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Wer kennt den tollen Hannussen? *fg*

Dieses Thema im Forum "Esoterik als Beruf" wurde erstellt von JoyeuX, 5. März 2007.

  1. JoyeuX

    JoyeuX Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    6. Dezember 2005
    Beiträge:
    9.100
    Ort:
    daheim
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    Hallo,

    ich habe mich letztens wieder an einen erinnert, der meiner Großmutter über Jahre hinweg sporadisch immer wieder Briefe schickte.
    Hannussen hat er sich genannt, kam soweit ich weiß irgendwo aus Deutschland, und geschrieben hat er solche Sachen wie "ich spüre dass du gerade viel Energie brauchst....dass du momentan in Problemen steckst....dass einiges auf dich zukommt....dass du mich gerade jetzt brauchst... blabla
    für *soundsoviel* Geld schicke ich dir.....ein beschützendes Medaillon....einen wertvollen Anhänger....ein Kraftarmband....blabla
    Wasauchimmer....

    Auch einige Jahre nach dem Tod meiner Großmutter kam plötzlich wieder so ein Brief, an sie adressiert, in dem er wieder schrieb, er hätte ganz deutlich gespürt dass sie ihn ruft ect blablabla...

    Aaaahja! :party02:


    Kennt ihr den auch? Was ist das eigentlich für ein Kasperl?
     
  2. papacha

    papacha Guest

    Hallo,

    kenne ihn nicht, habe aber mal aus Neugierde gegoogelt:weihna1

    wenn es der ist, liest sich aber ganz so: Erik Jan Hanussen (* 2. Juni 1889 in Wien-Ottakring; † in der Nacht vom 24. auf den 25. März 1933 [1] in Berlin) war das Pseudonym des als „Hellseher” und Nazisympatisant bekannt gewordenen österreichischen Trickkünstlers Hermann Chajm Steinschneider.

    Hellseher [Bearbeiten]Obwohl er sich in seinem Buch Meine Lebenslinie selbst als Hochstapler enttarnt und sogar seine Tricks veröffentlicht hatte, fand er später wieder zu seinem Metier zurück. Er versuchte viele Jahre auch, eine eigene „Schule des Okkultismus” zu gründen, was ihm letztlich aber nie gelang. Er verbesserte das klassische Hellsehkunststück Zettellesen und machte in der Presse spektakuläre Vorhersagen, wobei er häufig falsch lag, Zufallstreffer jedoch groß herausstellte. Mit okkultistischen Beratungsgesprächen verdiente Hanussen nicht nur Geld, sondern erwarb auch gesellschaftliche Kontakte.


    Prozess von Leitmeritz [Bearbeiten]1931 wurde Hanussen vor dem Kreisgericht in Leitmeritz (Böhmen) des hundertfachen Betruges angeklagt, weil er - so der veraltete Gesetzestext - "den Schwachsinn" von Gutgläubigen ausgenutzt habe. Nach einigen Monaten Dauer des Prozesses, der bis in die USA verfolgt wurde, sprach man Hanussen frei, weil es die Richter den Kunden eines Hellsehers überließen, an dessen Fähigkeiten zu glauben oder nicht. Der Weg zu einer grandiosen Karriere wurde damit erst möglich gemacht.


    Okkult-Superstar [Bearbeiten]Der als intelligent geltende Hanussen besaß mehrere eigene Zeitungen, mit denen er genau wie in seinen Beratungsgesprächen die Sehnsüchte der Leser bediente. Hanussens bunte Wochenschau war kurzfristig eine der auflagenstärksten Zeitungen Berlins. Durch "astrologische Börsentipps" konnte er Aktienkurse beeinflussen. Seine Hellsehshows wurden in Berlin Tagesgespräch und füllten schließlich zweimal täglich die Berliner Scala. Hanussen verkaufte allerhand okkulte Produkte und wurde so reich, dass er sich unter anderem eine Luxus-Yacht leistete und in Berlin ein Gebäude als Palast des Okkultismus ausbauen ließ.

    Quelle: http://www.esoterikforum.at/forum/newreply.php?do=newreply&noquote=1&p=933622

    Es gibt sogar 3 Filme über ihn, eine Biographie, ein Fim war 1988 für den Golden Globe, Goldene Palme und den Oscar nominiert.

