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Wie verarbeitet man den Schmerz bei Tod?

Dieses Thema im Forum "Sterben, Tod, Leben nach dem Tod" wurde erstellt von maiila, 9. April 2014.

  1. maiila

    maiila Guest

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    Hallo,....

    Wie trauert man eigentlich richtig?
    Meine Großeltern sind gestorben, als ich noch ein kleines Kind war...beide nach langer Krankheit, nacheinander.
    Damals war das Hölle für mich,weil v.a. mein Opa mir immer viel Halt und Sicherheit und Geborgenheit im Leben gegeben hat, den ich bei meinen gestressten Eltern nie hatte.
    Als er dann gestorben ist, gab es keinen wirklichen Raum zum Trauern, da meine Eltern selbst einfach überlastet waren und ihre Gefühle eher immer wegschoben...
    Ich hab mich vollkommen alleingelassen gefühlt und es war wirklich schrecklich für mich. Sogar viele Jahre später hab ich noch versucht mit meinen Großeltern zu kommunizieren. Mir haben sie einfach sehr gefehlt
    und was an Familie da war, konnte mir keine Geborgenheit geben.

    Sogar heute merke ich dieselben Schmerzen zyklisch immer wieder, die ich damals beim Tod meines Opas erlebt habe.
    Es ist ein Gefühl von...ganz alleine auf dieser Welt zurückgelassen zu werden, während sie schon in die andere Welt vorgehen....

    An und für sich ist der Tod ja nichts Schlimmes.... aber was ist mit dem Leben? Bzw den Überlebenden? :( Hoffe, das klingt jetzt nicht zu sehr depressiv...

    Aber dieses Gefühl von "Ich wurde hier in diesem Leben unter diesen scheiß Bedingungen zurückgelassen von den (einzigen) Menschen die mir wirklich Liebe gaben." ...ist noch da und es ist furchtbar.

    Wie kann man sowas verarbeiten?
     
  2. Sternenatemzug

    Sternenatemzug Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    11. November 2007
    Beiträge:
    44.830
    Ort:
    hear(hier)
    einen blick für die kleinen guten dinge bekommen
    dankbarkeit lernen
    das meine ich so...:
    die welt ist in absolutem gleichgewicht
    wo negatives
    da muss auch positives sein
    nun kann ich meinen erlebnishorizont
    auf wut und trauer ausrichten
    ich kann ihn aber auch auf wertschätzung und dankbarkeit ausrichten
    für dinge ,die sonst selbstverständlich sind
    es aber eigentlich gar nicht sind
    durch diese dankbarkeit und gelebte wertschätzung sag ich mal
    gibts du deinem leben eine andere tendenz
     
  3. 0bst

    0bst Guest

    Trauern, betrachten, hinnehmen.
    Hier war es so, daß dann das Verschieben der eigenen Position und Hinnahme gesehen wurde und daß die Trauer zurückging.
     
  4. Sternenatemzug

    Sternenatemzug Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    11. November 2007
    Beiträge:
    44.830
    Ort:
    hear(hier)
    wenn jemand gegangen ist
    bekomme ich nach dem trauern die möglichkeit
    an mir und durch mich selbst zu erwachen und erwachsener zu werden
    ich bin alleiner sag ich mal
    aber die menschen um mich werden möglicherweise dadurch wertvoller...denn das erlebt jeder mal...
     
  5. Solis

    Solis Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    22. Oktober 2011
    Beiträge:
    2.909
    Ort:
    Nordrhein-Westfalen
    Je älter man wird, desto eher wird man von den Älteren allein gelassen, die über einem sind. Nach oben hin wird es einsam, aber man selbst wird nach und nach an die Stelle gesetzt, wo die Älteren waren. Das wird nun allmählich eine neue Rolle, indem man den Jüngeren gibt, was einem die Älteren gaben. Die nächste Stufe ist, wenn den Älteren nicht mehr irdisch, sondern jenseitig nachgegangen wird.
     
  6. Marieh

    Marieh Mitglied

    Registriert seit:
    8. März 2010
    Beiträge:
    557
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    Die Gefühle, die man beim Tod eines geliebten Menschen hat, sind nur denjenigen begreiflich, die es selbst erlebt und gespürt haben.
    Ich habe es beim Tod meiner Eltern gespürt, vor allem bei meiner Mutter.
    Der Schmerz war so tief, das ich nicht mal weinen konnte, ich war wie erstarrt.
    Ich wollte es nicht akzeptieren. Dann wurde ich wütend und zoffte mit jedem, bei jeder Gelegenheit. Schließlich flüchtete ich in die Einsamkeit, wollte einfach nur meine Ruhe haben. Und dort habe ich erst angefangen zu weinen, und da erst merkte ich, dass ich meiner Mutter Vorwürfe macht "warum bist du gestorben, wie konntest du mich alleine lassen, warum bist du gegangen, was soll ich ohne dich tun". Ich hatte stundenlang geweint, bis ich nicht mehr konnte.
    Auf einmal fühlte ich eine Stimme in meinem Kopf, eine sanfte Frauenstimme, nicht aber die Stimme meiner Mutter, und diese Stimme sagte zu mir: "Deine Mutter wollte gehen, es war ihr Wunsch, lasse sie gehen. Sie wollte schon lange gehen, aber sie blieb wegen dir. Doch nun bist du erwachsen, lasse sie gehen, sie war dir eine gute Mutter, aber nun sorge du für dich selbst."
    Das saß ziemlich heftig, auch wenn alles sehr sanft gesprochen war in meinem Kopf.

