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Astrologie, anders angewandt

Eintrag von Saturnist im Blog Saturnist's Blog über Magie. Ansichten: 244

Die Astrologie ist allgemein bekannt doch wird gerne in deren Auslegung etwas überstrapaziert.
Ich rede hier nicht von einer Anwendung der Astrologie um daraus das eigene Schicksaal abzuleiten und in Horoskopen zusammenzufassen. Das darf gerne jeder tun, ist jedoch nicht mein Verständnis von Astrologie.
Mich interessiert nämlich nicht die Voraussage sondern der essentielle Einfluss.

Ich finde nämlich nicht dass man die mutmaßliche Zukunft eines Menschen auf den Einfluss von Gestirnen reduzieren sollte,
ganz davon abgesehen dass moderne Astrologie meistens zu deutungsbeliebigem Humbug verkommt.
Dafür wirken viel zu viele soziale und psychologische Faktoren auf ein Individuum.

Dennoch kann man häufig bestimmte Einflüsse an sich selbst ausmachen, die wohl viele Menschen von den typischen Aspekten ihrer Sternzeichen kennen, die sich tatsächlich in der Persönlichkeit wiederfinden lassen.
Mir geht es eben nur um diese Einflüsse und deren Erkenntnis als Wirkungsfaktoren, aber eben nicht um Horoskope.
Daraus lässt sich eine gänzlich andere Nutzung der Astrologie erschließen, wie sie mich interessiert.

Der Hintergedanke hierbei ist einfach zu erklären.
Magie hat immer eine subjektive Natur und stellt eine Spiegelung der eignen Persönlichkeit dar.
Im Prinzip lässt sich also behaupten Magie sei eine arkane Persönlichkeitsebene.
Alles das mich als Mensch beschäftigt oder beeinflusst, stellt auch einen magischen Faktor dar.
Das ist zugleich eines der typischen Probleme bei der magischen Entwicklung.
Der Ausschluss des Banalen.

Magie beginnt eben nicht mit einem komplexen Okkultismus, sondern immer mit dem kleinsten Nenner.
Persönliche Stärken und Schwächen, sowie sämtliche Anlagen der Persönlichkeit, stellen auch immer einen magischen Einfluss dar. Eben das macht den Einfluss der Gestirne interessant.
Dafür muss man jedoch wissen worum genau es sich bei der Astrologie eigentlich handelt.

Heutzutage wird sie meist als ein komplexes Regelwerk für den Einfluss von Gestirnen der mathematisch erschlossen wird, verstanden. Das ist jedoch eine Halbwahrheit.
Ungeachtet dessen das sich hier ohnehin oft eine betrügerische Absicht oder Willkür vorfinden lässt.
Der Grundgedanke dahinter ist nämlich wesentlich einfacher.

Die Deutungsebene der Astrologie beginnt ja in den Augen Vieler mit den Tierkreiszeichen, mich interessiert jedoch ein viel kleinerer Nenner, der dominierenden Planeten auf die ich das Ganze reduziere.
In meinem Fall als Steinbock, wäre das beispielsweise der Einfluss des Saturn.
Was aber hat es damit auf sich?

Die Namensherkunft der Planeten geht im griechischen auf "Umherschweifende" beziehungsweise "Wanderer" zurück.
Dies begründet sich mit deren virtuellen Bewegungen.
In der heutigen Zeit haben wir das heliozentrische Weltbild errungen.
Wir haben die Sonne als Mittelpunkt unseres Sternensystems erkannt, um welche die Planeten kreisen.
Doch ursprünglich wurde die Erde als Zentrum angenommen und aus diesem scheinbaren Mittelpunkt des Betrachters, ergeben sich die virtuellen Bewegungen welche in das mythologische Bild eingeflossen sind.

Im Falle des Saturns besagt die Mythologie beispielsweise dass er versuchte seine 6 Söhne zu verschlingen, wobei ihm dies bei Fünfen gelungen ist, während der sechste, Zeus (Jupiter), von der Gemahlin und Schwester des Saturn, Rhea vor ihm versteckt wurde und ihn schließlich überwältigen sollte.

Das griechisch/römische Götterbild ist also eine mythologische Interpretation von scheinbaren Bahnbewegungen wie das in vielen Religionen, bis hin zum Hinduismus der Fall ist.
Genau zurückverfolgen lässt sich das ganze durch einen enormen Schriftverlust in der Antike leider nicht mehr.
Beispielsweise lässt sich aber in diesem Fall annehmen dass bei der optischen Nähe der Planeten deren scheinbare Entfernung so gedeutet wurde, dass Saturn sie verschlungen hätte.

Genau diese Mythologie in Verbindung mit virtuellen Bahnen, ist der Zug der Astrologie welcher mir in diesem Fall interessant erscheint. Mit der üblichen Kalkulation eines Schicksaals hat das wenig zu tun.
Viel mehr interessiert mich die Reduktion auf den Einfluss.

Der seine Kinder verschlingende Saturn entspricht hierbei dem Prinzip der Strenge und der Konsequenz.
Ein typischer saturnischer Aspekt wäre beispielsweise ein Künstler der seine eigenen Werke zerstört.
Aber auch die harte Durchsetzung einer vernünftigen Konsequenz.

Natürlich ist dies aber nur ein einzelner Aspekt dessen Mythologie.
Beispielgebend ist Saturn ebenso der Gott des Ackerbaus, wird auch als Kronos bezeichnet und als Sohn von Gaia (Erde) und Uranos (Himmel) sagt man diesem auch nach der Gott der Magie und des goldenen Zeitalters zu sein.

Ich mag pauschale Rückschlüsse auf solche Mythologien nicht, weswegen sich jeder selbst mit der Interpretation dieser Mythen auseinandersetzen muss. Das ist eine sehr persönliche und deutungsintensive Angelegenheit.
Von der man aber durchaus profitieren kann.

Ich selbst handhabe es so dass ich mich dabei auf die Verflechtung der Mythologie des dominanten Planeten des Tierkreiszeichens, mit jenem des Aszendenten konzentriere.
Oft ist es erstaunlich welche Erkenntnisse sich aus dieser Konstellation ergeben.

Viel Spaß beim Nachforschen.
  • Shimon1938
  • Shimon1938
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