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Zum Thema Ausbildung, Matura, Universitäten (geteilt aus dem New Orleans-Thread)

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von snickers, 13. September 2005.

  1. snickers

    snickers Mitglied

    Registriert seit:
    10. Oktober 2004
    Beiträge:
    80
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    Tja, mein arroganter unwissender Freund.

    Auch ich gehe seit meinem 7. Lebensjahr immer schon in Privatschulen. Meine Eltern haben mich genau 1 Schuljahr (das erste) in eine öffentliche Schule gesteckt und verdammt schnell gemerkt das die Zustände dort schrecklich sind.....und somit bin auch ich (wie Alyson) seitdem in Privatschulen gewesen.

    Meine Eltern sind allerdings alles andere als wohlhabend. Die haben damals ihr halbes Gehalt für Schulgeld ausgegeben. Meine jetzige Ausbildung finanziere ich mir bereits selbst. Ich gebe fast mein gesamtes Gehalt (Teilzeit) nur für meine Ausbildung aus.

    Du siehst also, auch hier unterscheidet sich Europa überhaupt nicht von den "bösen" USA. Dort kannst du nämlich genauso gratis in heruntergekommene Schulen gehen wo du jeden Tag um dein Leben kämpfen mußt und dich überhaupt nicht aufs Lernen konzentrieren kannst.

    In allen anderen Dingen (wie z.B. Krankenversicherungen) sind die europäischen Länder mittlerweile auch nichts anderes mehr als Pseudo-Sozialstaaten weil du sowieso auch für jeden Mist extra bezahlst oder eine Teil-Privatversicherung abschließen mußt. Also, wo siehst du irgendwelche Unterschiede zu den USA? Ich würde sagen du hast einfach nicht die geringste Ahnung sondern reißt nur dein Maul auf. Bilde dich bevor du redest.
     
  2. Chrisael

    Chrisael Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    8. Juli 2005
    Beiträge:
    1.174

    Du musst wohl in Deutschland leben denn ich kann das in keinster weise Nachvollziehen. Ich ging nur in öffentliche Schulen und meine Schulbildung ist weit über den Schnitt der US-Schüler(das hab ich gemerkt als ich dort zur Schule ging, viele Dinge die wird dort in der 10.Klasse gemacht haben hab ich hier in Österreich schon in der 8. durch). Auch das mit der Krankenversciherung gibts hier bei uns in Österreich nicht. Jeder hier hat das Recht auf die beste Versorgung selbst dann wenn er nicht versichert wäre. DAnn kommt eben der Staat dafür auf. Klar als Student muss man sich selbst versichern. Aber diese Versicherung kostete so gut wie gar nichts.

    Also ich habe hier in Österreich nichts direkt für meine Bildung bezahlt. Da ich nämlich überall positiv war hab ich auch immer meine Studiengebühren zurückbekommen. Sieht in Deutschland wohl ein wenig anders aus.
     
  3. Lotusz

    Lotusz Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    10. Oktober 2002
    Beiträge:
    3.338
    Hallo snickers

    Wenn du sagst, du gehst auf eine Privatschule, dann erinnert mich das ein wenig an die Zustände, die Chrisael von den amerikanischen Schulen berichtet. Alle kritischen Lehrinhalte werden vom Lehrplan gestrichen und wehe dem, der es wagt, eine andere Meinung als das Lehrpersonal zu vertreten. Ich frage mich jedenfalls, warum du über einige Dinge nicht informiert bist, die eigentlich allgemein bekannt sind (Amnesty International, Rassismus in den USA) und sie sogar noch vehement bestreitest.

    Zur wirklichen humanen Bildung gehört neben der Vermittlung von fachlichen Inhalten auch die Vermittlung gesellschafttspolitischer Zusammenhänge. Sonst erhält man nämlich gleichgültige und egoistische "Spezialisten", die sich wenig Gedanken über die Auswirkungen ihres Handels machen, und nicht bereit sind, Verantwortung zu übernehmen.

    Alles Liebe. Gerrit
     
  4. Lotusz

    Lotusz Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    10. Oktober 2002
    Beiträge:
    3.338
    Nachtrag: Und wenn ich mir solche Leute an einer Kornzernspitze vorstelle, dann bekomme ich das Grausen. Dort dominiert der Sharaholder Value und die Mitarbeiter fungieren als Gebrauchsmasse.

    Und vielleicht empfindet man bei dieser Ausbildung auch nicht die Oberflächlichkeit der Amerikaner, sondern findet sie freundlicher, aufgeschlossener und zuvorkommender als die Europäer. Das ist vielleicht alles u.a. auch eine Frage des Bewusstseins und der Bildung.

    Alles Liebe. Gerrit
     
  5. snickers

    snickers Mitglied

    Registriert seit:
    10. Oktober 2004
    Beiträge:
    80
    @Chrisael:

    Nein, nein. Ich rede hier schon von Wien. Kann schon sein, dass du öffentliche Schulen als gut ansiehst. Liegt vermutlich daran, dass du den Unterschied zu Privatschulen nicht kennst. Da ist das Lernniveau nämlich um Welten besser (vor allem das Lernklima).

