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Wie ist das mit der Scham?

Dieses Thema im Forum "Psyche & Persönlichkeit" wurde erstellt von Suria, 18. November 2005.

  1. Suria

    Suria Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    13. August 2005
    Beiträge:
    1.532
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    Hallo,

    aus aktuellem Anlaß möchte ich gerne die Scham zur Diskussion stellen.

    Was ist Scham?
    Welche Funktion hat sie?
    Wie erlebt ihr Scham persönlich und wie bei anderen?
    Haltet ihr sie für sinnvoll?
    Wenn nicht, welche alternativen Gefühle statt dessen?
    Wie erlebt ihr schamloses und unverschämtes Verhalten bei euch und wie bei
    anderen?
    Welche Erfahrungen habt ihr mit der Scham gemacht?
    Wie drückt sich die Scham aus, von welchem Lebensgefühl ist sie begleitet?


    Suria [​IMG]
     
  2. Naivchen

    Naivchen Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    18. September 2005
    Beiträge:
    725
    Ort:
    Thüringen / Deutschland
    Hallo Suria

    Das habe ich bei Wikipedia gefunden:

    Schamgefühl
    Scham ist ein Homonym und bezeichnet einerseits das Schamgefühl und ist andererseits eine behutsam umschreibende Bezeichnung für den Schoß der Frau.

    Ursprungsbedeutung ist "das zu Bedeckende", von dem Altdeutschen „scama“ bzw. Angelsächsischen „scamu“.

    Scham als Gefühl
    Das Wort hat eine seelisch-emotionale Bedeutung. Scham ist die Angst vor Verachtung, also z.B. die Reaktion auf das Enthülltwerden von Intimem oder Schwäche. Sie kann von heftigen körperlichen Symptomen wie beschleunigtem Herzschlag, Erröten oder Schweißausbruch begleitet sein. Diese willentlich nicht kontrollierbaren Reaktionen können selbst wieder angstauslösend sein, die übersteigerte Furcht vor unwillkürlichem Erröten etwa wird Erythrophobie genannt.

    Das Schamgefühl gehört zur psychischen Grundausstattung des Menschen. Seine neurotische Übersteigerung oder Verlagerung ist Anzeichen einer seelischen Störung. In der Geschichte der Menschwerdung hat das Phänomen der Scham möglicherweise mit dem aufrechten Gang sowie mit der zeitlichen Entgrenzung der Fortpflanzungsbereitschaft zu tun.



    aber das wolltest du ja garnicht wissen, sondern, was wir darunter verstehen, bzw., wie wir darüber denken.


    Eigentlich empfinde ich Scham als ein "gesundes" Gefühl, welches man sich ruhig bewahren sollte.
    Bei mir geht es auch ziemlich schnell, mit dem Rotwerden:D
    Aber, es kommt auch auf die Situation an.
    In bestimmten Situationen sollte man seine Scham auch ablegen können.

    eine Schützende?

    eher unangenehm für mich (wie gesagt Situationsbedingt)
    bei anderen sehe ich es als positiven "Zug", weil sie sich dieses Gefühl bewahren konnten (auch Situationsbedingt)

    es kann aber auch albern sein, wenn es nicht angebracht ist...

    Ja

    keine Ahnung

    Negativ

    mehr Gute, als Schlechte


    Ich denke, das kann man nicht verallgemeinern.
    Wie ich hier schon laufend schrieb, es kommt immer auf die Situation an.
    Sie kann peinlich sein, aber auch von Glücksgefühlen begleitet sein.


    Liebe Grüße
    Naivchen
     
  3. Saraswati

    Saraswati Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    29. Juli 2005
    Beiträge:
    4.608
    Ort:
    Nähe Stuttgart
    Scham ist eine schützende Eigenschaft. Es ist eine Grenze, die nicht überschritten werden soll. Scham zeigt aber besonders die Grenze zu etwas, was peinlich berührt. Hat mit Blamage zu tun, mit Verrat. Scham kann bedeuten, etwas zu verbergen, mit dem man selbst nicht im Reinen ist... Andererseits kann Scham auch einfach die Grenze zur Privatsphäre abstecken. Räume, die nicht zur Diskussion stehen, wo man alleine oder zu zweit sein will, ohne Störung, ohne in Frage-Stellung. Schamgrenzen zu öffnen ist Vertrauenssache. Ich finde es aber nicht erstrebenswert, solche Grenzen grundsätzlich öffnen zu wollen. Privatheit ist eigenster Besinnungsraum, der Respekt verdient.
    lg Kalihan
     
