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wie soll ich leben, ohne dich ???

Dieses Thema im Forum "Trauer" wurde erstellt von nici, 23. Juli 2006.

Status des Themas:
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  1. nici

    nici Mitglied

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    ich kann das alles bis heute nicht richtig fassen!!!!
    mein dad(62 jahre) ist vor 5 wochen an einem herzinfarkt gestorben. er war bei mir, wie jeden tag, wir haben geredet und gelacht, kaffee getrunken, kuchen gegessen, er hat an seinen figuren weitergearbeitet.ein ganz normaler tag eben, wie immer! dann hat er gerufen: nici, ich geh jetzt, bis morgen!
    eine halbe stunde später rief meine mutter an, ich solle schnell kommen, papa sei tot.ich hab nur noch geschrien,nicht mein papa, er ist noch so jung, nicht mein papa,lieber gott bitte nicht,nimm mir nicht meinen papa!!! als ich ankam, war der notarzt dabei ihn zu reanimieren,sie haben es geschafft.er kam sofort ins krankenhaus,dort hat er mit mir noch eine ganze woche gekämpft und hat verlohren.
    warum frage ich mich! mein dad war so voller leben, er hatte noch so viel vor, wir wollten noch so viel zusammen machen.ich habe 7 wochen zuvor erst geheiratet, meinen langjährigen lebensgefährten, wir haben zwei kinder, wollten endlich ne richtige familie sein. mein dad war so glücklich darüber.er liebt seine zwei enkel so sehr, hat jeden tag mit ihnen und mir verbracht,wirklich jeden einzelnen tag! wir wollten zusammen in den urlaub....ich kann das alles nicht fassen,mein leben hat aufgehört, ich hoffe das ich träume und bald aufwache und alles ist wie immer. ich kenne kein leben ohne meinen dad!! ich will nicht ohne ihn sein !!! alles hier ist mit oder von ihm.der schmerz bringt mich fast um! meine gedanken sind nur bei ihm.ich will nicht ohne ihn sein!!!
    was soll ich nur tun????
    wie kann ich weiterleben ohne ihn ????
    alle anderen machen weiter, als sei nichts geschehen!!!
     
  2. Roah

    Roah Neues Mitglied

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    Der Kreislauf von Tod und Leben betrifft jeden - jeder weiss das - wenn aber jemand dann direkter betroffen wird - dann schauts anders aus - ich würde mich auf meine Kinder und meine Familie konzentrieren - und was soll das heißen wie kann ich weiterleben - hunderttausende sterben pro Jahr auf dieser Welt - und alle Angehörigen können weiterleben - jeder ist verschieden betreffend seelischer Verarbeitung klar - aber weiterleben ist keine Frage von seelischen Verletzungen - derer gibt es viele - sondern der Verantwortung seiner KInder wegen in deinem Falle z B.
     
  3. nici

    nici Mitglied

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    Baden-Württemberg
    -wie soll ich weiterleben-

    das soll heißen,das mein bisheriges leben vorbei ist,nichts ist mehr so wie es war. mein dad war jeden tag hier, jetzt bin ich jeden tag alleine. mir momental die kraft fehlt,ein neues leben zu beginnen,ich mir nicht vorstellen kann, das ich wieder so glücklich werden kann, wie ich es war.klar sterben jeden tag menschen, aber ich kann das nicht verkraften! ich liebe meinen dad so sehr, der schmerz nimmt mir jegliche kraft, ich kann nicht denken, nichts klappt, ich weiß nicht was ich tun soll!!! wenn du meinst, das es da einen schalter gibt, den man drücken kann um einfach weiterzumachen, dann sag mir bitte, wo der ist !!!!meinen kindern geht es gut! alle um mich herum leben ganz normal weiter, lachen, leben ..... das geht bei mir aber nicht. ich spüre nur diesen schmerz, sonst nichts!!!! also, wie stellt man das ab ???
     
  4. Roah

    Roah Neues Mitglied

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    Wien
    nein es gibt keinen Schalter - die Seele ist verletzt - und wird heilen doch das braucht lange - ist verschieden beim einen länger beim anderen nicht so lang.
    Was ich allerdings nicht verstehe ist - es geht mich eigentlich nichts an - ich meine ja nur - eine Frau mit KIndern und lebt mit ihrem Vater zusammen?? Daraus lese ich auch eine gewissen emotionale Abhängigkeit -bzw. ein nicht losgelöst sein vom Vater - in gewisser Weise löst man sich ja von den Eltern ab einem gewissen Alter - das vermisse ich bei dir -
    Du brauchst kein neues Leben beginnen du hast ja eins - lebe für deine Kinder und deinen Mann - so meinte ich das.
    Bis wieder alles klappt das wird dauern - klar .... Trauerarbeit ist harte Arbeit.
     
