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Zwangsmedikation nicht gegen den Willen des Patienten

Dieses Thema im Forum "Gesundheit allgemein" wurde erstellt von saffrondust, 4. November 2013.

  1. saffrondust

    saffrondust Neues Mitglied

    Registriert seit:
    14. Dezember 2012
    Beiträge:
    676
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    Anfang des Jahres 2013 wurd ein Gesetz zur Zwangsbehandlung verabschiedet, das es Psychiatern erlaubt Menschen zwangsweise mit Medikamenten zu behandeln. Manch Jurist sagt, das wäre im Grunde verfassungswidrig.

    Anbei die Information für eventuell Betroffene, dass diese Maßnahme dennoch nicht gegen den Willen des Betroffenen durchgeführt werden darf. Eine Empfehlung an dieser Stelle, Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht auf den Weg bringen. Manch Patient ist zu einer Willensbildung oder Artikulierung desselben - gerade in der Psychiatrie - mitunter gar nicht mehr in der Lage, da kommt es dann entscheidend auf ein gut informiertes und mit Vollmachten ausgestattetes Umfeld an.


    http://www.sueddeutsche.de/gesundhe...ehandlung-zu-wenig-selbstbestimmung-1.1576278

    http://www.juraforum.de/recht-gesetz/zwangsmedikation-nicht-gegen-den-willen-des-patienten-389554
     
  2. KingOfLions

    KingOfLions Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    27. März 2012
    Beiträge:
    4.600
    Ort:
    Wien
    Dieses Thema ist ein ungeheuer schwieriges. Natürlich besteht die Chance, dass ein Patient mit einer entsprechenden (zwangsweisen) Behandlung sehr rasch wieder in ein normales Leben zurückfinden kann. Andererseits kann und darf man natürlich dem Arzt keinen Freibrief für die zwangsweise Medikamentierung geben.

    Aber was tut man wirklich mit Patienten, die zu einem gegebenen Zeitpunkt nicht in der Lage sind, eine "vernünftige" (wie auch immer man das jetzt bewerten will) Entscheidung zu treffen? Selbst Angehörige können sich in diesem Fall nur auf das Urteil des Arztes verlassen.

    Die andere Seite ist die Patientenseite. Klar kann ich ggf. eine Patientenverfügung machen, dass ich keine Medikamente bekommen möchte. Aber was handle ich mir damit ein, wenn es sich nur um eine temporäre Störung handelt, die relativ leicht mit Medikamenten auf ein erträgliches Maß zu dämpfen wäre und mich wieder in die Entscheidungsfähigkeit bringt?

    Letztendlich bleibt - unabhängig von allen Gerichtsurteilen und Gesetzen - hier nur das Vertrauen, dass der Arzt in dieser Situation wirklich das Bestmögliche für einen tut. Umso strenger gehören hier aber auch Fehlhandlungen der Ärzte geahndet.
     
  3. saffrondust

    saffrondust Neues Mitglied

    Registriert seit:
    14. Dezember 2012
    Beiträge:
    676

    Hallo KingOfLions,

    zu erstmal freue ich mich über Deinen sachlichen Beitrag, das ist ja eher selten hier.

    Zum Thema, die Hürden für Ärzte bzgl. der Verordnungspraxis sind heraufgesetzt worden, so einfach ist das also nicht, aber das Selbstbestimmungsrecht der Patienten hätte parallel gestärkt werden müssen. Es wird nicht selten über den Kopf des Patienten hinweg bestimmt und das geht so wirklich nicht.


    Ein Beispiel der anderen Art:

    http://www.swr.de/odysso/-/id=1046894/nid=1046894/did=10912486/iqhxy2/


    Ich kann nur jedem Betroffenen oder Angehörigen, dem Umfeld empfehlen sich bestmöglich zu informieren, ggf. eine zweite Meinung einzuholen, wenn noch möglich und sich mit Vollmachten auszustatten, das rechtzeitig, um überhaupt erstmal Auskünfte über z.B. verordnete Medikationen zu bekommen. Die bekommst Du nämlich als Angehöriger keinesfalls so ohne weiteres. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser, gerade in diesem Graufeld der Medizin.
     
  4. Ireland

    Ireland Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    18. Oktober 2008
    Beiträge:
    10.936
    Ort:
    Ruhrgebiet
    Ich glaube, die Gesamtproblematik ist ziemlich mißverständlich (?).
    Es geht ja in erster Linie um das Betreuungsrecht ...

    Hier wird es noch mal deutlicher:

    Der Bundesgerichtshof hatte am 20.06.2012 entschieden, dass die frühere Form des Betreuungsgesetzes nicht die vom Bundesverfassungsgericht geforderte Genauigkeit hatte, die erforderlich ist, um einen Eingriff in die körperliche Unversehrtheit des Menschen zu rechtfertigen (siehe Beitrag hier). Damit hatte er absolut Recht. Er hat auch festgestellt, dass bis zur Überarbeitung des Gesetzen eine Zwangsbehandlung auf der Rechtsgrundlage des Betreuungsgesetzes nicht möglich ist.

    Es gab allerdings Zwangsbehandlungen nach dem PsychKG oder sehr begrenzt auf der Gesetzesgrundlage des “rechtfertigenden Notstands“.


    http://psychiatrietogo.wordpress.co...echtlichen-zwangsbehandlung-ist-nun-in-kraft/

    Unten ist ein "klassisches" Beispiel aufgeführt!


    Hier noch einmal eine dezidiertere Erläuterung bzgl. des Betreuungs"fiaskos":
    http://www.zeit.de/gesellschaft/familie/2013-01/psychiatrie-zwangsbehandlung-gesetz/seite-2
     
  5. Der Tor von Gor

    Der Tor von Gor Neues Mitglied

    Registriert seit:
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    9.772
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    Wien
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    Naja wie will man umgehen mit Menschen die sich selbst oder und andere gleichzeitig gefährden ?

    Es ist schlimm wenn man einem Menschne zuschauen muss wie er nach und nach verschwindet udn schlussendlich nur mehr eine Leerehülle übrig bleibt
    ein Mensch daraus wird den du einfahc nicht mehr verstehst dessen tun und handeln man nicht mehrnach vollziehen kann aus ienem guten Freund wird nur mehr eine wahngesteuerte Hülle .
    Habe ich selbst erlebt bei einem Menschen der dabei war ein guter Freund von mir zu werden .
    Er litt unter anderem unter Bi Polaren Störungen war schwer medikamentiert
    dann aber war das ein super Mensch mit dem man wunderbar sprechen konnte oder Dinge unternehmen . Ein Freund .

    Als er dann durch seine Krankheit die Medikation absetzte bemerkte man schleichend eien Veränderung . Monate später erkannte man diesen Menschen nicht mehr wieder .

    Ich weiß noch wie ich mir damals gedacht habe ich wünschte es gäbe sowas wie eine Zwangseinweisung . wir haben dann selbst die Rettung gerufne und ihn ins Neurologische Spital bringen lassen . 2 Tage später war er wieder zu Hause und die gleiche Scheiße ging von vorne los .
    Und was er im Zuge seiner Störungen alles aufführte nun das will sich niemand vorstellen ^^ .


    Also durch dieses Erlebniss vorgeprägt wäre ich dafür wenn sowas bei uns endlich eingeführt wird .
     
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