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Zukunft in der Astrologie?

Dieses Thema im Forum "Astrologie" wurde erstellt von celtic_dragon, 26. Juli 2006.

  1. celtic_dragon

    celtic_dragon Mitglied

    Registriert seit:
    7. Mai 2006
    Beiträge:
    180
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    Hallo.

    Ist es denn möglich, mit den genauen Geburtsdaten herauszufinden, wie man beispielsweise beruflich seinen Weg gehen wird?
    Im TV war mal ein guter Astrologe der tatsächlich Zukunftsaussagen machte- gezielte....

    Ich würde mich über eure Antworten sehr freuen.

    mlg celtic_dragon
     
  2. Demia

    Demia Mitglied

    Registriert seit:
    22. November 2004
    Beiträge:
    755
    Ort:
    Coburg
    Hallo..

    Zukunftsaussagen machen kann jeder - ob sie zutreffen ist nochmal eine andere Geschichte.

    Ich bin persönlich eher dagegen, zu erfahren, wie es sein soll, geschweige denn wird. Einmal hab ich mir eine Prognose machen lassen von jemandem, der da wirklich gut sein soll. Die Kassette, die er mir zuschickte, hab ich für 10 Jahre weggepackt ohne sie zu hören. Nach 10 Jahren hat mich fast der Schlag getroffen, wie stimmig das war. Vor den 10 Jahren hätte ich mit den Aussagen aber nur wenig anfangen können, weil mein Weltbild für meine eigenen Entwicklung viel zu klein gewesen war.

    Gruss
    Gaby
     
  3. Chimba

    Chimba Guest

    Hallo celtic_dragon :)

    Zukunftsaussagen müssen gezielt und entschlossen gemacht werden -- vor allem im TV oder Radio. Sonst glaubt es ja keiner. :clown:
    Aber in dieser kurzen Zeit ist es gar nicht möglich, ein Radix in seiner Gänze zu erfassen, geschweige denn eine Prognose zu machen.
    Gerne wird verkürzt auf Jupiter oder Saturn geschaut.

    Der Clou an der Sache ist, dass man ja nie erfährt, ob´s wirklich eingetroffen ist oder nicht. Schon mal beobachtet?

    Lies mal hier nach, da findest Du das Thema auch behandelt (speziell Beitrag 20):

    >> Literaturempfehlungen - Seite 2 <<

    Liebe Gr&#252;&#223;e,
    Chimba
     
  4. UranusApollon

    UranusApollon Neues Mitglied

    Registriert seit:
    12. Juli 2006
    Beiträge:
    346
    Hallo celtic_dragon,

    Ja. Es ist möglich.

    Stop. Jetzt sehe ich erst: Du schreibst "wie... man seinen Weg"...
    Gefährliche Sache wenn ein Astrologe für sich selber deutet: Gefahr der Betriebsblindheit, "Der Schuster hat die schlechtesten Schuhe."

    Du bringst das Beispiel TV.... hier zweifle ich aus mehreren Gründen:
    Erstens ist da ist nämlich die Zeit zu knapp um mit einem Geburtshoroskop sorgfältig zu arbeiten. Ein Geburtshoroskop zu deuten erfordert schon Zeit.

    Zweitens habe ich - selber ohne Fernseher - meine gesunden Vorurteile gegen TV. Astrologie im TV hat für mich den Beigeschmack von Rummelplatz, von Jahrmarkt.

    Vor zwei Jahren sah ich anläßlich eines Aufenthalts im Heidelberger Raum wiederholt eine "astrologische"TV Sendung . Da trat jemand auf, der alles mit Transiten des Jupiter begründete. Zunächst konnte ich darüber lachen. Vorhersagen auf Transite des Jupiter zu begründen - das ist keine seriöse Astrologie, das ist Astrologie auf Sonderschulniveau.


    Erfahrung und Routine und Begabung können die Zeit verkürzen. Der Astrologe hat es umso leichter, je spezieller die Frage ist.

