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Biblische Studien - Teil 1 / Lernen und Lehren

Eintrag von Solis im Blog Solis's blog. Ansichten: 150

Biblische Studien - Teil 1

Inhalt

- Vorwort zu den Biblischen Studien
- Persönliches
- Wie lernt und lehrt sich Religiöses?
- Falsche Übersetzungen der Bibel?
- Lernen als Sinn des Lebens überhaupt
- Gemeinsame Suche statt Zwang
- Fazit


Vorwort zu den Biblischen Studien

Derzeit plane ich eine Reihe Biblischer Studien, wie ich es nenne. Sie sind noch sehr im Anfang begriffen und setzen sich nur allmählich fort. Auch ein bereits bestehender Blog-Eintrag ist Veränderungen und Verbesserungen unterworfen.

Persönliches
Als ein Kind, das mit dem Katholizismus und seiner Auffassung über die Bibel aufgewachsen ist, beziehe ich mich hier auf die Bibel, nehme aber auch andere Überlieferungen zum besseren Verständnis auf, was Religion im Allgemeinen und was Christlichkeit im Speziellen bedeutet.
Mit Jahrgang 1962 trat ich 24-jährig aus der katholischen Kirche aus und gehöre bis heute keiner religiösen Gruppierung an.

Wie lernt und lehrt sich Religiöses?
Hier steht die Frage im Vordergrund, wie mit dem heiklen Thema umgegangen werden kann, denn es geht ja oft mit Streitigkeiten und Unverständnis einher. So berichtete mir eine Auszubildende, dass es im Religionsunterricht während ihrer Schulzeit immer Zwistigkeiten gegeben hätte.
Nun habe ich mich lange gefragt, wie ein angemessener Zugang gefunden werden könnte. Dabei geht es aber nicht darum, Religion so zu verbiegen, dass lediglich kein Streit mehr entsteht, sondern darum, sich der Wahrheit anzunähern.
Die Antwort auf die Frage nach der Wahrheit wollen die verschiedenen religiösen Gruppierungen alle genauestens kennen, als ob es ein Leichtes wäre, doch überzeugen sie mich so wenig, wie sie behauptend oder verschleiernd auftreten. Vielmehr ist es meiner Erfahrung nach so, dass ein Verständnis nur schwerlich zu erreichen ist, es ist vor allem eine Angelegenheit der persönlichen Auseinandersetzung, der Erarbeitung von Neutralität, Objektivität, der Entwicklung des spirituellen Spürsinns und Reife - kurz gesagt, es ist harte Arbeit an sich selbst!

Erfahrungen
In Fußgängerzonen werden von, sich christlich nennenden, kleineren Gruppierungen Blättchen oder Broschüren den Passanten in die Hand gegeben, in denen der Untergang der Welt angedroht wird oder deren Leben bedroht sei, was nur durch den Glauben an Jesus verhindert werden könne.
Katholizismus und Protestantismus praktizieren im Wesentlichen nichts anderes, nur stellen sie sich nicht in Fußgängerzonen und reden auch nicht gleich bedrohlich, sondern praktizieren ihre zynischen Unterdrückungsmethoden unterschwellig. Diese beiden so genannten Amtskirchen haben im Laufe der letzten Jahrhunderte politisch-humanitäre Prozesse - wie vor allem den der Aufklärung - mitmachen müssen, durch die sie nicht wie die kleineren und neueren Gruppierungen, die zumeist erst später entstanden sind, lautstark Bedrohungen aussprechen können.

Die einen sehen im Religiösen Unfreiheit, Zwang und Unterwerfung, während andere meinen, der Glaube sei das Mittel zur Freiheit, die als Geschenk übergeben würde, hätte man nur genügend gottgefällig gelebt, indem z. B. genügend geliebt worden wäre usw, worin andere allerdings Unfreiheit sehen. Haben sie denn nicht Recht? Kann Liebe denn verordnet werden?
Wird man in einer Fußgängerzone angesprochen, dann wird seltsamerweise so getan, als ob man noch nie etwas vom Christentum oder von der Bibel gehörte hätte, geschweige denn, sich je damit befasst zu haben. Diese arrogante Haltung findet sich auch im Katholizismus und im Protestantismus. Man wird also selbst als sichtlich gestandener Erwachsener suggestiv zu einem unmündigen Kind degradiert, das durch seinen natürlichen Glauben an das Autoritäre leichter zu manipulieren ist.

Angesichts solcher massiven, plakativen und unterschwelligen Erpressungsversuchen im Zusammenhang mit der Bibel, frage ich mich, wie man es trotz des weit verbreiteten Missbrauchs nur machen könne, dass der Mensch frei bleibt und innerhalb seiner Freiheit sich nicht sklavisch unterwerfen soll, sondern sich produktiv geistig entwickeln kann?
Diese Überlegungen führen zu der wichtigen Unterscheidungsfrage: Was ist die Absicht der Bibel, etwa Bedrohung, Erpressung oder eine produktive Entwicklung der Menschheit und die des einzelnen Menschen? - Wenn Religion, Überlieferungen, Bibel und das Christliche nicht das Ziel haben sollten, den Weg in eine echte Freiheit des Menschen durch eine die Äonen übergreifende Weiterentwicklung zu lehren, dann taugen sie nicht, ja, dann sind sie schädlich für die menschliche Entwicklung. Eine produktive Entwicklung setze ich aber voraus und suche sie in Religion und Überlieferungen.