    Nun begann ich alles anderes zu betrachten. Es war nicht richtig, dem Verstorbenen Vorwürfe zu machen, denn diese eigene Vorwurfshaltung dem Verstorbenen gegenüber macht unsere eigentliche Trauer aus. Betrachtet man es aber so, dass der Verstorbene aus eigenem Wunsch gegangen ist, weil es zum Beispiel seine altersbedingte Zeit war, um zu gehen, oder weil der Verstorbene krankheitsbedingt gegangen ist, um Erlösung zu finden aus dem Krankheitsschmerz, so kann im trauerendem Herzen Verstehen entstehen für den Verstorbenen anstelle von Wut und Zorn, man sei nun alleingelassen worden.

    Ich denke heute noch stark an meine Mutter, erinnere mich sehr gerne an sie, und unsere gemeinsamen Erlebnissen. Manchmal rede ich mit ihr so, als sei sie neben mir. Aber ich weiß, dass sie nicht mehr da ist, dennoch danke ich ihr, dass sie mir eine gute Mutter war, und ich mir wünsche, dass sie im nächsten Leben wieder meine Mutter wird.

    Die einen selbst zerreißende Trauer hängt sehr viel damit zusammen, dass man dem Verstorbenen Vorwürfe macht. Manchmal ganz unbewußt. Doch genau diese eigene Vorwurfshaltung sollte man sich bewußt machen, um den Verstorbenen - aus welchen Gründen auch immer er/sie gegangen ist - in Frieden ruhen zu lassen. :rolleyes:

    Nur dann findet man auch zur eigenen Seelenruhe zurück.
     
    Zuletzt bearbeitet: 11. April 2014
  7. maiila

    maiila Guest

    Danke für eure Worte
    Besonders dir, Marieh,
    ich kann mit deinen Worten viel anfangen.
    So betrachtet ist es ganz und gar widersinnig, Verstorbenen Vorwürfe zu machen; man kämpft nur mit sich selbst...
    Lieber sollte man den Lebenden Vorwürfe machen. (kleiner Scherz!!! ;) ))) )

    Nein, Im Ernst. Lieben Dank.
    Werde das Loslassen und den Inneren Frieden mit der Situation & Verstehen üben.

    Viele Grüße
    maiila
     
  8. Sternenpferd

    Sternenpferd Mitglied

    Registriert seit:
    17. Juni 2009
    Beiträge:
    34
    aber was, wenns ein plötzlicher Tod ist, wie zB durch Herzinfarkt oder einen Unfall, noch dazu in einem Alter, in dem man absolut nicht damit rechnet, abzuleben?

    das kann meiner Meinung doch kein Wunsch nach Erlösung oder einfach zu gehen des Verstorbenen sein?
     
  9. terramarter

    terramarter Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    5. Januar 2012
    Beiträge:
    2.512
    es ist ein Zeichen von Klarheit, klarem Denken, wenn man sich tatsächlich bewusst macht, dass es keineswegs sicher ist, dass ich morgen noch lebe, oder in einer halben Stunde.
    Dass wir uns das nicht bewusst machen, macht uns kaltschnäuzig, oft überheblich - und wir setzen so automatisch die Prioritäten falsch
    wenn wir nicht die Haupteigenschaft des Daseinskreislaufs erkennen: VERGÄNGLICHKEIT
    Das Herz ist viel sanfter und das Bemühen viel tiefer, Jetzt die richtigen Worte zu finden (und nicht irgendwas dem anderen reinzuwürgen), WENN mir klar wird, dass ich dieser Vergänglichkeit auch niemals entrinnen werde können. (Bis jetzt ist es noch keinem gelungen :->) oder kennt wer wen der seinen Tod überlebt hat? Freilich, Theorien gibt es viele - aber was hilft dir das?)

    Der einzige Ausweg aus dem Leid (das bei einem so realistischen, klaren Blick automatisch mitentsteht) ist ein entschiedener spiritueller Weg.
    (Und das ist nicht das selbe wie Hausfrauenesoterik oder Workshophopping... was nichts schlechtes ist - aber so funktioniert es nicht.)


    versetz dich in die Lage, beschäftige dich mit dem Tod. Das ist nicht morbide oder depressiv, sondern realistisch - und, es wird dich lebendig machen
    weil wir mit der permanenten Angst vor dem Tod und also dem Zwang etwas so großes, unumgängliches doch Verdrängen zu müssen, kaum mehr Bewegungsfreiheit haben. Man kann sich zwar dran gewöhnen. aber lustig ist das nicht
    wenn man mal ehrlich ist.






    Auch wenn der Tod (eines Familienmitglieds, eines Haustieres, oder jedes andere traumatische Ereignis) lange zurückliegt (die Zeit, also wie lange es her ist spielt gar keine Rolle) wir sind jede Sekunde sowieso eingeladen, DIESEN MOMENT ZU FÜHLEN...
    und wenn da Trauer ist, Traurigkeit oder Schmerz, wenn Tränen kommen, Verzweiflung vielleicht, ein Zusammenbruch, vielleicht von körperlicher Übelkeit begleitet oder auch nicht . . . was immer in diesem Moment erscheint
    du kannst es annehmen
    fühhlen
    so lange
    bis es sich von selbst verändert
    DU TUST NICHTS
    du fühlst 'nur'
    :->)
    fühlst dich durch






    und du wirst merken, dass wenn du dich da hinein fallen lassen kannst:
    dass unter dem Gefühl
    eine Weite und eine Ruhe ist
    die vorher nicht da war
     
  10. Werbung:
    Zur Frage, ich denke mit viel Ablenkung.;)
     
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