    Allerdings wird ein psychologisch ausgerichteter Astrologe anders arbeiten, sich andere Fragen wünschen und in der Tat auch andere Fragen erhalten als ein ereignisorientierter Astrologe.

    Ereignisorientierte Astrologie wurde bis ins 17. Jahrhundert betrieben. Sie geriet im 20. Jahrhundert in Vergessenheit. Das geschah durch den Siegeszug der psychologisch ausgerichteten Astrologie. Vertreter dieser Richtung waren beispielsweise Thomas Ring in Deutschland, Carter und Rhudhyar in den USA.

    Zum ausgehenden 20. Jahrhundert begann langsam ein Revival der ereignisorientierten Astrologie. Das geschah unter anderem durch das geduldige und hingebungsvolle Bemühen der englischen Astrologin Olivia Barclay. Sie vervielfältigte in den 1980-er Jahren (oder war es in den 70-ern?) die drei Bände eines Meisterastrologen aus dem 17. Jahrhundert. Sie hatte die Bände antiquarisch aufgestöbert. 100 Exemplare verschickte sie an Freunde, Bekannte, Kollegen.

    Daraus resultierte im angloamerikanischen Raum eine Reihe von Büchern. Diese Bücher paraphrasieren alle den Meister aus dem 17. Jahrhundert. In Deutschland paraphrasierte einer die englischen Bücher ohne seine wahren Quellen zu nennen und schrieb Unsinn, er lieferte quasi den "zehnten Aufguss".

    Jedenfalls kann man mit dieser Methode präzise und ernsthafte Fragen schnell beantworten....wenn man die Methode beherrscht. Diese Methode ist durchaus anspruchsvoll.
    Insbesondere muß man das altüberlieferte System der Würden und Schwächen beherrschen. Dazu gehören beispielsweise Bewegungsrichtung eines Planeten - ist er direkt, stationär, retrograd - seine Geschwindigkeit - schnell, durchschnittlich, langsam - sein "Wohlfühlfaktor im Tierkreiszeichen - Domizil, Exil, Erhöhung,Casus, Trigonokratie und anderes mehr.

    Gerade diese eben erwähnten Lehren waren von den Anhängern der "revidierten" Astrologie über Bord geworfen worden.

    Zusammenfassung:
    Im Prinzip Ja. (Wie bei Radio Eriwan:) ). Skeptisch sein bei TV.

    lG
    UranusApollon
     
  5. Chimba

    Chimba Guest

    Hallo Uranus-Apollon :)

    Wieso sagen denn immer wieder Menschen (wie hier zB Du): Ja, es geht.
    Und dann kann´s aber keiner?
    Es gibt Fälle, wo´s klappt. :)
    Auch bei mir.

    Und es gibt genauso viele Fälle, wo´s nicht klappt.

    Also geht´s nicht mit Regelmässigkeit. Und das wäre doch der springende Punkt, dass ich mich drauf verlassen kann, dass es funzt.
    Das kann aber keiner.

    Sonst hätte Prognose ja allgemein einen ganz anderen Stand.

    @celtic_dragon: und für sich selbst ist es noch ein ganzes Stück schwieriger, da ist man zu wenig objektiv.
    Man kann Zeitqualitäten erkennen -- auf der konkreten Ereignisebene ausdeuten funktioniert nicht oder nur mit viel Intuition und genauer Kenntnis der Hintergründe und Glück braucht man auch.

    Liebe Grüße,
    Chimba
     
  6. UranusApollon

    UranusApollon Neues Mitglied

    Registriert seit:
    12. Juli 2006
    Beiträge:
    346
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    Chimba,

    wahrlich, wahrlich ein weites Feld... mal versuchen...

    Astrologie war fr&#252;her M&#228;zenatenastrologie. ​

    Musterbeispiel ist Morinus, der von Richelieu f&#252;rstlich bezahlt wurde.
    Nebenbei : Morinus betrachtete das f&#252;rstliche Gehalt - Unsummen - als Schmerzensgeld, er verflucht in seiner Astrologica Gallica immer wieder den Job bei Richelieu und nennt sein 12. Haus, dem er das zu verdanken habe.

