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"Wir haben von alledem nichts gewusst!"

Dieses Thema im Forum "Gesellschaft und Politik" wurde erstellt von Shimon1938, 25. Januar 2014.

  1. Shimon1938

    Shimon1938 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    10. Oktober 2006
    Beiträge:
    16.728
    Ort:
    Witzenhausen/Hessen in BRD
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    Meine Gedanken zum Holocaust-Gedenktag:

    Montag, den 27. Januar haben wir wieder den "Holocaust Gedenktag"... so will es die Deutsche Politik. Es werden Reden gehalten, und an die unzählige Opfer des Natuionalsozialismus gedacht. Wir, die überlebenden der Shoa brauchen diese verordnete gedenken nicht... Wir würden ganz andere Sachen brauchen...


    Jahrzehnte lang war es Deutscher Konsens: "Wir haben von alledem nichts gewusst". Das war ist ist schlicht ein Unfug. Natürlich haben damals die Zeitungen oder die Nachrichtern über die Shoah nichts berichtet, es gibt inzwischen aber genügend Quellen darüber die nahelegen, dass schon währen der Shoah viele, sehr vile Menschen darüber gewusst haben. Schiesslich auch die Armee war an der Shoah massgeblich beteiligt.

    Es gibt aber auch ander Quellen: Friedrich Zalman, Mitglied des Jüdischen Bundes, verfasste am 20. September 1942 eineb detaillierten Bericht, wie die Ermordung in Treblinka vonstatten ging. "Das 'Bad' nimmt alle 15 Minuten 200 Menschen auf, es können also 20.000 Menschen an einem Tag darin umgebracht werden."
    Chronist und scharfsinniger Beobachter der Vernichtung war der marxistische Intelektuelle Emanuel Ringelblum. Er und seine Mitstreiter dokumentierten seit 1940 das leben im Warschauer Ghetto, sammelten Tagebücher, Konzertplakate, Briefe, Gedichte, Strassenbahnfahrkarten. Im Jahr 1942 und 1943 vergrub er 25.000 Seiten des Archivs im zehn Kisten...Die Sammlung war nicht nur an Künftige Generationen adressiert. Vor allem wollte Ringelblum via Polnische Regierung die Welöffentlichkeit über das Morden informieren. Als die BBC am 26 Juni 1942 erftsmals über die systematischen Morde berichtete, notierte Ringelblum...in sein Tagebuch: Wir haben den Feind einen heftigen schlag versetzt... " (Quelle: Sonntaz, 25/26. Januar 2014)

    Die Welt hat, wie wir heute wissen, auf diese Quellen nicht reagiert und es gibt bis heute noch Menschen, die die Shoah leugnen.
    Für mich ist es ein >Unding<, dass jedes Jahr dieser Gedentag abgehalten wird, aber die Widergutmachung an Juden (im Osten), Sinti & Roma und anderen Verfolgten verweigert wird. Es ist ein Unding, dass in Deuschland überhaupt ein NPD geben darf und Menschen die dagegn dermonstrieren, oder Sitzblockaden veransatlertn kriminalisiert werden. Es ist auch ein Unding, dass in Deutschland, auch von angesehenen Politikern gegen Sinti & Roma masslos gehezt wird, und dass auch gegn Juden wieder gehezt werden darf...Keine Überlebende oder Überlebender brfaucht den Denkmal in Berlin. Das Geld hätte man besser verwendet wenn man ein Paar osteuropäischen Juden entschädigt hätte...

    Mir ging und geht nicht darum, die Nachkommen der Täter zum Schuldigen an der Shoah zu machen - die meisten Täter sind schon tot- mir geht es darum aufzuzeigen, wie ich Gedenken an der Shoah verstehe.


    Shabbat Shalom


    Shimon1938
     
  2. Night-bird

    Night-bird Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    7. August 2011
    Beiträge:
    4.985
    Ort:
    Jenseits von Eden
    Gegen das Vergessen! :eek:



    LG
     
  3. JustInForAll

    JustInForAll Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    17. September 2010
    Beiträge:
    8.892
    Wichtiger als alles andere ist, dass die Menschen Mitgefühl, Gewissen und Nächstenliebe entwickeln, die diese Tugenden nicht kennen. Solange das nicht der Fall ist, werden weder Denkmäler, noch Reperationszahlungen sie zur Besinnung rufen, Shimon.
    Menschen bereuen nur dann ihre Taten, wenn sie verstehen und nachempfinden können, was sie im Anderen durch ihre Taten und Worte anrichten bzw. angerichtet haben.
    Wir sollten uns gegenseitig helfen, diese Tugenden zu lernen, damit wir keine Taten begehen und auch Worte aussprechen, die wir irgendwann schwer bereuen.

    Alles, was wir aus unserem Bewusstsein entfernen, wird uns fremd.
    Menschen, die sich innerlich von anderen distanzieren, fühlen sie nicht in ihrem Wesen und wo sie nichts fühlen, dort herrscht Kälte und manchmal sogar....im schlimmsten Fall Verachtung. Erst wenn diese Distanz wieder aufgehoben wird, also die Nähe gesucht wird und einer den anderen aufmerksam beobachtet, fängt er wieder an, ein Gefühl für seinen Nächsten zu entwickeln, ein Mitgefühl. Aus diesem aufmerksamen Mitgefühl wächst dann Liebe, Nächstenliebe.
    Und wo die ist, kann kein Wesen einem Anderen Leid zufügen.

