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Zwielicht

Dieses Thema im Forum "Religion & Spiritualität" wurde erstellt von junglegyal, 29. März 2008.

  1. junglegyal

    junglegyal Neues Mitglied

    Registriert seit:
    4. April 2006
    Beiträge:
    28
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    Ich möchte hier mal nur mein Erlebtes niederschreiben nd wer sich angeregt fühlt, den bitte ich hier zu kommentieren oder mir eine PM zu schreiben:

    Ich habe einen Menschen kennengelernt, der in mir unbewusst großes Interesse weckte. Nach außen hin ist er einer der hinreissendsten Mensch, den ich jemals getroffen habe. Zuvorkommend, ehrlich, sehr sensibel, höchst intelligent und vor allem psychologisch ziemlich tiefblickend. Irgendwie schien mir aber bereits bei unserem ersten Treffen eine Fassade aufzufallen. Ich hatte das Gefühl, irgendwas verstecke sich hinter dieser göttlichen Fassade. Irgendwas, was es wert war zu verstecken. Nach unserem ersten Treffen schrieb er mir, dass er einen komplizierten Charakter habe. Auf meine Frage, worin sich dieser äußere, sagte er mir (ich zitiere), er sei auf jeden fall gutmütig, aber auf der anderen Seite böse, romantisch, aber grob und gelassen aber explosiv. Das bedeutete für mich, dass er sich selber kennen muss. Auf meine Frage worin sich diese Bosheit äußere, sagte er, dass wenn er einen Racheakt plane, niemand auch nur erraten könne, wie er zurückschlagen würde und dass er extrem schwer zu berechnen sei. Er sagte, er schwanke zwischen Extremitäten. Mir fiel auch bereits beim ersten Treffen eine außergewöhnliche Begeisterung für den Krieg, Waffen und Rache auf, die ich als Paranoia deutete. Auch über seinen Verfolgungswahn ist er bestens informiert. Nun gut, bereits beim zweiten Treffen erzählte er mir, dass er in psychiatrischer Behandlung (medikamentös, wie es im Westen üblich ist) sei und seine Diagnose "Gewaltsamkeit im Affekt" laute, wobei er bis jetzt zwei Anfälle, einen 2003 und einen 2005 hatte. Beim ersten wiesen ihn seine Eltern in die Klinik ein, beim zweiten ging er selber. Bald fand ich heraus, dass er alle zwei Wochen eine Injektion gegen Schizophrenie bekommt und jeden Tag valporinsäurehaltige Tabletten (Epilepsie) einnimmt.

    Die Fakten scheinen klar. Soweit gäbe es auch kein Problem für mich: er ist sich seiner Krankheit bewusst und ein überaus zuvorkommender Mensch, der einfach Unterstützung und Verständnis braucht. Ich sah auch nur ein Gesicht in ihm (und Schizophrenie wird in der modernen Medizin ja auch deutlich von Persönlichkeitsspaltung differenziert).

    Diesr überaus einfühlsame und alles verstehende Mensch, schien sich aber zeitweise, anfangs ganz unmerklich, ganz ins Gegenteil zu verkehren: seine Bemerkungen schienen mir kindisch, dumm bis rassistisch, sein Verhalten paranoid bis rachelüstig. So als ob er mit einem Bein an der Front, mit dem anderen im normalen Leben stehe. Kurz darauf offenbarte er mir seinen Fetisch für die Front, Soldatenlieder und sonstigen Schwachsinn. Zunächst glaubte ich, er wolle mich aufziehen, witzen. Ich könnte mir nie vorstellen, dass ein Mensch, der so gut wirkt, sich so überaus ins Negative verkehren kann. Diese zweite Seite ließ sich zunächst nichtdeutlich erblicken bzw. feststellen. Sie war so wie gespielt.

    Nach unserer ersten gemeinsamen Nacht begann ich mich aber zu fragen, welche der Seiten "gespielt" war. Denn als wir mitten im Sex waren, sah ich ihm in die Augen und (deshalb beschäftigt mich das Ganze überhaupt): ich sah einen komplett anderen Menschen. Diese Güte und Reinheit, die zuvor durch sein Gesicht zu scheinen schien war wie weggeblasen und aus seinen grünen Augen schaute mich etwas Ekelerregendes an. Er befahl mir die Augen zuzumachen, da er wohl merkte, dass ich "dahinter" blickte. Er war wie ausgewechselt, und nicht nur irgendwie, sondern krass ins Gegenteil. Die Fassade war gebrochen.

    Nun, ich habe mich gut über Schizophrenie informiert, die angeblich nichts mit MPS zu tun hat. Ich bin kein Profi, doch was ich auch über Persönlichkeitsspaltung in Erfahrung gebracht habe, wechseln sich die Persönlichkeiten ab, ohne dass die andere Persönlichkeit Kontrolle behält. Im Fall dieses Menschen, hatte ich allerdings das Gefühl, dass er ganz genau über seine beiden Persönlichkeiten Bescheid weiss.

    Trägt er die gute Fassade um den wahren bösen Kern zu verbergen?
    Ist er "einfach" psychisch krank?
    Woher diese Abwechslung aus überaus hoher Intelligenz (inklusive Anpassungsfähigkeit) und grässlich wirkender Dummheit?
    Gibt es da überhaupt einen wahren Kern?

