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Affirmationen

Eintrag von the_pilgrim im Blog the_pilgrim's blog. Ansichten: 64

Einstieg in Affirmationen

Zum Ausprobieren hier eine kurze, effektive Kombination, für die Du morgens ca. 5 Minuten brauchst:

  1. Schreib folgende Affirmationen morgens auf einen Zettel: ich bin glücklich, entspannt, energiegeladen und voller Tatendrang. Ich erledige, was ich mir vornehme, alles geht ganz leicht und macht Spaß.
  2. Nimm Dir danach Zeit für eine kurze Meditation, es reichen 3-5 Minuten. Eine simple Variante: bequeme Sitzhaltung, Augen schließen. Beim Einatmen bis 10 zählen, also jeweils beim Einatmen eine Zahl denken, beim Ausatmen das Wort "ausatmen" denken. Nach dem 10. Mal wieder bei 1 anfangen. Drei mal bis 10 zählen reicht.
  3. Während Du meditierst, halte Deine Finger in der Pran-Mudra-Fingerhaltung: http://bewegungstuch.de/assets/images/pdf/PranMudra.pdf
  4. Denke im Laufe des Tages immer mal wieder die Sätze der Affirmation, lies ggf. den Zettel.
Wenn Du Tagebuch schreibst, dann notiere Dir abends, wie Dein Tag war. Du kannst dadurch den Effekt später nachlesen. Ich finde das hilfreich.

Um zwischendurch ein bisschen Energie zu tanken, kannst Du - z.B. während Du auf dem Klo sitzt - die Pran-Mudra-Fingerhaltung wiederholen, mit oder ohne kurze Meditation.

Im Grunde sollte das ausreichen, um Dein Lebensgefühl deutlich zu verbessern. Wenn nicht, lies weiter. Vielleicht hilft es Dir, wenn Du Dich etwas intensiver damit auseinander setzt.

Was sind Affirmationen?

In unseren Köpfen gibt es viele Gedanken, einige denken wir bewusst, andere unbewusst. Wenn wir selbst Gedanken bewusst wählen, um unbewusste zu verändern, werden diese Affirmationen genannt.

Wozu soll das gut sein?

Unerfreulich, aber wahr, unser Unterbewusstsein lässt uns oft Dinge tun oder sagen, die wir uns nicht erklären können, weil unser Bewusstsein sich eigentlich ganz anders entschieden hätte. Das ist bestenfalls verwirrend, schlimmstenfalls selbstschädigend.

Noch unerfreulicher ist es, wenn unser Unterbewusstsein darauf trainiert ist, uns zu beleidigen und klein zu halten, z.B. mit Gedanken wie "ich bin zu dick", "keiner kann mich leiden", "ich muss immer alles tun, um es Person X recht zu machen, ob es mir gefällt oder nicht".

Wo kommt das her?

Unser Gehirn ist wie ein Schwamm, es saugt alles auf, jeden Eindruck, jede Erfahrung. Gleichzeitig funktioniert es wie ein Sherlock Holmes, es sammelt Fakten und kombiniert. Leider ist ein sehr junges Gehirn kein sonderlich guter Sherlock, es lässt sich mit simplen Tricks täuschen, vertraut den falschen Menschen und kann richtig und falsch noch nicht unterscheiden.

Gerade die frühen Erfahrungen und Schlussfolgerungen sind diejenigen, die auf uns am unverrückbarsten wirken, vermutlich weil sie am längsten wie selbstverständlich in unserem Kopf verankert sind und für uns sehr, sehr lange Zeit die absolute Wahrheit waren.

Wenn wir endlich alt genug sind, um unabhängig zu hinterfragen, ist der Schaden bereits angerichtet. Unsere neuen Erfahrungen werden mit unserem bereits gemachten Welt- und Selbstbild abgeglichen und an die altbekannten Stellen abgelegt, auch wenn langsam die ersten Zweifel entstehen.

Eine zeitlang funktioniert es noch, sich das alles irgendwie passend zurechtzumogeln und hinzubiegen, aber irgendwann merken wir, dass da etwas nicht stimmt. Wir sind nicht so doof, wie wir immer gedacht haben, unsere Umwelt ist gar nicht so feindlich, wie wir immer angenommen haben, oder wir erkennen, dass andere Menschen, die uns scheinbar nichts voraus haben, andere Erfahrungen machen als wir und fragen uns, warum das so ist.

Was kann ich tun?

Bevor Du anfängst, gibt es ein paar wichtige Dinge zu beachten. Je schlimmer die unbewussten Gedanken sind, desto gründlicher muss vorgegangen werden. Es ist ein bisschen wie mit einem Lagerraum, der von einer WG genutzt wird: er ist zugerümpelt bis unter das Dach, und dauernd kommt von irgendwo neuer Krempel dazu, besonders, wenn man gerade neuen Platz für sich geschaffen hat.

Manche Sachen sind vielleicht schon so lange da, dass sie regelrecht vom Boden gekratzt werden müssen - das ist im Gehirn nicht anders. Was wir nebenbei aufgeschnappt haben, lässt sich leicht verwandeln, was uns eingetrichtert wurde, ist etwas hartnäckiger und lästiger.

