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zu großes Nähebedürfnis verhindert Nähe :(

Dieses Thema im Forum "Psyche & Persönlichkeit" wurde erstellt von maiila, 5. September 2012.

  1. maiila

    maiila Guest

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    Hi Ihr Lieben,

    ich bemerke bei mir Folgendes:Ich habe ein derart hohes Bedürfnis nach menschlicher Nähe (emotional und auch körperlich), dass mir das in seiner Intensität grad selber etwas Angst macht..habe mir damit heute Abend ein Date verdorben- der Mann meldete sich etwa 45 Min später als ich gedacht hatte (er hat nicht gesagt wann er sich melden würde) und sofort war meine Laune im Keller... er war dagegen sehr fröhlich und mich hat das nur noch mehr sauer gemacht und mir ist es vergangen, noch zu ihm zu fahren. (Ich kenne ihn bisher nur online!) Jetzt sitze ich hier, er hat mir noch ne liebevolle Gute Nacht gewünscht und dass er sich sehr freut mich bald kennenzulernen. Ich dagegen habe eine ARt Überdruck.... bin den ganzen Abend total traurig, fühl mich sehr einsam und merke wie immens groß mein Bedürfnis nach Nähe ist- viel größer als er es wohl stillen könnte...oder sonst ein Mensch. :trost:

    Frage mich nun, was ich am besten tue... ich denke ja dass diese Sehnsucht vielleicht auch etwas Schönes ist- aber bei mir wird sie tatsächöich destruktiv..ich erwarte unglaublich viel von einem Menschen (bin auch bereit genauso viel zu geben), das wurde mir oft gesagt...

    Ich kann das Thema Beziehungen,Liebe und Nähe auch ausklammern, und habe immernoch ein Leben das ich sehr genieße und voll ausschöpfe... aber sobald das Thema *Verbindung* kommt, gerate ich innerlich total ins Wanken... es zieht mir buchstäblich den Boden weg und ich weiß nicht mehr, wie ich mich gut verhalten kann wenn ich so unsicher bin.

    Wie kann ich einen fremden Mann denn mit einer so derartigen Emotionsgeladenheit überfallen? :rolleyes: Beziehungen klappen bei mir aufgrunddessen seit Jahren nicht so recht... sie sind alle wie ein Feuerwerk, weil sich so viel anstaut...

    Was glaubt ihr, woher diese übergroße Sehnsucht kommt?

    Vor 10 Jahren sagte mir eine Handleserin mal, ich solle vorsichtig sein, mehr in der Realität leben statt im Traum, ich würde manchmal allzu sehr in meiner romantischen WUnschwelt leben..

    Nun- was meint ihr? Kennt ihr das vielleicht von euch auch?

    Ich kanns jedenfalls nicht abstellen und komme somit in der Realität echt nicht gut klar in Beziehungen obwohl ichs mir wünschen würde..

    :(
     
  2. maiila

    maiila Guest

    Noch was: bisher hab ich entweder versucht, es zu leugnen und zu überspielen indem ich die Coole, Unabhängige gespielt habe...funktionierte nur dauerhaft- irgendwann war der Frust so groß, dass es trotz großer Anziehung nicht mehr ging... und dann hab ich am Ende mich selbst verletzt und den anderen dazu..

    Oder ich stand dazu, aber dann gabs nur Drama weil kein Mensch mit solchen Erwartungen und Bedürfnissen gut umgehen kann, jedenfalls hab ich noch keinen getroffen.
     
  3. Lagerfeuer

    Lagerfeuer Mitglied

    Registriert seit:
    27. Juli 2012
    Beiträge:
    470
    Stehe zu deinen Nähebedürfnissen,das ist sehr wichtig.
    Man kann seine grundlegenden Bedürfnisse nicht verleugnen,nur weil andere weniger intensive Bedürfnisse besitzen.

    Trotzdem muss man natürlich unterscheiden lernen zwischen gesunder ,erfüllbarer Nähe und einem Hunger danach,der aus einer ehemaligen Mangelsituation entsteht und starke Symbiosewünsche nach sich ziehen kann.

    Wichtig ist es sich selber klar zu werden was man möchte und zwar so konkret wie möglich und dieses auch ruhig kommunizieren zu können ,am besten gleich am Anfang einer Beziehung um zu schauen,ob das wenigstens ungefähr kompatibel ist.

