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zwischen Hilfesuchenden und Schamanen/Schamaninnen

Dieses Thema im Forum "Schamanismus" wurde erstellt von Tit4Tat, 17. Juli 2014.

  1. Tit4Tat

    Tit4Tat Guest

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    Hi,

    mich interessiert, wie der Schamane von heute die Arbeitsbeziehung zu einem Hilfesuchenden gestaltet? Im speziellen interessiert mich dabei, inwiefern persönliche Verbindungen eine Rolle spielen und wieviel Kontakt außerhalb der Arbeit gewährt wird?

    thx,
    T4T
     
  2. pranaschamane

    pranaschamane Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    27. April 2013
    Beiträge:
    987
    Ich spreche hier nur für mich! Ich habe begonnen in der Familie und engstem Freundeskreis zu praktizieren, ist auch so üblich - jede Sippe hat ihren Schamanen. Bin erst viel später, hat so an die 5 Jahre gedauert, bis ich zum ersten Klienten kam, außerhalb meines persönlichen Kreises, durch Empfehlung und das plätschert jetzt so dahin. In der Familie/Bekanntenkreis, bekommst du natürlich die emotionale Belastung voll mit, das bedarf schon einiger Übung, dass auch mal auszublenden um nicht selbst mitgerissen zu werden. Mitgefühl OK, Mitleid geht gar nicht! Die "Fremden" kommen eigentlich nur, wenn sie ein Problem haben, Familie und Freunde (auch) sieht man schon mal öfter. Wenn man das Umfeld eines Klienten kennt, ist es natürlich einfacher eine Ursache für eine Not zu finden, bei einem unbekannten Klienten ist dann das Können gefragt, das Sehen und Fühlen in die reine Informationswelt hinein - in die geistige Welt.
    Hier scheidet sich die Spreu vom Weizen.
    Bei neuen Klienten bin ich schon mal ganz froh wenn sie nicht zu viel erzählen, sondern mich auf die Probe stellen (wollen), der entstehende "Das gibt's doch nicht-Effekt" ist da ein wirksames Instrument zum Vertrauensaufbau.
    Ansonsten stehe ich dafür, dass der Klient nicht in ein Abhängigkeitsverhältnis zu mir steht, sondern alles was ER/SIE ist (Körper, Geist, Seele) sollen lernen das Leben zu bewältigen.
     
    Purplemagic gefällt das.
  3. Tit4Tat

    Tit4Tat Guest

    In meinem Lebensumfeld gibt es keinen Schamanen, deshalb kann ich diese Aussage schwerlich nachvollziehen. Grundsätzlich kenne ich mehr Leute, die in ihrer Sippe oder Familie keinen Schamanen haben. Wie gestaltest du die Hilfsbedziehung zu so engen Bekannten und Freunden? Bei Freunden und Verwandten würde ich vorraussetzen, dass eine Begegnung auf Augenhöhe stattfindet. Das kann ich mir schwer vorstellen, wenn jemand Hilfe sucht und in enger Beziehung zu dem Hilfegebenden steht.

    Nicht umsonst behandeln Psychologen, Psychiater und z.T. auch Allgemeinärzte keine direkten Verwandten.

    Wurden von den Klienten die später hinzukamen später auch welche zu Freunden?

    Ich denke du sprichst den Selbstschutz des Schamanen an, mir geht es auch um den Schutz der Hilfesuchenden. Inwiefern bist du in der Lage diverse Übertragungsmechanismen oder anderweitige Beziehungskonstellationen zu erkennen in deiner Praxis?

    Ist dieser Effekt nur wirksam für den Vertrauensaufbau oder auch für den Selbstwert für dich als Schamanen?

    Was wäre ein Abhängigkeitsverhältnis für dich?

    Ich danke dir für deinen Bericht, möge dem ein weiterer folgen.

    thx,
    T4T
     
  4. Sobek

    Sobek Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    6. April 2008
    Beiträge:
    1.760
    Ort:
    Pu239
    Mich interessiert, warum dich das interessiert. Wenn ich mir die Antwort so durchsehe, dann ist da eine gewisse Grundlage aus dem Psychologischen zu finden bei Dir.
     
