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Bedeutung der Gottesnamen im AT - Teil 1

Eintrag von Solis im Blog Solis's blog. Ansichten: 284

Zur besseren Übersicht seien hier alle in Teil 1 und Teil 2 angesprochenen Namen aufgeführt: "Gott", "Elohim", "Gott, der Herr", "der Herr", "Jahve"


Inhaltsverzeichnis

- Vorwort
- Die ersten drei Namen der Gottheiten
- Die "Götter" sind "Gott"
- Märchen der Gebrüder Grimm


Vorwort

Das Thema dient der Orientierung über die verschieden auftretenden Gottheiten im Alten Testament, die in verschiedenen Namen auftreten, und wie sie sinngebend zusammenhängen.
Zudem wird aus dem Thema eine Entwicklung ersichtlich, die auch die Gottheiten und nicht nur die Menschheit und das einzelne Menschenwesen absolvieren. I. d. R. ist schon gar nicht bekannt, dass die biblischen Texte beschreiben, dass und wie der Mensch sich weiterentwickelt.


Die ersten drei Namen der Gottheiten

Schon in den ersten Kapiteln des Alten Testaments lassen sich für die Gottheit drei Namen finden. Im weiteren Verlauf kommt der Name "Gott, der Herr" nicht mehr vor, hingegen wird einmal von "Gott" gesprochen und einmal von "der Herr".
Es taucht die Frage auf, ob auch die Gottheit eine Trennung bei sich selbst vorgenommen hat, wie beim Menschen eine Trennung in die Geschlechter vorgenommen wurde.

Wir sind gewohnt, immer nur von einem Gott zu sprechen, aber auf was weisen die drei verschiedenen Namen der Gottheit denn nur hin, wenn sie eins wären? Und wieso verschwindet der eine Name gänzlich und zwei andere bleiben im Wechselspiel? - Was alles hat das nur mit dem Menschen zu tun?


Die "Götter" sind "Gott"

Die drei verschiedenen Gottesbezeichnungen können verschieden interpretiert werden. Ich habe oft erlebt, wie Angehörige verschiedener, sich als religiös bezeichnenden Gruppierungen, vehement versucht haben, in allem nur eine Gottheit sehen zu wollen, was der weit verbreiteten Suggestion der "Kirche" entspricht, es würde nur eine geben. Doch widerspricht dem schlicht und einfach am Anfang der Genesis die Bezeichnung für den Namen "Gott" im hebräischen Urtext, welche "Elohim" heißt. Die Sprachforschung weist diesen Begriff als einen Plural aus!
Es müsste also eigentlich nicht die Singularform "Gott" in den Bibelübersetzungen bevorzugt werden, sondern die Pluralform als "die Elohim" oder auch als "die Götter". Wer oder was sind die Elohim? Sie sind diejenigen, die das Sechs-Tage-Werk vollführt haben.
Der Plural entsteht, wenn mindestens zwei beteiligt sind. Die Bibel gibt meines Wissens nach nicht an, um wie viele Elohim es sich handelt. Aber die verwendete Grammatik hilft schon etwas weiter: Das erste Wort „lasset“ verrät, dass es mehr als zwei Elohim waren, denn wenn nur zwei Personen zusammen sind, dann sagt einer zum anderen: „Lass` uns machen …“ Bei „lasset“ spricht also einer zu mindestens zweien. Somit sind es, lassen wir uns von der Grammatik anleiten, mindestens drei.

Da die Elohim aber die sechs Schöpfungstage kreiert haben, kann daraus die Idee entstehen, dass es sich um sechs handelte. Es ist aber auch denkbar, dass es sechs Elohim-Gruppen hätten gewesen sein können. Unter Einbeziehung des siebten Tages, können es auch sieben gewesen sein.


Märchen der Gebrüder Grimm

Andere Überlieferungen können einen Hinweis darüber geben, wie viele Elohim (oder Elohim-Gruppen) an der Schöpfung beteiligt waren. Dazu gehe ich davon aus, dass im alten Volksbewusstsein etwas verborgen liegt, was uns heute nicht mehr zugänglich ist. Das sind zum Beispiel die alten Märchen. Bei den Gebrüdern Grimm, die Märchen sammelten und sprachlich bearbeiteten, finden sich zwei Märchen, die an die sechs Tage bzw. die sechs Elohim erinnern. Es sind die Märchen "Die sechs Diener" und "Sechse kommen durch die ganze Welt". Letzterer Titel spricht an, dass es sechs sein müssen, um durch die ganze Welt kommen zu können, wie auch die Elohim in sechs so genannten Tagen sozusagen durch die Welt gingen, um sie abschließend erschafft zu haben.
In den beiden Märchen treffen sich jeweils sechs Personen mit unterschiedlichen Fähigkeiten. Sie tun sich zusammen, wodurch sie gemeinsam ein höheres Ziel erreichen. Überträgt man das auf die Elohim, haben auch diese sich irgendwann zusammengeschlossen. Und durch die fruchtbare Zusammenarbeit ihrer verschiedenen Fähigkeiten, konnten sie wie in den beiden Märchen die Krönung ihres Schaffens erreichen.
Üblicherweise wird angenommen, dass die Gottheit selbst keiner Entwicklung unterlaufen und sie bereits vollkommen sei, doch deutet sich hier ein ganz anderes Bild an. Die Elohim haben durch ihr gemeinsames Schaffen etwas erreicht, das einer alleine nicht hätte erreichen können. Sie haben sich zu einer Einheit zusammengetan.
So kommt es, dass am siebten Tag die sechs Schaffenstage gekrönt werden und die Elohim sich ruhend von ihnen zurückziehen. Aber auch dieser Tag kann als einen der Elohim (oder Elohim-Gruppe) angesehen werden.
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