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Widerstand, psychologische Fehler, Disziplin

Dieses Thema im Forum "Psyche & Persönlichkeit" wurde erstellt von heugelischeEnte, 23. Februar 2015.

  1. heugelischeEnte

    heugelischeEnte Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    19. März 2011
    Beiträge:
    5.122
    Ort:
    Bad Ischl, St. Florian, Grundlsee
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    Die Lehrer und Lehrerinnen der Schulen und Universitäten halten die Disziplin für außerordentlich wichtig und wir müssen sie in diesem Kapitel ausführlich untersuchen.

    Wir alle, die wir in Schulen, Universitäten usw. waren, wissen sehr gut, was Disziplin, Ruten und Verweise usw., usw., usw. sind.

    Disziplin ist das, was man Kultivieren von Widerstand nennt. Die Schullehrer genießen es, den Widerstand zu kultivieren. Man lehrt uns, zu widerstehen, etwas gegen eine andere Sache in uns aufzubauen. Man lehrt uns, den Versuchungen des Fleisches zu widerstehen und wir geißeln uns und tun Buße, um zu widerstehen.

    Man lehrt uns, den Versuchungen zu widerstehen, die uns die Faulheit bringt, den Versuchungen, nichts zu lernen, nicht zur Schule zu gehen, zu spielen, zu lachen, die Lehrer auszulachen, die Regeln zu verletzen usw., usw., usw.

    Die Lehrer und Lehrerinnen sind der falschen Meinung, daß wir durch die Disziplin verstehen können, daß es notwendig ist, die Schulordnung zu respektieren, zu lernen, Respekt vor den Lehrern zu haben, uns unseren Mitschülern gegenüber gut zu benehmen usw., usw., usw.

    Unter den Menschen besteht die falsche Meinung, daß wir, je mehr wir widerstehen, je mehr wir ablehnen, um so verständnisvoller, freier, voller und siegreicher würden.

    Die Leute möchten nicht begreifen, daß, je mehr wir gegen etwas kämpfen, je mehr wir ihm widerstehen, je mehr wir es ablehnen, das Verständnis um so geringer ist.

    Wenn wir gegen das Laster des Trinkens kämpfen, wird es für eine Zeit verschwinden, aber da wir es nicht tiefgründig in allen Niveaus des Verstandes verstanden haben, wird es zurückkehren, wenn wir die Wachsamkeit verlieren und wir werden so viel auf einmal trinken, daß es für ein Jahr reicht.

    Wenn wir das Laster der Hurerei ablehnen, werden wir für kurze Zeit anscheinend sehr keusch sein (auch wenn wir in anderen Niveaus des Verstandes weiterhin schreckliche Satyre sind, wie die erotischen Träume und nächtlichen Verschmutzungen zeigen), und danach werden wir um so stärker auf unseren alten Weg der Lüsternheit zurückkehren, aufgrund der konkreten Tatsache, daß wir nicht tiefgründig verstanden haben, was die Lüsternheit ist.

    Es sind viele, die die Habsucht ablehnen, die gegen sie kämpfen, die sich gegen sie disziplinieren und bestimmten Verhaltensnormen folgen, aber weil sie den Prozeß der Habgier nicht wirklich verstanden haben, enden sie im Grunde damit, darauf begierig zu sein, nicht habgierig zu sein.

    Es gibt viele, die sich gegen den Zorn disziplinieren, die lernen, ihm zu widerstehen, aber er existiert weiterhin in anderen Niveaus des unterbewußten Verstandes. Auch wenn er anscheinend aus unserem Charakter verschwunden ist, betrügt uns unser Unterbewußtsein bei der kleinsten Unaufmerksamkeit, und dann fangen wir voller Zorn an, zu donnern und zu blitzen, wenn wir es am wenigsten erwartet hätten, und vielleicht aus irgendeinem Grund, der nicht die geringste Wichtigkeit hat.

    Es existieren viele, die sich gegen die Eifersucht disziplinieren und am Ende fest davon überzeugt sind, sie bereits ausgelöscht zu haben, aber weil sie diese nicht verstanden haben, ist es klar, daß sie erneut in Szene tritt, gerade, als wir sie schon tot glaubten.

    Nur in völliger Abwesenheit von Disziplin, nur in der echten Freiheit erscheint im Verstand die feurige Flamme des Verständnisses. Die schöpferische Freiheit kann niemals in einer Rüstung existieren. Wir brauchen Freiheit, um unsere psychologischen Fehler vollständig zu verstehen.

    Wir tun so als wäre Kultur und Vielfalt der Kultur das Resultat von Widerstand und Disziplin.
     
  2. Nadida

    Nadida Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    22. Juli 2014
    Beiträge:
    321
    Ort:
    Bayern
    Klasse Heugelente....

    Mein Thema....ich würde es zwar anders dozieren...es stecken da immer noch Wertungen drin..in dem was im Widerstand überwunden werden will....und auch so subtil im hingehauchtes Wie.

    Ich bin da mittlerweile radikal...da ist Freiheit...aber unter unbeaufsichtigter Verantwortung...trotzdem mit gütigen zwinkern...

    Das schlechte Gewissen...oder überhaupt das Gewissen...ist der Imwegsteher!

    Gewissen hat weniger mit Schuld zutun...sondern mit Versäumnis.
     
  3. Heidi Marley

    Heidi Marley Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    12. Januar 2015
    Beiträge:
    1.857

    Grüß Dich hEnte :) was du schreibst verstehe ich so:

    Du hast begriffen, dass Wegdrängen (Meditieren/der spirituelle Weg/disziplinieren) von Impulsen Nicht funktioniert.
    aber bedenke vielleicht: auch das drüber-nachgrübeln = wegdrängen von impulsen.