    Quelle: http://www.prisma-online.de/ksta/film.html?mid=1988_hanussen

    Hier noch Infos über Hitlers hellseher: http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/31.12.2005/2264774.asp

    Hoffe damit kannst Du etwas anfangen?!:)
     
  3. JoyeuX

    JoyeuX Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    6. Dezember 2005
    Beiträge:
    9.100
    Ort:
    daheim
    Danke!!! :)

    Nein, der Hanussen von 1889 war es nicht, ich kann mich erinnern dass die Briefe so in den 80er, und auch noch 90er Jahren kamen.
    Muss dann wohl einer gewesen sein, der seinen Namen annahm.
    Oder vielleicht sogar ein Verwandter von dem?

    hm, Jude und fühlt sich zur SA hingezogen...
    Wer nimmt von so einem denn im Nachhinein auch noch den Namen an?
     
  4. papacha

    papacha Guest

    Ja dann war es vielleicht wirklich einer, der in "seinem" Namen weiter machte:escape: ................der Hannussen über den Du schreibst, schreibt sich ja mit doppelt-N.........Gibt ja auch genügend, die behaupten sie wären mit Nostradamus verwandt etc., um damit Kohle scheffeln zu können.

    Aber wenn es sich wie bei meinem genannten Hanussen ja offensichtlich um einen Betrüger handelte, wer wäre denn so blöde in so einem Namen weiterzuarbeiten?!!..........Obwohl nachdem der Film 1988 rauskam gab es mit Sicherheit auch in dieser Richtung "Trittbrettfahrer", die sich diesen namen wieder zu eigen machten. Aber irgendwoher muß er ja die Adresse Deiner Großmutter bekommen haben........sei es durch ein Inserat auf dass deine Oma mal antwortete o.ä..

    Bin ja mal gespannt, ob es jemanden gibt, der auch Erafhrungen mit diesem Hannussen hatte.
     
  5. JoyeuX

    JoyeuX Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    6. Dezember 2005
    Beiträge:
    9.100
    Ort:
    daheim

    Nein, ich glaub du hast da schon recht mit dem einem "n" ich wusste nicht genau wie man den schreibt, hatte nur noch seinen Namen so im Kopf....

    Ja, das hat mich auch eben gewundert, einer der als Betrüger enttarnt ist, und dann nimmt jemand anderer seinen Namen auch noch an und macht weiter...
    Naja, aber Puplicity ist Publicity, gute oder schlechte egal, er war bekannt, und der Nachfolger dachte sich vielleicht, ein bekannter "Hanussen" ist besser als ein Unbekannter Irgendwer.

    hm, ich weiß nicht.
    Auf solche Sachen ist meine Großmutter nicht reingefallen, auch die Briefe von dem Hanussen landeten immer gleich im Mist.
    Sie war auch zu sparsam dazu, um für so einen Blödsinn Geld rauszuschmeissen...Kriegsgeneration eben...
    Aber vielleicht hat er ja auch mal irgendwann irgendwas angeboten, mit einem kleinem "Guti", ein gratis Anhänger oder sowas, dann könnts schon sein, dass sie das in Anspruch genommen hat, und seitdem dann immer seine nachfolgenden Briefe bekam....


    Ja ich auch!!:)
     
  6. papacha

    papacha Guest

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    Ja das gab es ja eine zeitlang im Überfluß. Irgendwelche "Gratisamulette" etc. Mein Vater hatte vor 20 jahren auch mal so ein "Gratisamulett", aus einer Zeitschrift bestellt und bekam danach von allen möglichen "Hellsehern", "Magiern", "Astrologen" usw. Post ohne Ende, komischwerweise immer von ein und derselben Adresse aus den Niederlanden, für 100,- DM gab es da alles:zauberer1 ..........Natürlich war dort auch immer ein kurzer "Zukunftsausschnitt" dabei:zauberer1 und den Rest würde er dann bei Vorauskasse erhalten:stickout2 .

    Muß noch anführen, dass mein Vater dann tatsächlich mal im Spiel 77 ne etwas höhere Summe gewann. Denke, dass der Glaube an SEIN Amulett ihm da geholfen hatte.:)
     
  7. papacha

    papacha Guest

    Ich nochmal: Meine Neugierde hast geweckt:weihna1

    Habe weiter gestöbert und fand nun dies:

    Hanussen

    Ein angeblicher Wahrsager, der vor allem ältere Frauen mit sehr persönlich wirkenden Schreiben umwirbt, in denen er seine Hilfe bei verschiedensten Problemen (meist Gesundheit, Partnerschaft und Geld) anbietet. Für die verschiedenen Horoskope, Lebensbücher, Amulette... investieren manche Leute in der Summe horrende Beträge. Sehr häufig ist auch eine persönlich enge Beziehung mancher Klientinnen, die fast die Form religiöser Verehrung bzw. Verliebtheit annimmt.
    Der "erste Hanussen" war Hermann Steinschneider (1889-1933), ein Varieté-Künstler in Berlin. Ein "Hanussen II" (Gerhard B.) wurde 1959 wegen Rückfallbetrugs zu einer Haftstrafe verurteilt. In den sechziger Jahren trat dann Willi Gerstel als neuer Hanussen auf und nannte sich wiederum "Hanussen II".
    Der Briefwechsel läuft in der Regel über die Firma Para-Holding in Wien, während Gerstel selbst nach Zeitungsberichten in Pforzheim wohnt.

