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Wie baue ich Erwartungshaltungen ab?

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von Christophe, 18. März 2005.

  1. Christophe

    Christophe Mitglied

    Registriert seit:
    19. Dezember 2004
    Beiträge:
    167
    Ort:
    Bei Heilbronn (Nähe Stuttgart)
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    Schon seit langem trage ich ein Problem mit mir.

    Bei allem, was ich tue, hege ich immer so viele Erwartungshaltungen.

    Wenn ich zum Beispiel lerne, dann denke ich die ganze Zeit, dass ich danach genau wissen muss, was da drin stand. Ich denke dann immer ich müsse perfekt wissen, was ich zum Beispiel gelesen habe.

    DAs Problem dabei ist jedoch, dass ich mich durch diese Gedanken selbst blockiere.

    Wenn ich die Dinge zum Beispiel lockerer angehe, dann lerne ich viel besser, aber ich schaffe das meist nicht. Momentan mache ich gerade mein Abitur und ich vergleiche mich dauernd mit den Anderen und produziere dadurch wiederum solche Erwartungshaltungen. Das Problem dabei ist, dass mich diese überhaupt nicht weiterbringen.

    Im Gegenteil. Dadurch verschlechtern sich meine Leistungen enorm. Aber irgendwie denk ich dann, dass Lernen ja keinen Spaß machen darf, gerade in der Schule. Als ob es unrecht, gegenüber den anderen wäre, wenn ich locker die Schule bestreiten könnte.

    Ich weiß, dass das total abgehoben klingt, aber ich muss mir das wirklich abgewöhnen.

    Gerade in unserer Klasse haben wir da so einige Miesepeter, die sich dauernd beschweren wie hart und schlimm doch alles sei und ich glaube, dass sich dann das dann auch auf mich wieder als eine Art negative Heterosuggestion auswirkt. Eigentlich würd ich ja alles gerne locker angehenaber ich schaff es nicht.

    Könnt ihr mir weiterhelfen?
     
  2. Eberesche

    Eberesche Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    14. Mai 2004
    Beiträge:
    2.175
    Ort:
    vielleicht ein bisschen näher dran
    Hi Christophe,
    der Sinn des Lernes ist, dass man weiss, was drinsteht.
    Lass´die Vergleiche mit den anderen. Du machst dein Ding für dich und nicht für andere; und lasse dich von den anderen nicht runterziehen.
    das klingt für mich grad so, als wenn du eine Entschuldigung für deinen Leistungsabfall suchst...
    Bitte sei mir nicht böse...aber du klingst für mich sehr überheblich...vielleicht steht dir das auch im Weg. Ersetze Erwartungshaltung mit Überheblichkeit...dann klingt es für mich stimmig.
    Das ist mein Gefühl beim Lesen deines Postings.
    Wie gesagt - nicht böse sein, aber vielleicht bringt es dich ja weiter.
    Trotzdem :kiss4: Tarot
     
    Inti gefällt das.
  3. Ninja

    Ninja Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    23. Juni 2004
    Beiträge:
    5.672
    Ort:
    Salzburg
    Ich kann Dir einen Tipp geben, versuche keine Erwartungen an Dich selbst zu stellen, denn meistens bist Du enttäuscht , weil Du sie nicht erfüllen kannst. All das geht ja ehrlich gestanden viel tiefer. Warum will man perfekt sein? Warum möchte man alles wissen usw. Wenn man sich wirklich mal Zeit nimmt und die Dinge ernst und tief betrachtet, wird man erkennen daß vieles mit der Kindheit zu tun gehabt hat, oder, einfach mit der Gesellschaft, daß man geliebt und anerkannt werden möchte.
    Auf die Dosierung kommt es auch an, das richtige Maß finden, dann gelingt auch alles einfacher und unbeschwerlicher, das geht aber nicht von heute auf morgen, Geduld ist hier auch gefragt.

