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Wut oder/und Freude und Evolution

Dieses Thema im Forum "Religion & Spiritualität" wurde erstellt von ~Kaji~, 6. Oktober 2007.

  1. ~Kaji~

    ~Kaji~ Guest

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    Einen schönen Tag euch allen,

    angeregt durch eine Diskusion mit jemanden (ausgelöst durch den Film: "Tears of Kali" - kennt diesen evtl. jemand von euch?), wollte ich dieses Thema auch hier anreißen... Es ging um folgendes:

    Ist Wut für die Weiterentwicklung des Menschen notwendig? Würde ohne Wut (oder Angst, Neid, Zorn, Gier...) überhaupt etwas erschaffen werden? Würde sich die Menschheit dennoch durchsetzen und weiterentwickeln?

    In dem oben erwähnten Film ging es unter anderem darum, daß das Böse im Menschen "augemerzt" werden soll. Dies ist ja nun auch Ziel vieler Religionen. All die Tugenden, die Freundlichkeit, Mitgefühl usw. sollen gestärkt werden, all das niedere soll "getötet" werden.

    Wenn ein Mensch jetzt aber nie mehr wütend ist oder neidisch, hat er dann überhaupt den Drang, etwas an sich zu verändern? Weiter zu gehen? Oder bleibt er dann auf der Stelle stehen? Wie würde es übertragen auf die gesamte Menschheit aussehen, wenn niemand mehr Wut in sich tragen würde (oder Angst, oder Gier...)?

    Im Leben ist es ja oft so, daß man Dinge tut, weil man sie unbedingt haben möchte. Bekommt man sie nicht, wird man vielleicht wütend, traurig, zornig. Doch gerade dieser Zorn ist es, der sagt: jetzt zeig ich es euch allen. Und so beginnt der Mensch, weiter zu kämpfen und wächst vielleicht über sich hinaus. Hat einen Entwicklungssprung vollbracht.

    Wenn ein Mensch gelassen ist, wird auch dieser handeln? Wenn ja, für was? Denn eigentlich müßte er ja zufrieden mit sich sein, mit der Welt. Weil er niemanden und nichts mehr verhaftet ist, weil er sich und dem was er hat oder nicht hat selbst genügt, usw. - Wenn alle Menschen plötzlich dieses Ideal leben würden, was würde dann mit der Menschheit passieren? Würden sich Entwicklungen und Erfindungen dann eher auf den geistigen, inneren Bereich beziehen? Statt Mikrowellen und Atomwaffen werden dann innere Zustände erforscht? Oder würde dann ein allgemeines "Verharren" stattfinden, eine Suppe, die still im Topf liegt.

    Oder gibt es auch eine Weiterentwicklung, weil ein Mensch ohne Haß und Wut, vielleicht Freude und Liebe empfindet? Dann wird eben nichts mehr entwickelt, weil man jemanden eins reindrücken will oder andere töten möchte oder die Industrie ankurbeln will oder seine eigenen Gene vererben möchte, sondern dann wird etwas Erfunden, einfach aus Freude und Spaß, am Erfinden an sich. Oder aus Freude des eigenen inneren schöpferischen Ausdrucks.

    Was meint ihr dazu?

    Kaji
     
  2. ifunanya

    ifunanya Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    12. August 2007
    Beiträge:
    1.004
    Ort:
    Berlin
    Hallo Kaji, meiner Meinung nach, benötigt die Menschheit noch die sogenannten "niederen" Gefühle wie Wut, Gier, Angst usw., damit sie sich entwickeln kann.
    Diese Gefühle sollen uns zeigen woran wir arbeiten sollen udn dürfen. Die meisten Menschen brauchen diese als Antrieb. Leider haben die meisten aber vergessen, woran solche Gefühle sie erinnern sollen. Statt hinzuschauen und was zu verändern geben sie lieber anderen die Schuld und entziehen sich lieber ihrer Eigenvverantwortung, flüchten in Drogen, Depressionen etc., um dann zu sagen "ich kann ja nix dafür, ich war ja nicht "clean".

    Wenn die Menschheit aufgewacht ist, dann benötigen wir auch keine Angst und Wut mehr. denn dann ist jeder im Stande Verantwortung für sich zu übernehmen.