    Anderes Beispiel ist Ptolomaeus, der finanziell sich keinen Kopf machen mu&#223;te: er wurde ausgehalten vom Museion in Alexandria.

    Der Astrologe (- wenn ich immer "der" Astrologe schreibe liegt das an meinem Alter und meinem Sprachstil - es gab Superastrologinnen, Hypathia zum Beispiel. Und jeder, der Astrologie treibt, wei&#223;, da&#223; Frauen f&#252;r die Astrologie aufgeschlossener sind als M&#228;nner - es ist also kein Zeichen etwaiger Mi&#223;achtung von mit, wenn ich "der Astrologe" schreibe.) der Astrologe fr&#252;her also konzentrierte sich auf einen oder eine Handvoll Klienten. Anders ist es mit dem Berufsastrolgen Lilly, aber Lilly war Meister, der Meister schlechthin, einer bestimmten Art von Astrologie, auf die er sich spezialisiert hatte.
    Egal jetzt.

    Die Astrologen fr&#252;her hatten zwar keine Computer. Aber sie hatten ZEIT.​
    Au&#223;erdem geh&#246;rte Astrologie zum als selbstverst&#228;ndlich vorausgesetzten Wissensgut eines gebildet sein wollenden Menschen.

    Es ist wie beim Programmieren, frag mal herum ob diese Behauptung stimmt: 1 hervorragender Programmierer leistet an einem Tag mehr als 20 mittelm&#228;&#223;ige in einer Woche.

    Nehmen wir Lilly wieder als Beispiel: er war ein Besessener. Besessen von der Astrologie Er konnte nicht anders. Zun&#228;chst war er arm. Er war erf&#252;llt von Wissensdurst. Wollte so gerne lenen. Und als er die Gelegenheit hatte:...Tat er es.

    Auf Amazon schreibt jemand ihm sei das Buch der H&#252;rlimann zu schwer. Wer sowas schreibt oder wer sagt..."soviele B&#252;cher" und jammert er wolle m&#246;glichst wenig &#252;ber Astrologie lesen... der ist nicht besessen. Der ist nicht motiviert. Der wird nie in The Big League mitspielen.

    Aber er wird nat&#252;rlich seine Ansichten jederzeit und &#252;berall &#228;u&#223;ern k&#246;nnen &#252;ber Astrologie und selbstverst&#228;ndlich jederzeit und &#252;berall auch "Prognosen" machen. Oder was er daf&#252;r h&#228;lt.

    Es gibt ein Teilgebiet der Astrologie, da geht es knallhart und fallorientiert und erignisorientiert zur Sache. Genau dieser Teil war mit Recht fr&#252;her das allererste was gelernt wurde. Das allererste, sage ich. Das unterste Level.
    Auf diesem untersten Level der Astrologie sieht der Sch&#252;ler sofort ob er korrekt gearbeitet hat.

    Da bekommt man das Feedback sehr rasch. Beispiel:"Meine Katze ist fort. Lebt sie noch? Kommt sie wieder? Wann?"

    Beispiel: eine sagt telefonisch "Ich will nicht zum Friseur, brauche Pa&#223;fotos, habe welche, finde sie nicht, Wo sind sie?" Hier bekommt der Astrologe schnell das Feedback,wenn er sagte im h&#246;chstgelegenen Raum der Wohnung, an hei&#223;er Wand, in Beh&#228;ltnis, zwischen zwei Dingen, wie Schwelle, Metall in der N&#228;he. Entweder findet sie oder nicht.

    Lilly beschrieb seinen Klienten gerne Narben, Warzen, Muttermale die sie an diskreten Stellen ihres K&#246;rpers hatten.​


    Auf dem untersten Level der Astrologie gibt es knallharte Methoden, die sofortiges feedback bringen.