    Alles Liebe :kiss4:
     
  4. Christophe

    Christophe Mitglied

    Registriert seit:
    19. Dezember 2004
    Beiträge:
    167
    Ort:
    Bei Heilbronn (Nähe Stuttgart)
    Taot, Ich seh das genauso.
    Der Sinn des Lernens ist zu wissen.

    "Als ob es unrecht, gegenüber den anderen wäre, wenn ich locker die Schule bestreiten könnte."

    Ich glaube du hast gerade den Spruch anders aufgefasst, wie ich ihn eigentlich gemeint hatte. Ist aber auch dumm formuliert.

    Sagen wir es mal so. Ich hocke extrem viel zu Hause rum und unternehme viel zu wenig, was ich nach dem Abitur aber ändern werde. In einem psychologieschen Bericht (Hobbymäsig befasse ich mich oft mit Psychologie) habe ich einmal gelesen, dass Menschen, die sehr viel Zeit alleine verbringen oft mehr von sich erwarten (moralisch), wie andere.

    Ich glaube noch NICHT einmal, dass das jemand verstehen kann, aber irgendwie habe ich gerade dadurch eine extreme moralische Einstellung entwickelt (wobei ich von den anderen Menschen eigentlich kaum etwas erwarte, aber eben von mir), bei der ich manchmal das Gefühl habe, dass wenn ich gücklich bin und ein anderer nicht, dass ich irgendwie nicht das Recht dau hätte glücklich zu sein.

    Die Menschen versuchen immer anhand von den wenigen Informationen, die sie haben auf den restlichen Charakter zu schließen, was oft sehr tückisch sein kann.Vielleicht mag ja selbst dieser Text überheblich klingen, aber dazu müssten wir uns besser kennen.
     
  5. Ninja

    Ninja Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    23. Juni 2004
    Beiträge:
    5.672
    Ort:
    Salzburg
    Ich kann Dich verstehen und auch mitfühlen oder reinfühlen, weil ich als ich so alt war wie Du Dir ähnlich war, und deswegen erwacht hier meine Erinnerung sehr stark , vor allem auch das Gefühl nicht verstanden zu werden usw. Ich kenne es, wenn man alleine ist, ich kenne es wenn man mit sich selber unzufrieden ist usw., doch hatte es alles damals mit mir persönlich zu tun, mit meiner Vergangenheit und meiner Persönlichkeit. Ich arbeitete an mir, und mit der Zeit wurde ich freier und glücklicher.

    Du bist noch in so einem Bewertungssystem drinnen, vor allem bist Du zu Dir strenger als zu anderen. Fängst Du an Dich selber zu lieben, so zu nehmen wie Du bist, so zu mögen wie Du bist, wirst Du merken, es geht dann von alleine, daß Du dann merkst, auch Du darfst Dir vieles gönnen, und Dinge leicht ergattern.
     
  6. Berian

    Berian Mitglied

    Registriert seit:
    8. August 2002
    Beiträge:
    82
    Ort:
    Chiemgau, Bayern
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    Hallo Christophe,

    ich schreibe hier nicht oft, als ich aber Deinen Satz gelesen habe:

    Aber irgendwie denk ich dann, dass Lernen ja keinen Spaß machen darf, ​

    mußte ich einfach zur Tastatur greifen.

    Ich kenne auch dieses Denken, daß man sich ja nicht an etwas erfreuen darf - daß man ernst sein muß oder besser noch leidend usw. usw.

    Und ich bin dabei dieses sinnlose Denken abzulegen. Ich weiß nicht woher es kommt, aber viele Menschen glauben nur dann "gut" zu sein, wenn sie leiden, wenn es keine Freude macht usw.

    Dabei sind doch gerade die Gedanken so wichtig - und wenn man bedenkt, was man denn den ganzen Tag so denkt - achje, dann sollte man doch jeden kleinen Gedanken der Freude höchstem Wert beimessen.

    Versuche diese Form von "ich darf nicht fröhlich sein" abzulegen! Das ist ein großer und wichtiger Schritt!!!

