gefahr, sich selbst und anderen etwas ohne Begründung einzureden, was nicht stimmt und schädlich für die Wahrheitssuche ist, wollte man es glauben.
Hier geht es um so genannte Suggestivfragen, die man sich naiverweise selbst stellt oder die einem nicht weniger naiv oder gar mit boshafter Absicht aus niederen Beweggründen gestellt werden. Suggestivfragen tragen eine Antwort schon in sich und sind somit nicht neutral. Sie verführen zu vorbestimmten Antworten und vermindern so die Möglichkeit, eine neutrale Position einnehmen zu können.
Wer darin etwas Erfahrung hat, wird merken, dass nur auf neutralen Fragen konstruktiv aufgebaut werden kann, während Suggestivfragen eine zersetzende Wirkung haben. Neutrale Fragen tragen nämlich in sich den Charakter eines noch unbeeinflussten Neuanfangs, ähnlich wie ein Säugling noch ganz unschuldig zur Welt kommt.
Um die richtige Frage zu stellen, muss - ausgehend von einer Suggestivfrage - ein Schritt zurückgegangen werden. Manchmal müssen sogar ganz viele Schritte zurückgegangen werden, um eine neutrale Frage formulieren zu können.

Die verschleiert-vorgefertigte Antwort einer Suggestivfrage fällt dem Ungeübten zumeist gar nicht auf. Dabei kann das Opfer auf beiden Seiten, auf der des Fragenden und auf der des Befragten, bestehen. Oft ist dem Fragenden nämlich gar nicht bewusst, eine Suggestivfrage zu benutzen, denn sie werden bei unkorrektem Denken unbewusst übernommen und weitergegeben. Hingegen ist die moralisch verwerflichste Suggestivfrage wohl die bewusst herbeigeführte.

Die Beschäftigung mit Suggestivfragen ist notwendig, da sie es sind, die uns in das Chaos der Verwirrniss stürzen. Ihnen gegenüber steht die neutrale Frage. Die Suggestivfrage steht nicht am Anfang einer Sache, sondern setzt unterschwellig bestimmte Glaubens- oder Wissenselemente voraus, während die neutrale Frage sich eines solchen Mittels nicht bedient und am Anfang einsetzt:

Glaubst du an Gott?
Mit "Gott" sind beim Fragenden bereits bestimmte Assoziationen verknüpft. Wer diese Frage bejaht, bestätigt unabsichtlich die mit dem Begriff verknüpften Vorstellungen des Fragenden. Diese Bestätigung wird vom Fragenden benutzt, um seine Vorstellungen dem anderen umso mehr aufzudrängen, wobei die des Fragenden nicht erfragt bzw. berücksichtigt werden

Es sollte daher beachtet werden, dass ein und dasselbe Wort wie "Gott" ganz unterschiedliche Bedeutungen und Vorstellungen haben kann.
Eine neutrale Frage wäre etwa: "Was verstehen Sie unter "Gott"?" Diese Frage lässt dem Fragenden Freiheit und bindet ihn nicht. Sie eignet sich übrigens auch als angemessene Gegenfrage, wenn suggestiv nach Gott gefragt wird.

Warum lässt Gott das Schlechte zu?
Eine beliebte Frage ist, warum Gott all das Schlechte zulasse. - Man unterstellt, dass die Gottheit es wäre, die das Schlechte zulasse. Man hegt damit verbunden den Gedanken, Gott sei so etwas wie ein großer, mächtiger Zampano, der alles liebe und deshalb mit seiner Macht alles Unheil von seinen Kindern abhalte. Da die Wirklichkeit aber so einfach nicht geschnitzt ist, ist die Frage nicht wirklichkeitstreu gestellt.
Um auf die richtige Frage zu kommen, müssen wir versuchen, einen oder gar mehrere Schritte zurückzugehen. Dazu beobachten wir einfach die Wirklichkeit objektiv und stellen fest, das es Gutes und Schlechtes gleichsam gibt, quasi gleichberechtigt. Nun haben wir die suggestive Ausgangsfrage ertappt und können nun eine neutrale herstellen und können uns berechtigt fragen, warum es Schlechtes und Gutes gibt.
Den Begriff "Gott" können wir vorerst mit der Erstellung einer neutralen Frage nicht verknüpfen, weil mit diesem Namen ja wiederum Vorstellungen verbunden sind, die wieder zig suggestive Antworten beinhalten, ansonsten würden wir unsere Neutralität wieder gleich verlieren.
Die Aussgangsfrage bedient sich daher gleich zweier Suggestionen, denen noch schwieriger beizukommen ist. Ich würde einmal nachfragen, was der Frager unter "Gott" versteht und fragen, wie er denn darauf käme, dass Gott alles Schlechte zulasse.


Suggestionen in Aussagesätzen
Auch in einfachen Aussagesätzen verstecken sich Suggestionen, indem auch sie Behauptungen unterstellen und auf diese Weise manipulativ sind.

Vatikan fälscht die Bibel
Eine beliebte Suggestion ist die Behauptung, der Vatikan fälsche die Bibel. Aber es heißt. der Katholizismus soll die BIbel vor vielen Jahrhunderten selbst zusammengestellt haben, und dann soll er seine eigene Zusammensetzung fälschen? Wie wäre eine neutrale Aussage? Hintergrund solcher Behauptungen ist das Bedürfnis, sein eigenes Unverständnis erklären zu können und einen Schuldigen zu haben. Darum wäre eine neutrale Aussage: Ich verstehe die Bibel nicht!

Gott und der Verstand
Der indische Guru Bhagwan, der auch als "Osho" bezeichnet wird und in den 80er Jahren in Deutschland eine Bewegung unter vorwiegend jungen Menschen hervorrief, die nur rote Kleider trugen, soll gesagt haben: "Gott muss begrenzt sein, denn Gott ist eine Fiktion des menschlichen Verstandes." Hier werden gleich mehrere Unterstellungen gemacht: Gott sei begrenzt, was durch die weitere unbelegte Behauptung, Gott sei eine Fiktion des menschlichen Verstandes vorgeblich begründet sein soll. Wieso aber sollte das, was "Gott" genannt wird, aus dem Verstand kommen? Was ist "Verstand" überhaupt?
Die Benutzung des Verstandes als der Schuldige ist lediglich die Anwendung eines Klischees, das vorwiegend unter jungen Menschen besteht, weil sie in einer technisierten Verstandeskultur aufgewachsen sind und - wie unter jungen Menschen üblich - Alternativen suchen, um ein besseres und anderes Leben führen zu können.
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