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Willigis Jäger

Dieses Thema im Forum "Meditation" wurde erstellt von Niemand, 28. November 2004.

  1. Niemand

    Niemand Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    21. November 2004
    Beiträge:
    7.604
    Ort:
    Niemandsland / Neutrale Zone
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    http://www.wsdk.de/kontemplation.html
     
  2. <Speaking Name<

    <Speaking Name< Mitglied

    Registriert seit:
    16. November 2004
    Beiträge:
    203
    nett :D
     
  3. Lotusz

    Lotusz Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    10. Oktober 2002
    Beiträge:
    3.338
    Hallo Niemand

    Wenn man Kontemplation im Mittelalter als etwas bezeichnete, das einem Menschen zuteil wird, dessen Ich soweit zurückgetreten ist, dass er den Grund des Seins, das Wesen Gottes erfährt, dann muss man zunächst einmal ganz nüchtern die Frage stellen, was ist den Menschen passiert.

    Hatten sie Gotteserscheinungen oder erlebten sie irgendwelche Wunder? Man muss den Einzelfall also ganz aufmerksam betrachten. Es sei darauf hingewiesen, dass aussersinnliche Wahrnehmungen, wie Gotteserscheinungen oder Marienerscheinungen in Wirklichkeit zum Bereich der Sinneswahrnehmungen zählen. Sie beruhen nämlich auf körpereigenen Drogen.

    Diese angeblich aussersinnlichen Erscheinungen gehören allerdings nicht zu den alltägliche Erfahrungen. Darum hatte man für solche Erfahrungen keine Erklärung und ordneten sie religiösen Wundern zu.

    Der Autor ordnet auch das Gebet der Kontemplation zu. Soweit einverstanden. Aber er interpretiert die Auswirkungen dieser Kontemplation, nämlich die rauschhaften Zustände, die der Betende erfahren kann, natürlich wieder religiös. Gebet ist aber letzten Endes nichts anderes als Meditation, eine andere Form der Kontemplation.

    Durch dieses Gebet wird aber nichts anderes gemacht, als ein Heilungsprozess in Gang gesetzt. Das ist zwar sehr erstrebenswert, es missfällt mir allerdings, dass dieser Heilung der religiösen Einstellung zugeschrieben wird. In Wirklichkeit sind es biologischen Abläufe, die durch das Beten in Gang gesetzt werden, die zur Heilung führen.

    Man mag nun sagen, na gut, ist ja egal, wie die Heilung zustande kommt, Hauptsache der Mensch wird gesund und fühlt sich wohl. Das ist zwar einerseits richtig, aber andererseits hat die Fixierung auf die Religion weitreichende Folgen, und zwar auf der persönlichen als auch auf der gesellschaftlichen Ebene.

    Auf der persönlichen Ebene heisst das nämlich, dass der Mensch nicht wirklich frei ist, wenn er weiterhin so kritiklos die religiösen Vorstellungen akzeptiert. Welche Folgen das auf der gesellschaftlichen Ebene haben kann, hat man gerade im Mittelalter sehen können. Angefangen von den Hexenverbrennungen über die Kreuzzüge bis hin zur Verketzerung von Kritikern und Wissenschaftlern der Kirche, die z.B. wie Kopernikus erklärten, dass die Erde nicht der Mittelpunkt des Universums ist und damit das geozentrische Weltbild zum Einsturz brachten.

    Es sei noch angemerkt, dass ich immer etwas kritisch bin, wenn jemand von den Erfahrungen eines anderen berichtet, ohne selber über diese Erfahrungen zu verfügen. Das geht zwar nicht eindeutig aus dem Text hervor, aber ich fände es viel authentischer, wenn der Autor von seinen eigenen Erfahrungen berichtet.

    Was aber ganz wichtig anzumerken ist, ist die Tatasache, die auch in dem Text angesprochen wird, dass bei fortschreitender Kontemplation auch fromme Gedanken und Gefühle zurücktreten. Auch ich glaube, dass dieses der Fall ist. Bei fortschreitender Kontemplation tritt nämlich eine seelige Leere oder Ruhe ein. Diese Ruhe, dieser Friede, kann man tatsächlich als göttlich bezeichnen.

    Der Autor drückt diese Seligkeit wie folgt aus: "Von jetzt ab genügt es, Gott mit deinem reinen, ungeteilten Sein aufs höchste zu verherrlichen." Ich kann die Haltung des Autors durchaus verstehen. Diese Seligkeit gleicht wirklich einem göttlichen Geschenk. Sie beruht allerdings auf den Schwingungen des Gehirns (Thetawellen), die durch die Kontemplation auf eine ganz bestimmte Wellenlänge angehoben wurden. Diese Hirnströme sind übrigens messbar.

