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Dieses Thema im Forum "Gesellschaft und Politik" wurde erstellt von Shimon1938, 7. November 2008.

  1. Shimon1938

    Shimon1938 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    10. Oktober 2006
    Beiträge:
    16.741
    Ort:
    Witzenhausen/Hessen in BRD
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    Dies ist mein Beitrag zum 9. November:

    Vor 70 Jahren, am 9. November, 1938, brannten in Deutschland die Synagogen.In der Ort (Bundesland Hessen) wo ich heute lebe, wurde die Synagoge nicht nur abgefackelt, sondern auch gesprengt und heute gibt es hier außer mir keine Juden mehr und auch keine Synagoge...

    An 9. November zu erinnern ist umso wichtiger weil in Deutschland wieder Neonazis, antisemitische Politiker und einige Rassisten gibt. Auch einige, reichlich "dümmliche", an der "Völkische Beobachters" Vokabular erinnernde Beiträge (Tenor:"Die Juden sind selber schuld wenn es hier wieder antisemitische Übergriffe gibt...usw.") bestärken mich darin antisemitische Übergriffe in Deutschland (und auch anderswo!) aufzuzeigen.

    Es soll aber nicht heißen, dass es keine Lichtblicke gebe...In Ungarn, wo ich geboren bin, und wo ich bis 1956 gelebt habe, gab es nach der Shoah kaum ein "jüdisches Leben". In Budapest wo ich aufgewachsen bin, gab die architektonisch auch weltbekannte Synagoge und es gab damals ein Paar überlebende Juden.

    Heute ist Budapest mit Sicherheit ein "gefährlicher Pflaster" für Juden. Seit der sog. "Wende" gibt es wieder "Neonazis" (der alte faschistische Orgnisation, die sog. "Pfeilkreuzler") treiben ihr Unwesen und liefern Prügeleien vorm Parlament mit der Polizei.
    Und trozdem, oder gerade deshalb(!) gibt es wieder ein jüdisches leben in Ungarn. Auch in Budapest gibt es nicht nur die alte, orthodoxe Synagoge, sondern auch eine neue und liberale...(Frankel-Leo-Synagoge sogar mit eine Rebbezin Linda Ban-Verö, die sich für die Kinder kümmert...)

    Weitaus spannender aber ist das neue jüdische Leben in Szarvas (ein Städtchen in der ungarischen Tiefebene mit 20.000 Einwohner und nahe der rumänische Grenze). Dort entstand im Jahre 1990, vom American Jewish Jont Dissstribution Comiteefinazieret und betriebene Ferienlager für jüdische Kinder aus aller Welt. Seit damals vermittelt man hier spielerisch jüdische Tradition, Sitten, und Geschichte, jedes Jahr unter ein anderes Motto. In diesem Jahr ist es das Kreislauf des jüdischen Lebens. Gemeinsam lernen die Kinder über Hochzeit, Bar - und Bat-Mizwa oder Rosch HaSchana und jüdischen Gottesdienst.
    Diese kinder in Szarvas haben eine hoffnungsvolle Zukunft. Die jüdische Gemeinschaft Ungarns ist sehr gut vernetzt und gerade in die nächste Generation wird viel investiert. Das beweist, dass in Ungarn ein neues, jüdisches Leben existiert -- wenn auch erst auf dem 2. Blick und trotz die ungarischen Neonazis.


    Shalom von Shimon1938
     
  2. Aragon

    Aragon Mitglied

    Registriert seit:
    31. Januar 2005
    Beiträge:
    586
    Ort:
    zwischen Linz und Wels
    Mein Opa erzählte bis zu seinem Tod die Geschichte die er als Feuerwehrmann in einem kleinen Ort im Rheinland erlebt hat.

    Am abend gingen die Sirenen und er lief natürlich sofort los um zu Löschen.
    Die Synagoge brennt hiess es ..............

    Als er ankam war er irritiert das keiner mit Löschen beschäftigt war sondern das man lediglich aufpasste das umliegende Häuser nicht in Brand gerieten.
    Er verlangte das man jetzt aber mit dem Löschen anfangen müsse.
    Einer seiner Kollegen nahm ihn zur Seite und erklärte ihm er solle jetzt bloß die Klappe halten, am besten direkt wieder Heim gehen.

    Das wollte er aber nicht und so wurde er zusammen geschlagen ...............

    Als Chemiker in einem kriegswichtigen Bertrieb hat man ihn dann später nicht für den Krieg eingezogen und so konnte er noch manche Geschichte über seine ganz persönliche Art von " Wehrkraftzersetzung " erzählen :D .
     
  3. Sonnengold

    Sonnengold Guest

    Hallo Shimon!
    Eine furchtbare Geschichte, die im großen und ganzen kaum in Worte zu fassen ist. Der ganze Hass, die Angst.... den Wunsch alles vergessen zu können und endlich eine heile Welt vorzufinden. Leider bin ich der Meinung, dass es immer einen Hass oder eine agressive Ablehnung zwischen diversen Rassen und Religionen geben wird und das macht mich extrem traurig. Wie schön könnte es sein in reiner Freundschaft und Harmonie zusammen zu leben. Gegenseitiger Respekt und Akzeptanz jeder Rasse und jeder Religion. Aber so ist die Menschheit eben. Es wird immer Menschen geben, die so reagieren. Deutsche Mitbürger werden ebenfalls in anderen Ländern bedroht und als Nazi beschimpft, obwohl diese Ära schon längst vorbei ist und eine völlig andere Generation existiert.

