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Allerheiligen - das Fest der einst lebenden Toten

Eintrag von Iakchus im Blog Der Aufstieg der Erde und des Lebens. Ansichten: 87

Wir verkümmern vor Trauer,
um den Verlust von Liebsten.
Hängen an Gärten rum,
mit betretener Erde.

Ist es nicht selten,
die echte Trauer
um den Verlust
wirklich geliebter Menschen?
Oh ja, das kommt vor, ich ahne es.
Erinnern kann ich jetzt nichts.
Geliebte Menschen,
wunderbare Menschen,
gibt es eben selten für einen.
Ja, ist doch wahr.
Ich glaube nicht,
dass ich da der einzige bin.

Was ich sagen will,
wir vergiessen Tränen,
und oft ist es nur wegen uns selbst.
Etwa, weil wir versäumten,
noch eine Gelegenheit zu ergreifen,
den einst gemochten Menschen,
etwas zu tun, zu lassen oder zu sagen.

Mit ihm oder ihr umzugehen,
dass wir freudig sind, dem Leben froh,
über seine Anwesenheit.


Wenn ich mich erinnere, wie das so war, mit der Trauer, so war es ein Sich gleiten lassen in dem Gefühl, das entsteht.
Aber wenn ich ehrlich bin, kam da auch eine Freude. Es taucte auf, wie ein Mond, oder eine Sonne, die über einen Berg aufgeht. Eine Freude, wie schön die Welt ist. Im Angesicht des Todes. Was man selbst auch versäumt hat. Bislang.
Nicht bei dem jemand, der gestorben ist. Sondern bei sich selbst.
Denn:
Der Tod hat gezeigt, was ist. Das Leben eines Anderen, zeigt uns dessen Interessen, seine Liebe, seine Leidenschaften, für etwas, für irgendetwas. Es ist (ein) Leben.

Der Tod und ebenso das Leben zeigt, was man selbst erleben durfte, und erleben darf, während man mit ihm oder ihr zusammen war.

Der Mensch mag geliebt worden sein,
wir trauern aber wie?
Wir sind voller Tränen.
Das ist alles. Voller Schmerz.
Ich finde, da wird nichts wirklich für die Toten und die Lebenden getan. Es klingt irgendwie, als ginge es nur um uns, und einen Aspekt darin, der bloß sich allzu sehr gehen lässt. Vor Schmerz.
Was habe ich in meinem Leben schon geheult. Daher kenne ich das.
Und es ist klar, dass andere Menschen, wenn sie Tränen vergiessen, aus denselben oder ähnlichen Motiven des Schmerzes Tränen vergiessen, wenn jemand stirbt.

Diese Tränen mögen in Ordnung sein, aber ich glaube, man braucht diese Form nicht ausdrücken, um der Trauer gerecht zu werden. Es ist ja ein Gefühl. Ich finde, es ist natürlich Geschmacksfrage, ob man die Gefühle mit Tränen ausdrückt. Mir hat es zeitweise geholfen, aber irgendwann fand ich, dass es nicht gesund ist. psychisch gesehen, sich allzusehr den Tränen zu überlassen. Das haben mir auch Engel so gesagt. Wir müssen nicht Tränen vergiessen, um eine würdige Haltung aufzubringen, gegenüber dem Tod, und dem Leben.

Mir kommt es übrigens natürlich vor, wenn wir jene Gefühle zulassen, wonach uns zB eine stille Freude kommt, über das Leben, das der Dahingeschiedene gehabt hat.

Ich empfand es so. Ich wollte mich freuen für ihn. Und dann auch für mich. Weil ich entdeckte, dass das Leben Möglichkeiten hat. Und der Tod es alles egalisiert, ob man jetzt Möglichkeiten nutzt oder nicht. Wichtiger ist doch, ob wir uns des Lebens freuen, so dass wir uns selbst am Grab sagen könnten, das hast du gemacht, mein Freund. So viel Freude, hast du gehabt, das ist fantastisch, betörend, ganz fröhlich stimmend.

Die Totenfeier,
ist ein Tanz um den Toten,
abr nicht um den Tod zu feiern.
Sondern das Leben.

Es könnte eine Freude sein, die in die Trauer getüncht ist.
Es ist beides gleichzeitig, Freude und Trauer.
Warum Freude?
Weil das Leben es wert gewesen ist.

Ein Inhalt, eine Bedeutung, ein Leben. Das war es.

Und wird es sein. Dieser Jemand dort, hat es gelebt. War es. Hat ein Leben geformt. Sein Leben. Das Leben, das dort in die Zeit geschrieben steht.

Was nicht mehr sein kann,
das steht in den Sternen.
Das Leben geht weiter,
für den Toten,
in einem anderen Leben.

Drum sei es so,
dass wir an manchen Tagen und in Momenten,
vielleicht erinnert werden, an den Tod,
auch ohne Tote vergegenwärtigt zu haben:
dass der Tod alles neu gewichtet.
Was wir jetzt tun oder lassen.

