1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen
  2. Willkommen im grössten und ältesten Esoterik-Forum!
    Hier findest Du alles zu Astrologie, Lenormand und Tarot, Karten legen, Feng-Shui, Traumdeutung, Religion und Spiritualität, Engel, Familien-Aufstellung, Gesundheit, Reiki
    Registriere Dich kostenlos, dann kannst du eigene Themen verfassen und siehst wesentlich weniger Werbung

  3. Esoterikforum Adventkalender 2016
    Wir wünschen Dir einen friedlichen Advent.

Wikileaks und Vienna

Dieses Thema im Forum "Gesellschaft und Politik" wurde erstellt von JoyeuX, 5. Dezember 2010.

  1. JoyeuX

    JoyeuX Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    6. Dezember 2005
    Beiträge:
    9.100
    Ort:
    daheim
    Werbung:
    Quelle: Krone.at

    Es war nur eine Frage der Zeit: Im Rahmen der "Cablegate"-Affäre sind bei WikiLeaks nun auch Dokumente aufgetaucht, in denen Österreich sein Fett wegbekommt. "Frustriert", "extrem enttäuscht" und "besorgt" seien die Diplomaten an der US-Botschaft in Wien über die heimischen Politiker. Außerdem bestehe eine "Kluft zwischen dem Bild, das Österreich sich selbst von seiner Rolle in der Welt macht, und seiner tatsächlichen, zunehmend bescheidenen Leistung".

    Die besagten Österreich- Dokumente, die derzeit noch nicht für jedermann einsehbar sind, werden von der deutschen Website "Spiegel Online" zitiert. Rund 1.700 Depeschen hat die US- Botschaft in Wien an das Außenministerium in Washington geschickt - und dabei an unserem Land und den Politikern kaum ein gutes Haar gelassen. Vor allem das mangelnde Engagement auf der Weltbühne kreidet die Supermacht uns an.

    Bundeskanzler Werner Faymann sei demnach nicht sonderlich in der Weltpolitik engagiert. "Es ist klar geworden, dass er kein persönliches Interesse an Außenpolitik hat", berichten die Diplomaten. Auch auf Außenminister Michael Spindelegger sei demnach kein Verlass. "Er ist weitgehend darauf konzentriert, das Vordringen der österreichischen Wirtschaft zu fördern." Und Verteidigungsminister Norbert Darabos sei nicht nur "uninteressiert an Außen- und internationaler Sicherheitspolitik", sondern darüber hinaus "offen ablehnend gegenüber Plänen, österreichische Truppen auf gefährliche Einsätze ins Ausland zu schicken", enthüllen die Dokumente.
    Handelsbeziehungen zu "Schurkenstaaten"?

    Ebensowenig gefällt den US- Diplomaten, dass Österreich sich weigere, Ex- Guantanamo- Häftlinge aufzunehmen. Auch vermeintliche Geschäftsbeziehungen heimischer Firmen zu den "Schurkenstaaten" Iran und Nordkorea trugen demnach nicht gerade zu einer Klimaverbesserung zwischen Washington und Wien bei. Immer wieder tauchen laut "Spiegel Online" die Firmennamen OMV, Steyr- Mannlicher und Raiffeisen in den Depeschen auf.

    Das Fazit der Botschafter ist eine schallende Ohrfeige für unser Land, das sich einst auf der internationalen Bühne so viel Lorbeeren verdient hat: "Es besteht eine Kluft zwischen dem Bild, das Österreich sich selbst von seiner Rolle in der Welt macht, und seiner tatsächlichen, zunehmend bescheidenen Leistung."
    Darabos verlangt "Klarstellung" von US- Botschafter

    Zumindest Verteidigungsminister Norbert Darabos will die Kritik aber nicht auf sich sitzen lassen. "Wir erwarten uns eine Klarstellung des Botschafters", sagte sein Sprecher Stefan Hirsch am Sonntag. Der Minister sei "sehr überrascht und verwundert" über die Kritik, die "nicht Ausdruck eines hohen politischen Verständnisses ist". Anders als behauptet seien nämlich internationale Militäreinsätze für Darabos "sehr wichtig".

    So halte Darabos trotz des Sparbudgets auf einem hohen Niveau an den internationalen Einsätzen mit 1.500 Soldaten fest. Während seiner Amtszeit sei die österreichische Truppenstärke in Bosnien- Herzegowina verdoppelt worden und Darabos habe auch gegen "massive öffentliche Kritik" den "gefährlichen Einsatz" des österreichischen Bundesheeres im Tschad "durchgesetzt". "Das hätte wahrscheinlich kein anderer Verteidigungsminister in der Zweiten Republik gemacht", betonte der Ministersprecher.

    Möglicherweise bestehe ein Zusammenhang mit der Kritik des Verteidigungsministers an früheren US- Plänen, sagte Hirsch. Man könne sich vorstellen, dass die Amerikaner "frustriert und enttäuscht sind, weil er offen Kritik am geplanten US- Raketenschild übt und den Afghanistan- Einsatz ablehnt".





    Tja, so kommt Österreich bei den USA weg....

    Einerseits nicht verwunderlich, im Grunde muss man ihnen Recht geben.

    Der zweite Punkt ist, dass die USA immer noch eine Weltmacht sind, und steht man mit denen nicht gut da, und ist zudem ein derart kleines Land welches sich ohne Gegenwehr einfach "wegpusten" lassen würde, bekommt man es da schon etwas mit der Angst zu tun...
     
  2. hallo

    hallo Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    15. November 2007
    Beiträge:
    2.321
    Ort:
    Ö
    Na ja, unter einer "schallenden Ohrfeige" verstehe ich etwas anderes, aber die "Krone" war im Nehmen noch nie besonders gut (dafür aber im Austeilen).

