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Wie kann ich lernen, meinen Eltern zu verzeihen?

Dieses Thema im Forum "Psyche & Persönlichkeit" wurde erstellt von kookoo, 19. November 2009.

  1. kookoo

    kookoo Mitglied

    Registriert seit:
    18. Mai 2006
    Beiträge:
    334
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    Hallo Ihr Lieben,

    Jetzt aber ehrlich: ich möchte das wirklich lernen. Es spüren lernen.
    Im Kopf ist es schnell vollbracht, aber ich leider unter wahnsinnigen Schuldgefühlen, wenn ich an mein Elternhaus denke.
    Bin schließlich schon erwachsen, sollte mich "zusammenreißen", und habe einen Groll entwickelt, den ich auflösen möchte....

    Ich meinte zu verstehen, dass alles was passiert ist, nicht mehr rückgängig zu machen ist, wollte aber schließlich das Blatt umrehen, auf meine Eltern zugehen...aber sie werden alt, kapseln sich mehr und mehr ab, oder überanstrengen sich, ihnen Arbeiten abzunehmen würde bedeuten, dass sie sich noch mehr aufhalsen.
    Danach bin ich trotzig geworden: Schaut Euch in den Spiegel, und schaut, was Ihr Euch selbst antut! Aber mir wird klar, dass sie das ja nie tun werden.

    Ich selbst aber leide darunter. Sie haben eine sehr unausgeglichene Ehe geführt, mein Vater Egomane und Choleriker, meine Mutter ist total auf ihn eingegangen, und hat ihre Instinkte darüber verloren.

    Ich hab' selbst Angst, dass meine Instinkte nicht gesund sind. Aber die Analyse darüber hilft nicht weiter.

    Ich versuche, meine eigenen Kräfte zu stärken, und fühle mich nahezu neurotisch, denn es ist ein Prozess ins Rollen gekommen, der nicht zulässt, dass ich eine "normale" (wie es bei uns als normal empfunden wurde) Beziehung weiter zulässt. Im Moment habe ich eine totale Abneigung gegen sie.

    Klartext verstehen sie nicht, weil sie sich mit dem Unterbewusstsein nicht beschäftigen wollen, das haben sie mir auch schon gesagt.
    So tun als wär nix kann ich schlecht. Ich fühe mich aufmüpfig, etwas erwacht, aber ich will es zum Guten wenden.
    Denn es ist nicht nur angehaucht von Negativität im Moment, mein Bild über Familie ist eindeutig negativ.

    Ich würde mich freuen, wenn Ihr mir ein bisschen helfen könntet....
    und ich hoffe, es war nicht allzu unverständich geschildert!

    Vielen Dank fürs Lesen!!!

    :danke:
     
  2. daljana

    daljana Guest

    evtl kannst ein wenig damit anfangen.machte mir die tage auch sehr viel gedanken,über eltern,kindheit..
    nun,seit ich selber mutter bin,versteh ich ...
    ich verzeih ihnen,habs schon.es war so wie es war..
    meine mutter,ich nehm sie wie sie ist.den,mich kann sie auch nicht ändern;)
    höre ihr zu,aber sag dann auch ,wenns zuviel wird..ich wünsche ihr sehr,das es ihr gut geht.
    ich schau nach dem kleinen mädchen in mir..dann werd ich sanft,alles oder jeder satz der mir weh tat,kommt hoch..aber ich kann ihn gehn lassen..man ist nur mensch:)
    sanftheit,liebe...so mein weg
    meiner!!:)
    alles gute dir
     
  3. kookoo

    kookoo Mitglied

    Registriert seit:
    18. Mai 2006
    Beiträge:
    334
    Liebe Daljana,

    Danke für die Antwort. Lässt Du es auch zu, das was hochkommt rauszulassen? Bzw. hilft Dir das?
     
  4. daljana

    daljana Guest

    ja,ich lass zu..alles andere wäre verdrängen.soweit kenn ich mich
    noch was..ich arbeite in der altenpflege.man bekommt viel mit,meißt sind es die töchter die zu besuch kommen.dann erzählen sie,wie war die mutter...oft ist da viel an schmerz,wut...
    dann noch,bedenke,auch wenn ich das alter deiner eltern nicht kenne..die kriegsgeneration.wenn ich da an meine oma denke..bei der wuchs ich auf..sehr dominat,streng.aber auch herzlich..meine tante sagte mir vor ner weile:du hast es nicht leicht gehabt..aber denk so,sie konnt nur so;)
    das lößte viel in mir..
    abgrenzen ist auch wichtig.grad wenn sie älter werden,die eltern
    ohne schlechtes gewissen:)
     
  5. kookoo

    kookoo Mitglied

    Registriert seit:
    18. Mai 2006
    Beiträge:
    334
    ja, Du hast Recht, meine Eltern sind schon etwas älter, mein Vater ist im Krieg geboren. Hat sehr viel davon mitbekommen.
    Alles, was in Wirklichkeit "psychisch" war, nannten sie "politisch".

    Ich hbe viel Verständnis dafür, wie sie deswegen Dinge horten, teilweise Angst haben.

    Aber unser Wertesystem ist durch die Frauen-Emanzipation total auseinandergegangen.

    Mein Vater sagt oft Dinge, die mich als Frau sehr verletzen, und ich weiß, er kennt es nicht anders.
    Dieses Abgrenzen, einfach kein schlechtes Gewissen zu haben, das fällt mir sehr schwer.
    andererseits bin ich eh so wie er, so stur....habe dieselben Probleme mit ihm wie er mit seinem Vater, da dachte ich: halt, das darf ja nicht so weitergehen, ich muss sanfer werde.

