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Abgesang auf die alten Moralitäten

Eintrag von Iakchus im Blog Der Aufstieg der Erde und des Lebens. Ansichten: 73

Ich habe oft gegen die "Welt" gewettert. Geschimpft, getadelt. Warum? Der eigentliche Grund ist, dass wir alle ihr unterlegen waren, und sie voll und ganz angenommen haben. Eine Weltanschauung, mit Moral hinterlegt. Das heisst, sie hat uns gebändigt, und stellt uns immer wieder diese Fragen, unbewusst, ob wir dazu gehören oder nicht.
Das ist quälendste Sorge, neben der Existenz, dass wir uns nicht mehr integriert vorkommen.

Aber ich habe gelebt, lang genug, um zu sagen, dass die Integration in diese Zivilisation nur ungesund sein kann.
Die Idealvorstellung eines modernen Bürgers sieht so aus: Er wacht morgens auf, uind mit Inbrunst schmeisst er alles seelische weg. Mit Inbrunst stürzt er sich in die Selbtverlorenheit.

Alles oder nichts, das ist die Devise. Und sie wählen nichts, weil es einfacher ist - in einer Menge von Verlorenen, in einer Moral , die von Verlorenen gemacht wurde.

Dieser Impuls (sich selbst aufzugeben) steckt in jedem von uns. Dieser Impuls und Gestus wird zwangsläufig durch die normale Dualität genährt, in der wir uns befinden. Es gibt immer Widerstand in der Natur der Dinge. Aber in unserer Zeit gab es auch viele , die haben tatsächlich sich so entschieden, nicht mehr dagegen anzukämpfen, weil sie sich keiner Unterstützung gewiss waren, und an den falschen Stellen suchten. Sie waren und sind Opfer der "Gesellschaftsordnung". DIe keine Ordnung des Menschen verbürgt.

Sie sind es dann, die nichts mehr verstehen. Die vom Leben nichts verstehen, und von anderen Leuten auch nichts verstehen, die anders leben wollen, als sie sich verloren haben.
Wenn diese Leute also die Moral hoch halten, oder die alte Welt verteidigen, so verteidigen sie nur ihre Anpassung. Weil diese ihnen Sicherheit gibt.

Und nicht deshalb der Abgesang auf diese Moral, sondern der Abgesang findet tatsächlich nur statt auf der Ebene der Moral selbst. Was muss ich mir das antun, diese Moral zu leben, wonach man Saus und BRaus macht, andere aufräumen lässt, und die Toilette für andere hinterlässt, so als ob man erst mal alles vollsaut.
So in diesen kurzen epischen Worten, lässt sich doch klar genug ausdrücken, was diese Moral (für mich) wert ist.
Die Erde ist ein Klo. Was wir reinstopfen kommt irgendwo wieder raus. Genauso wie beim Darm. Soll ich ehrlich sein?

Ich würde eine Sache wollen. Sorgenlosigkeit.
Wir leben schon in der Natur genug der Sorgen.
Was schaffen wir uns künstliche? Da sind einige, die greifen in ein Glas, und wir sollen es auch tun, um etwas zu greifen. Dann geht die Hand nicht mehr raus und so hat man es für immer und immer in der Hand.
Man schafft grossen Wachstum, und die Welt passt sich an, schafft Konsum, Arbeitsplätze, Abhängigkeiten, Geschäfte. Leute wollen es nicht mehr verlieren.

Alles wird in dieser Richtung des kapitalistischen ULKS organisiert. Es geht nicht um das Geschäftemachen an sich, sondern die Art und Weise. Wir sollen ständig aktiv sein, und produzieren. Was für ein Ulk!

Wie in der Steinzeit. Immer auf der Jagd. Und das Geld, geht weg , und muss neu rangeschafft werden. Ne. Das will ich nicht. NEIN! Wir haben eine dumme Welt von Menschen innerhalb der klugen Natur errichtet. Die Natur ist insofern klug, dass alle ihre Teile letztlich einander dienen.

Wir machen es so, dass letztlich alle nur einigen wenigen dienen. Den Geschäftemachern, die ganz viel haben - und es doch nie kriegen.
Vor allem haben sie ihren Traum. Auf Kosten vieler anderer, die keinen Raum erhalten, keine Organisation. Keine Moral. Die ihnen hilft. Keine Lobby, die für sie die Meinung verteidigt.

Und viele wollen Sorgenlosigkeit, und müssen die Sorgen der Reichen tragen. Jeden Tag.
Und die Reichen gehen auch wieder pleite. Haben also selbst auch nichts davon. Sie zählen das Geld, sie könnten auch Stöcke zählen.
Es ist UNSINN! EIN ULK! NEIN!

Damit bin ich nicht einverstanden. Dass die Welt diese Wege gehen will, ist egal, ich will es nicht.
Ich glaube an andere Lebensweisen und finde den Weg des Konsumenten abzulehnen. Man braucht wahrlich nicht viel um glücklich zu sein, die Tage gehen lassen, ohne Sorgen, die ein System der Perversion als Bedingung aufstellt, dass man zur Zivilisation gehört.

