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WKR-Ball Ausschreitungen in Wien

Dieses Thema im Forum "Gesellschaft und Politik" wurde erstellt von Tarbagan, 25. Januar 2014.

Status des Themas:
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  1. Tarbagan

    Tarbagan Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16. September 2010
    Beiträge:
    6.880
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    Wieder mal gab es Ausschreitungen in großen Teilen von Wien wegen des von der FPÖ veranstalteten Akademikerballs.

    Mein Respekt und meine Hochachtung an alle, die es geschafft haben, gegen den rechten Ball zu demonstrieren, ohne dabei gegen die Auflagen seitens der Polizei zu verstoßen.

    Und den Vollidioten aus dem "schwarzen Block", die eine effektive Demonstration gegen rechts unmöglich machen, denjenigen, die es lustig finden mit Böllern auf Polizisten zu schießen, denjenigen, die glauben sich über ein klares Vermummungsverbot hinwegsetzen zu müssen und sich damit mit den Randalierern solidarisieren, denjenigen, die die Demos als "Event" sehen, um ihren ungerichteten pubertären Hass zu kanalisieren - gehts wieda ham.



    http://derstandard.at/1389858188394/Akademikerball-Grosses-Polizeiaufgebot-bei-Demonstrationen

    http://derstandard.at/1389858214598...hwarzer-Block---Eindruecke-aus-der-Innenstadt
     
  2. flori776

    flori776 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    1. Februar 2012
    Beiträge:
    948
    Ort:
    salzburg
    die linken gegen die rechten.
    gottseidank gibt es zumindest bei uns noch eine breite christliche mitte.
    mfg
     
  3. Sabbah

    Sabbah Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    17. Februar 2009
    Beiträge:
    5.327
    Ort:
    Wien
    Ich war demonstrieren. Hab einige randalierende, vermummte Demonstranten beobachten können und muss sagen...das waren alles Deutsche haha. Außerdem muss ich sagen, dass die Polizei teilweise wirklich unangemessen brutal, bzw. rücksichtslos gehandelt hat. Damit mein ich zum Beispiel diese kleinen Manöver, während derer sie sich von A nach B bewegen und so tun, als ob die Demonstranten nicht existieren würden. Wenn dann einer am Boden liegt, weil ein Polizist ihn niedergeworfen hat, ist natürlich was los, dann wird herumgegröhlt, dann werfen sich die ersten auf den Zug, beschmeißen die Polizisten mit Gegenständen usw. und wie man gelesen hat haben sich die Polizisten dann auch mit ihren Stöcken und Pfeffersprays gewehrt - das hab ich aber nicht gesehen.

    Und zu den "Vollidioten" aus dem Schwarzen Block möchte ich nochmal sagen, dass das nicht zwangsläufig Vollidioten sein müssen. Im Mittelpunkt der Autonomen steht die Negation des bestehenden Systems und das heißt klarerweise Gewaltbereitschaft ggü. der Exekutive, die Papa Staat verteidigt. Dagegen könnte man jetzt anbringen, dass die Makroproportionalität solcher Aktionen jenseits ferner liefen liegt, also dass der Schaden weit höher ist, als der mit den Aktionen zu erwartenden Erfolge vereinbart werden könnte, aber da geht es wohl mehr um das momentum.
     
