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Wieder Amoklauf..

Dieses Thema im Forum "Gesellschaft und Politik" wurde erstellt von RitaMaria, 27. Mai 2006.

  1. RitaMaria

    RitaMaria Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    24. Oktober 2004
    Beiträge:
    3.876
    Ort:
    Am Rhein
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    wieder fast noch ein Kind - 16 Jahre alt.

    Sticht wahllos auf Leute ein - die, was immer sein Problem sein mag, eher wenig bis garnichts damit zu tun haben.

    Was macht einen jungen Menschen so wütend??

    Was baut einen solchen Druck auf, den man nur mit einer solchen Gewalttat abbauen kann?

    Dass man nicht kriegt, was man gerne haben will??

    Da müssten Millionen Menschen Amok laufen....
    Welche Erfahrungen haben Menschen bis dato gemacht, dass sie so meinen reagieren zu müssen??

    Gruß von Rita
     
  2. Vagabond

    Vagabond Mitglied

    Registriert seit:
    26. September 2005
    Beiträge:
    846
    Ort:
    ...in my own fuckin' fairytale
    Andere junge Menschen machen einen so wütend. Ich persönlich weiss wie es ist der Arsch zu sein und wenn dein Feindbild das Gesicht vom Rest der Welt annimmt naja... ists dir auch scheiss egal
    Du kannst dann entweder mit dem Wahnsinn im Kopf leben oder du lässt den Wahnsinn raus... so einfach ist das

    Psychologisch betrachtet seh ich das vielmehr als Hilfeschrei. Evtl. hat man zu lange weggesehen und das ist ja auch ganz normal.
    Schau... im Endeffekt wird man solche Dinge immer auf irgendwelche Computerspiele oder Bands schieben weil jeder weiss wie beschissen er sich gegenüber diversen Mitschülern früher verhalten hat. Und DASS so etwas der Ausschlaggeber bzw. die Wurzel ist will keiner hören ist ja auch klar

    Ausser natürlich das ganze war ein völlig anderer Amoklauf. Aber die die ich so im Kopf hab naja... da seh ich schon wo die Problematik liegt
     
  3. Chrisael

    Chrisael Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    8. Juli 2005
    Beiträge:
    1.174
    Sicher sind es immer Videospiele oder Filme. Wer will schon zugeben das eine funktionierende Gesellschaft immer ein paar Sandsäcke braucht auf die, der Rest der Gruppe einprügeln kann. Ganz schnell sind die Probleme der Gruppe vergessen wenn sie sich gegen einen Menschen richten können den sie zu ihren Feindbild gemacht haben.
    Manche halten das Mobbing durch, viele aber leiden ihr ganzes Leben darunter(Deppressionen, Borderline Syndrome oder gar Schizophrenie) und einige wenige kommen mit diesen Stress gar nicht mehr zurecht und explodieren eben.
     
  4. Vagabond

    Vagabond Mitglied

    Registriert seit:
    26. September 2005
    Beiträge:
    846
    Ort:
    ...in my own fuckin' fairytale
    Ja und wenn du dann nicht irgendwo anders siehst dass es noch normale Zustände gibt wo auf keinen hingehackt wird dann fehlt dir ein gewisses Vertrauen in die Menschheit und aus solchen Geistern entsteht dann: Ich hasse die Menschen! Die Menschen sind so blöd!
    Dann sucht die Personen Begründungen dafür aber, ich behaupte das einfach mal, in Wirklichkeit liegt die Wurzel ganz wo anders

    Ekelhaft ists halt wenn vermeintlich erwachsene Menschen sich so gegenüber anderen benehmen. Daher kann ich auch irgendwo nicht verstehen wieso so viele von Licht und Liebe trallern und dass 2012 alles Sonne wird wenn sich im Grunde genau nichts geändert hat

    Aber der der ohne Sünde ist soll den ersten Stein werfen. Man macht bei so etwas schneller mit als man glaubt

    Die wahre Antwort ist daher nicht Friede Freude Eierkuchen. Es ist wesentlich einfacher: Individualismus
     
  5. RitaMaria

    RitaMaria Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    24. Oktober 2004
    Beiträge:
    3.876
    Ort:
    Am Rhein
    Sorry, aber soo einfach ist mir das nicht.

    wieso gibt man der Wahrheit anderer über sich selbst einen solchen Stellenwert, dass sie wirklich zur eigenen Wahrheit wird??

    Wenn andere mich nicht mögen - traurig, aber deren Ding. Es vermindert doch nicht meinen Wert, oder??

    Geht das für 16jährige ( heute) noch nicht? Warum laufen dann nicht alle 16jährigen Amok?