    Genau diese Methoden wurden im 20. Jahrhundert gestrichen.
    Auf diesem untersten Niveau &#252;brigens wird nicht prognostiziert, Nein:da wird gedeutet.

    Erst wenn man dieses Level beherrscht kann man an das Prognostizieren gehen.

    Im 19. Jahrhundert und zu Beginn des 20. lebten Astrologen in England und Deutschland gef&#228;hrlich. Alan Leo stand vor Gericht. Evangelin Adams auch. In England waren viele hochgebildete Astrologen im 19./20 Jahrhundert aber sie arbeiteten unter Pseudonym.

    Alt&#252;berlieferte Methoden der Prognostizierung wurden unter den Tisch gekehrt oder als eigene Erfindung ausgegeben...die Klassiker wurden verlacht ...man las keinen Vettius Valens, Firmicus Maternus, Bonatti, Morinus. Bis zum heutigen Tag liegen Tausende Tonnen astrologischer Werke un&#252;bersetzt in Bibliotheken.

    Wenn ich "Astrologie" sage denke ich - grunds&#228;tzlich - an eine Astrologie wie sie im 17. Jahrhundert betrieben wurde.

    Jeder kann sich heute Lilly runterladen. Gratis und legal.

    Soviel f&#252;rs erste

    Viele herzliche Gr&#252;&#223;e
    UranusApollon
     
  7. Pholus

    Pholus Mitglied

    Registriert seit:
    16. Mai 2006
    Beiträge:
    270
    Hallo Chimba,

    Ich persönlich finde das auch wenig gut, was da so im Astro-TV abläuft. Aber es scheint ein riesigen Bedarf für solch eine Form der Astrologie zu geben und das muss man erstmal hinnehmen, ob es einem passt oder nicht.
    Durch das kostenlose Erstangebot bei Questico kommen viele zu mir , die das in Anspruch genommen haben. Die wollen dann von mir gerne die Bestätigung der getroffenen Deutungen haben. Vieles ist wirklicher Blödsinn, was man ihnen dort aufgetischt hat aber es gibt darunter auch wirklich sehr sehr gute Aussagen, auch prognostische. Darum.
    Nur weil vorhandenes Wissen unvollständig ist, gewisse Sachen den Vorstellungsrahmen vieler sprengen und die Eitelkeit es nicht zulassen will, heißt das noch lange nicht, das konkrete Prognosen unmöglich sind, wobei das Wort “konkret” ja eigentlich auch schon wieder toleranzabhängig ist.
    Was ich erstaunlich finde, ist der Umstand, das Befürworter und Gegner gar nicht so weit auseinander liegen. So vertreten die Einen den Standpunkt, deterministische Aussagen sind unmöglich und komischerweise bedienen sie sich aber des Determinismus im Sinne von ursächlicher (Vor)Bestimmtheit, in dem sie alles umkehren und sagen, “auf der konkreten Ereignisebene ausdeuten funktioniert nicht”. Das ist weder das eine noch das andere, das ist Ignoranz. Das ist das Selbe, wie wenn man zu einem gläubigen Menschen sagt, du mit deinen albernen Beten, das hilft und nutzt doch ohnehin niemanden.