    Was genau suchst du in einer Beziehung ?
    Was genau bist du bereit zu geben ?
    Wie häufig sollte der Kontakt sein um dich zufrieden zu stellen ?
    Wieviele Gemeinsamkeiten benötigst du und welche ?
     
  4. maiila

    maiila Guest

    Danke, Lagerfeuer, für deine Nachricht :)

    Ja, ich glaube auch dass es gut ist sich diese Fragen zu klären... ich glaube viel Schmerz entsteht zwischen zwei Menschen nicht weil sie sich nicht mögen...sondern weil sie einfach Unterschiedliches wollen...

    Aktuell lerne ich einen Mann kennen,der noch gebunden ist- und es nicht klar gesagt hat ob er mit der Frau zusammen bleiben will (wegen des gemeinsamen Kindes) oder eine Trennung in Erwägung zieht. Habe ihn jetzt nochmal gefragt, was er sich denn eigentlich wünscht und was er sucht... wenn er nur eine Affäre möchte, sage ich klar 'nein', denn da ist Schmerz vorprogrammiert...

    Habe bemerkt, dass dieser 'zu große Hunger' nach Nähe besonders dann entsteht, wenn in mir schon etwas befürchtet, dass es gar nicht funktionieren wird...fast als würde eine alte Wunde wieder aufgerissen. Wenn ich dagegen in gutem Kontakt mit jemandem bin, ist mein Nähe-Bedürfnis glaube ich recht normal und gesund...allerdings benötige ich dazu dann auch großes Vertrauen darin, dass ich dem anderen viel bedeute und wir auch ähnliche Nähebedürfnisse teilen. Wenn das nicht gegeben ist- innere Unruhe hoch 10!!

    Danke für die Gedankenanstöße..:)

    maiila
     
  5. Lagerfeuer

    Lagerfeuer Mitglied

    Registriert seit:
    27. Juli 2012
    Beiträge:
    470
    Hallo maiila

    Das klingt nach grossen Verlassenheitsängsten und grossem Sicherheitsbedürfnis,gerade das,was dir ein gebundener Mann nicht bieten kann,wie sehr du dich auch zu ihm hingezogen fühlst.

    Du hast wahrscheinlich nur die Wahl diese alten Wunden intensiv zu bearbeiten und damit eine grössere Beziehungsvielfalt in deinem Leben zuzulassen oder dir Partner zu suchen,die genau diese Bedürfnisse erfüllen.

    Dieser "Hunger" ist im Laufe der Jahre durchaus stillbar,aber wahrscheinlich nicht mit einer einzigen Person.
    Versuche so viel wie möglich verschiedene Kontakte zu haben,dann ist das Drama nicht so gross,wenn eine dieser Beziehungen sich verändert oder plötzlich aufhört.

    Ein wichtiges Stichwort ist Selbstvertrauen.
    Was magst du an dir selbst und was mögen andere ?
    Was sind deine speziellen Talente ?(Jeder hat welche !)

    Nicht vergessen: Die Fähigkeit zu intensiven Beziehungen fähig zu sein ist eine besondere Qualität und kein Manko,auch wenn die gesellschaftliche Tendenz in andere Richtung geht.

    Verkaufe dich nicht unter Wert.
     
  6. maiila

    maiila Guest

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    Liebes Lagerfeuer,

    ich mag an mir, dass ich gelernt habe, mein Leben allein leben zu können, selbstständig zu sein (viel selbstständiger als viele andere meines Alters- das wird auch immer bewundert..), ich gehe vielen Aktivitäten allein nach und genieße das auch sehr. Ich habe viele Hobbies und Interessen, die ich in mehr oder weniger großen Abständen pflege und bin allgemein sehr vielseitig interessiert und kreativ. . Ich interessiere mich auch sehr für Menschen und deren Beweggründe, Konflikte, Sehnsüchte...und mag es einfach sehr gern, mich auszutauschen.