    Ich bin auch am arbeiten speziell im Bereich Angst (habe aus meinen vergangenen Leben ne ganze Menge mitgenommen), denn diese soll mich ja etwas lehren. Wenn ich diese dann aufgelöst habe, dann lebt es sich für mich auch leichter. Das ist sozusagen die Belohnung für meine Arbeit.
    Die erste größere Belohnung hat sich grad gestern manifestiert... Juchhu

    ifunanya
     
  3. Luckysun

    Luckysun Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    28. Juli 2007
    Beiträge:
    8.562
    Ort:
    NRW
    Hallo

    Ich denke nicht, daß alle aufgezählten Dinge wirklich als schlecht zu bewerten sind.
    Nimmt man z.B. die Angst, die ist unter Umständen überlebensnotwendig, wer keine Angst in gesundem Maß empfindet, läuft Gefahr leichtsinnig oder überheblich in sein Unglück zu rennen.
    Oder nimmt man den Geiz. Zuviel Großzügigkeit kann die eigene Existenz zerstören, daher ist auch hier wieder ein gesundes Maß an Geiz notwendig um das eigene Überleben zu sichern...oder???

    Vielleicht könnte man es so ausdrücken, daß sowohl von den sogenannten Negativ-Eigenschaften als auch von den Positiv-Eigenschaften ein ausgewogenes Maß vorhanden sein muß??? Zuviel Liebe und Güte laugt irgendwann aus....z.B.

    Gesundes Mittelmaß von allen Eigenschaften ist erstrebenswert, finde ich....

    Gruß, Luckysun
     
  4. EaLurte

    EaLurte Neues Mitglied

    Registriert seit:
    31. August 2007
    Beiträge:
    14
    Ort:
    Zwischen Ober- und Unterlippe
    Guten Abend,

    unsere Welt ist Dual... alles hat zwei Seiten - auch wenn wir es nicht immer (sofort) erkennen mögen.

    Es wurde einmal geschrieben (frei zitiert): "Das Böse ist da, um sich von ihm abzuwenden." Nur so kann man das Gute als gut empfinden... und man könnte dadurch wahres Glück erlangen.

    Ein Zitat von Goethe: "Irrend lernet man"
    Ein Kind weiß nicht was kalt ist, wenn es nicht weiß was warm ist, und so weiter. Nach der Geburt ist der erste sichtbare Unterschied in der Welt eines Neugeborenen Licht und Schatten...

    Im Hier - in der Zeit - ist alles ein Werden.

    Um Deine Begriffe wie Angst, Wut, Trauer auf die bekannten Todsünden zu adaptieren, so wäre die Menschheit ohne diese Gefühle, weil abgelegt, höchstwahrscheinlich der Vollkommenheit und dem Ziel des Seins sehr nahe (einer Art des "ewigen Lebens"?). Aber ob das schon das "Endziel" sein soll, weiß nur der Chef vom Ganzen :)

    Wir betrachteten dann ein solches Leben als - im Positivsten gesehen - utopisch. Ja, wir wären in Utopia, im extremsten Guten angekommen. Eine schöne Vorstellung!

    ...das vorweg.

    Ja, denn wenn man sein "Totengewand" abgelegt hat, gelernt hat auf seine innere Stimme zu horchen, wird man mit Freude ihren Impulsen folge leisten:
    "Des Königs Herz ist in der Hand des Herrn wie Wasserbäche; er lenkt es, wohin er will." (Sprüche Salomos)

    Jeder, der seine Eitelkeiten (Habgier, Hochmut, Wollust, Zorn...) abgelegt hat, könnte ein König für ein Volk sein. Jedenfalls wird er für sich selbst ein König sein. Er braucht kein Metall auf dem Kopf, er strahlt von selbst!

    Sieh mein Logo hier... er könnte auch ein wahrer König sein, er reicht den Arm einem unter ihm Seienden, und zieht ihn zu sich herauf, auf seine Ebene. "Geben ist seliger denn nehmen". Er ist mein Vorbild, ihm will ich nacheifern, er scheint mir ein Ideal!

    Der Pilgerstab wird auf der Suche (zum guten Leben) nach Erreichen der Meisterschaft zum königlichen Szepter.

    Ich hoffe, dies kann Dir zu Deinen Gedanken als weitere Anregung dienen.
    Philosophenkönige wären eine gute Facette auf einem Teilstück zum Endziel, das nur der liebe Gott kennt - der Chef vom Ganzen.

    Viel Erfolg auf der Suche,
    E.
     
  5. ifunanya

    ifunanya Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    12. August 2007
    Beiträge:
    1.004
    Ort:
    Berlin

    Ich habe Respekt vor bestimmten Dingen, aber keine Angst. Angst ist, für mich, immer ein Zeichen, dass ich etwas noch nicht aufgelöst habe. Wenn ich auf mein höheres Selbst höre, dann laufe ich niemals Gefahr in mein Unglück zu rennnen.


    Nein, wenn ich von Herzen großzügig bin, dann kommt alles was ich gebe auch wieder zu mir zurück, und zwar mehr als ich gegeben habe. Geiz ist die Angst nicht genug für sich selbst zu haben. Großzügigkeit ist der erlöste Zustand. Habe hier auch die Erfahrung gemacht, das sich "Reichtum" nur manifestiert, wenn ich zuerst mein "letztes Hemd" gebe.