    Während einer Familienfeier war auch die Schulfreundin meiner Schwester eingeladen, die wir allesamt seit zwanzig Jahren nicht mehr gesehen hatten. Die kam natürlich - mit Mann und ihren beiden Töchtern. Die eine war 19 Jahre und die andere 13. Die ältere machte einen recht flotten und munteren Eindruck, die jüngere wirkte müde und war viel zu klein für ihr Alter. Nach dem gegenseitigen warm werden, fragte ich die Mutter und Freundin meiner Schwester, ob die “Kleine” etwas mit den Schilddrüsen hätte. Darüber war sie erstaunt und bestätigte mir das. Nach ein paar belanglose Sätze drängelte sich in mir immer mehr das Bild auf, das das Mädchen trotz ihres Alters sich noch Nachts zwischen den Eltern legt. Und das teilte ich ihr sogar noch als Behauptung mit und auch das bestätigte sie mir mit Erstaunen, wie ich was wissen kann, was ich eigentlich gar nicht wissen kann.
    Was war da geschehen?
    Na zum ersten, ist mir die Unterschiedlichkeit der Geschwister aufgefallen. Zwergenwuchs und Müdigkeit sind Symptome, die häufig mit einer Schilddrüsenerkrankung korrelieren. Deshalb meine Frage dazu. Schilddrüsenerkrankungen werden in der Astrologie der Wassermannanalogie genauer gesagt, Mond - bzw. Sonne/Uranus - Verbindungen zugeordnet und diese Verbindungen weisen häufig auf Unvereinbarkeiten in Familie bzw. zwischen den Eltern hin. Die Aufgabe des Kindes innerhalb des Systems, so blöde wie das auch klingen mag, ist es, die Spannungen zwischen den Eltern abzubauen. Und das tat sie unter anderem, indem sie sich am Tage zwischen den beiden stellte und Nachts sich zwischen ihnen legte.
    Das Bild, was mir innerlich aufgezeichnet wurde, das war die Intuition so wie ich sie verstehe, die sich innerhalb weniger Minuten auf Grund des Wissens auftat.

    Wenn du das so ähnlich siehst, sehen willst, dann kann ich mit der Meinung von dir, das Intuition und Hintergrundwissen wichtige Bausteine sind um erfolgsversprechende Prognosen erstellen zu können, konform gehen aber nicht die absolute Bedingtheit, das konkrete Aussagen unmöglich sind.

    Pholus
     
  8. Chimba

    Chimba Guest

    Hallo Pholus :), hallo Uranus-Apollon :)

    danke für eure ausführlichen Antworten.
    Ich habe gerade nicht so die Möglichkeit, sehr ausführlich zu antworten.
    Was mir aber ins Auge sticht:

    Ich weiss, dass dieser Satz, konkrete Aussagen sind völlig unmöglich, so auch nicht korrekt ist.
    Was mir fehlt, ist die Zuverlässigkeit auf der konkreten Ereignisebene.
    Mag sein, dass ich es nicht kann -- weiss ich nicht.

    Was Du beschreibst, Pholus, mit dem kleinen Mädchen, das hatte ja auch nix mit Prognose zu tun, sondern mit intuitivem Erfassen einer Situation, wie sie gerade ist in dieser Familie.

    Vielleicht will ich ja auch gar nicht, dass es möglich ist, wer weiss?
    Fakt ist: ich habe noch niemanden kennengelernt, der zuverlässig in die Zukunft schauen kann. Aber viele, die hinterher sagen: "Sieh mal, war ganz klar ersichtlich". :confused:
    Schon mal deswegen, weil man im Vorhinein die ganze Bandbreite an Möglichkeiten kaum erfassen kann. Hinterher findet jeder eine Argumentation, warum die Dinge so sein mussten, wie sie dann nun mal waren.

    Naja, wie auch immer: ein heisses Thema, ich wurde noch nie eines besseren belehrt (durch praktische Anwendung), und es ist natürlich ein interessantes Thema. Und ein sehr begehrtes, was die Klientel anbelangt, ganz klar.

    Liebe Grüße,
    Chimba
     
  9. UranusApollon

    UranusApollon Neues Mitglied

    Registriert seit:
    12. Juli 2006
    Beiträge:
    346
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    Hallo Chimba,
    ein weites Feld... Thomas Ring pr&#228;gte den bestechenden Begriff "Aussagegrenzen der Astrologie".


    Grunds&#228;tzlich w&#252;rde ich warnen vor Prognosen.....

    Eine ernsthafte Vorhersage auf der Basis des Radix
    braucht ihre Zeit,
    erfordert reichlich Arbeit auf Seite der Astrologin,
    ist im Hau-Ruck-Verfahren nicht zu leisten.