    Die Einschätzung ist, so meine ich, schlicht realistisch und folgerichtig.
     
  3. RedFox

    RedFox Neues Mitglied

    Registriert seit:
    4. Dezember 2010
    Beiträge:
    22
    Ort:
    Wien
    Ich möchte darauf nichts sagen denn verfälschte Zeitungsberichte da jede Zeitung eigene Gefühle mit einfließen lässt sind nicht das ware. Wenn dann sollte man sich diese Dokumente selbst ansehen. Wenn dies durch Zensur gesperrt ist gibt es diverse links z.b. bei der piratenpartei Deutschland die auf diese seiten weiter führen.

    Lg RedFox
     
  4. Loop

    Loop Überaus aktives Mitglied Mitarbeiter

    Registriert seit:
    10. Oktober 2008
    Beiträge:
    28.889
    Ort:
    Wien
    Klingt alles typisch österreichisch, und was ist eigentlich so schlimm?

    Daß vorrangig auf Wirtschaftsinteressen geschaut wird, ist bei allen Ländern so, kein Interesse an Außenpolitik, naja, waren unsere Botschafter wahrscheinlich zu bequem um herumzuspionieren wie das für die USA zum guten Ton gehört.:lachen:
    Gefährliche Einsäze, Österreich ist immer noch neutral und nicht verpflichtet, noch nicht. Gibt schon genug, was nichts bringt, wie der Einsatz im Tschad.
    Die Guantanamo-Häftlinge gehören eigentlich in die USA, sollen die alle aufnehmen, schließlich haben sie sie ja auch gefangen und sind dafür verantwortlich.
    Und die Schurkenstaaten, Österreich ist noch nicht verpflichtet, die Staaten zu hassen, die die USA hassen. Und Geschäfte mit denen macht China auch, sollen die USA sich mal jemanden in ihrer Größe suchen und sich mit dem anlegen, aber da sind ja auch Wirtschaftsinteressen und viel Geld und China ist ja kein Schurkenstaat und wahrt selbstverständlich alle Menschenrechte, ganz anders als das böse Österreich, natürlich.:rolleyes:
     
  5. JoyeuX

    JoyeuX Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    6. Dezember 2005
    Beiträge:
    9.100
    Ort:
    daheim


    Ja du hast Recht, ich habe vorhin nach den "Originalschriften" von Wikileaks über Wien im Net gesucht, aber keine gefunden.
    Seitdem die Seite "umgezogen" ist, finde ich auf ihr auch nicht mehr wirklich was....oder übersehe ich etwas?
    Findet sie wer, könnte jemand den Link posten?
     
  6. FIST

    FIST Neues Mitglied

    Registriert seit:
    16. Februar 2004
    Beiträge:
    25.988
    Werbung:
    hm... da is die Krone mal wieder extrem Übertreibend

    ick mein, was die Aussenpolitik betrifft, dann passt das doch zur Neutralität die Österreich für sich beansprucht und sagt ja eigentlich nix weiter aus, als dass es Österreich mit dieser Neutralität ernst nimmt und sich nicht allzusehr in die Belange anderer Nationen einmischt...

    das dass dem Amerikanischen Bild natürlich nicht gefällt ist klar, aber im Grunde genommen ist das doch ganz OK so
     
  7. JoyeuX

    JoyeuX Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    6. Dezember 2005
    Beiträge:
    9.100
    Ort:
    daheim

    Österreich ist aber nicht mehr nur Österreich sondern ein Mitgliedsstaat der EU.
    Die Neutralität des kleines Staates Österreichs ist somit auch nicht mehr das was es mal war, man "muss" sich nach größerem (EU) richten....


    Ich sehe das so...was in diesen Akten der USA steht, ist alles im Großen und Ganzen eine Analyse der einzelnen Länder.
    Da zu beachten ist eben auch die EU, die nun etliche Länder zusammenfasst, und somit irgendwann mal der USA Konkurenz machen "könnte"....

    Somit ist die Sichtweise der USA, das wir mit Feindesländern wirtschaftlich kooperieren nicht so toll...nicht bedrohlich momentan, aber wer weiß wohin das alles steuert.
     
  8. Loop

    Loop Überaus aktives Mitglied Mitarbeiter

    Registriert seit:
    10. Oktober 2008
    Beiträge:
    28.889
    Ort:
    Wien

    Hast Du Angst, daß sie uns angreifen, weil unser Bundeskanzler desinteressiert ist?

    Dann ist es doch eher von Vorteil, wenn wir den Iran und Nordkorea auf unserer Seite haben.:ironie:
     
  9. JoyeuX

    JoyeuX Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    6. Dezember 2005
    Beiträge:
    9.100
    Ort:
    daheim
    Naja, wer sagt dass Iran und Nordkorea auf unserer Seite sind?
    Schätze mal die sind nur auf ihrer eigenen "Seite".
    Aber wenn die USA "auszuckt" wäre der kleine Furzstaat Österreich ein gutes Ziel, denn mit was sollten wird denn zurückschlagen?
    (Pröll fesseln, ins Flugzeug rein, und über dem weißen Haus abwerfen? :D)

    Und DASS Amerika keinerlei Skrupel vor dem Volk eines Staates, also "Unschuldigen" alleine hat, und aus purem Eigeninteresse handelt, und unberechenbar ist, sah man ja an Hiroshima alleine schon....
     
  10. Loop

    Loop Überaus aktives Mitglied Mitarbeiter

    Registriert seit:
    10. Oktober 2008
    Beiträge:
    28.889
    Ort:
    Wien
    Werbung:

    Naja, man kann viel über die Amerikaner sagen, aber DAS haben sie wahrlich nicht verdient.:D
     
Die Seite wird geladen...

Diese Seite empfehlen