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Wohin geht der Kurs?

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von Blau, 18. Januar 2007.

  1. Blau

    Blau Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    21. August 2004
    Beiträge:
    1.336
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    Inspiriert von den ganzen Jahr 2012 Threads handelt dieser Beitrag über unsere Gesellschaft und in welche Richtung sie sich entwickelt. Jedenfalls insofern sich ihr Kurs nicht radikal ändert, so wie von manchen Leuten für eben jenes Jahr 2012 prophezeiht wird.

    In diesem Zusammenhang erscheint mir Aldous Huxley's "Schöne neue Welt", ein Buch, geschrieben Anfang der 30er Jahre, aktueller denn je.

    Anbei ein paar Auszüge aus dem Vorwort mit Kommentaren von mir:

    denn die unmittelbare Zukunft wird wohl der unmittelbaren Vergangenheit ähneln, und in dieser tendierten technische Umwälzungen, welche in einer Wirtschaft der Massenproduktion und unter einer vorwiegend besitzlosen Bevölkerung vor sich gingen, stets dazu, wirtschaftliche und gesellschaftliche Unordnung hervorzurufen. Um mit Unordnung fertig zu werden, wurde stets Macht zentralisiert und die Kontrolle durch die Regierungen verstärkt. Es ist also wahrscheinlich, daß alle Regierungen der Welt mehr oder weniger totalitär sein werden

    Das sind sie meines Erachtens schon längst, sie werden nur immer strenger.

    Nur eine große, Dezentralisierung und Selbsthilfe erstrebende Volksbewegung könnte die gegenwärtige Tendenz zur Staatsallmacht aufhalten. Zum jetzigen Zeitpunkt ist kein Anzeichen erkennbar, daß es zu einer solchen Bewegung kommen wird.

    Es gab und gibt solche Gemeinschaften, die es versucht haben und immer noch versuchen. Bisher fanden sie jedoch nicht genügend Zulauf um eine Wende im großen Stil hervorzurufen, was aber auch nicht unbedingt deren erklärtes Ziel sein muß. Sie sollen in ziemlich ärmlichen und einfachen Verhältnissen leben, aber ob das auf alle zutrifft, das weiß ich nicht.

    Es gibt natürlich keinen Grund, warum der neue Totalitarismus dem alten gleichen sollte. Ein Regieren mittels Knüppeln und Exekutionskommandos, mittels künstlicher Hungersnöte, Massenverhaftungen und Massendeportationen ist nicht nur unmenschlich (darum schert sich heutzutage niemand viel); es ist nachweisbar leistungsunfähig - und in einem Zeitalter fortgeschrittener Technik ist Leistungsunfähigkeit die Sünde wider den Heiligen Geist. Ein wirklich leistungsfähiger totalitärer Staat wäre ein Staat, in dem die allmächtige Exekutive politischer Machthaber und ihre Armee von Managern eine Bevölkerung von Zwangsarbeitern beherrscht, die zu gar nichts gezwungen zu werden brauchen, weil sie ihre Sklaverei lieben. Ihnen die Liebe zu ihr beizubringen, ist in heutigen totalitären Staaten die den Propagandaministerien, den Zeitungsredakteuren und Schullehrern zugewiesene Aufgabe.

    Die heutigen, normalen Bürger, also das Sklavenheer, lieben meiner Ansicht nach zwar nicht unbedingt "ihre" Jobs, aber sie sehen den kümmerlichen Lohn, lange, harte Arbeit, Sparsamkeit (gemäß der Parole "Geiz ist geil") und Verzicht ("den Gürtel enger schnallen") als eine zwingende Notwendigkeit.

    Die größten Triumphe der Propaganda wurden nicht durch Handeln, sondern durch Unterlassung erreicht. Groß ist die Wahrheit, größer aber, vom praktischen Gesichtspunkt, ist das Verschweigen der Wahrheit. Indem totalitäre Propagandisten gewisse Dinge einfach nicht erwähnten, indem sie einen - wie Churchill es nannte - »eisernen Vorhang« herabließen zwischen den Massen und solchen Sachverhalten oder Argumenten, die von den politischen Machthabern für unerwünscht gehalten wurden, beeinflußten sie die öffentliche Meinung viel wirksamer, als sie es durch die beredsamsten Anklagen, die zwingendsten logischen Widerlegungen hätten tun können.