    Ich muss das so abgehoben fragen, sorry..
    Mir ist Ablehnung und zwar total schon mit knapp 5 Jahren passiert und ich habe mir da eine sehr gesunde LmaA-Haltung angewöhnt. Und wer tatsächlich mein Freund sein wollte, der musste verdammt was zu bieten haben:stickout2 - was er/sie entsprechend auch zurückbekam [​IMG] ok - sicher und vl. auch zum Glück nicht übertragbar.

    Eben Pressekonferenz in Berlin - mal hören...

    Begrüßung von Hinz und Kunz... pfffft

    Ein Herr Neubeck:

    Zahlreiche Notrufe ab 23.30 Uhr....Messerstiche von hinten und vorne....
    schwer an Einsatzort zu kommen... junger Mann festgehalten, da er ohne Anlass einer Frau in den Bauch boxte... vorher zahlreiche Passanten mit Messer traktiert.... Tat ein und derselben Person.... 1 Stunde vor Tatgeschehen fiel der junge Mann auf durch Alkohol auf... Trennung von anderen Personen, mit denen er vorher zusammen war.... vom Reichstagsufer bis Bahnhof Anrempeln und Verletzen anderer Personen.... Anzahl der verletzten Personen noch unbekannt...

    Festnahme des Mannes.... eindeutig identifiziert.... 16jähriger Deutscher...
    bis dahin nur geringfügig aufgefallen durch jugendtypische Straftaten...
    stark betrunken...

    Vielleicht(?) Haftbefehl.. problematisch, da erst 16 Jahre alt...Erziehungsheim (?) härteste Maßnahmen ( Haft) sollten vermieden werden...

    Naja... das war´s.

    Gruß von Rita
     
  6. Motorradkraut

    Motorradkraut Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    26. September 2003
    Beiträge:
    791
    Ort:
    Berlin
    Werbung:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Individualismus

    Toll. Wir leben alle nurnoch als egoisten und die Kinder die bleiben auf der strecke. Der 16-jährige hat auch gegen die regeln und konventionen der Gesellschaft verstossen. Er war ein Individualist. Er lebe hoch.

    By the way. Ich lebe in Berlin, ich wollte gestern auch auf diese veranstaltung. Gott sei dank war ich nicht dort.

    Liebe Grüsse
     
  7. Achilleus

    Achilleus Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    15. August 2005
    Beiträge:
    1.536
    Ort:
    Beautiful Switzerland
    Amokläufe haben immer etwas mit seelischen Verletzungen zu tun. Sind also nur teilweise selbst verschuldet. Irgendwann kommst du an einen Punkt an dem du den Schmerz entweder gegen dich selbst richtest, weil du die ganze Last auf dich nimmst (also Suizid begehst). Oder dein Umfeld damit bestrafst, in dem du ne Knarre, ein Messer oder was auch immer nimmst und dich auf eine Rachetour begibst. Sozusagen ein erweiterter Selbstmord.
    Mit einem Amoklauf versucht man geliebte Dinge seines Peinigers zu zerstören. Mit einem Amoklauf versucht man Leid bei den betroffenen Personen des Opfers auszulösen, welches einem zugefügt wurde. Man will bestrafen für den Schmerz den man über längere Zeit zugefügt bekam. Das Opfer kommt aus seiner Rolle hinaus und wird zum Verzweiflungstäter. Nachvollziehen kann man das nur, wenn man selbst in dieser Situation war, Rita Maria.


    Ein Beispiel:

    Ein vierjähriger Junge wird immer von seinen Eltern mit verachtenden Blicken und Anschreien bestraft, weil er ständig mit seinen zwei älteren Schwestern streitet. Als er wieder einmal von seinen Eltern mit Anschreien und bösen Blicken bestraft wurde, weil er eines der Kissen von seinen Schwestern aufgeschnitten hatte, rannte er voller Wut in die Küche, knallte die Tür zu und schloss sich ein. Anschliessend kletterte es auf die Küchenkombination und begann wie wild Küchenschränke und Küchenschubladen zu leeren. Er warf alles auf den Boden. Nach zwei Minuten sah die Küche aus wie nach einer Explosion. Zerbrochene Gläser, Geschirr und Besteck inmitten von aufgerissenen Zucker- und Mehltüten. Dann kroch er in einen zuvor geleerten Küchenschrank und wartete angstvoll. Die Eltern mussten die Küchentür aufbrechen und das völlig verstörte Kind ins Bett tragen.
    Sowas nennt man dann einen Amoklauf.
    Nun stellt man sich die Frage, was diesem Amok des Kindes vorausgegangen ist. Eifersucht und Streit mit seinen Schwestern. Eltern, die den Streit schlichten, indem sie den Jungen ermahnen und (ungerechterweise) strafen, ohne die Situation vorher genau zu analysieren, was genau passiert ist. Er muss immer den Kopf hinhalten, er ist der Schuldige.
    Der Junge aber steigert sich immer mehr in Wut und Verzweiflung. Weil er ewig seinen beiden Schwestern unterliegt und die das voll auskosten und dann wieder zusätzlich von seinen Eltern bestraft wird.