Durch den Unmut, die Bibel nicht recht zu verstehen, aber auf der anderen Seite eine große Glorifizierung ihrer zu vernehmen und sich dem anpassen zu wollen, ist es ein verführerischer Gedanke, den Zwiespalt so zu lösen, der Bibel in irgendeiner Weise Fehlerhaftes zu unterstellen.
Die Bibel mag auch dann nicht gleich verstanden werden, wenn sie der eigenen Denk- und Empfindungsweise nicht so ohne weiteres entsprechen will.
Weit verbreitet ist auch der Umstand, dass die, sich als christlich nennenden Religionslehrer, dem kritischen Denker kein wirkliches Verständnis entstehen lassen können, es sei, man habe die Bereitschaft, sich dem dennoch zu unterstellen und man glaubt auf Basis von Illusionen.
Das menschliche Bewusstsein ist so ausgerichtet, nach einer Erklärung zu bedürfen. Aber eine Erklärung ist längst nicht eine wahre. Es kann sehr schnell geschehen, ein Vertreter einer Erklärung zu werden, ohne sie wirklich verstanden zu haben, auch wenn er selbst es so glauben mag. Viele neigen zu solcher Art von Erklärungen und werfen sich ihnen regelrecht prostituierend an ihren Hals, nur um endlich eine zu haben, die übrigens auch von ihnen selbst konstruiert sein kann.


Falsche Übersetzungen der Bibel?
Nicht selten wird behauptet, die Bibel sei falsch übersetzt, aber es werden meist keine nachvollziehbaren Gründe für diese Behauptung geliefert oder es wird mit einer nicht nachvollziehbaren, sich in Abstraktionen verfangende Wissenschaft argumentiert.
Ein anderes ist es, anerkennt man die Inhalte der Bibel unter einem gewissen Vorbehalt, dann lassen sich mit etwas detektivistisch-spirituellem Spürsinn in der Tat manche ungenaue oder ungelenke Übersetzungen finden, wie die mit der "Rippe" Adams, worauf wir noch zu sprechen kommen werden.
Das moderne Denken und Fühlen ist nur wenig geeignet, die religiösen Urkunden verstehen zu können, denn sie können ja nicht aus dem Geist des modernen Denkens geschrieben worden sein; ja, es scheint bei näherer Betrachtung sogar schädlich zu sein. Zum Verständnis muss in die spirituelle Tiefe der Sprache der Überlieferungen eingetaucht werden, was alles andere als einfach, sondern vielmehr eine Aufgabe des ganzen Lebens und mit ihr auch eine persönliche und bereichernde Entwicklungssache ist.


Lernen als Sinn des Lebens überhaupt
Was bei mir als allgemeine Grundlage dient, unterscheidet sich in einer schon als extrem zu nennenden Weise von den üblichen, was praktisch und einfach gesagt heißt:

Du bist nicht hier, um zu glauben, sondern um zu lernen!

Die Bedeutung dieses schlichten Satzes ist so enorm und schwerwiegend, dass die Interpretation der Bibel sich in ihrer Gesamtheit sowie im Detail völlig verändert, als es üblich ist. Glauben bedeutet gewöhnlich, durch Huldigung der Gottheit und Gehorsam ihr gegenüber, als Geschenk die ewige Seligkeit zu erhalten. Hier darf aber nicht unerwähnt bleiben, dass solcher ewigen Seligkeit die ewige Hölle und ähnliche extrem brutale Vorstellungen, wie die Vernichtung der Seele, entgegenstehen. Solche Vorstellungen betreiben eine extreme Polarisierung bzw. schizophrene Gespaltenheit in den Gedanken und Empfindungen jener naiven Gläubigen.
Ein Lernen bedeutet, dass der menschliche Geist sich durch die Erdenerfahrungen erweitert. Würde nach dem Tod die Möglichkeit, aktiv Erfahrungen zur Erweiterung der Geistesbildung machen zu können, ein absolutes Ende bedeuten, wäre schon allein das Lernen eines einzigen Erdenlebens völlig sinnlos und es bliebe nur noch die (passive) Hoffnung durch die übliche Glaubensauffassung, durch Gottgefälligkeit erlöst zu werden. Was die Bibel wirklich unter "glauben" versteht, wird noch zu besprechen sein.


Gemeinsame Suche statt Zwang

Wir stehen heute an einer Scheidewand zu einer neuen Bewusstseinsentwicklung, auf deren eine Seite die alten Methoden eines eintrichternen, stupiden und unreflektierenden Lernens stehen, das sich aufzwängend darbietet, wie es beispielsweise noch unsere Schule kennt. Es soll hörig und damit verbunden willenlos wie eine Maschine auswendig gelernt werden, damit es sich tief im Menschen verwurzelt und er wie eine Marionette nachsagt, was ihm eingetrichtert wurde.
Die andere Seite verhält sich nicht wie ein Nürnberger Trichter, sondern geht gemeinsam auf die Suche. Erst sie würdigt den Menschen als eine freie, eigenständige und individuelle Person.


Fazit
Es sind nun zwei wichtige Aspekte angesprochen worden, die ihrer Vertiefung bedürfen. Die alte Lernmethode untersteht einem mehr oder weniger offenen Zwang, der durch die Liberalisierung der Moderne nicht mehr so offen agieren kann, wie es noch in Fußgängerzonen verteilte bedrohliche Worte in Broschüren möglich ist. Darum versuchten deren Vertreter die alten Methoden mittels Suggestionen aufrecht zu erhalten.
Diese Vertreter sind übrigens nicht bloß offizielle Personen oder Institutionen, sondern in uns selbst ist dieses alte Denken unbewusst noch sehr verankert. Deshalb widmet sich der zweite Teil der Biblischen Studien mit den Suggestionen.

Wenn der Sinn des Lebens über die Inkarnationen hinweg das Lernen sein sollte, müssen wir uns mit der höheren Bedeutung des Lernens näher befassen, womit der dritte Teil sich beschäftigen wird.
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