    Shalom. :)
     
  4. Shimon1938

    Shimon1938 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    10. Oktober 2006
    Beiträge:
    16.728
    Ort:
    Witzenhausen/Hessen in BRD


    die wenigen noch lebende menschen die den holocaust überlebt haben bekommen meistens eine sehr niedrige rente und im osteuropa haben kaum eine krankenversicherung... denen würde ein paar hundert euro schon sehr hilfreich sein um notwendige medikamnet zu beschaffen. auch die hier lebende alte russische juden bekommen als "gnadenbrot" oft nur harz 4. was nützt die nächstenliebe, wenn sie hungrig sind weil sie entweder essen oder heizen können? sie sollten eine rente erhalten, denn dass deutsche reich (und deren rechtsnachfolger die bundesrepublik) an jüdische vermögen bereichert haben! deswegen bin ich nicht für "denkmäler"


    shimon
     
  5. elfenzauber111

    elfenzauber111 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    5. Juni 2010
    Beiträge:
    3.014
    es gibt immer 2 Seiten

    was da passiert ist, darf /dürfte nicht passieren und doch war es so.
    ich bin lange lange nach 1945 geboren. Als ich ein Kind war Jugendfreizeit in frankreich liefen wir in ein benachbartes Dorf. Da kamen ältere Männer mit Gewehren und verjagten uns .. mit den Gesten: man schneidet uns die Kehlen durch ,..weil wir nazis sind... Das Erlebnis saß.
    Mein Vater, seine Schwestern waren damals Kinder. Meine Tanten wurden als Jugendliche --eigentlich noch Kinder- zum glaub Arbeitsdienst gezogen.. In ein KZ-Lager... in die Küche.. und was machten sie? sie schmuggelten Essen ins Lager... was passiert wäre, hätte man sie erwischt.. ich glaub das kann sich jeder ausmalen.
    und in diesem Ort wurden Juden versteckt, mal verhalf ihnen zur Flucht
    vor vielen Jahren wurde eine Studienreise nach Israel gemacht... mein vater sah jemanden, der schaute meinen Vater an.. danach lag man sich in den Armen.. als Kinder hatte man zusammen gespielt. In diesem Ort gab es damals 3 "Banden". die Evangelischen, die Katholischen und die Juden..klar rivalisierte man..also gaaanz so dicke war man nicht
    Der Kontakt besteht heute noch.
    Meine Tante erzählte mir: Hitler wurde gewählt, weil er Arbeit versprach .Das hat er gehalten. wir hatten Arbeit, wir hatten geld.. Was dann passierte, fassungslos, das durfte nie passieren

    In der Schule lernten wir, was wir alles --auch heute noch-- an Zahlungen nach Israel, für Juden etc zu leisten haben.
    Eine Generation die absolut nichts damit zu tun hat. muss für die Verfehlungen einiger Menschen zahlen.. Mitläufer gibt es immer
     
  6. JustInForAll

    JustInForAll Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    17. September 2010
    Beiträge:
    8.892
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    Nächstenliebe ist sehr wichtig, Shimon.
    Denn wäre diese Liebe in den Herzen der Menschen, würden die Opfer nicht heute noch leiden. Man hätte sich um sie gekümmert. Man hätte sich um sie kümmern müssen.
     
  7. ping

    ping Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    18. Mai 2011
    Beiträge:
    5.586
    Ort:
    Rheinland
    Ich glaube, das ist auch ein Grund, warum Menschen diese Geschehnisse nicht an sich ran lassen, egal, ob miterlebt oder nicht.
    Es war einfach so furchtbar. Allein schon die Bilder zu sehen..
    Horror.

    Und das Schlimme ist ja, dass es auch jetzt stattfindet. Nicht genau so, aber weltweit findet Horror statt. Jetzt, in dieser Minute.

    Wer will das wirklich wissen? Wie kann man dann leben?
     
  8. Night-bird

    Night-bird Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    7. August 2011
    Beiträge:
    4.985
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    Jenseits von Eden
    Zitat Himmler: Es trat an uns die Frage heran: Wie ist es mit den Frauen und Kindern?
    - Ich habe mich entschlossen, auch hier eine ganz klare Lösung zu finden. Ich hielt mich nämlich nicht für berechtigt, die Männer auszurotten
    - sprich also, umzubringen [!] oder umbringen zu lassen - und die Rächer in Gestalt der Kinder für unsere Söhne und Enkel groß werden zu lassen.
    Es musste der schwere Entschluß gefaßt werden, dieses Volk von der Erde verschwinden zu lassen.
    (...)

    Damit möchte ich die Judenfrage abschließen. Sie wissen nun Bescheid, und Sie behalten es für sich.
    Man wird vielleicht einmal in ganz später Zeit sich einmal überlegen können, ob man dem deutschen Volke etwas mehr darüber sagt.

    Heinrich Himmler am 6.10.1943 vor
    Reichs- und Gauleitern in Posen.

    http://www.h-ref.de/personen/himmler-heinrich/himmler-in-posen.php

    Da fragt man sich :rolleyes: wie konnte der sogenannte liebe Gott, :angel2: sowas zulassen!?

    LG
     
    Zuletzt bearbeitet: 27. Januar 2014
  9. Ruhepol

    Ruhepol Sehr aktives Mitglied

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    Ich frage mich aber auch wie viele Generationen eigentlich noch dafür verantwortlich gemacht werden sollen, wie lange Deutsche, die damals nichtmal lebten und deren Eltern kleine Kinder waren, sich noch als Nazis beschimpfen lassen müssen.

    R.
     
  10. Ruhepol

    Ruhepol Sehr aktives Mitglied

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    20. März 2007
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    An der Nordsee
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    Zumal es heute kaum noch Opfer aus der Zeit gibt, es gibt Nachkommen dieser Opfer.

    R.
     
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