1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen
  2. Willkommen im grössten und ältesten Esoterik-Forum!
    Hier findest Du alles zu Astrologie, Lenormand und Tarot, Karten legen, Feng-Shui, Traumdeutung, Religion und Spiritualität, Engel, Familien-Aufstellung, Gesundheit, Reiki
    Registriere Dich kostenlos, dann kannst du eigene Themen verfassen und siehst wesentlich weniger Werbung

  3. Esoterikforum Adventkalender 2016
    Wir wünschen Dir einen friedlichen Advent.

An alle, die viel und gerne kritisieren

Eintrag von Iakchus im Blog Der Aufstieg der Erde und des Lebens. Ansichten: 119

Ich kann sehr viel kritisieren, ich kenne das nur zu gut.

Man hat das Bedürfnis, wie man etwas nicht so stehen lassen kann, was man vor Augen bekommt.

Da steht irgendwo ein Beitrag , der Dinge enthält, die man nicht übernehmen kann. Und Dinge, die man nicht in der Welt stehen lassen will.

Nehmen wir einen Nazi, der zum Völkerhass aufruft. Als extrem. Wir haben dann ein Bedürfnis , das nicht so stehen zu lassen, sonst würden wir ihm ja - subtil oder in unseren Augen oder in den Augen der Welt - recht geben.

Wie kann man nun am besten kritisieren? Indem man seine Meinung sagt, ohne den anderen direkt zu treffen..

Etwa:
"Ich finde es gut, dass wir die Herzengüte aufbringen, uns als eine grosse Menschheit zu sehen, und wir sollten nicht Angst haben, dass uns Islamisten oder Ausländer die eigene Heimat oder Geld wegnehmen, weil die Probleme ganz woanders liegen blah blah blah oder so gross das Problem nicht ist blah blah blah"

Man schreibt also nicht, "mit deiner Nazieinstellung ist du hier völlig fehl am Platz".

Sicher lädt man so den Anderen dazu ein, auf eine solche eigene Meinung zu reagieren. Weil man sich angreifbar macht. ABER es ist dann sein Reagieren. Wir sollten agieren. Reagieren tun wir auf den anderen, indem wir mit unseren Worten einen Bezug auf ihn erstellen, anstatt zu agieren mit einem Bezug auf das, was uns zB als Meinung wichtig ist.

Wenn wir einen naiven Menschen vor uns glauben, also jemand der unvernünftig zu sein scheint, oder jemand, der schrullig ist, oder jemand, der in unseren Augen einen für ihn ungeeigneten Weg geht oder einfach nur eine andere Meinung hat (manche regen sich schon darber auf!) - so werden wir nichts aber auch gar nichts erreichen, ihm Vorwürfe zu machen oder gar in den Dreck zu ziehen. Das einzige was wir erreichen, uns selbst negative Energien und Gedankenformen zu bereiten. Es ist unser Kopf, mit dem wir alles anschauen.

Manche sind besesssen , nicht etwa von ihrer Wahrheit, oder Weltanschauung, sondern von dem Anspruch alle anderen müssten diese auch leben!

Wer andauernd vor der Türe eines anderen kehrt, kehrt in derselben Zeit nicht vor seiner eigenen, und verliert sowohl Zeit wie auch Kraft. Er hat doch gar nichts davon. Nur sein kleines dickes Ego bläht sich auf, bis dass eine Situation entsteht, wo dieses Ego gegen die Wand fährt, und nicht nur andere an die Wand fahren will. Weil man den Ärger auf sich zieht, den man vorher ausgeworfen hat.

Das EGO will andere schwächen, weil es meint, von anderen geschwächt zu werden.
"Ich bin besser als du, du bist schlechter als ich". "Du hat Unrecht, ich habe Recht".

Wer meint, es sei gesund, für seinen Ärger ein Ventil zu nutzen, also den Ärger oder ihren Lebensfrust abzulassen, könnte richtig liegen. Weil aufgestauter Ärger noch mehr Probleme machen kann als ihn raus zu lassen.

Aber! Wer dafür einen Prügelknaben sucht, ist nicht besser als ein Triebtäter . Er sollte überdenken, ob es nicht auch eine Ur-Schreitherapie tun würde, oder Joggen gehen. Es gibt irgendwann einen Punkt, wo man ein abartiges Verhalten nicht mehr entschuldigen kann, mit solchen Sprüchen wie "Wir tragen nun mal alle das Böse in uns", oder "wir sind halt alle nur Menschen"... wenn man mit solchen Sprüchen nur eine billige Rechtfertigung für sich auslegt, um weiter den Inquisitor zu spielen. Auf Dauer kann so ein Mensch , der morgens aufsteht und den ganzen Tag damit verbringen will, Defätismus und Ärger zu verbreiten, nicht Glück erfahren - nebenbei gesagt.
Die scharfen Kritiker stolpern dann ab und zu , wenn man sie so angeht, wie sie andere angehen, was nur den ganzen Unsinn zeigt. Denn wer recht hat und die alleinige objektive Wahrheit beanspruchen darf, - die Geschichte lehrt dass dieser Anspruch zu oft widerlegt wurde, und es wird schon dadurch wirederlegt, dass es letzten Endes auf Faschismus hinausläuft, wenn man Dummheit oder Unvernunft anderer, ob angebliche oder tatsächliche, nicht dulden will.
Schon solche Worte wie "hab noch nie so einen Stuss gelesen," oder "einen größeren Unsinn kann man nicht finden", sind im Ansatz faschistisch. Man tritt als Gott auf, der mit Zornesstrahlen (mit Nachdruck) die anderen Ansicht vernichten will.
Es ist eine gewollte Herabsetzung und nicht Meinungsäusserung, die in sich ja auch eine Bewertung enthalten darf.

Man sieht etwas, das in seinen Augen einen zu hohen Rang erhalten hat und möchte es herabsetzen. Mit Worten wie "Schmarrn", "Käse", "Schmalz" , "Stuss". Was man dabei zeigt, ist einfach nur Verärgerung, Empörung, keine Meinung.
Die Meinung geht dabei unter, und zählt nur dort, wo es bereits Leute gibt, die ähnlicher Ansicht sind, die schmunzeln dann, weil "endlich sagt mal einer wie die Dinge liegen: STUSS".
Aber für die, die das nicht als Schmarrn finden, kann so ein Wort ein Anstoss sein, um verbal zurückzuschlagen. Oder auch nur eine Auseinandersetzung mit derselben Würze zu beginnen. Wer den ersten Stein wirft.... kann man leicht an solchen Worten festmachen, wenn sie zum ersten Mal auftreten. Die wundern sich dann, dass ihnen der Ärger erneut entgegen tritt, einfach weil sie andere herausfordern mit solchen Worten. Es sind Gewaltakte, und sie sollten nur gebraucht werden, wenn man sicher ist, dass die meisten solche Worte in ihrer Absicht nachvollziehen würden. Wenn man in einer Punkszene sagt, die CDU ist der letzte Mist, geht das in Ordnung. Bei der CDU sollte man das besseren Wissens nicht sagen.

Wenn man aber so tut, die anderen, die mit diesen Worten getroffen werden, sind nicht im Raum, benimmt man sich wie ein Faschist.
You need to be logged in to comment