Wenn eine millionfache Gesellschaft es sich einfach machen wollte, würde sie als erste Priorität die Grundbedürfnisse für alle ermöglichen. Und dann erst dazu kommen, was man sonst noch haben könnte. Und weil das ja nie reicht für alle, wird man Arbeit haben, die man dann verteilt, an die , die arbeiten wollen. Und die stellen dann die Dinge her, die man zusätzlich haben kann, wenn man durch Arbeit genug Geld hat. Die Grundbedürfnisse werden ohne Geldgegenleistung erfüllt, oder per Ration verteilt. Alles machbar und könnte besser sein als heute. Alles oder vieles.

Warum muss das so kompliziert und abscheulich entwürdigend wie heute eingerichtet sein? Weil einige den Ausbeuter spielen, oft ohne dass sie es eigentlich wollen. Die Existenz verlangt es uns ab, und die Systeme schalten uns auf Turbokapitalismus und Selbstzerstörung (auf lange Sicht). Und breiten diese Ideale notgedrungen in die Welt aus. Wie ein Wahnsinn, wie ein Dämon.

Was ich bezwecke, ich weiss es nicht. Ich wills nur gesagt haben, für mich. oder allgemein: Zeugnis ablegen.

So. Jetzt hat sich doch glatt eine Fügung ergeben, und bin auf "Ein Kurs in Wundern" gestossen, ein Buch, das auf jeden Fall gewisse Dinge nahe bringen kann, worum es geht im Leben. Ansonsten ist das Buch ziemlich angefüllt mit Blahsingsang, Gott und Sohn und Herrlichkeit oh Ja aber vielleicht muss man die richtige Handhabe für das Wort Gott finden. Oder solche Bücher sind nur für jene, die es brauchen. Ich habe meine Bücher woanders gefunden.

Aber dies hier ist interessant:

Dies ist ein Kurs in Wundern. Es ist ein Pflichtkurs... Die Welt an sich ist nichts. Dein Geist muss ihr Bedeutung geben...

Und diese Bedeutung, so meine ich, ist eine zutiefst individuelle, sie ist eine spirituelle Dimension dessen, was in uns selbst sich entfalten will. Die Welt hat uns zugekleistert mit Ansichten darüber, was wir sein sollen. Deshalb mögen viele auch das Wort "sollen" nicht ( weil ich viel der Worte "muss , kann, sollen" benutze, fiel besonders das Wort sollen anderen negativ auf; zudem habe ich selbst einen Saturnkomplex oder ist es ein Freiheitsdrang, und steh also auf Kriegsfuß mit dem Sollen: vielleicht gehe ich deshalb radikal frei mit dem Wort Sollen um, unbekümmert, ohne zu merken, dass es andere penetrant als Pfurzgeruch aufnehmen; der ist weder von ihnen noch von mir sondern von Mamas und Papas). Ja du glaubst nicht, wieviele Mama und Paparollen es gibt in der Welt. Politiker zB sind Experten in Mama und Papa Spielen, können nicht leben und sagen anderen wie sie leben sollen.

Wie lebt man richtig?
DU SOLLST JETZT INNE HALTEN, wenn man das so sagt, in einem SOLLEN, dann will es schon keiner mehr. Bäh. So hat man den Geschmack verloren, weil die Welt uns zugekleistert hat mit diesem Soll. Ja ist so, brauchst gar nicht grinsen. Wieso. Hör mal. So meine ich das gar nicht. Du musst dir das schon gefallen lassen, wenn ich hin und wieder den Verrückten spiele. Den Narren. Weil ehrlich, in uns steckt der Kleister, auch in dir, und mir fällt kein anderer Weg ein, diesen ganzen Kleister ein bisschen hin und her zu scheuchen. Freilich, ich gebe zu, das macht mir auch Spaß, wie ein Lustmolch.
Richtig leben, wenn man das nicht weiss. Dann ist man bereits verloren. Es ist doch so ein Gefühl, eine ganze Dimension des Daseins, das einem nicht mehr nieder ringt, sondern wo man fern ab ganz weit weg und doch mitten drin sein kann. Im Leben. Aber man lebt falsch, wenn man sich in Träumereien und Schöndeutungen verliert, wie es leider in der Chefetage und allen Orten von Mamas und Papas geschieht: Wie sie sich Welt vorstellen. Wo alles für sie akzeptabel gehalten werden muss, was sich nicht von selbst als akzeptabel zeigen kann.

Weil man sich selbst verloren hat, hat man jedes Maß verloren, irgendetwas am Menschen oder im Menschlichen zu bemessen, und sind nur halb wach, gerade so weit, dass es für ein rudimentäres kleines Glück reicht, mit dem man sich von Moment zu Moment und Tag zu Tag hangelt.

Selbstgenügsamkeit fehlt also, und muss als Materie und Beschäftigungstherapien aller Art umso mehr angesammelt werden.

Ein herzloses Leben ohne Freiheit, ohne Stolz, voll der Kümmernis, und wie eine Wand die ewig gleichen Sorgen und auf der Jagd nach etwas, das wir aus den Augen verloren haben bzw. an der falschen Stelle suchen. Waren wir mal Kind? Was haben wir gesehen, als wir Kind waren? War die Welt nicht bunter, ultimativer weil nicht festgelegt? War das nicht eine Art Traum?
Vorbei? Nicht wirklich. Dieser Traum wird so ähnlich erneut kommen, nur ganz anders als in der Kindheit, jetzt als Aufstieg.
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