    LG
    Sonni
     
  4. Felice

    Felice Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    3. April 2008
    Beiträge:
    7.536
    Ort:
    Wien
    Ich finde es traurig.....es sollte doch endlich mal begraben werden....diese Thema.....

    Es kann nicht Sinn sein, Minderheiten in einem Land zu verfolgen und zu hassen.....es erschüttert mich!!! Warum können die Menschen nicht den Menschen akzeptieren, der hinter der Rasse, Hautfarbe oder Religion steht?

    Ich habe ein Mischlingsenkerl und hoffe, dass es diese Art von Hass nie kennenlernt....sondern es als Mensch geachtet wird......

    Jeder sollte als Mensch geachtet und respektiert werden.......
     
  5. Famela

    Famela Mitglied

    Registriert seit:
    8. April 2007
    Beiträge:
    122
    Ort:
    Bayern
    danke liebe felice für deine worte.......immer die ollen kamellen aufwärmen hilft uns auch nicht weiter.
     
  6. Eisfee62

    Eisfee62 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    29. Juli 2008
    Beiträge:
    14.667
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    Shalom Bruder im Geiste,

    hier meldet sich - wenn auch ganz selten - die andere " Hälfte der Eisfee 62. Auch ich entstamme einer jüdischen Familie, mein Vater war deutscher Jude. Ich selbst war lange Jahre im Dienst von Uncle Sam und lebe schon sehr lange in Deutschland. Auch meine Frau hatte eine jüdische Mutter und so bleibt auch in unserer Familie die Linie erhalten. Leider habe ich mit Religion absolut nichts am Hut, aber ich sehe mit Freuden, dass jüdisches Leben in Europa erhalten blieb und weiter wächst, dies gilt übrigens auch für das Heimatland meiner Frau, Tschechien. Hier in Germanien sehe ich die Entwicklungen mit Besorgnis, die rechten Seite wächst und wächst, aber immer wieder wird es Namenlose geben die den Mut haben sich zu erheben und diesem rechten hirnlosen Pöbel den Widerstand entgegen bringen,den diese Brut braucht. Auch als areligiöserer Mensch werde ich in dieser Nacht das Totengebet im Gedenken an die ermordeten Brüder und Schwestern sprechen, in der Hoffnung, dass sich ein Wahnsinn wie damals nie wieder holen wird.


    Shalom


    Eisfee62:flower2:
     
  7. sage

    sage Guest

    Sind leider keine "ollen Kamellen".
    Waren damals keine "Kamellen" und sind es heute immer noch nicht.
    Weil einige Menschen einfach nicht aus der Vergangenheit lernen und in der Gegenwart immer noch dumm alle, die angeblich anders sind, mit Haß verfolgen.

    @Shimon, was damals geschah kann man nicht mehr rückgängig machen, aber ich hoffe und bete, daß heute keiner mehr zusieht, wenn dumme rassistische Verbrecher wehrlose Menschen diskriminieren, ihr Eigentum zerstören oder sie gar schlagen oder Schlimmeres tun.
    Gilt selbstverständlich auch für kriminelle Handlungen, die nich aus rassistischen Motiven begangen werden.



    Sage
     
  8. Famela

    Famela Mitglied

    Registriert seit:
    8. April 2007
    Beiträge:
    122
    Ort:
    Bayern
    die vergangenheit....ist vergangen.

    die energien aber, die heutzutage in den nazianhänger gesandt wird,
    durch gedanken, worte energien...gegen die nazis...füttert sie in ihren eigenen energien.......und ich gebe ihnen einfach kein futter....
    das einzigste antibiotikum gedanklich, energetisch...in worte gefasst ist die liebe...nur sie kann dinge die...lasst es mich gelinde ausdrücken...nicht gut sind mildern...eindämmen...und vielleicht wird so eines tages diese energie gänzlich
    erloschen sein.
     
  9. paula marx

    paula marx Guest

    Es hängt alles von Macht ab. Wir dürfen keinen totalitären Staat zulassen. Das ist das Einzige, was wir machen können, was in unserer Macht steht. Deshalb ist Wachsamkeit das oberste Gebot. Teilnahme an Wahlen Bürgerpflicht. Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die im Kommen sind, werden den Graben zwischen Demokraten und Mitläufern für Brot und Karriere breiter machen.
     
  10. Groovy1974

    Groovy1974 Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    22. April 2008
    Beiträge:
    5.037
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    Planet Erde
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    Ja, das erinnert mich daran, daß man für den Frieden und nicht gegen den Krieg demonstrieren soll. Genauso ist es wohl auch hier.
    Wenn durch Medien negatives augezeigt wird, vermehrt es sich.
    Wenn gutes aufgezeigt werden würde, was ja in den Fernsehmedien schon Seltenheitswert hat, dann würde sich das auch vermehren.
    Aber mal ganz ehrlich. Wenn was gut läuft und super ist, wer bitte berichtet darüber? Keiner! Es ist nicht spekatulär genug.
    Ich denke auch, daß auch ich mich ein wenig mehr mit gutem beschäftigen muss, damit das schlechte nicht genährt wird.
    Wiederum denke ich auch ob dann das "Schlechte" nicht freie Hand hat?
    Insofern befinde ich mich immer noch in einem Teufelskreis und bin unschlüssig, was nun der vernünftigere richtigere Weg ist.
    Aus Fehlern sollte man immer lernen und diese nicht wiederholen.
    Da bin ich auch voll und ganz bei Euch.
    Nur wie schaffen wir es den Focus der Menschen wieder auf die postiven Dinge im Leben auszurichten, um sie dann auch gemeinsam zu leben?
    LG
    Groovy
     
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