    Ich meine, sei mir nicht böse, aber die Matura in Österreich ist doch ein Witz. Jeder Vogel bekommt die, nur weil ihn die Lehrer seit 5 Jahren kennen und sich denken "Jetzt lass ich ihn auch durch, ist doch schon egal." Da sind überhaupt keine "ernsthaften" Leistungen gefragt. 1 Monat vor der Matura gibt es eine Probematura, bei der "fast" haargenau die selben Angaben gestellt werden, die dann auch zur wirklichen Matura gestellt werden. Was soll das denn für eine Ausbildung sein? Vielleicht detaillierter als in den USA aber immer noch nichts weiter als ein einziger Scherz. 2 Monate nach der Matura hast du alles was du in 5 Jahren gelernt hast zu 90% wieder vergessen. Das ist für mich keine Ausbildung, sondern theorieverseuchte Bildungsbürokratie.

    Ich finde jeder Mensch der eine gute Lehre macht, die ihn wirklich interessiert, ist klüger als so mancher Akademiker. Ich ärgere mich, dass ich früher nicht einfach eine Lehre angefangen habe. Dann könnte ich heute wenigstens etwas wirklich praktisches. An der Uni wird man zu 95% mit Theorie vollgepackt, die kein Mensch braucht und die man nach den Prüfungen sofort wieder vergisst. Wo ist hier eine gute Bildung zu sehen?

    Das die Amis klug sind habe ich nirgends behauptet. Ich glaube z.B. auch das die Allgemeinbildung der Europäer "eine Spur" besser ist als die der US-Amerikaner. Allerdings nicht um viel besser. Ich kenne viele Studenten, bei denen man sich ernsthaft fragt wie die es jemals bis in eine Uni geschafft haben.

    Ich habe aber oben bereits erklärt wie das möglich ist. So ungefähr läuft es in Amerika auch. Nur das es dort teilweise "multiple choice tests" gibt, die noch einmal eine Spur leichter sind.
     
  6. Lotusz

    Lotusz Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    10. Oktober 2002
    Beiträge:
    3.338
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    Hallo snickers

    Ich teile deine Einschätzung, was die Matura betrifft, in Deutschland nennt man es Abitur, überhaupt nicht. Aber ich möchte darauf jetzt nicht weiter eingehen. Aber anzunehmen, dass jemand, der eine Lehre macht, eine bessere Bildung hat, bzw. klüger ist als jemand, der studiert hat, darüber kann ich nur milde lächeln.

    Derjenige, der studiert, hat viel mehr Zeit sich umfassend zu bilden und zwar nicht nur was sein Studienfach betrifft. Er bekommt einerseits Anregungen durch die Universität, andererseits lebt er in einem viel anregenderen, liberalerem und aufgeschlossenerem Umfeld, indem auch Ideen möglich sind, die in einer Lehre niemals zugelassen werden. Vorausgesetzt natürlich, die Universität unterstützt solche Entwicklungen. Leider wird in den letzten Jahren von Seiten der Wirtschaft und des Staates immer stärker Einfluss darauf genommen, solche Entwicklungen zu verhindern.

    Gerade die Wirtschaft hat kein besonders großes Interesse daran, Menschen mit einem gesunden Selbstbewusstsein und kritischem Selbstverständnis zu fördern. Sie hätte lieber Fachidioten, die zu allen Ja und Amen sagen, Führungkräfte, die ohne Skrupel bereit sind, sich der jeweiligen Firmenideologie unterzuordnen, ohne auch nur ein Wort der Kritik zu verlieren. Die Wirtschaft sieht sich eben nicht unbedingt als Interessenvertreter von sozialen und Umweltinteressen. Ich zähle es aber zu den Pflichten eines Staates, bzw. der Universitäten, ihren Studenten nicht nur fachspezifisches Wissen zu vermitteln, sondern ihnen auch einen Blick über den Tellerrand zu ermöglichen.

    Alles Liebe. Gerrit
     
  7. Chrisael

    Chrisael Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    8. Juli 2005
    Beiträge:
    1.174
    @Snickers

    Nein ich war nie in einer privaten Schule aber meine Freundin. Seltsam nur das ich einige Dinge gelernt hab die si nur Ansatzweise gelernt hat.

    Du sagst einerseits ist das Lernniveau und das Lernklima um einiges besser und sagts dann wiederrum die matura war ein schlechter Scherz. na was denn nun? Du darfst auch nicht die Worte Ausbildung mit Prüfung verwechseln. Denn das eine hat mit dem anderen nur wenig zu tun.
    Du scheinst ja von deinen lehrern durchgeschoben worden zu sein. Bei mir war das leider nicht der Fall. Meine Lehrer durften mich ja gar nicht prüfen sondern das war ein Komite. Klar den Stoff gaben meine Lehrer vor was aber nicht viel heist da mich das komite ziemlich durch die Mangel gedreht hat. Vor allem merkten sie meine Schwäche bei der mündlichen Prüfung und daraus hätten sie mir fast einen Strick gedreht. Also für mich war die Matura echt nicht einfach.