  4. Tarbagan

    Tarbagan Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16. September 2010
    Beiträge:
    6.880
    Ich denke, dass die Polizei wohl von vornherein den Befehl bekommen hat, schnell und brutal zu reagieren, weil die Demonstrationen in den letzten Jahren mehr und mehr in Gewalt ausgeartet sind und weil es einfach jedes Jahr das gleiche ist; Leute sind gewalttätig, Leute ignorieren ganz bewusst das Vermummungsverbot und versuchen, in die Sperrzonen einzudringen. So eine Nichteinhaltung der Spielregeln führt dazu, dass Seitens der Polizei immer weniger Toleranz da ist. Moment... https://www.youtube.com/watch?v=w81BGyE68wM&t=15s
    Da sagt ein Demonstrant, er wünscht sich, dass alles friedlich abläuft, und das glaub ich ihm auch. Im nächsten Satz aber präsentiert er stolz seine sinnlose Nichtbeachtung des Vermummungsverbots. Warum? Wenn er will, soll er einen Schal tragen oder eine Jacke mit hohem Kragen, aber auch in der Winterkälte muss man sich ned notwendigerweise vermummen, schon gar nicht, wenn man weiß, dass es erstens verboten ist und man damit schon mal die Fronten verhärtet werden und zweitens, wenn man doch auch weiß, dass vermummte Leute wieder mit Pflasterscheinen, Mülltonnen und Bierflaschen schmeißen werden und man sich mit diesen Randalierern, wegen denen dann die Versammlung aufgelöst wird, solidarisiert. Das ist mir unverständlich und zuwider. Das Vermummungsverbot mag in seinem Umfang vielleicht übertrieben gewesen sein, in der Grundidee war es aber richtig - leider wurde es von der Polizei nicht wirklich umgesetzt, sonst wäre der schwarze Block schon gleich zu Beginn auseinandergepflückt worden und die Demo hätte u.U. nicht schon um 19°° aufgelöst werden müssen.

    Wer es sich zum Ziel macht, Gewalt gegen Polizisten auszuüben, die da wegen ihrer Arbeit hin müssen und das großteils nicht zum Spaß machen oder weil sie Jugendliche verkloppen wollen, der ist für mich schon im Vorhinein ein Idiot.
    Erstens sabotieren diese Menschen natürlich den Erfolg der Demo gegen den WKR-Ball, weil im Endeffekt die Züge ja aufgrund der Ausschreitungen aufgelöst worden sind. Zweitens versetzen sie sich nicht nur selber in Gefahr, sondern auch Polizisten, andere Demonstrationsteilnehmer sowie Unbeteiligte, von denen angeblich ja auch einige verletzt wurden.


    In welchem der drei Protestzüge warst du?
     
  5. Ruhepol

    Ruhepol Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    20. März 2007
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    Ort:
    An der Nordsee
    :lachen::lachen::lachen:

    R.
     
  6. Sabbah

    Sabbah Sehr aktives Mitglied

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    Im Radio haben sie gesagt, dass auch keine Kleidungsstücke getragen werden dürfen, die sich dafür eignen das Gesicht zu vermummen, z.B ein Schal. Ich persönlich war auch vermummt, weil ich mich 2 Monate nicht rasiert habe, also diese Verordnung hat mehr als eine Macke. Wer sich wirklich vermummen möchte, der tut das auch, sei es ein Bart, ein aufgeklebter Bart, oder eben ein Kleidungsstück.

    Zweitens provoziert ein Vermummungsverbot ja schon ungemein. Autonome verstehen "Du Musst" oder "Du darfst nicht"-Sätze nicht (Noch dazu wo die Polizisten teilweise auch vermummt waren) Ich empfinde das auch als Einschnitt in meine "persönlichen Rechte" und das nicht nur weil ich ein Linker bin.

    Drittens gibt es teilweise Situationen, wo man sich dann wirklich denkt, wäre es nicht günstiger sich komplett zu vermummen, Bsp. als ich beim Schottentor war, haben uns Autonome überholt die links und rechts von Journalisten bzw. der Polizei fotographiert oder gefilmt wurden. Ich und ein Freund wurden entsprechend unvermummt ebenfalls fotographiert und gefilmt und das ist kein schönes Gefühl, besonders wenn eben mittendrin steht.

    Ich glaube man will da ja auch keine arbeitenden Zivilpersonen verkloppen, sondern die Staatsmacht, die sie repräsentieren. Aber abgesehen davon ist auch der einzelne Polizist keine nicht-ideologische Einheit. Manche Kommentare der Polizisten - ja manche waren so blöd zurück zu schimpfen - kamen da sehr eindeutig rüber...vonwegen "stingade Zecken"...

    ja wie gesagt, gestern waren viele Demonstranten unterwegs die unterschiedlichste Motive hatten. Aus der einen Perspektive mag es so ausschauen, als ob die Randalierer den Protestzug sabotiert hätten, das sind diejenigen, die ihr Recht in Anspruch nehmen gegen Rechts ein Zeichen zu setzen, grundsätzlich aber in ihrem friedlichen Aufmarsch das System und auch die Versammlungsfreiheit von den Rechten affirmieren. Andere mögen ganz andere Ziele verfolgen, z.B Geld kosten.