  5. Tit4Tat

    Tit4Tat Guest

    Um deine Interessensfrage zu beantworten: Es gab einen negativ zu wertenden Vorfall in meinem Freundeskreis der mich dazu veranlasste, mich im analytischen Sinne, näher mit der Thematik Spiritualität (Schamanismus im speziellen) zu beschäftigen. Ich bin dem Thema gegenüber offen eigenstellt und werde mich respektvoll verhalten, wenn mir ebenso begegnet wird.

    Den psychologischen Unterton hast du richtig herausgelesen. Ich sprach von mir bekannten zwischenmenschliche Mechanismen, die innerhalb diversen Hilfsbeziehungen beobachtbar sind.

    Momentan bezweifle ich noch, dass Schamanen diese Mechanismen grundlegend erkennen und entsprechend darauf reagieren können. Ich lasse mich gerne eines besseren belehren, wenn die Argumente stimmig sind.

    Falls ein Schamane erwähnte Mechanismen in seiner Praxis in anderer Art und Weise wahrnimmt, was ich nicht ausschließe, wäre ich auch hier durchaus bereit für ein offenes Gespräch.
     
  6. Sannam

    Sannam Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    18. April 2013
    Beiträge:
    2.052
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    In anderen Worten, du bist hier aufgeschlagen, um sämtlichen (sich hier als solche präsentierenden) Schamanen, die dich an den betreffenden negativen Vorfall erinnern, stellvertretend eins überzubraten, um dich an ihnen dafür zu rächen, dass du im betreffenden Fall selbst nicht willens und/oder in der Lage bist/warst, praktisch Rache zu üben. Edle Motivation ist das.

    Aha.
    Naja, es wird sich bestimmt jemand finden, der so viel Wert auf sein Selbstbild als SchamanIn legt, dass er oder sie sich für dich als Prügelknabe anbietet. Wenn's nach mir ginge, dürftest du bei der Motivation auch einfach wieder gehen.
     
  7. Ahorn

    Ahorn Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    22. Mai 2007
    Beiträge:
    23.784
    Ort:
    wo ich Wurzeln schlage
    Ich behaupte einfach mal, dass es in diesem Punkt Unterschiede gibt. Je nach Ausbildung, Lebenserfahrung oder ob evtl. ein Helfersyndrom die Hauptrolle beim "Helfenden" spielt.
    Vor Menschen mit Helfersyndrom (egal aus welcher Ecke sie kommen) sollte man sich besser in Acht nehmen.
    Vorsichtig wäre ich ebenfalls bei Menschen, die kein Geld (oder eine andere Gegenleistung) für ihre Leistung wollen, da dies häufig zu unguten Abhängigkeiten führt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 18. Juli 2014
  8. GrauerWolf

    GrauerWolf Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    11. Juni 2014
    Beiträge:
    13.857
    Dazu gehört vor allen Dingen eine gehörige Portion Menschenkenntnis und Lebenserfahrung, was nicht unbedingt was mit Schamanismus zu tun haben muß, aber für diesen m.E. unerläßlich ist.

    LG
    Grauer Wolf



    PS.: Etwas zu denken gibt mir der Nick "Tit4Tat": "Wie du mir, so ich dir"? :confused:
     
  9. FayInanna

    FayInanna Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    11. März 2009
    Beiträge:
    806
    Ort:
    Vorarlberg
    An schöna Tag noch,
    Fay
     