    Du hast immer die Wahl es so oder so zu nehmen. Es mit Freude tun oder mit Mismut. Und: es macht keinen Unterschied wie Du Dich entscheidest! Das eine ist im Prinzip genausogut wie das andere.

    Nur: wenn Du es mit Freude machst, fühlst Du Dich besser! Wer also sollte Dir vorschreiben wollen, daß Du es NICHT mit Freude tun darfst? Wer? Die Miesepeter in der Schule? Deine Lehrer? Warum sollten die das dürfen?
    Nein, nur DU entscheidest. Mach Dir das immer wieder bewußt.

    Laß Dich von der miesepetrigen Stimmung nicht runterziehen - das ist zwar oft nicht leicht, aber wichtig. Sei der, der Du bist! Und DU entscheidest, ob Du Dich freust am Lernen oder nicht.

    Das geht nicht von heute auf morgen - es ist ein langsamer Prozeß sein denken zu ändern. Ich fürchte fast, es ist ein Prozeß, der niemals endet...

    Und noch ein Tipp: versuche das Lernen nicht so zu sehen, daß Du es tust um etwas zu wissen. Versuche das Lernen zu sehen als interessanten Vorgang. Versuche das Lernen selbst als das Ziel zu sehen - und nicht das Endergebnis. Das kommt dann wie von selbst. Quasi: der Weg ist das Ziel...

    Und noch eine Anmerkung:
    Du schreibst auch:

    Ich hocke extrem viel zu Hause rum und unternehme viel zu wenig, was ich nach dem Abitur aber ändern werde.​

    Ähm, da sage ich nur "Wann, wenn nicht jetzt?"

    Wenn Du was ändern möchtest: TU ES! JETZT!
    Und keine Ausreden: keine Zeit, irgendwann, bald. Wenn die Umstände besser sind!

    Denn glaube mir eines: die Umstände werden nicht besser! Es gibt immer Gründe etwas SPÄTER zu machen. TU es jetzt - oder laß es.


    Alles Gute,

    Alex
     
  7. Christophe

    Christophe Mitglied

    Registriert seit:
    19. Dezember 2004
    Beiträge:
    167
    Ort:
    Bei Heilbronn (Nähe Stuttgart)
    Nun, ich schreib in zwei Wochen mein Abitur und ob das so gut wäre jetzt alles mögliche zu unternehmen? :zauberer1

    Aber Berian, ich seh das genauso. Es gibt ein schönes Zitat von Marcus Aurelius: Das Glück hängt von der Beschaffenheit der GEdanken ab.

    Und zum Lernen: DAuernd bin ich von dieser furchtbar pessimistischen Stimmung umbeben, die mich selbst (trotz großer Mühe) immer wieder nach unten zieht. Überall beschwert man sich. MAnchmal bekomme ich den Eindruck, dass es in Deutschland zu einer Art Volkssport geworden ist sich zu beschweren. ICh bin eher jemand, der zur Tat schreitet als sich zu beschweren, da dies allein sowieso nichts hilft.

    Beispielsweise habe ich mich an der Arbeit an der Abiturzeitung mitverpflichtet um auch dort etwas mitzubestimmen oder, wenn es Probleme mit Lehrern gibt und sich alle NUR noch beschweren, dann versuche ich das Problem an der Wurzel zu packen. Ich spreche beispielsweise die Lehrer möglichst freundlich an und versuche die Probleme aus der WElt zu schaffen. Leider steht man dann meist blöd dran und bekommt oft keine Hilfe von denen, die sich dann gerade so beschweren.

    Das sind so Dinge, die ich einfach nicht verstehe. Ich kann es mir natürlich psychologisch erklären, warum man sich dauernd beschwert, ich sehe es aber nicht ein.
     
  8. Aroha

    Aroha Guest

    Hallo Christophe


    Ich möchte gerne das leben, was mich ausmacht und nicht die Erfüllung einer
    Erwartungshaltung sein.