    Außerdem wenn du fast alles wieder vergessen hast was du in der Oberstufe gelernt hast wurden dir wohl an der Privatschule die falschen Lehr- und Lernmethoden vermittelt. Ich nehme mal an traditioneller Frontalunterricht der in Privatschulen sehr beliebt ist in einer Oberstufe aber iegentlich nichts verloren hat.
    Ich persönlich habe nur das vergessen was mich nicht interessierte und das sind etwa 20%. Mein Wissen ist recht umfangreich und ich konnte es schon oft benutzen außer in der Wirtschaft. Die Wirtschaft ist mir ein Gräuel und ich hoffe ich schaffs eines Tages in die Forschung.
     
  8. Achilleus

    Achilleus Sehr aktives Mitglied

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    Beautiful Switzerland
    Anderer Vergleich Lotusz. Nach meiner kaufmännischen Lehre wurde ich vom Militär eingezogen und musste Tests durchlaufen, die von der ETH Zürich entwickelt wurden.
    An denen auch angehende Medizinstudenten teilgenommen haben, die den "Numerus Clausus" schon bestanden hatten. Wir haben nach den Tests die Resultate verglichen und fanden lustigerweise heraus, dass wir die gleichen kognitiven Fähigkeiten aufwiesen.

    Was sagst du dazu? :D

    Lg

    Achilleus
     
  9. Déguórén

    Déguórén Guest

    das war an meiner Schule (Dtl.) auch so: jeder der "Bock" hatte, hat das Abit gemacht - so aus Jux eben.

    von denen kenn' ich auch ganz viele (ich bin einer davon).

    das hängt wohl von der Studienrichtung ab. Und: wenn man theoretischer Physiker oder Mathematiker werden will, dann muss doch die Devise lauten: "Je mehr Theorie desto besser." Das ist ein großer Irrglaube, anzunehmen, die Unis seien zu theoretisch - das Gegenteil ist der Fall: ich hab mal ein paar von den ach so tollen Ingenieuren Nachhilfe in Mathe und Physik gegeben. Man ist völlig fassungslos - die lernen einfach irgendwelche Algorithmen auswendig. Das mag ja in 96% der Fälle gut und effektiv sein. Aber in den 4% wo's mit "stur geradeaus" nicht klappt, geht's voll in die Hose. Aber gerade diese 4% sind's, wo wissenschaftlich-theoretischer Fortschritt entsteht. Deshalb kann es auch hier gar nicht genug Theorie geben - sie muss nur besser vermittelt werden.

    LG

    LG
     
  10. Lotusz

    Lotusz Sehr aktives Mitglied

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    Hallo Achilleus

    Das kann natürlich sein. Nicht immer ist der, der studiert, der intelligentere. Ich habe noch einmal nachgeschaut, was man unter kognitiv versteht:

    Aufmerksamkeit
    Wahrnehmungsfähigkeit
    Erkenntnisfähigkeit
    Schlussfolgerung
    Urteilsfähigkeit
    Erinnerung / Merkfähigkeit
    Lernfähigkeit
    Abstraktionsvermögen
    Rationalität

    Wie gesagt, es kann also durchaus sein, dass du die gleiche Intelligenz besitzt, wie jemand der studiert. Aber derjenige, der eine Lehre macht, hat in der Regel nicht die Zeit und die Möglichkeiten, die ein Student hat. Als Student ist man umgeben von vielen Intellektuellen, man befindet sich in einem permanenten Diskussionsprozess, man erfährt von allen Seiten Anregungen. Es ist einfach eine wunderbare Zeit, seinen Horizont zu erweitern.

    Diese Zeit, diese Möglichkeiten und diese Chanchen hat kein normaler Lehrling. Er befindet sich eher in einer Tretmühle und muss in der Regel irgendwelche Dinge erledigen, die keine besonders grossen intellektuellen Ansprüche erfordern, oder ihm Zeit lassen, Dinge intensiver zu betrachten. Die Möglichkeiten, die einem die Universität bietet, sind nicht hoch genug einzuschätzen.

    Ganz wichtig ist auch das, was Chrisael erwähnt hat. Als Schüler ist man Frontalunterricht gewohnt. Vorne an der Tafel steht der Lehrer, der den Schülern etwas vorträgt. Die Schüler werden überhaupt nicht angeleitet, sich selber ihren Lehrstoff zu erarbeiten. Sie lernen allenfalls, gut Wiederzukäuen. Und mit genau diesen Erfahrungen, beginnen die meisten Schüler eine Lehre. Sie haben es nie gelernt, selbstständig zu arbeiten und haben diese Untertanenhaltung irgendwie verinnerlicht.

    Das sieht auf Universitäten schon etwas anders aus. Es gibt zwar teilweise noch Frontalunterricht, aber die Selbstständigkeit wird viel stärker gefordert. Und weil man dieses von der Schule nicht gewohnt ist, ist es am Anfang eine ganz schöne Umstellung. Mit anderen Worten, auf der Universität wird die Selbstständigkeit und damit natürlich auch das Selbstbewusstsein viel stärker gefördert als im Berufsleben.

    Alles Liebe. Gerrit
     
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