    Quelle: http://www.sekten-sachsen.de/wanted-h.htm
     
  8. JoyeuX

    JoyeuX Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    6. Dezember 2005
    Beiträge:
    9.100
    Ort:
    daheim
    Wow, was du alles findest!
    Danke!
    Wär interessant zu wissen, ob der Mensch noch im "Geschäft" ist *lol*
    Mich wundert, dass den hier keiner zu kennen scheint?
     
  9. Sunna

    Sunna Aktives Mitglied

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    1.293
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    Bayern
    Mein Ex bekam auch immer Post von "Hanussen", er hatte glaub ich bei ihm auch mal ein Amulett bestellt, so ein Magnetanhänger war das. Und ein Buch gab es auch, hab es damals gelesen, ich glaube, darin wurde hauptsächlich über die Lebensgeschichte des "echten" Hanussen berichtet, allerdings nicht, daß dieser als Betrüger entlarvt wurde, sondern da hieß es, er sei bei den Nationalsozialisten in Ungnade gefallen, weil er die Kriegsniederlage und den Fall des Dritten Reiches vorausgesehen hätte.

    Ansonsten ist mir aber auch nichts bekannt.

    Wurde die Geschichte des "echten" Hanussen nicht auch schon verfilmt? Ich meine, mich da dunkel zu erinnern.
     
  10. Jonnypony

    Jonnypony Neues Mitglied

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    Hallo!
    Ich kann Euch -inzwischen- auch etwas dazu sagen.
    Ich hab auch eine alte Tante, die Ende der 80er / Anfang der 90er dauernd Post von Hanussen bekommen hat. Mal konnte man ein goldenes Pendel, mal sündhaft teure Bücher, mal einen Dracomagnet-Anhänger ... kaufen.
    Die Firma EVD, auch unter den Phantasienamen: Para-Holding, HANUSSEN,
    Friedrich Müller bekannt, ist eine Schwindelfirma, die einem schreibt, Sie haben eine hohe Geldsumme gewonnen und dann nicht ausbezahlt (Quelle: Stiftung Warentest).
    *
    Ich hab letztens in einem Antiquariat die 8 Hanussen-Bücher für wenig Geld erworben und muß sagen, selbst 24 Euro sind für diese 8 Bücher noch zu teuer.
    Inhaltmäßig reines Geschwafel: von seiner schlechten Kindheit -natürlich ganz ausführlich-, seine Prophezeihungen, die man nicht nachprüfen kann, dauernde Wiederholungen und in seinem Buch "Erlerne meine Kunst" hat er ein paar Themen angeschnitten: So erlernst Du hellsehen (vergiß es, bei dieser Anleitung), ein bißchen Hypnose, ein bißchen Telepathie, Pendeln, Magnetismus und so wirst Du ein Medium.
    Der Einband in blauem Kunstleder ist wesentlich mehr wert als der Inhalt.
    In den ganzen Büchern taucht nicht einmal sein richtiger Name auf, es heißt nur immer: Hanussen (also: Hanussen II), einmal wird sein Geburtsdatum
    erwähnt: 21.7.1926.
    Und: sein Vater (Hanussen I) wurde 1933 ermordert. Nachdem Hanussen I Jude war, und sein Sohn außerehelich war, wuchs der Knabe in einem Heim auf, damit der Sohn vom Tod verschont blieb, lt. den Hanussen-Büchern.
    *
    Ich hab folgende Sachen aus dem Internet noch gefunden:
    *
    Zu Hanussen I (auch unter Erik Jan Hanussen bekannt, in Wirklichkeit hieß er aber: Hermann Steinschneider) war als Schwindler bekannt. Er war Hellseher, Variete-Künstler, Hofnarr....
    *
    zu Hanussen II:
    hier gibt es offensichtlich zwei Leute die sich so nannten:
    Der eine war Gerhard Belgardt, er wurde 1959 wegen Rückfallbetrug zu einer Haftstrafe verurteilt.
    Der andere trat dann in den 60er Jahren auf und hieß in Wirklichkeit:
    Willi Gerstel. Dieser war mehrmals vorbestraft wegen Betrugs, auch in einem "Personen Lexikon Hochstapelei" aus dem Internet ist er zu finden.
     
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