  10. pranaschamane

    pranaschamane Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    27. April 2013
    Beiträge:
    987
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    Es ist nicht immer "DER Schamane", in jedem Familienverband gibt es Menschen, bei denen man verstärkt um Rat sucht, Menschen die besondere Lebenserfahrung haben, gleiche oder ähnliche Erfahrung gemacht haben und dann ihre Empfehlungen aussprechen. Dazu zählen auch Ratschläge die gewisse Ärzte empfehlen (geh doch mal zu dem/der....). Das kann sich dann durchaus als interessantes Interessensgebiet entwickeln und der daraus erwachsende, sorgsame Umgang mit den Mitmenschen, die wachsende Verantwortung veranlassen dann auch, im Idealfall zur persönlichen, intensiven Weiterentwicklung, man lernt und informiert sich soweit es möglich ist, erlaubt ist, wichtig ist. Schwer ist es im persönlichen Umfeld erst dann, wenn ein naher Verwandter trotzdem seinen eigenen Willen durchsetzt und darunter leidet oder stirbt. Hier darf ich mich als "Hilfesteller" dann nicht mit meinem Ego in den Vordergrund drängen, ich habe die Verpflichtung diesen Menschen zu unterstützen, ihn in die Hände erfahrener Menschen zu empfehlen, ihn loszulassen - das ist bei den eigenen Kindern, Lebenspartnern und Eltern/Geschwistern der Supergau des Härtefalles!!!

    Ich denke mal, dass viele sich dies vornehmen, die Verwandten auch an Kollegen verweisen, aber auch das ist schon eine Beratung und da spielt im Hintergrund auch das Mitleiden die tragende Rolle.



    Ich bin da grundsätzlich sehr differenziert zu dem Ausdruck FREUND, man sieht sich hin und wieder, wechselt ein paar Worte, trinkt mal einen Kaffee, für mich ist ein Freund etwas anderes als befreundet zu sein. Ich kann mich jetzt nicht erinnern, dass in den Jahren zu einem Klienten eine wirkliche Freundschaft entstanden ist.



    Der "Schutz" der Beteiligten, Seitens des Schamanen ist dies wichtig, um klar zu sehen, damit sein Geist nicht von Gefühlen vernebelt wird, sein Denken und Handeln dadurch nicht beeinflusst wird. Dabei ist noch nicht mal die Not weswegen er kommt oder deren Auswirkungen das "schlimmste" sondern auch die Möglichkeit der erotischen/sexuellen Anziehung (ich denke mal, dein Bemühen um Erkenntnis geht in diese Richtung). Ich komme aus einem handwerklichen Beruf und auch da stellt sich die selbe Frage, flirte ich mit jeder, die mein Produkt kauft? Nein, das ist wirklich unprofessionell und alles andere als Vertrauenserweckend. Andererseits dürsten viele Mitmenschen nach Anerkennung und Bestätigung auf vielfältige Art und Weise, beiderseits des Verhältnisses Hilfesteller:Klient. Hier ist Lebenserfahrung und Verantwortung gefragt, Regeln oder Reglementierung ist hier zwecklos.
    Genauso zwecklos wie ein künstlich konstruiertes Abhängigkeitsverhältnis, jede/r KlientIn soll die Möglichkeit erhalten sich eigenverantwortlich selbst in die Lage zu versetzen, die Not zu bewältigen, ich kann nicht das Leben eines anderen für ihn leben!



    Beides, wobei Selbstwert hier nicht der richtige Ausdruck ist, es geht hier um das Entwickeln einer Glaubwürdigkeit, einer Sicherheit beiderseits. Diese ist nicht automatisch vorhanden, beim Schamanen vielleicht nach Jahren, was ich aber für bedenklich halte, den jeder Klient ist anders, wenn auch immerwieder, vordergründig ähnliche Probleme auftauchen, es ist immer ein Konglomerat aus unterschiedlichsten Einflüssen, das gefährliche Schubladendenken sollte dringlich ausgeschaltet werden.
    Das Entwickeln dieser Glaubwürdigkeit ist notwendig um später, z.B. in Zuständen der Tiefenentspannung notwendige Suggestionen einfach platzieren zu können. Es ist eine Form der "Arbeitsvorbereitung". Ich sehe das so.



    Immerwieder Gegenstände, Amulette, Esokram verkaufen zu wollen, Techniken, die ein/e KlientIn leicht erlernen kann und selbst durchführen sollte immerwieder zu verrechnen, difuse Konstrukte zu erschaffen, welche zu physischer oder psychischer Abhängigkeit führen, Ängste zu schüren.

    Der Klient soll in die eigene Kraft kommen und dort bleiben, aus eigenem Antrieb - das ist das Ziel.

    Bitte, gerne! Konkrete Frage = konkrete Antwort. Gerne auch per PN.
     
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