    Schaff das zwar auch nicht immer, aber dieser Satz bringt mich immer wieder auf den Boden der Tatsachen, wenn ich mir zuviel zumute.

    Toi Toi Toi für Dein Abitur.

    Gruß Aroha
     
  9. Cailly

    Cailly Mitglied

    Registriert seit:
    21. Februar 2005
    Beiträge:
    214
    Ort:
    Dortmund
    hallo christophe,

    ich geh mal jetzt nicht auf den Punkt ein ob dir das was du tust spaß machen darf - ich denke das du dich selbst damit blockierst das du es ablehnst ist eher eine "Folge" eines ganz Anderen Problems, dem Perfektionismusdenken...
    Du scheinst auch zu den Menschen zu gehören die von sich selbst erwarten das sie "Perfekt" zu sein haben - WARUM?

    Du bist ein Mensch, Menschen haben Stärken und Schwächen; Begabungen und Fehler - und Menschen sind nicht perfekt, können es gar nicht sein, weil sie Fehler haben und machen um sich weiter zu entwickeln - willst du dich nicht weiter entwickeln?

    Du schreibst das du deine eigene Erwartungshaltung an dich selbst so wie sie ist nicht mehr haben willst - nun dann fange damit an zu sehen was DU von DIR selbst erwartest (ich seh da eben besagten Perfektionismus, kann aber auch sein das du da ganz anderes siehst) und versuche es mit Logik und Realismus zu überprüfen : unter der Fragestellung:
    wenn das jetzt mein bester Freund wäre (und nicht ich selbst) was würde ich dann von demjenigen Erwarten?

    Wenn sich dann herausstellt das du von deinem besten Freund wesentlich weniger - besonders an Leistungen - erwarten würdest, nun dann kommt der schwerere Punkt: fang an von dir selbst nicht mehr zu erwarten und sei dir dein bester (verständnisvollerer) Freund.

    liebe Grüße & toitoitoi fürs Abi

    Cailly
     
  10. Bijoux

    Bijoux Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    10. August 2004
    Beiträge:
    2.383
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    Hallo Christophe,
    du bist doch der, der mit anderen so etwas wie ein esoterisches Gemeinschaftsprojekt gruenden wollte, um damit Geld zu verdienen und beklagtest dich darueber, dass niemand dazu bereit sei?
    Nun kommt heraus, dass du noch ein Schulbub bist ;)
    Entschuldige meine klaren Worte, aber ich sage dir, was ich denke!
    Zurecht haben das die anderen als Hirngespinst erkannt.
    In deinem Alter, in deiner Lebenssituation kommt es nicht auf grandiose Ideen an, sondern, dass man erstmal versucht, seinen Platz im Leben zu finden.
    Das heisst fuer dich: Abi machen, so gut wie moeglich, dann Studium oder eine andere Berufsausbildung nach deinen Neigungen und Faehigkeiten.
    Lass dabei deine Traeume zu, sei aber auch realistisch!
    Du wirst dich Schritt fuer Schritt weiterentwickeln und Sicherheit gewinnen.
    Es ist okay, ein Einzelgaenger zu sein und es ist okay, sich in Gruppenaktivitaeten wohlzufuehlen, wichtig ist, das DEINE herauszufinden und zu tun und nicht auf andere zu schauen, die noch genau so gruen sind wie du und keine Ahnung haben, was sie wollen und was moeglich ist.
    Geh ganz ruhig deinen eigenen Weg!
    Du bist ein sehr junger Mensch in der Entwicklung und musst nicht perfekt sein!
    Das muss ueberhaupt niemand, aber ein derart junger Mensch schon mal gar nicht ;)

    Das sage ich dir aus der Perspektive meiner 60 Jahre und glaub mir, ich waere froh gewesen, haette ich in deinem Alter jemanden gehabt, der mir das gesagt haette.

    Machs gut!
    Bijoux
     
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