    Die Kontemplation entspricht also nichts anderem als einer Suggestion, die genauso, wie die Meditation, die Hirnströme auf eine Frequenz von 4 bis 8 Hertz anhebt und damit einiges an Transmitteraktivitäten auslöst, die nicht nur Euphorie auslösen, sondern ebenso Heilungsprozesse beschleunigen.

    Ordnet man diesen biologischen Prozesse aber eine religiöse Ursache zu, so ignoriert man vollkommen die gesellschaftlichen Ursachen, die dafür verantwortlich sind, dass sich neurotische Zustände so massiv in unserer Gesellschaft ausgebreitet haben und kehrt alles unter das Deckmäntelchen des lieben Gottes.

    Und das ist vielleicht auch beabsichtigt. Schliesslich geht es in unserer Gesellschaft nur nur um das Sein sondern auch um das Haben. Und spätestens dann, wenn man dieses Haben nicht mehr hat, nämlich die materielle Grundversorgung, dann beginnt man sehr deutlich zu verstehen, was es heisst nicht zu haben.

    Alles Liebe. Gerrit
     
  4. fckw

    fckw Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    27. Juni 2003
    Beiträge:
    5.803
    Lieber Lotsuz, ich habe soeben in diesem Thread hier zwei Einträge verfasst, die diese Haltung kritisiert haben.

    Es macht in meinen Augen überhaupt keinen Sinn zu behaupten: "Das sind alles nur biologische Abläufe." Mir scheint, Wilber leistet hier sehr viel dringend benötigte Aufklärungsarbeit. Seinen Modellen gemäss hat jedes Phänomen des Geistes eine subjektive und eine objektive Komponente. Die subjektive Komponente hat genauso ihre Gesetzmässigkeiten wie die objektive Komponente. Die subjektive wäre demnach die innerliche Erfahrung (z.B. Lichterscheinung, Auflösung der Ich-Identität usw.), während die objektive Komponente die physikalischen, chemischen, biologischen Messbaren Vorgänge sind, die dabei auftauchen. Keine der beiden Komponenten lässt sich auf die andere reduzieren, weil es einfach nur zwei Seiten derselben Münze sind.
     
  5. Lotusz

    Lotusz Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    10. Oktober 2002
    Beiträge:
    3.338
    Hallo fckw

    Ich bin davon überzeugt, dass Lichterscheinungen und das Auflösung der Ich-Identität Ausdruck von körpereigenen Drogen sind. Sie werden in manchen Fällen als positiv bewertet z.B. wie zum Beispiel die von dir erwähnten Lichterscheinungen oder Gotteserscheinungen, in anderen Fällen als negativ, wenn sie schizophrene Zustände auslösen.

    Ich würde es dadurch begründen, dass Kontemplation langfristig zu ekstatischen Zuständen führt. Von dieser Ekstase zur Halluzination (Lichterscheinung, Gotteserscheinung) ist es nur ein kleiner Schritt.

    Alles Liebe. Gerrit
     
  6. Arthemis

    Arthemis Guest

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    @fckw

    Ich sehe das genauso. Natürlich wird man bei einem todkranken Menschen, der plötzlich (durch Gebete o.ä.) geheilt wird, heilende biolochemische Prozesse feststellen. Andererseits lässt sich der Kausalitätsnachweis nicht abschließend erbringen. D.h., man kann einerseits schwer beweisen, dass spirituelle Erfahrungen auf köpereigenen Drogen basieren. Andererseits kann man auch nicht beweisen, dass die nachweisbaren biopsychologischen Vorgänge, die Ursache des spirituellen Erfahrung sind.

    Vielleicht solltest Du selbst einmal so eine Erfahrung mach, bovor Du urteilst.

    Alles Liebe,

    Arthemis
     
  7. Lotusz

    Lotusz Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    10. Oktober 2002
    Beiträge:
    3.338
    Hallo Arthemis

    Ich bin davon überzeugt, dass man fortgeschrittene spirituelle Zustände feststellen könnte, wenn man dem Aufmerksamkeit schenken würde.

    Das Problem ist wohl, dass die Wissenschaft sich dieser Thematik bisher nicht gestellt hat und das es so wenige Menschen gibt, die über aussergewöhnliche spirituelle Zustände verfügen.

