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Zur Feindbildlage....

Dieses Thema im Forum "Gesellschaft und Politik" wurde erstellt von MorgainelaFay, 20. Februar 2008.

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    "Das ganze Volk war vereint durch den gemeinsamen Feind..."

    Ich bin im westlichen Teil Deutschlands aufgewachsen. Daher bestand ein großer Teil meiner Sozialisation durch Eltern und Schule darin, dass mir eingetrichtert wurde: "Die USA sind unser großer Bruder, die Sowjetunion ist böse." Die Welt zerfiel damals zwei Teile einen "freien", "demokratischen" und einen "kommunistischen'" Teil. Es war sogar verboten "BRD" zu sagen, weil das die Bezeichnung der "DDR" für unser Land war. Die "Bedrohung aus dem Osten" war die Rechtfertigung für unpopuläre Maßnahmen wie ein aberwitziges Aufrüsten mit nuklearen Sprengköpfen. Jede soziale Kritik am bürgerlichen Staat wurde sofort abgetan mit der Bemerkung: "Dann geh doch nach Drüben!"
    Dann auf einmal geschah 1990 das, was niemand für möglich gehalten hatte.
    Der politsche Ostblock bröckelte und Deutschland wurde ververeinigt.
    Weg war auf einmal das gute alte Feindbild und die Monster auf der anderen Seite des "eisernen Vorhangs" schienen doch nur Menschen zu sein.

    Welch ein Glück für die allgemeine Feinbildlage, dass schnell eine neue "Bedrohung" am Horizont erschein: Der Islam und die moslemische Welt.
    Angesichts dieser neuen Bedrohung durch neue Monster können wieder unpopuläre staatliche Maßnahmen durchgesetzt werden, wie die Einführung einer lückenlosen staatlichen Überwachung - äh, wie war das noch gleich mit Freiheit und Demokratie? - zu gefährlich! Man könnte da die Worte des ehemaligen Staatsfeinds Nr. 1 zitieren (Stalin): "Vertrauen ist gut- Kontrolle ist besser!"
    Naja, die Tatsache, dass die meisten der Milliarden von Moslems mit dem Terrorismus so viel zu tun haben, wie die meisten Christen mit der IRA, das interessiert ja niemanden hier im Westen, dazu müßte man ja differenzieren können. Sogar das politsche Kabarett, dass sich ja eingentlich auf die Fahnen schreibt kritisch zu sein, bläst allzu gerne in dasselbe Horn, z. B. "Diese Osamas"

    Wie wäre es denn zur Abwechslung mal mit einem ganz neuen Feindbild:
    dem kriegstreiberischen, kapitalistischen, amerikanischen Imperialismus?
    Ich meine, hat er nicht genauso viele Menschen auf dem Gewissen wie Stalin oder Hussein (die Ureinwohner von Amerika, die Skalverei, der Vietnam- und Irak-Krieg)...? Nein? Was soll ich? ...nach drüben gehen?? Ha, pech gehabt, DAS könnt ihr mir heute nicht mehr sagen!

    Oder wäre es nicht noch besser zu Beginn des sogenannten "Wassermannzeitalters" endlich die Feindbilder ganz zu lassen und zu dem zu finden, was sich die westliche Welt eigentlich von jeher auf die Flaggen schreibt: Eine freie und wirklich objektive Berichtertattung und Geschichtsschreibung im Sinne einer gnadenlosen Menschlichkeit....
     
  2. BigHug

    BigHug Mitglied

    Registriert seit:
    20. Februar 2008
    Beiträge:
    50
    Ort:
    Eppstein (Taunus)
    Hallo
    Vieles sehe ich genauso. Oder alles sogar?!?! HiHi
    Ich sage immer "Nicht eine Religion ist böse, sondern der Mensch". Den Begriff Religion kann man in diesem Satz mit vielen anderen Begriffen ersetzten.
    Ich habe das Gefühl, dass in der Momentanen Zeit die Menschen langsam aufmerksam werden.
    Der Geist wird offener. Dinge die als absoluter Schwachsinn abgetan wurden, wurde irgendwann zur Esoterik und diese Teile wurden dann plötzlich zu Wissenschaft. Und wissenschaftliche Dinge können die Menschen besser akzeptieren weil sie so sehr an Fakten gebunden sind.
    Diese neuen Freiheiten machen einem mehr bewusst um was es geht. Frieden in sich selbst, Spirituelle Weiterentwicklung, Liebe unter einander usw. Ich bin schon vielen begegnet die diese Bedürfnisse nicht in Name packen können. Sie fühlen sich unzufrieden und angespannt und wissen nicht wieso. Sie versuchen diese Unzufriedenheit mit Materialismus auszugleichen und werden nicht glücklich dabei.
    Andere versuchen von dieser Unzufriedenheit abzulenken indem sie sich, wie in deinem Thread erwähnt, ein Feindbild schaffen. Es lenkt von ihnen selbst ab. Wir müssen mehr in uns gehen und dort die Unzufriedenheit aufarbeiten. Etwas finden was uns richtig glücklich macht.:liebe1:
     