Eine letzte Schwierigkeit: die anderen WG-Mitglieder bzw. die alten Gedanken. Sie haben absolut keinen Bock darauf, dass Du sie mit dieser Aufräumaktion nervst. Sie wollen ihre Ruhe, sie wollen ihren Kram behalten und haben absolut keine Lust, Dir irgendwie zu helfen, im Gegenteil. Alles, was Du rausschleppst, tragen sie wieder hinein und zetern lautstark rum. Du bist der Arsch, den keiner mehr leiden kann, und das werden sie Dich spüren lassen.

Dagegen hilft nur eins: lass Dich nicht davon abbringen, wehr Dich, und zwar so lange, bis sie einsehen, dass es Dir ernst ist. Wenn Du ein kaputtes, stinkendes Lieblingssofa hundert Mal rausschleppen musst, dann ist das eben so. Du trägst es immer wieder raus, bis es niemand wieder reinschleppt.

Grundsätzlich gilt: irgendwo anfangen, dranbleiben und so lange weitermachen, bis alles blitzt und blinkt. Danach brauchst Du nur gelegentlich den Krempel wegzuräumen, den das Unterbewusstsein heimlich in einem unbeobachteten Moment irgendwo ausgebuddelt und wieder angeschleppt hat.

Nach langen Jahren des Ausprobierens hat sich für mich folgende Vorgehensweise als effektiv herausgestellt:

  1. Immer, wenn mir ein Gedanke auffällt, den ich nicht denken möchte, sage ich mir in Gedanken: "STOP. ICH entscheide, was gedacht wird."
  2. Ich erlaube mir in Gedanken, mich zu ändern, indem ich mir konkret etwas bestimmtes erlaube, z.B.: "Ich erlaube mir, meinen Körper zu mögen - so wie er ist."
  3. Ich denke im Anschluß den Gedanken, der erlaubt wurde: "Ich mag meinen Körper - so wie er ist."
Zu leicht? Stimmt. Andererseits: Aufräumen ist auch nicht schwierig, es kann nur eklig und lästig sein und muss erledigt werden.

Last but not least: konzentriere Dich auf ein oder zwei neue Gedanken, überfordere Dein armes Gehirn nicht mit zu viel Veränderung auf einmal. Das alte wegzuschmeißen ist schon anstrengend genug, es reicht, wenn ein oder zwei schöne, neue Gedanken dazu kommen. Wenn sich Dein Kopf nicht mehr wehrt, wenn die Affirmationen nicht mehr nötig sind, dann kannst Du neue dazu nehmen.

Erläuterungen zum Vorgehen

Punkt 1: stell Dir die unbewussten Gedanken einfach weiter als die WG vor. Egal was sie tun, sag ihnen, dass Schluss ist, schick sie weg. Setz Dich durch, DU bist das Bewusstsein, DU entscheidest. Je konsequenter Du die Tür im Auge behältst, desto weniger Kram wird heimlich wieder hereingetragen. Irgendwann ziehen die Krempelträger genervt aus ;)

Punkt 2: wir leben in einer Gehorch-Gesellschaft. Wir sind es von klein auf gewöhnt, dass wir uns für alles Mögliche die Erlaubnis holen müssen. Prima, dann geben wir sie uns, es erleichtert die Sache ungemein.

Punkt 3: sich etwas zu erlauben, ist schön, aber dadurch ist es noch nicht erledigt - es muss auch getan bzw. angewandt werden. Daher denk zuletzt klipp und klar den neuen Gedanken.

Meine Gedanken sind stärker als ich, was kann ich tun?

Manche Überzeugungen sind tatsächlich so stark, dass sie nicht ohne weiteres Zutun verschwinden. Ich finde es grundsätzlich sinnvoll zusätzlich eine Therapie zu machen, denn dann geht das alles schneller und gründlicher. Manchmal ist es sogar nötig, denn z.B. Traumata sind in professionellen Händen einfach besser aufgehoben.

Für die normalen, hartnäckigen Gedanken reicht es, sie sich genauer anzusehen. An wen erinnert mich der Gedanke? In welchen Situationen habe ich diesen Gedanken als Satz ausgesprochen gehört? Warum wurde mir das gesagt? Welche Gefühle kommen hoch, wenn ich diesen Satz denke?

Üblicherweise muss irgendwem irgendwas verziehen werden. Erlaube Dir zu verzeihen, entweder Dir selbst oder einer anderen Person. Und dann verzeihe. Wenn das nicht so einfach ist, finde heraus, warum es nicht geht. Vielleicht steckt ein Gefühl dahinter, das noch nicht verarbeitet wurde. Erlaube Dir traurig zu sein, dann sei traurig. Oder wütend. Oder beschämt.

Wenn ein Gefühl nicht aufhören will, dann steckt garantiert ein anderes quer, das Du Dir nicht erlaubst. Such so lange nach dem anderen Gefühl, bis Du es gefunden hast. Erlaube es Dir, fühle es.

Probiere erneut, ob nun das Verzeihen klappt. Wenn nicht, forsche weiter, notfalls such Dir Hilfe.

Bei mir klappt das nicht, die alten Gedanken kommen immer wieder

Entweder versuchst Du zu viele Gedanken auf einmal zu verändern oder Du bist zu ungeduldig, bzw. nicht konsequent oder hartnäckig genug - oder Du brauchst professionelle Hilfe.

Oooder Du leidest gerne und willst Dich gar nicht wirklich ändern.

Woran es liegt, kannst nur Du selbst herausfinden.

Seelentier und Miramoni gefällt das.
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