    Wer denkt was? Wer hat Erfahrungen?
    Ich werde an dieser Stelle nicht sagen, womit ich mich seit Jahren beschäftige und mit welchen Menschen ich Erfahrungen gemacht habe.

    Ich hoffe auf verschiedene und vielsichtige Meinungen.

    In Vorfreude!
    Junglegyal
     
  2. believe

    believe Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    20. Februar 2008
    Beiträge:
    12.428
    Ort:
    Ungefähr .... hm .... hier
    Hi, Junglegyal!

    Ja, so jemand Ähnlichen habe ich auch in meinem Umfeld! Ist schwer damit umzugehen, weil man nie genau weiß, wann der nächste Ausbruch fällig ist. Jedenfalls, wenn man nicht aufpasst. Ich vermute, dass da eine massive Selbstverurteilung für die natürliche Aggression vorliegt. Wenn man sich nicht wehren darf, weil Aggression böse ist, wird der Zorn natürlich abgespalten und bricht sich dann bei höchst unpassenden Gelegenheiten immer wieder Bahn. Bei solchen extremen Fällen vermute ich inzwischen, dass der betreffende Mensch bereits als Säugling am Schreien gehindert wurde. Deshalb ist es auch so schwer therapierbar, weil man da in ganz tiefe Schichten vordringen muss! Solche Menschen haben aber Angst vor sich selbst und ihren "bösen" Impulsen und weigern sich deshalb, "reingucken" zu lassen. Ein Teufelskreis!

    Liebe Grüße

    believe
     
  3. Teigabid

    Teigabid Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    3. November 2006
    Beiträge:
    6.071
    Ort:
    burgenland.at
    auf der religiösen ebene betrachtet wäre also ein ventil zu suchen für dieses "kraftausleben" im gegensatz zum zwischenmenschlichen kontakt einer glaubensgemeinschaft.

    hat es sich im alltag von krieg zum sport gewandelt, scheint es für moralapostel keine lösung zu geben. das muss vielleicht noch gesagt werden, dass die bereitschaft zum kriegseinsatz den eindruck erwecken soll, jederzeit für die eigene gemeinschaft alles zu geben. obwohl doch dieses aufopfern letztlich ein artliches grundelement ist, um den generationenlauf abzusichern und zu verbessern, was man beispielsweise auch bei eltern für ihre kinder findet. selbst im alten testament wird dieser aspekt beansprucht um vergleichsweise die kampfkraft einer bärin ins spiel zu bringen, der die jungen weggenommen wurden. mit einer löwin oder tigerin geht das auch. :rolleyes:

    um nun auf dieses religiöse ventil zurückzukommen, das war etwa im urchristentum vorhanden! und zwar in der gelebten paxis der heilung von kranken menschen, um deren lebenssituation zu verbessern. das hatte den charakter von krafteinsatz in umgemodelter form, wie man es im herausfischen von schiffbrüchigen verstehen könnte.
    mit einigen einzelnen ausnahmen ist fast nichts mehr geblieben davon, und nur mehr die als notwendig erachtete spendensammlung, das betteln, was im alten testament verpönt gewesen ist, das hat sich etabliert. ohne wirklichen krafteinsatz.
    vergelte es dir gott, oder so ähnlich, und aus!

    na, wundern wir uns da noch, wenn der eine oder der andere seinen eigenen vorgeworfenen vorhaltungen ein gemeiner mörder zu sein mit zutiefst faschistischen zügen solche flächendeckenden entwicklungen sehr gerne heranzieht, um seine eigene moralische haut zu retten?

    im geschilderten einzelfall ist da meiner meinung nach eher das soziale umfeld verloren gegangen, weniger die behütende mütterliche fürsorge, sondern das entladen in einer rangordnenden gemeinschaft, und die verschärfung darin.

    all das soll uns aber nicht daran hindern, den mechanismus der heilpraktik für glaubensgemeinschaften neu zu entdecken, oder dafür einen hübschen ersatz zu finden.

    ich weiss schon, das sieht aus wie das greifen nach einem strohhalm,
    wo man alles kaufen möchte, was nur dienlich sein könnte.
    konsumterror.
    letztlich bleibt es aber doch: dienst nach vorschrift.

    aber, so ist es.


    und ein :weihna2
     
  4. junglegyal

    junglegyal Neues Mitglied

    Registriert seit:
    4. April 2006
    Beiträge:
    28
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    Vielen Dank, liebe Freunde!


    @believe: theoretisch könnte man dem Menschen dann raten den Dampf rauszulassen. In diesem Fall ist es etwas schwerer, da wir es hier tatsächlich mit zwei verschiedenen Persönlichkeiten zu tun haben, und die erstere nicht für die zweite zu bürgen vermag. Und noch schlimmer: sich selber von ihr bedroht fühlt.

    @Teigabid: ..Heilpraktika der christlichen Gemeinschaft.. ich denke ich verstehe dich richtig ;) zum Glück gibt es auch in unserer tabusetzenden Welt noch Psychiater, die sich diesem Ansatz nicht verschließen. (Habe die letzte Woche nur am Recherchieren verbracht)

    Ich werde sehen, ob mir dieser Mensch genug Vertrauen entgegenbringt und ich vielleicht die Ehre habe mehr Licht in die Welt einzubringen.

    In diesem Sinne,
    Viel Frieden

    eure Junglegyal
     

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