    Das lässt sich auch auf andere Amokläufe übertragen.

    Zum Thema Amoklauf gehören Schlagworte wie: Mobbing, Schuldfragen, Aussenseiterrolle, ein angeblich überlegener Gegner der immer wieder seine Macht ausnützt, der daraus resultierende verletze Gerechtigkeitssinn, Der Betroffene muss sich durch die ewigen Streitereien in allem als völliger Verlierer und Versager empfinden, also auch das Thema Minderwertigkeitskomplex, fehlendes Selbstbewusstsein, fehlende innere Stabilität, Ohnmachtsgefühle,

    Grösstenteils die Leistungsgesellschaft. Es ist nur normal, dass irgendwann mal einer ausrastet, wenn man ihn auf Dauer andauernd psychisch so stresst, dass er nicht mehr weiter weiss und alles irgendwann im Amoklauf endet.

    Es ist eine Verzweiflungstat, die der Amokläufer vollbringt. Er weiss nicht mehr weiter, weil die Situation so aussichtslos erscheint.

    Und prangert nicht ausschliesslich Amokläufer an, sondern auch die Leute, die ihn soweit getrieben haben. Der Mensch wird durch sein Umfeld geformt. Wie weit Selbstverantwortlichkeit nun gehen soll, darüber kann man streiten.

    Achilleus
     
  8. JimmyVoice

    JimmyVoice Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    13. November 2004
    Beiträge:
    44.000
    Ort:
    Berlin und Wien sowas wie zweite Heimat
    Ich wusste schon warum ich gestern nicht zur Eröffnung des neuen Hauptbahnhofs gegangen bin.
     
  9. reinsch

    reinsch Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    31. März 2006
    Beiträge:
    2.818
    Hallo Tenchuu,
    ich stimme mit Dir überein. Nur der Individualismus stört mich doch sehr.

    Der Gedanke der Freiheit ist ein großer Wert, der keinesfalls zur Debatte stehen darf. Doch hört der Individualismus dort auf, wo die Freiheit der/ des anderen anfängt. Anders ist eine Gesellschaft nicht zu machen.

    Ich persönlich habe mir immer wieder die Frage gestellt, warum es in den armen Regionen der Welt mehr Mitleid (mitleiden), Verständnis und Miteinander gibt. Man sitzt in einem Boot, alle sind in ihrer Not und Situation gleich. Man versteht den Anderen, weil es ihm genauso geht. Die eigene Not ist so groß, daß wenig Energie bleibt, um dem anderen noch unnötiges Leid zuzufügen.

    Und im Westen werden uns Traumwelten gezeigt. Welten, die zu erreichen es sich scheinbar lohnt. Von Kindesbeinen an Hoffnungen wecken, die zu erreichen immer schwieriger werden. Es wird einem vorgegaukelt die anderen würden alles erreichen, nur man selber schafft das scheinbar in der Realität nicht. Was kann man da erwarten?

    Von leidvollem Dasein, Tod und Hoffnungslosigkeit spricht die Werbung nicht. Und auch nicht von einem tieferen Sinn unserer Existenz. Nicht einmal davon, daß man ggf. einzig und allein auf diesem Planeten ist, um nur seine Gene weiter zu geben. Also kurz, kein Wort von den SINN - Fragen unserer Existenz, die sich schon Generationen vor uns immer wieder stellen mußten.

    Und plötzlich schlägt die Realität zu. Unvorbereitet trifft sie dich in deiner Existenz. Doch da ist kein Halt mehr. Keine Religionen, keine Philosophien, keine Künste, keine Litertur. Keine Ehen, keine Familien, keine Kinder, keine Arbeit, kein SINN.

    Und dann...
    Dann kommt die Angst. Und Angst essen Seele auf, wie Reiner Werner Fassbinder so schön gezeigt hat (http://de.wikipedia.org/wiki/Angst_essen_Seele_auf)

    Oder es macht BOOM...

    Wer noch Lust hat kann ja hier mal lesen: http://www.esoterikforum.at/threads/35710&highlight=reinsch
     
  10. lola

    lola Neues Mitglied

    Registriert seit:
    26. Mai 2006
    Beiträge:
    14
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    ich bin sehr froh,nicht in Berlin zu leben
    Viele Kriminelle dort.Wird immer schlimmer,leider.
     
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