  5. nici

    nici Mitglied

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    Baden-Württemberg
    ich hab nicht mit meinem vater zusammen gelebt. ich bin mit 21 j ausgezogen, aber im gleichen haus geblieben. mit 26j bin ich zwei orte weiter mit meinem mann und kinder, mein dad hat bei uns im garten sein stückchen eingerichtet, wo er steinfiguren machte, bildhauerrei.er arbeitete hier im ort und kam jeden mittag zu uns, bis er abends nach hause ging !also, ich habe jeden tag meines lebens mit ihm verbracht, bzw. er war immer da, außer wenn wir im urlaub waren. er ist immer für mich da gewesen, zum reden , zum lachen und weinen, wir sind zusammen einkaufen gegangen, einfach alles haben wir zusammen gemacht.vielleicht hast du recht, ich hab mich nie von ihm trennen müssen, wie andere die ihr eigenes eben beginnen. mein dad war immer ein teil meines lebens !!! jetzt bin ich jeden tag von mittag bis abend allein, meine kinder sind unterwegs, und ich bin allein, das tut so weh, da fehlt er mir so sehr. ich gehe oft zu ihm hinter, setze mich(wie früher auch immer) und rede mit ihm. aber er ist micht mehr da, ich kann ihn nicht sehen, und doch ist er hier allgegenwärtig !!
     
  6. Shomani

    Shomani Mitglied

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    hallo liebe nici,

    ich kann deinen schmerz nachvollziehen. als meine mutter starb war ich 28, wir wohnten in einem haus, auch ich hatte da 2 kleine kinder un war verheiratet. sie war trotz meiner eigenen familie unser lebensmittelpunkt. sie hatte krebs und ich hab sie bis zuletzt gepflegt, ihr die hand beim sterben gehalten. 10 jahre hab ich getrauert wie ein hund und ich dachte ich komm nie drüber hinweg.

    heute, fast 20 jahre später, denk ich ganz anders über das leben und den tod. durch meine beschäftigung mit vielen spirituellen dingen hab ich eine andere sichtweise bekommen. es tut mir im nachhinein leid, dass ich meine mutter nicht gehen lassen konnte, dass ich sie viele jahre durch meine unsägliche trauer an mich gebunden habe. es kamen soviele zeichen, dass es ihr gutgeht, ich wollte sie nicht sehen.

    nici glaub mir, zum zeitpunkt der geburt steht schon fest wann und wie wir sterben. unser aller schicksal ist miteinander verbunden. und alles dreht sich nur um lernaufgaben. deine aufgabe scheint mir das loslassen zu sein. jeder hat sich seine lernaufgaben selbst ausgesucht.

    glaub mir wenn ich dir sage, dass es deinem papa gut geht, dass es ihn traurig macht, wie sehr du um ihn trauerst. versuche ihn loszulassen, damit erleichterst du es ihm. er wird in deinem herzen immer bei dir sein, du kannst mit ihm reden und spürst die antworten in deinem herzen.

    in den letzten jahren hab ich viele bücher über das sterben und das jenseits gelesen und ich wünschte ich hätte diese bücher schon damals gekannt. es sind bücher von elisabeth kübler-ross, james van praagh und paul meek.

    sei den anderen nicht böse, dass sie mit ihrer trauer anders umgehen als du. jeder hat seine eigene art mit verlust fertig zu werden. deswegen trauern sie aber nicht weniger als du, halt nur anders, deswegen lieben sie den verstorbenen nicht weniger als du.

    nici konzentrier dich auf dich, auf deine familie! lebe deine trauer und such dir professionelle hilfe, wenn es zu schlimm wird! rede mit deinem papa, sei dankbar dafür, dass du so ein schönes verhältnis zu ihm hattest und versuche ihn loszulassen. loslassen bedeutet nicht ihn weniger zu lieben! im gegenteil, loslassen bedeutet es ihm leichter zu machen, dort wo er jetzt ist.

    ich weiss, worte können dir in dieser phase des trauerns nur begrenzt helfen. da die trauer manchmal so gross ist, dass man keine hilfe annehmen will, weil man denkt es schmälert die liebe und die verbundenheit zum verstorbenen.