    Der Mediziner Dr. med. Josef Zehentbauer wies in seinem Buch "Körpereigene Drogen" allerdings bereits auf die Zusammenhänge zwischen bewusstseinserweiternden Zuständen und den körpereigenen Drogen hin.

    @fckw

    Ich habe deine Kritik gelesen. Mich haben die Argumente von lazpel aber mehr überzeugt.


    Alles Liebe. Gerrit
     
  8. Niemand

    Niemand Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    21. November 2004
    Beiträge:
    7.604
    Ort:
    Niemandsland / Neutrale Zone
    @lotusz

    Ruhe für den Geist: Meditation
    Den ganzen Tag, ununterbrochen, kommen uns die unterschiedlichsten Gefühle und Gedanken in den Sinn, ständig sind wir mit Bewerten und Einordnen beschäftigt. In jeder Meditation geht es daher zunächst darum, den Geist zu beruhigen und zu sammeln. Je nach Schule gibt es dafür verschiedene Hilfsmittel wie etwa die Konzentration auf den Atem, auf symbolische Formen und Bilder (Mandalas, Thankas) oder auf Klänge (Mantras). Ziel ist es schließlich, während der Meditation in einen Bewusstseinszustand zu gelangen, der nicht einteilt, trennt und beurteilt, nicht unterscheidet zwischen Subjekt und Objekt, sondern die Einheit erlebt, jenseits von Zeit und Raum. Dieser veränderte Bewusstseinszustand ist inzwischen auch Gegenstand der Hirnforschung. Während der Meditation werden die sonst chaotisch und unregelmäßig verlaufenden Wellen im Hirn langsamer und gleichmäßiger. Je tiefer die meditative Versenkung, desto mehr gleichen die Hirnströme denen, die sonst nur im Tiefschlaf auftreten; es entsteht also eine mit dem Schlaf vergleichbare Entspannung. Im Gegensatz zu einem Schlafenden ist der Meditierende aber bei vollem Bewusstsein. Normalerweise erzeugt das Gehirn so genannte Beta-Wellen, die in den verschiedenen Hirnregionen unterschiedlich lang und unregelmäßig sind. In der Entspannung werden die ruhigeren, längeren Alpha-Wellen erzeugt. In diesem Zustand gleichen sich die Wellen in den verschiedenen Hirnarealen aneinander an und laufen tendenziell synchron. In tiefer Versunkenheit während der Meditation lassen sich Theta-Wellen messen, die normalerweise nur im Schlaf in den Traumphasen vorkommen. In größter, tranceähnlicher Vertiefung schließlich sind die langsamsten, die Delta-Wellen, messbar - sonst kennzeichnend für Tiefschlaf-Phasen.

    Also es erfolgt keine Anhebung der Frequenz sondern eine Absenkung und Synchronisation in der Meditation

    Ferner sind Heilungsprozesse des Körpers eine direkte Folge der geheilten Seele, was wiederrum den Einfluss von Geist auf Materie erklärt. Das hat zwar noch niemand einwandfrei nachgewiesen, aber ..... :)
     
  9. Ananda

    Ananda Guest

    Hallo Lotusz,

    natürlich sind sogenannte "spirituelle Phänomene" nicht auf einen barmherzigen Gott auf Wolke 7 zurückzuführen. Eine ähnliche Ansicht wird sogar heute noch von einigen Menschen mit mythischem Weltbild vertreten. Diese Phänomene sind aber auch nicht rein rational und naturwissenschaftlich zu erklären.

    Es gibt weit mehr als nur den physischen Körper. Der physische Körper ist nur der gröbste von den "Körperschichten" und dem Element Erde zuzuschreiben (1. Chakra). Da man aber nur den physischen Körper erforschen kann, werden der Wissenschaft viele hochinteressante Dinge weiterhin verborgen bleiben.

    Es gibt einfach zuviel Phänomene wie Siddhis, Telekinese, Psychokinese, Intuition und viele viele mehr, die sich nicht in das rationale naturwissenschaftliche Weltbild pressen lassen.

    Lieben Gruß,
    Ananda
     
  10. Niemand

    Niemand Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    21. November 2004
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    7.604
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    und man sollte es auch garnicht versuchen, jene form und substanzlosen Welten in irgendwelche Gesetze zu pressen, denn jenseits der Grenze von Zeit und Raum verschwindet alles im Nichts. Naturgesetze, wie sie uns bekannt sind, sind dort einfach nicht mehr anwendbar....................
     

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