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Bedeutung der Gottesnamen im AT - Teil 2

Eintrag von Solis im Blog Solis's blog. Ansichten: 202

Zur besseren Übersicht seien hier alle in Teil 1 und Teil 2 angesprochenen Namen aufgeführt: "Gott", "Elohim", "Gott, der Herr", "der Herr", "Jahve"


Inhaltsverzeichnis

- Das Erscheinen von „Gott, der Herr“
- Das Verhältnis der drei Gottheiten anhand ihrer Namen
- Aus "Gott, der Herr" wird "der Herr"
- Aus „Gott, der Herr“ wird „Jahwe“



Das Erscheinen von „Gott, der Herr“

Schließlich tritt nun eine andere Gottheit auf, die die Bibel als "Gott, der Herr" bezeichnet. Sie ist es, die den Menschen in den Garten Eden versetzt. Diese Gottheit ist es auch, die mit der so genannten Vertreibung des Menschen aus dem Paradies zu tun hat. Aber dann, ab dem vierten Kapitel der Genesis, verschwindet diese Gottheit komplett und taucht nie wieder auf. Stattdessen erscheint eine neue Gottheit, die die Bibel "der Herr" nennt. Sie tritt mit dem vierten Kapitel auf, welches die Geburt von Kain und Abel beschreibt.


Das Verhältnis der drei Gottheiten anhand ihrer Namen

Wie stehen nun die drei Gottheiten "Gott", was die "Elohim" bedeutet, "Gott, der Herr" und "der Herr" zueinander und wo kommen sie her? Bei der Betrachtung der drei Namen fällt auf, dass der mittlere aus einer Kombination aus dem ersten und dem letzten besteht. Dadurch drängt sich der Gedanke einer bestimmten Beziehung innerhalb der drei Namen auf, die, hält man sich genau an die Benennungen, eine Verwandlung der Gottheit selbst andeutet.
Die Elohim sind durch ihre sechs unterschiedlichen Fähigkeiten, die sie an den sechs Schöpfungstagen demonstriert und geleistet haben, zu einem gemeinsamen Ziel gelangt, dessen Krönung die Erschaffung des Menschen ist. Dadurch sind sie selbst zu einer größeren Einheit aufgestiegen.
Nun aber spricht die Bibel etwas Seltsames an, indem sie eine Verwandlung von "Gott", was ja die Elohim meint, über "Gott, der Herr" bis zu "der Herr" anspricht. Die Verwandlung beginnt mit "Gott", obwohl die Elohim sich ja zurückgezogen haben, dennoch beginnt sie mit den Elohim.
Aber kann das so stimmen, wie ich es mechanisch-mathematisch herleite oder wie es die Genesis zu meinen scheint? Nun sind die Elohim durch ihre Schöpfertat am siebten Tag zu einer höheren Einheit, zu einer Ganzheit verschmolzen, weshalb es, mechanistisch gesehen, eine Gottheit, die zuständig für einen Tag ist, nicht gibt, und dennoch will es so erscheinen. Man muss eine andere Ausdrucksweise finden, um dem geheimnisvollen Geschehen besser gerecht werden zu können, vielleicht so: Die Elohim verschmolzen zu einer Wesenheit und ein Teil ihrer Wesenheit opferte sich für die Fortsetzung der Schöpfung, die "Gott, der Herr" genannt wird. - Aber warum weist die Genesis dennoch so mechanistisch wirkend auf den ersten Tag hin? Was auf Anhieb widersprüchlich erscheinen mag, mag sich bei näherer Betrachtung auflösen, wie das häufig so ist. Unter "Gott, der Herr" handelt es sich also eher um eine Teilwesenheit der zu einer Gesamtwesenheit verschmolzenen Einheit der Elohim. Mit dem Begriff "Gott, der Herr" wird an den ersten Tag des Sechs-Tage-Werks der Elohim angeknüpft, weil jene Wesenheit mit einem neuen Erstimpuls an die zweite Menschenschöpfung, wie sie häufig genannt wird, herantritt, der aber auf einer höheren Ebene steht als der Erstimpuls des ersten Tages des Sechs-Tage-Werks.
"Gott, der Herr" ist also kein völlig neuartiges Wesen, sondern ist eine Wesenheit aus den aufgestiegenen Elohim. Dennoch hat sie sich als ein neuartiges Wesen aus den Elohim heraus entwickelt.
Nachweis, aus der vorigen Gottheit hervorgegangen zu sein


Aus "Gott, der Herr" wird "der Herr"

Im vierten Kapitel der Genesis wird aus "Gott, der Herr" nur noch "der Herr". So spricht Eva gleich im ersten Vers, sie habe einen Mann hervorgebracht mit dem Herrn, womit sie die erste Nennung des neuen Namens vornimmt. Durch die Weglassung des Zusatzes "Gott" wird die quasi elterliche Beziehung zu den Elohim gänzlich gelöst. Aus der Jugend des "Gott, der Herr", der seine Probe mit der Fortsetzung der Menschenschöpfung bestanden hat, wird ein Erwachsener als "der Herr", der nun unabhängig walten kann.
Wie die Genesis im zweiten Satz im vierten Vers des zweiten Kapitels verrät, das "Gott, der Herr" von den Elohim abstammt, so verrät sie in Vers sechs des sechsten Kapitels, das "der Herr" einst "Gott, der Herr" war. Dort heißt es, dass es "dem Herrn" reute, den Menschen auf der Erde gemacht zu haben. - Als er den Menschen auf der Erde machte, war er aber noch "Gott, der Herr".
Aus den Elohim des Sechs-Tage-Werks, die am siebten Tag zu einer Einheit werden und die die Bibel als "Gott" bezeichnet, entspringt die Wesenheit "Gott, der Herr, die den zweiten Schöpfungsakt vollzieht. Schließlich verkürzt sich der Name auf "der Herr", als Eva Kain gebiert, wodurch die Abgrenzung, Isolierung und Unabhängigkeit von den Elohim durch Wegfall des Wortes "Gott" signalisiert wird.

Die Wesenheit "der Herr" offenbart ihren eigentlichen Namen aber erst im zweiten Buch Mose, im 14. Vers des dritten Kapitels. Dort ist die Szene, in der "der Herr" im brennenden Dornbusch Mose erscheint. In Vers 6 identifiziert er sich gegenüber Mose, er sei der Gott seines Vaters, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs. Er selbst bezeichnet sich also gleich mehrfach als einen "Gott". Auch das zweite Buch Mose, Exodus genannt, nennt ihn "Gott", obwohl diese Bezeichnung den Elohim vorbehalten ist.


Aus „Gott, der Herr“ wird „Jahwe“

Aus dem Gett oder den Göttern der Väter wird ein Gott: Jahwe. „Gott“ spricht dort zu Moses: „So sollst du zu den Söhnen Israels sagen: Jahwe, der Gott euer Väter, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs hat mich zu euch gesandt. Das ist mein Name in Ewigkeit, und das ist meine Benennung von Generation zu
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