    In keinem, ich musste lange arbeiten und war erst gegen 1830 beim Schottentor, dann bin ich Richtung Burgtheater gegangen und dann ziemlich bald nach hause.
     
  7. Tarbagan

    Tarbagan Sehr aktives Mitglied

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    6.880
    Hier muss man zwischen der rechtlichen Formulierung und der Bedeutung in der Praxis unterscheiden. Das hat Hahslinger im Interview auch gut erklärt: Kein Mensch wird von einem Polizisten angehalten werden, nur weil er einen Schal um den Hals gegen den Wind trägt. Wenn jemand aber eindeutig versucht, im Rahmen der Kundgebung seine Identität zu verschleiern, fällt das unters Vermummungsverbot.

    Das wurde auch in vielen der Standard-Interviews gesagt und ist mir völlig unverständlich. Man muss doch verstehen, dass bei so einem Menschenauflauf, wo bekannterweise viel Gewalt- und Gefahrenpotential herrscht, andere Spielregeln gelten müssen wie an einem ganz normalen Tag in der Wiener Innenstadt. Dass das von vielen Leuten als "geplante Eskalation" ausgelegt wurde ist schlichtweg dämlich. Diese Regeln sind nicht willkürliche Ideen der Polizei, um die Kundgebungsteilnehmer zu ärgern, sondern sollen dazu dienen, die Versammelten sowie Unbeteiligte zu schützen und einen friedlichen und geordneten Protest zu gewährleisten. Diese Regeln sind im Sinne des Erfolgs der Demo! Wer nicht verstanden hat oder nicht verstehen will, dass man sich in solchen Situationen mit der Polizei auch arrangieren muss (v.a. wenn man weiß, dass wieder einige Deppen schlägern werden) und auch andere Spielregeln einhalten muss, aber dafür den Erfolg der Demo sabotiert weil er aus einem pubertären Reflex heraus gegen aufgestellte Regeln verstoßen will, der ist doch genau Teil des alljährlichen Problems!

    Das kann ich nachvollziehen. Wär mir auch unangenehm, mit diesen Leuten in Verbindung gebracht zu werden. Wie ich schon angemerkt haben wäre ich ohnehin für eine völlige Auflösung des schwarzen Blocks schon vor Beginn des Zuges, zumindest alle, die da vermummt rumlaufen (und das sind ja doch über die Hälfte). Die Erfahrungen der letzten Jahre haben doch gezeigt, dass es gerade diese Gruppierungen sind, die am meisten Gewaltpotential zeigen und die Demo damit gefährden. Dann könnten die anderen - zu größeren Teilen friedlichen - Demonstranten viel ungestörter ihrer Mission nachgehen und die gesamte Demo hätte nicht diesen militanten und radikalen Anstrich, der über die Boulevardmedien dann noch so verfestigt wird.

    Es hätte mich nämlich interessiert, wie viele Menschen der Umzüge als gewaltbereit eingestuft werden müssten. Die Polizei hat ja von mehreren hundert Randalierern u.a. am Stephansplatz und am Hof gesprochen. Bei einer Zahl von 4000-6000 Demonstranten wären das immerhin 5-10%.
     
  8. Sabbah

    Sabbah Sehr aktives Mitglied

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    ja stimmt, das war der Nachsatz, dass dieses Verbot entsprechend angepasst wird. aber allein der Umstand, dass man nicht damit rechnen konnte, dass die Polizei ein solches Verbot exekutieren würde bzw. könne, nimmt der Sache etwas an Ernsthaftigkeit....Wie viele Polizisten hätten aufmarschieren müssen, um ein Vermummungsverbot exekutieren zu können? Die wissen ja ganz genau, dass sobald der erste festgenommen wird 10 andere ihre Sturmmasken aufsetzen und Randale machen...

    es ist für mich zu einfach zu sagen, dass es pubertäre Schwärmerei sei. Viele dieser Menschen wollen nicht Teil des Großen Ganzen sein, die kennen nur jene Rechte und Pflichten, die sie sich selbst für ein gutes Leben zurechtgelegt haben und die wollen nicht identifiziert werden können, die anerkennen keine Staatsmacht, die das herrschende System aufrechterhält und zu dem sie nie befragt worden sind und zu dem sie nie ihre Zustimmung geben konnten. Das sind tiefe weltanschauliche Züge. Zu sagen "Nein, ich will nicht polizeilich erfasst werden können, weil ich euch nichts angehe" das ist ein Recht das für die Autonomen Geltung hat, die heißen ja nicht zufällig Autonome.