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  4. Regina

    Regina Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    30. November 2003
    Beiträge:
    5.767
    Ich sehe die Empfindung von Scham immer in einer relativen Beziehung zum eigenen Selbstwert
    dort wo er auftritt, verät er einem etwas über sich selbst
    einen Glauben
    Kinder fühlen weder Scham noch Schande, solange sie unverletzt/unbeeinflusst bleiben
    doch sie lernen sich Ihrer selbst zu schämen, Scham und Schande über, mit und durch das eigenen Selbst zu definieren:
    durch Verletzung und Glauben

    LG
     
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  5. Saraswati

    Saraswati Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    29. Juli 2005
    Beiträge:
    4.608
    Ort:
    Nähe Stuttgart
    Dazu fällt mir gerade ein:

    Als ich so etwa vier Jahre alt war, hat unsre Putzhilfe mir- ich weiß nicht mehr aus welchem Anlass- einmal gesagt: "Schäm dich!"
    Gehorsam, wie ich war, hätte ich ihr gerne den Wunsch erfüllt. Aber ich konnte mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie das geht, sich schämen. Wie macht man das??

    :) Kalihan
     
  6. Suria

    Suria Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    13. August 2005
    Beiträge:
    1.532
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    ...und wie alt warst Du als Du Dich zum ersten Mal schämtest?
     
  7. Regina

    Regina Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    30. November 2003
    Beiträge:
    5.767
    Ich hab so eine ähnliche Erinnerung
    ich war vielleicht fünf (ich ging noch nicht zur Schule)
    der Freund meiner Mutter wollte mich demütigen (das versteh ich heute) und zwang mich, mich nackt (ich kam gerade aus der Wanne) in ein Eck zu stellen
    ich weiß noch..ich stand etwas verblüfft in diesem Zimmerecke und dachte nach, was er jetzt genau von mir wollte und warum...
    so etwas wie Schande oder Scham konnte ich damals noch gar nicht empfinden...

    LG
     
  8. Saraswati

    Saraswati Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    29. Juli 2005
    Beiträge:
    4.608
    Ort:
    Nähe Stuttgart
    In meiner Kindheit war ich sehr schüchtern und wurde schnell rot. Grobheiten hab ich schlecht aushalten können und ich erlebte mich unsicher. Aber den Begriff Scham habe ich nicht damit verbunden. Eher Furcht. Wenn ich mal was unerlaubtes angestellt hatte, war da Scham? Doch auch eher Furcht...
    Wahrscheinlich begann das Gefühl von Scham mit der Pubertät. Das war dann die Scham, den sich verändernden Körper zu zeigen.
     
  9. Ahriman

    Ahriman Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    18. November 2004
    Beiträge:
    3.385
    Ort:
    Berlin
    reden wir uns ein die scham waere gut, weil wir sie nicht verhindern koennen??

    ich selbst werde auch recht schnell rot, und haette ich nicht solche Probleme damit, waers ja nicht schlimm ( dieses reinsteigern), mich vollstaendig davon zu befreien kaeme mir wie ein Verlust auf Kosten der Lebendigkeit vor...
    wer sagt das ich mir das nicht einreden will, was denkt ihr darueber auf euch selbst bezogen??
     
  10. Suria

    Suria Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    13. August 2005
    Beiträge:
    1.532
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    Dem kann ich nur zustimmen.Ich erinnere mich an meinen ersten Tag im Kindergarten...ich wurde von anderen Kindern ausgelacht, weil ich ihrer Meinung nach nicht richtig essen konnte.
    Dieses Erlebnis verletzte und verunsicherte mich sehr, und hinterließ in mir ein tiefes Schamgefühl.
    Ich entwickelte daraufhin ein starkes Bedürfnis mich vor solcher Verachtung zu schützen.
     
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