    Allgemeinere Vorhersagen gehen schneller. Vorausgesetzt die Geburtszeit stimmt. Zu pr&#252;fen ob die Geburtszeit stimmt und sie erforderlichenfalls zu korrigieren erfordert Interaktion zwischen dem Astrologen und dem Klienten. Wird im TV nie gemacht, kann da garnicht geleistet werden.

    Es gibt noch ein anderes astrologisches Verfahren um eine Frage zu beantworten. Da mu&#223; die Frage aber ernsthaft gemeint sein, mu&#223; den Fragenden wirklich umtreiben und sie darf nicht ausgelutscht sein...sie darf nicht schon wiederholt gestellt worden sein... und andere Voraussetzungen m&#252;ssen erf&#252;llt sein.

    Man k&#246;nnte und sollte auch fragen ob Prognosen &#252;berhaupt ethisch vertretbar sind. Das ist ein Grenzbereich, meine ich. Manchmal ja und manchmal nicht, meine ich. Und falls man meint Prognosen seien vertretbar: wieweit und wann? Wo verl&#228;uft die Grenze?

    Diese Fragen trennen Welten: "Wann finde ich meinen Seelenpartner" oder wenn jemand fragt:"Mein Kind liegt im Koma. Erwacht es wieder? Falls ja wann?" (Ein Nur-Astrologe darf hier garnicht t&#228;tig werden, aber mehr dazu weiter unten.)

    Niemals mit Prognosen hausieren gehen. Jahrm&#228;rkte und Tingeltangel gibt es genug.

    oft macht es keine Freude zu prognostizieren....

    wenn jemand beispielsweise fragt ob er wieder Arbeit findet... und es ist einfach nicht drin...

    aber die Ausgangsfrage ist ja ob Prognosen in der Astrologie &#252;berhaupt m&#246;glich sind.
    Meine Antwort: Ja.​

    Der Begriff "Astrologie" bedeutet verschiedenen Menschen Verschiedenes.


    Also: Mit welcher Art von Astrologie ist welche Art von Prognosen m&#246;glich (falls Prognosen &#252;berhaupt ethisch erlaubt sind)?

    Ich kenne zwei, die behaupten, sie legen Karten: aber sie haben in der Tat mediale F&#228;higkeiten, benutzen die Karten sozusagen als Steigrohr des Unbewu&#223;ten bzw. als Fallrohr des &#220;berbewu&#223;ten (was mir lieber w&#228;re). Sie liefern sehr gute Ergebnise. Eine davon sagte inhaltlich absolut Korrektes aber zeitlich sprach sie von "Monaten" wo es "Jahre" waren.

    Rudolf Steiner und Edgar Cayce hatten mediale F&#228;higkeiten und berieten ganz ohne Hilfsmittel.



    Ich bin Anh&#228;nger folgender Statements:

    Astrologie ist mehr als Zukunftsdeuterei.

    Wenn wir Astrologie betreiben so kommen wir mit nachvollziehbaren und lernbaren Methoden f&#252;r die Zukunftsdeutung sehr viel weiter als man gemeinhin glaubt.


    Und eine Astrologin, die zus&#228;tzlich medial ist, wird &#8211; meine ich &#8211; bessere Ergebnisse liefern als eine, die nur mit der Astrologie arbeitet.

    Aber warum benutzt dann die mediale &#252;berhaupt die Astrologie?

    Astrologie hat Regeln, die kann man lernen und weitergeben und kontrollieren.

    Medialit&#228;t kann man &#8211; meine ich &#8211; nicht weitergeben. Man hat sie oder man hat sie nicht &#8211; man kann sie trainieren. Aber wer nicht von Haus aus medial ist, der kann es nicht pl&#246;tzlich werden.

    Oft h&#246;rte ich in Astrologenkreisen das Wort "Intuition". Ich sage: mit nachpr&#252;fbarem Wissen, mit nachpr&#252;fbaren Regeln kommt man sehr viel weiter als es manche Vertreter der Intuition f&#252;r m&#246;glich halten. Die Intuition kann sogar gef&#246;rdert werden durch Fachkenntnis.