  3. Muggle

    Muggle Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    27. Februar 2006
    Beiträge:
    3.421
    Ort:
    Norddeutschland
    BRAVO ! Ich hätte es nicht treffender schreiben können. Als Kind dachte ich auch tatsächlich, dass die Amerikaner die guten sind und sogar, dass Cowboys besser als Indianer sind. Das war eine völlige Umkehrung der Realität.
     
  4. @Muggle
    Ja, Du bist genau in meinem Alter, weißt also wovon ich spreche.
    Übrigens: Ich bin im Kreis ROW aufgewachsen, ich sehe Du hast es als Geburtsort angegeben!
    Und noch etwas: Deine Signatur ist super, ich hatte erst auch überlegt, dieses Zitat von Einstein zu nehmen, habe mich dann aber für das aktuelle entschieden.

    LG
    MorgainelaFay
     
  5. Muggle

    Muggle Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    27. Februar 2006
    Beiträge:
    3.421
    Ort:
    Norddeutschland

    Hey, das ist ja cool. Ich habe meine Kindheit in Lauenbrück verbracht. Kennst du vielleicht.
     
  6. Laura 272

    Laura 272 Mitglied

    Registriert seit:
    15. Mai 2006
    Beiträge:
    390
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    Ich denke es wird für die jenigen die hinschauen sichtbar, in welche Abhängigkeiten sie gefangen sind und was um sie herum wirklich passiert.

    Welche Mechanismen angewandt werden um sie in Schach zu halten, wie sie manipuliert verdummt aus ausgebeutet werden.

    Das da oben gelogen wird, daß sich die Balken biegen und wir gar keine reine Demokratie mehr haben.

    Die erschaffenen Feindbilder in unserer Zeit sind die Alten, die Jungen, die Arbeitslosen, die Raucher usw., die schuld sind an dem Dilemma unserer Zeit.
    Das wird uns jedenfalls eingeredet.
    Lager sollen her für kriminelle Jugendliche, später wird das dann ausgeweitet für andere unangepaßte Rebellierer.
    Kontrolle ist eh schon vorhanden auf vielen Ebenen. Jetzt kommen noch die neuen Krankenkassenkarten, wo die Information enthalten sind, wie es mit unserer Gesundheit aussieht, wofür wir nicht mehr zu gebrauchen sind.

    Es ist die Gier und der Machtanspruch der Reichen, die ihre eigenen Gesetze haben. Sie sind nicht zu stoppen.

    Viele wollen auch da hin, werden es aber nie schaffen sondern sind in der Schuldenfalle gefangen.

    Uns wird erzählt was wir alles brauchen, was modern ist, wofür es sich lohnt zu leben.

    Nur das wofür es sich lohnt zu leben und was wir wirklich brauchen, gibt es gar nicht mehr.

    Laura
     
  7. Ich in Bremervörde... ;)
    Du weißt schon:
    "Schön ist's auf der ganzen Erde,
    am schönsten doch in Bremervörde..." :roll:

    :ironie:
     
  8. Werbung:
    Diese Entwicklung finde ich genauso besorgniserregend wie Du. Ich weigere mich aber fatalistisch zu denken: "Da kann ich sowieso nichts dran ändern." Denn die Welt wird verändernt, jeden Tag, durch Menschen die sie ändern wollen. Oder wie heißt es so schön in dem uralten Film von Berthold Brecht "Coole Wampe":

    "Und wer wird die Welt ändern? - Die denen sie nicht gefällt!"

    Es wird Zeit sich zu engagieren, gegen den Überwachungsstaat, solange wir noch die Möglichkeit dazu haben.. ;)
     

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