Was tun wir,
was lassen wir.

Immer sind wir unterwegs,
als wären wir auf der Flucht,
vor dem Tod. Oder anderem? Nein wir fürchten, dass das Leben zu kurz kommt, ein Schluss gezogen wird, über unsere Träume. Und tragischerweise, oft halten wir uns selbst das Leben kurz. Wir sind beschäftigt mit Sorgen. Weil wir sie annehmen, und nicht richtig schauen, ob sie wirklich wichtige Sorgen sein brauchen.

Und was tun wir wirklich?
Eine ganze Welt halten wir,
in unseren Händen, oder im Geist,
als wäre das Leben,
was wir da halten.
Ist es denn oft so?

Es ist oft nur dreckiges,
abscheuliches, dämliches, stumpfsinniges
Zeit tot schlagen. Ja, ist doch wahr.

Auf größerer Ebene, im Kollektiv, geht man sogar über Leichen.
Man nennt sie hungernde Opfer einer geografischen Zone, ohne Rohstoffe, und mit schlechtem Klima.

Wir leben. Ha.
Ohne Leben darin. Wir schauen uns nicht um, weil wir dann sehen, dass wir müde sind,
der Obdachlosen, Hungernden, und Toten, weil wir keine Antwort finden wollen, ohne den Traum zu verlieren, die grosse Illusion von Konsum. Konsum. Ausbeuten, plündern, als Konsum verhökern.

Wir sind wie Zombies,
jene Sorte,
die nur rumlungern,
und in der Mehrheit
selten jemanden blutigst auffressen.

Starren wir auf Andere,
auf uns,
und die Welt,
all das,
was wir für Welt halten,
als sei es der Tempel,
den wir suchten,
in dem das Fest des Lebens gefeiert ist.
Das Fest der Wahrheit.

Und sind enttäuscht, wir finden es nicht, das Leben. Nur so ein Abklatsch davon.

Wir sind schon zufrieden, wenn es ein bisschen davon sein kann. Vom Leben.

Als müssten wir eines Tages sterben,
leben wir nie richtig.
Ach komm, du willst mir doch jetzt nicht weis machen, dass die meisten Leute wirklich im Leben stehen?
Es ist ein grosser Teil Schuld, die Umstände, in denen wir jeden Tag fürchten, um den Verlust unserer Arbeit, oder unseres Obdachs, oder der Position in der Gesellschaft, die uns Sicherheit bietet.
Ein anderer Teil ist allzumenschlich und oft ohne dass wir es ahnen, oder wirklich wissen, ein Resultat unserer Erziehung, und gesellschaftlichen Prägung. Ja es ist wirklich so. Aber auch allein genommen nicht entscheidend. Dann gibt es noch die Instanz, wo wir vergangene Leben hatten, die als Impulse gewissermaßen heute noch nachklingen. Besonders die letzten Leben , die wir hatten. Das ist dann ungefähr 20 Jahre Unterschied in der Zeit. Das heist, man konnte 1950 gestorben sein, und sofort einige Jahre später wiedergeboren werden. Bis man erwachsen ist und die gesellschaftlichen Lebensordungen und Umstände integriert hat, vergehen so um die 20 Jahre. Wir setzen das fort, und müssen das tragen, was wir selbst hinterlassen haben.
Der Tod macht das uns bewusst, dass wir nur ein Leben haben, das uns jetzt zur Verfügung steht.
Aber vor allem macht er uns bewusst, dass viele Dinge nicht so wesentlich sind, wie wir annehmen, vor allem mit unserem Blick auf uns selbst bilden wir uns viel Bedeutung ein, die das Leben haben soll .

Es geht hauptsächlich darum, dass wir glücklich sind, weil das unsere hauptsächlichste Neigung und vernünftigste Haltung ist.
Der Tod macht den Ernst des Lebens zunichte. All diese wichtigen Habseligkeiten, mit denen wir uns beschäftigt sehen. Versperren uns den Weg, ins Leben. Wir sind mit Dingen beschäftigt, anstatt sie zu leben. Und wir halten uns mit Gedanen und Gefühlen auf, die nicht wirklich "leben". Sondern nur Ausgeburten sind, die bald wieder dahinscheiden, weil sie einfach auf Dauer von uns nicht gelebt werden wollen, weil sie uns in derben Momenten einfach überkommen.

Manche Todgeburten in unserem Kopf und unseren Gefühlen, können in ihren weiteren Wirkungen noch Stunden anhalten, und für weitere Verstrickungen in der Welt sorgen, wie ein Teufel sind wir dann noch Tage gebunden an einer einzigen Laune, die wir hatten, wo wir eine falsche Entscheidung trafen. Der Tod erinnert uns, dass die vergänglich sein können. Dass dahinter aber, hinter dieser Erkenntnis, der Augenblick steht, der uns zur Verfügung steht, und in dem ganze Universen stattfinden, und die Ewigkeit.
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