    auch hier gilt wie bei allen verlusten, die zeit heilt alle wunden. wir müssen den wunden zeit geben zu heilen, sie unterstützen und nicht dauernd dran rummachen. deine wunden werden heilen, es liegt an dir wie schnell das geht.

    ich wünsch dir ganz viel kraft und stärke!

    shomani
     
  7. nici

    nici Mitglied

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    hallo shomani,
    danke füf deine lieben worte, nur hab ich so angst ihn loszulassen, ich habe angst das er mir dann keine zeichen mehr geben kann, das er dann weggeht und ich dann völlig alleine bin. ich hoffe und glaube, das er immer bei mir ist. wie soll ich loslassen ?
     
  8. Shomani

    Shomani Mitglied

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    Bayern
    hallo nici,

    loslassen heisst in deinem fall, dass du deinem papa dankst für die intensive zeit die ihr hattet, für alles was du von ihm lernen durftest, dass du akzeptierst, dass seine zeit gekommen war. den tod annehmen ist schon ein grosser teil vom loslassen. indem du dich auf dein leben und deine familie konzentrierst. du musst keine angst haben, dass seine zeichen wegbleiben wenn du loslässt. loslassen heisst nur, dass du es ihm und dir leichter machst. eure seelen werden immer zusammengehören und es ist ja kein abschied für immer, nur auf zeit. sterben ist eigentlich nur ein wechseln der räume, von einem zimmer in ein anderes. unsere eigentliche heimat ist das jenseits, hier haben wir nur gastspiele, mit allen uns verbundenen seelen, jedesmal in anderen rollen, immer zu dem zweck zu lernen, uns zu vervollkommnen. ich weiss, jeder hat seine eigene wahrheit, dies hier ist meine :)

    sag deinem papa also, dass du seine entscheidung zu gehen akzeptierst, dass du ihn unendlich liebst und vermisst, aber auch dass du weisst, dass es ihm dort wo er ist sehr gut geht und dass eure seelen auf immer verbunden sind. und glaub mir, solange du ihn im herzen hast, kommen auch zeichen von ihm.

    liebe grüsse

    shomani
     
  9. nici

    nici Mitglied

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    Baden-Württemberg
    hallo shomani,
    ich denke das ist mein größtes problem ? ich denke nicht, oder kann kaum glauben, das es seine entscheidung war, zu gehen. wir hatten noch so viel vor, er wollte sogar noch die hochzeit meiner tochter erleben (sie ist 11). er hoffte immer noch min.10-15jahre leben zu dürfen ! wir hatten noch so viel pläne ! ich hab ihn im krankenhaus begleitet und gesehen wie er gekämft hat.er hatte im krankenhaus dann nochmal einen infarkt, er hat sich so gequält, ich sagte an seinem bett zu der ärztin, das wenn er nicht mehr kann, das sie ihn in frieden gehen lassen sollen und ihn nicht mit aller gewalt am leben halten sollen.als ich am nächsten tag nach hause ging, ging es ihm noch "gut". um 22.30uhr riefen sie dann an und sagten, er habe wieder herzrytmusstörungen und ob sie weitermachen sollten (elektrostöße). ich sagte :nein ! als ich ankam, war er schon tot.
    hab ich ihn zun früh aufgegeben ?
    hab ich ihn zum tode "verurteilt" ?
    was es die falsche entscheidung ?
    hätte er den kampf doch noch gewonnen, wenn ich ihm mehr zeit gegeben hätte ?
    fragen über fragen und keine antworten !!
     
  10. Shomani

    Shomani Mitglied

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    Bayern
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    NEIN!! ganz sicher nicht. nici vergiss nicht, dass auch deine entscheidung festgelegt war. seine zeit war gekommen und alle ärtlichen bemühungen wären umsonst gewesen. vielleicht hätten sie sein leiden noch etwas rausgezögert. aber aufzuhalten war dieser prozess nicht!! nici, dass er geht, war nicht deine entscheidung, es war seine! nun kann ich deine trauer noch besser verstehen, dein nicht loslassen können. du gibst dir die schuld! du hast aus liebe gehandelt. dein papa weiss das, glaub es mir! er ist stolz auf dich! nici versuche dir nicht die schuld zu geben, schuld ist eine schlimme sache, die sich wenn du nicht aufpasst gegen dich richtet. viele krankheiten entstehen aus schuld. du hast dir nichts zu vergeben meine liebe. alles was du getan hast, war aus liebe.

    shomani
     
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