    Es gibt niemals ein zuviel an Liebe und Güte. Wenn es von Herzen kommt, dann laugt es nicht aus.
    Wenn mein Herzchakra offen ist, dann kommt immer wieder Energie nach. Wenn es geschlossen ist und ich nicht aus dem großen Topf der allumfassenden Liebe schöpfe, dann laugt es aus.
    Ich habe eher die Erfahrung gemacht, das um so mehr ich gebe desto mehr kommt zurück, egal was. Gerade was die Liebe betrifft. Heute ist soviel Liebe und Güte in meinem Leben, das ich davon reichlich verschenken kann und auchtue. Im Gegenteil mich baut es auf und gibt neue Kraft.




    alles Liebe
    ifunanya
     
  6. Teigabid

    Teigabid Sehr aktives Mitglied

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    freude und schmerz, wut (hass) und liebe.

    als mensch ist es nicht möglich alle materie für sich zu bekommen und diese zu nutzen.
    aber als mensch kann man alles materielle geben was man hat, alles verlieren.

    am ende kann nur der gewinnen, der verliert, im materiellen sinn.
    der nehmende kann niemals gewinnen.

    daraus leiten sich alle damit zusammenhängende formeln ab.

    was das leben selbst betrifft, ist es ohne materie nicht denkbar.
    aber erst mit dem geben, dem teilen, wird es in einer gemeinschaft von gleichen gross und vielfältig. sonst wäre es nur die schaffung einer blüte und die weitergabe der funktionen an die nächste generation in einer kurzen phase. erst die weitergabe nicht nur in kleinsten teilen, sondern in grossen und immer grösser werdenden anteilen macht das leben zur lebensgemeinschaft. während die anreicherung in reserven in einzelnen elementen einen höhepunkt zustrebt und danach nicht mehr vorhanden ist. im nichtvorhandensein gefährdet dies sogar durch das rauben und gefressen werden des lebens selbst, in der jeweiligen art.

    das kann in der jeweiligen lebensform vorhanden sein als "uraltes programm" oder sich in der form des steuernden bewusstseins gestalten.
    im menschen ist das letztere zu bemerken.

    der eine wird es erkennen verstehen und danach handeln,
    der andere wird es nur im "erfahren" nachvollziehen können.

    im einzellfall kommt es zwar zur schönsten blüte,
    zur hervorhebung der treibenden reize als mittelpunkt,
    schön war nie schöner gewesen als es schön ist,
    und doch ist die weitergabe der schönheit die gefahrvollste form des lebens,
    denn ihre weitergabe trägt nicht die mehrzahl in sich.

    zweifellos gehören beide extreme zu unserem leben,
    und das eine kann ohne dem anderen nicht sein.

    ohne leben, keine höhepunkte im leben,
    und ohne höhepunkte im leben, kein leben!

    eigentlich ist es ganz einfach ...


    und ein :zauberer1
     
  7. ~Kaji~

    ~Kaji~ Guest

    Hallo ifunanya,

    Heißt das, wenn jeder Verantwortung für sich übernimmt, sind Ängste, Wut etc. aufgelöst?

    Kaji
     
  8. ~Kaji~

    ~Kaji~ Guest

    Vielen Dank für die verschiedenen Antworten. Ja, ich kann aus allen etwas entnehmen und werde gedanklich mal an dem ganzen weiterbasteln :) .
     
  9. ifunanya

    ifunanya Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    12. August 2007
    Beiträge:
    1.004
    Ort:
    Berlin
    Hallo Kaji,
    lass es mich mal so sagen, in dem Moment wo du selbst die Verantwortung für dich übernimmst, erkennst du wo deine "Probleme" liegen. Du schiebst nicht mehr die Schuld auf andere und arbeitest an dir und versuchst nicht die anderen zu ändern. Dann gibt es keine Aggst mehr, denn du bist nicht mehr manipulierbar, du läßt nicht mehr zu das irgendjemand Macht über dich ausübt bzw. hat keiner mehr Interesse Macht über dich auszuüben. Weil niemand mehr Macht auf dich ausübt, benötigst du keine Wut mehr.
    Dann sind wir sozusagen im Garten Eden. Denn dann gibt es nur noch Liebe.
     
  10. ~Kaji~

    ~Kaji~ Guest

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    Ja, dem kann ich folgen :) . Denn letztendlich ist es IMMER Angst hinter der Wut, dem Haß, usw.

    Was meinst Du, woher kommt dann der Antrieb, einer Entwicklung? Oder gibt es diesen nicht mehr? Dann ist alles sozusagen so wie es ist und gut, wie es ist?
    EaLurte ist darauf ja schon eingegangen. Wie siehst Du das? Ähnlich, genau so oder ganz anders?

    Kaji
     
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