    Das alte Lied. Die übliche Propaganda, womit wir pausenlos über Rundfunk, Fernsehen und Zeitung bombardiert werden. Ablenkungen gibt es reichlich, damit bloss keiner auf die Idee kommt selbst zu denken. Nichts als Sklavenhypnose in meinen Augen. Die Denkfaulheit hat um sich gegriffen und wird kräftig und absichtlich gefördert. Ihre Prediger sind die "Spezialisten", "Experten" und "Wissenschaftler", allen voran jene im TV. Aber auch Spielfilme, Zeitungsartikel und Werbung zeigen uns, was schicklich und normal, was gut und was böse ist. Das fängt schon in der Schule an, wo Kinder auf hirnloses Nachplappern, Ja-sagen, der-Beste-sein und Auswendiglernen getrimmt werden - die perfekten Sklavenfabriken. Ich war selbst über viele Jahre davon betroffen und es war für mich garnicht so einfach, da auszubrechen. Du bist wie tot und hast keine eigene Meinung. Schöpferische Tätigkeiten und freies Denken? Weit gefehlt. Viele Menschen befinden sich in einem Hamsterrad und werden mit ein bisschen Käse gelockt. Auszusteigen, das trauen sie sich nicht, weil sie Angst haben. Tote Maschinensklaven, die einfach nurnoch funktionieren, oder "Human Resources", wie man im neuen Buisiness English so schön sagt; Menschenmaterial.

    Aber Schweigen ist nicht genug. Wenn Verfolgungen, Liquidierungen und andere Zeichen sozialer Reibung vermieden werden sollen, müssen die positiven Seiten der Propaganda genauso erfolgreich eingesetzt werden wie die negativen. Die wichtigsten »Manhattan-Projekte« der Zukunft werden umfangreiche, von der Regierung geförderte Untersuchungen dessen sein, was die Politiker und die beteiligten Wissenschaftler »das Problem des Glücks« nennen werden - mit anderen Worten, das Problem, wie man Menschen dahin bringt, ihr Sklaventum zu lieben. Ohne wirtschaftliche Sicherheit kann die Liebe zur Sklaverei unmöglich entstehen; der Kürze halber nehme ich an, daß es der allmächtigen Exekutive und ihren Managern gelingen wird, das Problem dauerhafter wirtschaftlicher Sicherheit zu lösen. Sicherheit wird aber fast immer sehr schnell für selbstverständlich gehalten. Sie zu erreichen, ist bloß eine oberflächliche, äußere Revolution. Die Liebe zur Sklaverei kann nicht fest verankert werden, solange sie nicht das Ergebnis einer tiefgehenden persönlichen Revolution in den Gemütern und Leibern der Menschen ist.

    Da sind wir wohl bald soweit. Einen Sack voller Versicherungen für alle möglichen und unmöglichen Ereignisse haben wir jedenfalls schon; teils sogar in Form von gesetzlichen Zwangsversicherungen. Ein vereintes Europa unter einer totalitären, von "elitären" Macht- und Sicherheitsinteressen gesteuerten Regierung (Frau Angela Merkel in Deutschland, jedenfalls solange sie nicht gerade wieder mal in Amerika ist und Herrn Busch die Treue schwört, wäre sicher begeistert von dieser Idee) ist der nächste große Schritt; und bis zur Weltregierung ist es dann auch nichtmehr weit.

    Doch wer weiß, was noch alles so auf uns zukommt. Womöglich wächst "unsere Angie" (für die Österreicher unter Euch: Spitzname für Angela Merkel, deutsche Bundeskanzlerin) plötzlich über sich hinaus und reißt das Ruder herum (die anderen EU Ländern ziehen dann automatisch mit, Deutschland ist immer der Vorreiter). Aber da glaub ich nicht wirklich dran :D

    Dennoch, vielleicht kommt ja tatsächlich noch die große Wende.

    alles Liebe,
    Marco
     
  2. Blau

    Blau Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    21. August 2004
    Beiträge:
    1.336
    Hat jemand von Euch schonmal das Buch gelesen?

    lG
     
  3. Roksenia

    Roksenia Guest

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    Hi Marco,

    dies beschreibt genau die Welt, in der ich lebe. Und dieses Buch entstand wirklich in den 30ern? Unglaublicher Weitblick, würde ich sagen. Das Buch habe ich nicht gelesen. Aber es wäre m. M. nach lesenswert. Danke für die Auszüge. :) :liebe1: Könnte man glatt umtaufen: nicht "Neue schöne Welt" sondern "Willkommen in der schönen Gegenwart"

    Liebe Grüße
     
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