    Du leidest darunter, dass du deinen Fleischeslüsten/Faulheit/etc mit Disziplin nicht zu Leibe rücken konntest. Jetzt versuchst du die '''Disziplin''' intellektuell zu begreifen, die zb '''Fleischeslüste''' zu VER-STEHEN, zu zerpflücken - mit der Hoffnung dass es dadurch irgendwie besser würde.
    Ich glaube, dass Disziplin und Nachgrübeln und Verdrängen fast synonym sind.
    Disziplin=Nachgrübeln=Wegdrängen
    Wegdrängen=Nachgrübeln=Disziplin


    Freiheit bedeutet, frei davon zu sein, irgendetwas zwanghaft zerpflücken und verstehen zu müssen; frei davon, in impotente Gedankenspiralen (und ausnahmslos jede grübelGedankenkette ist impotent) eintreten zu müssen, und dort trocken zu verhocken :)
    Weil:
    ein Verstehen ist nicht möglich

     
  4. Heidi Marley

    Heidi Marley Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    12. Januar 2015
    Beiträge:
    1.857
    was hast du denn bis jetzt v e r s t a n d e n ?
    (gibt es dafür auch nur ein/1 Beispiel?)



    just live
     
  5. DruideMerlin

    DruideMerlin Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    22. August 2008
    Beiträge:
    6.548
    Ort:
    An den Ufern der Logana
    Freiheit ist, wenn man auch einmal auf sie verzichten kann und endet dort, wo die Freiheit der anderen beginnt. Mancher versucht nun unter dem Deckmäntelchen eines heroischen Widerstandes diese Erkenntnis außer Kraft zu setzen, um sich ein möglichst großes Stück vom Kuchen der Freiheit abzuschneiden. Ich glaube, so etwas beschreibt die Mentalität einer Ellenbogengesellschaft.

    Jedes Lebewesen hat es verdient respektiert zu werden, was kann man da also falsch verstehen? Eventuell sollte sich mancher einmal nicht so wichtig nehmen und als Nabel dieser Welt verstehen. Mao Tse-tung stand einmal vor einem großen Friedhof und sagte: „Hier ruhen jene, die einmal unentbehrlich waren.“


    Merlin​
     
    Damour, naglegt und Bukowski gefällt das.
  6. Inti

    Inti Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    12.236
    Ort:
    Nordhessen
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    Hauptthema sind hier, so wie ich das verstanden habe als Ziel die Freiheit und mögliche Behinderungen auf dem Weg die Disziplin und der Widerstand.

    Abgesehen davon, dass es m.M.n. keine wirkliche Freiheit gibt, möchte ich mich mit der Disziplin und dem Widerstand beschäftigen.

    Disziplin ist nötig, um eine Tätigkeit, oder auch einen Gedankengang ohne Beeinträchtigung und voll konzentriert durchzuführen, ohne sich durch irgendwas ablenken zu lassen. Es ist eine lineare Beschäftigung mit einem Thema, wobei es in der Hauptsache um die Zielerreichung geht. Als Beispiel könnte man die Ordnung oder auch Unordnung in einem Haushalt beleuchten. Ein Haushalt, der permanent gewienert wird, wo alles sofort weggeräumt wird, schafft eine sterile Umgebung, die völlig unlebendig rüberkommt. Das Gegenteil dessen ist eine total vollgesiffte Wohnung. Um Ordnung zu halten ist Diziplin nötig und auch um den Messiezustand zu verändern ist Disziplin nötig. Im ersten Fall grenzt die Disziplin an einen Putzzwang im zweiten Fall ist es totale Faulheit - beide Zustände sind nicht als frei zu bezeichnen.

    Das zeigt uns, dass Disziplin einfach nur eine Methode ist, die man nutzen kann.

    Nun zum Widerstand - auch da gibt es verschiedene Ursachen und Auswirkungen. Widerstand ist einfach nur der Ausdruck einer Gegenbewegung, die erzeugt wird dadurch, dass ich mich in bestimmten Situationen/Zuständen/Prozessen nicht wohl fühle und diese deshalb ändern will. Der erste Schritt hier wäre dann natürlich erst mal zu schauen, was mir Unwohlsein verursacht und warum das passiert. Denn wenn ich diesen Schritt überspringe, komme ich in eine Kampfsituation, die eskalieren kann. Der Kampf für eine Position ist immer genauso unbefriedigend wie der Kampf gegen eine Position.

    LGInti
     
  7. Lincoln

    Lincoln Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    15. Januar 2013
    Beiträge:
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    Ort:
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    Stimmt: Disziplin ist ein widerständiger psychologischer Fehler.
     
  8. naglegt

    naglegt Sehr aktives Mitglied

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    Beiträge:
    2.896
    Am Mißverständnis dieses Umstandes ist bisher noch jede Revolution gescheitert, auch die franz. Revolution.
     
  9. naglegt

    naglegt Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    25. September 2012
    Beiträge:
    2.896
    In meiner persönlichen Sprache ist Disziplin die gesunde Seite (Kinder haben eine natürliche Selbstdisziplin) und die kranke Seite, die von der Du sprichst, heugelischeEnte, die nenne ich Drill und blinden Gehorsam.

    Drill wird nur zu gerne mit Disziplin verwechselt, doch läßt sich mit Drill nur ein toter Standpunkt erreichen.
     
    Damour und ApercuCure gefällt das.
  10. Bukowski

    Bukowski Sehr aktives Mitglied

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    31. August 2008
    Beiträge:
    8.763
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    Du erinnerst mich immer an Schooko... die hatte es auch immer mit dem bösen Verstand... vielleicht liegen verstehen und verstellen ja ganz nah beieinander.... wem das wohl nicht schmecken möchte... dem Verstand? :)
     
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