    Allerdings komme ich v.a. in letzter Zeit damit immer wieder in Konflikte- selbst wenn ich nämlich zeitweise mal viele Kontakte habe, schieße ich mich emotional auf eine Person ein und will dann alles mit dieser Person erleben... seit Jahren versuche ich schon, eine bessere Balance zu finden, aber ich war schon immer so, auch als Kind: eine Bezugsperson habe ich und mit dieser Person möchte ich dann alles teilen. Das hat mich auch reicher gemacht, aber nun komme ich eben ganz bewusst an diese 'Abgründe' heran- also die Verlustängste und das Sicherheitsbedürfnis. Ich habe in den letzten 10 Monaten sehr viel verloren, und eben viel Verlust erlitten. Mein ganzes Leben ist geprägt von wechselnden Bekanntschaften und Beziehungen- ich glaube einerseits zeichnet mich das aus und gehört zu mir (weil ich selbst mich auch unaufhörlich entwickel..), andererseits gibt es etwas in mir das unter fehlender Kontinuität nun immer mehr leidet. In Therapie war ich schon, 2 Jahre lang, und sie verlief sehr gut.
    Da habe ich gemerkt, dass ich in der Lage bin, mich auch kontinuierlich auf etwas bzw jmd einzulassen und daran zu wachsen..

    Ich mag einerseits total Flexibilität, Abenteuer, Spontaneität, Unvorhersehbares- auch in Bekanntschaften...andererseits geht das total mit den Verlustängsten über Kreuz und alles entwickelt sich zu einer Art Blockade.
    Zu sehen dass sowohl die Verlustängste als auch das lockere Freiheitsbedürfnis, das spontan ist und leicht- und offenherzig lebt, zu mir gehören...fühlt sich manchmal recht schizophren an.
    Ich schwanke deswegen nicht selten hin und her und weiß nicht recht, was/wer ich eigentlich bin und welche Wünsche meine sind...

    Wie gesagt... Selbstanalysen habe ich vieeele hinter mir, und ich meditiere auch, aber vieles fühlt sich wirklich recht unvereinbar an und das führt dann zu Verwirrung und Einsamkeit.
     
  7. Lagerfeuer

    Lagerfeuer Mitglied

    Registriert seit:
    27. Juli 2012
    Beiträge:
    470
    Guten Morgen maiila

    Ich sehe das so,dass es ein grosses Bedürfnis deiner Seele zu sein scheint diese ganz engen,exklusiven Beziehungen zu suchen und wie ich schon sagte,ist da nichts falsches dran.
    Doch wie viele dieser ganz besonderen Menschen trifft man im Leben mit denen man diese intensive Tiefe in harmonischer Form leben kann ?

    Je mehr man in die Tiefe gehen möchte,auf desto mehr Schattenanteile trifft man,sowohl bei sich selbst als auch bei anderen.
    Diese Anteile muss man aktiv und intensiv bearbeiten,da wird einem nichts geschenkt.

    Wenn du nur diesen hohen Anspruch hast,und ich kenne das von mir selber auch,lässt du vielleicht zu viele andere zwischenmenschlichen Möglichkeiten ungenutzt.
    Nimm mal das als Beispiel das Internet: Enge Freundschaften hier zu finden ist recht schwierig,doch gibt es jede Menge Möglichkeiten auf interessante Menschen aus den verschiedensten Lebensbereichen zu treffen,anregende Diskussionen zu führen,vollkommen neue Dinge zu lernen.

    Es wird so oft wiederholt: Die wahre Sicherheit,Stabilität,Liebe,Sinn kann man nur in sich selbst finden,doch ist es oft ein jahrelanger,jahrzehntelanger Weg dorthin zu gelangen.

    Woran sind deine Beziehungen denn in letzter Zeit gescheitert ?

    Was will dir das Leben durch die Verluste der letzten 10 Monate wohl beibringen ?
     
  8. Moondance

    Moondance Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    8. Juli 2012
    Beiträge:
    11.284
    ich finde Du solltest Deine Unsicherheit leben, wenn Du sie zu verdrängen oder wegschieben versucht wird sie sich nur noch mehr vordrängen, erst wenn Du ganz in sie hinein bist wird sie sich verändern zu was weist Du nicht, weil Deine Erwartung an Dich den Blick dazu vernebelt.

    Sehnsucht kommt von "suchen" und nichts was es in dieser Welt gibt,wird sie stillen können.
     
  9. Moondance

    Moondance Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    8. Juli 2012
    Beiträge:
    11.284
    darf ich Dich fragen wo Du Dich entwickelt hast so wie Du Entwicklung verstehst?
    Und wie ist Deine Beziehung zu Deinen Eltern?
     
  10. vergessen

    vergessen Guest

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    Es liest sich so, als würdest du keine Grenzen kennen.

    Wie die Beziehung zu deinen Eltern ist oder war, würde mich auch interessieren.
     

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