    Beides: m&#246;glichst viel astrologisches Wissen und K&#246;nnen plus &#8211; nenn es wie Du willst, vielleicht: meditatives &#8211; Sich- Versenken in das Horoskop.

    Die Regeln aber sind mir lieber. Weil hier das Zustandekommen der Ergebnisse nachpr&#252;fbar ist.

    Zudem ist "Astrologin" in Deutschland kein gesch&#252;tzter Titel. Jeder kann eine Astrologieschule aufmachen. Woher wei&#223; der Fragende, ob der Astrologe sein Handwerk versteht?

    Viele verlangen nach schnellen Antworten. Fast Food. "Kommt er wieder? Werden wir ein Paar? Werden wir heiraten? Wann verliebe ich mich? Finde ich einen Job? Ziehen wir um?"

    Sol man diesen Fragen &#252;berhaupt nachgeben?

    Nat&#252;rlich ist Selbsterkenntnis ein hohes Ziel. Mancher ist verzweifelt. Zum Beispiel an der Liebe. Wer fragt in der Praxis nach Selbsterkennnis? Es ist kein Zufall an welchen Astrologen man ger&#228;t. Es ist kein Zufall welches Klientel eine Astrologin hat. Rein psychologisch ausgerichtete Astrologen weden eher mit Klienten zusammenkommen, die nach Selbsterkenntnis fragen als rein ereignisorientierte.

    Ich pl&#228;diere: Lasst viele Blumen bl&#252;hen. Verwendet beide Arten.

    Ich wei&#223; von einem befreundeten Astrologen folgenden extremen Fall:
    aus einem anderen Kontinent hatten sich die verzweifelten Eltern einer Studentin an ihn gewandt. Ihre Tochter hatte in einer europ&#228;ischen Stadt einen Unfall erlitten und lag im Koma. Die &#196;rzte konnten nicht sagen ob und - falls ja &#8211; wann sie aus dem Koma erwachen w&#252;rde. Die Eltern wandten sich an den Astrologen.......

    Zu meinem Standardrepertoire geh&#246;rt:" Ich bin weder Arzt noch bin ich Heilpraktiker. Wenn ich Ihnen was &#252;ber Gesundheit erz&#228;hle mache ich mich strafbar. Und Aussagen &#252;ber den Tod mache ich nicht." Einen Fall wie diesen h&#228;tte ich abgelehnt. Ich bin kein Arzt.

    Aber hier waren wir unter uns, der betagte Astrologe und einige Eleven. Der Unfall und die Anfrage der Eltern lagen einige Monate zur&#252;ck. Er hatte den Fall angenommen und bearbeitet. Und schon vor Monaten den Eltern das Resultat seiner Untersuchungen mitgeteilt. Als deren Tochter im Koma lag. Er wollte wissen was wir gelernt hatten. Um es kurz zu machen: Es war mit den Mitteln, die dieser Astrologe anwendet, zu sehen: die junge Frau erwacht wieder aus dem Koma. Es war zu sehen wann. Aber im gesch&#252;tzten Rahmen der Studierstube kann man leicht rasch Regeln anwenden und daraus das Ergebnis ableiten....

    Er hatte also Monate zuvor, als die Tochter noch im Koma war, den Eltern mitgeteilt die Tochter erwache wieder und die Zeit genannt. Nachdem er lange mit diesem Horoskop &#8211; genauer gesagt: das Horoskop der Geborenen, des Unfalls und einiger weiterer &#8211; gelebt, geatmet und dar&#252;ber meditiert hatte. Sie betrachtet hatte. Verglichen. In sein Hirn eingebrannt. Er ist &#252;ber 80.

    In seiner Haut h&#228;tte ich nicht stecken wollen. Ich wei&#223; nicht ob er &#252;berhaupt Geld daf&#252;r nahm.

    Jedenfalls war die verungl&#252;ckte junge Frau, als er uns die Aufgabe gab, seit geraumer Zeit aus dem Koma erwacht.

    lG
    UranusApollon
     
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