    Und das ein Vermummungsverbot aus einer Klugheitsüberlegung der Polizei gesetzt wird, bestreitet auch niemand (auch wenn es nie vollzogen werden könnte, ohne ein wirkliches Risiko einzugehen), aber so denkt man bei den Autonomen nicht, ein Argument in Richtung "Erfolg der Demo gewährleisten" setzt schon soviel Verständnis voraus ggü. den herrschenden Strukturen, dass man da wirklich von einer anderen Sprache sprechen kann, jedenfalls von anderen grammatischen Regeln.

    iwo hab ich mal gelesen, dass ab 10% gewalttätigen die Demo kippen kann, wie auch immer man das jetzt soziologisch interpretieren müsste.
     
  9. Tarbagan

    Tarbagan Sehr aktives Mitglied

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    Es ist zumindest kein Recht im rechtlichen Sinne, und Leute die sich kontraproduktiv gegen unsere politische Ordnung stellen gehören bei so einer wichtigen Kundgebung einfach aus dem Verkehr gezogen, weil das Ziel der Demo ja prinzipiell der Erhalt unserer gesellschaftlichen Grundwerte (nämlich Demokratie und Rechtsstaatlichkeit gegen die etablierte rechte Szene) war, das Ziel bei diesen Leuten aber offensichtlich hinter die Idee irgendeiner verqueren (und ja: pubertären!) Selbstdarstellung zurücktritt.

    Also das Vermummungsverbot wurde auch von friedlichen, nicht autonomen Demonstranten als geplante Eskalation ausgelegt (siehe von mir oben verlinktes Video), und das kann ich nicht nachvollziehen. Vielen Menschen scheint eben nicht klar zu sein, dass das Vermummungsverbot eigentlich im Sinne der Demo ist und nicht eine Schikane der Versammelten sein soll.
    Ansonsten: wie oben schon angemerkt, diese "Autonomen" gehören einfach weg von so einer Demo. Sie sind kein Stück besser als die, die sich da in der Hofburg versammelt haben.
     
  10. Sabbah

    Sabbah Sehr aktives Mitglied

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    ich würde bezweifeln, dass die rechten Akademiker gegen Demokratie und Rechtsstaatlichkeit sind. Die Hälfte von denen sind - mein Eindruck - Juristen, die andere Hälfte betreibt Revision auf der Geschichtswissenschaft...außerdem gab es nicht ein Ziel der Demo. Da waren so viele Interessen zugegen, die im Gegenteil unsere gesellschaftlichen grundwerte hinterfragen, wenn sich diese Nazi-Bauern ein Remmidemmi in der Hofburg leisten dürfen. Für mich ist ein Aufmarsch gegen Rechts vor allem nicht bloß ein Zeichen gegen den rechten rand, sondern rechte ideologische Gesinnungen im Allgemeinen, die viele Österreicher in sich tragen...den linken geht es also ganz bestimmt nicht um den Erhalt irgendwelcher reaktionärer Wertvorstellungen, sondern um Demokratie und Rechtsstaatlichkeit auf ganz anderer Stufe...aber naja, wer weiß aus welchen Gründen du mitgegangen bist.

    und wenn du meinst mit der Bezeichnung "pubertär", sprich Unreife die Hintergründe solcher Bewegungen ganzheitlich erfasst zu haben, dann ist an dir jedenfalls kein berühmter Soziologe verloren gegangen...was man mit solchen trivialen Zusammenhängen letztlich konstatieren möchte, sei mal dahingestellt, ich vermutete da ja eine Art "ideologischer" Familienähnlichkeit...

    Besser schlechter, Äpfel, Birnen...DAs sind Weltanschauungen und die können philosophisch, logisch konsistent sein, oder nicht.
     
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