    Aber genau das ist es: ich bin nicht sanft, nur weil ich eine Frau bin.
    Er hat mich seinen Beruf nie gelehrt, weil ich ein Mädchen bin. Ich bin ihm ähnlich, und er ist auf mich los gegangen deswegen. Das tut mir sehr weh, immer noch, denn er hatte viele Männer, die bei ihm lernen durften, und ich habe das beobachtet.
    Ich sehe unsere Generation als große Chance, in Bezug darauf, dass sich auch in der Außenwelt etwas ändert. Ich will dem positiv gegenübertreten.

    Hach, naja.

    ich finde das sehr sehr mutig von Dir, wie Du mit den Dingen umgehen kannst, und auch die Arbeit in der Pflege! und auch für Dich als Mutter wünsche ich Dir alles alles Liebe von Herzen.
     
  6. daljana

    daljana Guest

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    danke für deine lieben worte:)

    es läßt sich eh nicht vergleichen..ich hatte ab 9 keinen vater mehr.der eh kaum vater war.heut weiß und versteh ich..
    im streng sein zu sich selbst,da bin ich meisterin drinn..
    dann wieder in meiner sanftheit..
    man ist eben mensch:zauberer1
    ich wünsch dir alles gute.noch viele und hilfreiche antworten
    alles liebe dir:)
     
  7. Sphaera

    Sphaera Mitglied

    Registriert seit:
    2. November 2009
    Beiträge:
    193
    Hallo,
    ich möcht auch versuchen etwas dazu zu schreiben.
    Auch ich hab große Schwierigkeiten mit meinen Eltern gehabt. Ich hatte auch ständig Schuldgefühle, dass aber nur weil Eltern (meine zumindest) viel jammern und da ich sehr auf Harmonie und Frieden aus bin hab ich immer nachgegeben, denn man kann ja Eltern nicht kränken. Man soll dankbar sein und nicht aufmüpfen.
    Dann kam ein Wendepunkt in meinem Leben.:)
    Ich sah auf einmal, dass ich an Situationen KEINE Schuld habe und auch niemals hatte. Bei mir war es so, dass ich damals noch im selben Haus wohnte mit meinen Eltern und meine Geschwister rings herum.
    Ich brach aus:D
    Jetzt wohne ich 15 min. entfernt und bin einfach nur glücklich. :D:banane::D
    Ich hab auch eingesehen, dass man Menschen NICHT ändern nur akzeptieren kann. Über die schwierige Zeit wurde niemals mehr geredet, sozusagen totgeschwiegen, damit komme ich nicht klar, denn ich finde das eine Heuchelei. :wut1: Mein Verhältnis jetzt zu meiner Mama ist ruhig und von mir aus sehr oberflächlich. Ich steigere mich nicht mehr hinein.
    Wenn du wirklich frei sein willst MUßT du loslassen. Ich weiß es ist sehr sehr schwer, aber der einzige Weg für dein Seelenheil.
     
  8. Garfield

    Garfield Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    22. Dezember 2007
    Beiträge:
    9.795
    Willst du ihnen nur deshalb verzeiehen, weil du glaubst, du "darfst" den Ärger nicht haben?

    Dann wird es nicht funktionieren.

    Du musst erstmal deine Wut annehmen und dich von ihnen emotional unabhängig machen bevor du ihnen verzeihen kannst.
     
  9. woolverine

    woolverine Mitglied

    Registriert seit:
    1. November 2009
    Beiträge:
    129
    liebe kookoo

    meine eltern sind für mich auch ein großes thema - besonders meine mutter (habe diesbezüglich in allgem. diskussion auch einen thread verfaßt) und wirklich tolle und hilfreiche antworten bekommen!!!

    "arbeite" immer noch an unserer beziehung - jeden tag
    nicht jeder tag ist gleich mal besser, mal schlechter

    wünsche dir alles gute und kopf hoch

    woolverine
     
  10. Vampyrella

    Vampyrella Mitglied

    Registriert seit:
    28. August 2009
    Beiträge:
    82
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    Hallo kookoo,

    ich habe, seit ich denken kann ein schlechtes Verhältnis zu meinen Eltern, besonders zu meiner Mutter.
    Während mein Vater sehr viel gearbeitet hat, hat meine Mutter die
    Kinder erzogen, für sie waren Pünktlichkeit, Sauberkeit und Ordnung das
    wichtigste, eine liebevolle Umarmung kenne ich von ihr nicht.
    Komischerweise habe ich, als ich erwachsen war, genau das übernommen,
    bis ich meine Kinder bekommen habe. Auch da habe ich versucht, alles
    so zu machen, wie meine Mutter es mir vorgelebt hat, aber egal, was ich
    gemacht habe, es war in ihren Augen nie richtig. Als es mir gesundheitlich richtig schlecht
    ging und sie um Hilfe, nicht für mich, sondern für meine Kinder gebeten habe,
    hat sie mir gesagt, ich wollte die Kinder, also müsste ich mich zusammen
    nehmen, ich sollte mich nicht so anstellen.
    Das war der Punkt, an dem mir klar geworden ist, dass es keinen Sinn hat,
    ihrer Liebe hinterher zu laufen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es
    für mich besser ist, den Kontakt abzubrechen. Immer, wenn ich versucht
    habe, wieder mit ihr in Berührung zu kommen, habe ich mich schlecht
    gefühlt. Ich kann meine Mutter nicht mehr ändern, ich kann aber auch
    den Kontakt mit ihr nicht ertragen.
    LG Vampyrella
     
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