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Wenn ein erwachsener Mann noch nie...

Dieses Thema im Forum "Psyche & Persönlichkeit" wurde erstellt von precieuse, 13. Mai 2010.

  1. precieuse

    precieuse Guest

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    Wenn ein erwachsener Mensch (fast 30), in diesem Fall ein Mann, noch nie eine Beziehung mit einer Frau/einem Mann hatte, keinerlei Erfahrungen in diesem Bereich, also konkret was Mann und Frau oder Mann und Mann angeht - und dazu noch sehr ängstlich ist, Verlustängste hat, Versagensängste, ich glaube auch Angst vor Frauen, sich oft selbst bemitleidet und auch Vorwürfe macht -

    was kann das für Ursachen haben? Was kann da dahinter stecken?

    Ich gehe nicht davon aus, dass so ein Verhalten angeboren ist, in die Wiege gelegt wurde.

    Ich tippe eher auf bestimmte Kindheitserfahrungen, Traumata/Traumen... - er hängt sehr an seine Mutter.

    Mich würde interessieren, was das für Ursachen haben könnte. Hat jemand eine Idee?
     
  2. Melodie

    Melodie Mitglied

    Registriert seit:
    23. November 2004
    Beiträge:
    755
    Ort:
    Stuttgart
    Da liegt der Hund begraben!
    Beste Grüße,
    Eva
     
  3. - wo andere zu wenig oder gar keine, hat er zuviel Liebe von seiner Mutter bekommen.....

    - als Dunkelkrieger hat die Mutter ihn vor allen Gefahren zu bewahren versucht
    und ihm eine Heile Welt gezeichnet aus der er nun hyperängstlich erwacht....

    - Nun die Liste ist lang, drum erstmal diese Beiden zur Anregung..... :)
     
  4. Hauptsache, es ist immer die Mutter "schuld"...:confused:

    Sie kanns wohl nie recht machen, entweder zuviel oder zuwenig Liebe..:rolleyes:
     
  5. Weshalb "ärgerst" du dich nur, statt selbst "Möglichkeiten" aufzuzeigen......????
     
  6. precieuse

    precieuse Guest

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    Danke euch schon mal!

    Die Mutter, die Kindheit, das ging mir auch schon alles öfter durch den Kopf...

    Soweit ich weiß, gab es da in der Kindheit eine Zeit, in der er sich mehr mit sich selbst beschäftigt hat oder beschäftigen musste. Das ist es auch, was mich so stutzig macht. Einerseits vermute ich da eher Vernachlässigung, andererseits ein heftiges Erdrücken, ein Zuviel an Liebe. Hm.

    @SunnyAfternoon

    Schuld? Mich interessieren mögliche Ursachen. Dass die Schuld an sich hier eine Illusion ist, das ist mir bewusst, aber darum geht es hier ja jetzt auch nicht. Es geht vielmehr ums Verstehen können, mögliche Hintergründe. Hast du eine Idee?
     
  7. alphastern

    alphastern Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    9. September 2007
    Beiträge:
    24.276
    Ort:
    Deutschland
    Wenn jemand nie gelernt hat, Verantwortung über und für sich selbst und sein Leben zu übernehmen, eigene Entscheidungen, Wünsche und Ziele im Leben für sich "zu realisieren", ein eigenes, bewußtes "Ich" wahrzunehmen.. dann wird diese(r) auch in späteren Jahren von anderen "gelebt". Die Seele im inneren kämpft um Verwirklichung, daher steigen früher oder später auch Ängste in einem hoch, wenn man nicht wirklich zu leben gelernt hat...

    Den Weg daraus kann nur mit Geduld und Gelassenheit gegangen werden... Kleine Schritte in die "Selbstständigkeit", Selbstbewußtsein langsam aufbauen.. evtl. in kreativen Gruppen, Abendkursen (Kochen lernen...)... oder therapeutische Hilfe in Anspruch nehmen... was aber wieder erstmal die Verantwortung an jemand anderen abgibt... Wenn der Leidensdruck zu groß geworden ist... wacht man irgendwann von selbst auf ;)
     
  8. precieuse

    precieuse Guest

    Danke dir alphastern!

    Das denke ich auch.

    Ja, so geht jeder seinen Weg, so macht jeder andere/seine eigenen Erfahrungen...
     
  9. Alice94

    Alice94 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    14. März 2010
    Beiträge:
    3.103
    Aus meiner Sicht liegst Du völlig richtig. Sowohl emotionaler als auch sexueller Missbrauch seitens der Mutter in der frühen Kindheit können dazu führen, dass der traumatisierte Betroffene später aufgrund von Abwehr- und Vermeidungsmechanismen die monogame Partnerschaft zum Gegengeschlecht ausschlägt. Abwehrend wird das diabolische Bild der ausblutenden Mutter unbewusst auf den potentiellen Partner projiziert.

    Eine weitere Ursache, Beziehungen zum anderen Geschlecht auszuschlagen sind symbiotische Bindungsgewalten. Wenn in der frühen Kindheit die Mutter verbal oder nonverbal dem Kind suggerierte, dass sie von ihm abhängig ist, ohne ihn nicht leben kann, werden in dem Kind diese internalisierten Schuldgefühle und Bindungen reakitiviert, sobald es sich emotional von der verinnerlichten Mutter entfernen will - z. B., indem es sich später einer anderen Frau zuwendet und damit gegenüber der introjizierten Mutter die Loyalität bricht. Noch schlimmer ist es, wenn das Kind einzig Bedeutung in der Symbiose mit der Mutter fand, wenn es außerhalb dieser nur gering geachtet und aufgebaut wurde. Ist dies der Fall, wird der in der Psyche Kind gebliebene Erwachsene kaum ein Wertgefühl dafür entwickeln, für sich aktiv Beziehungen einzugehen. Er wird zudem das Gefühl der Bedeutsamkeit verlieren, wenn er der Mutter untreu wird, weil er nur in dem loyalen Verhalten ihr gegenüber Achtung, Anerkennung und Sinn erfuhr. Das ist vor allem bei identitätsheischenden Eltern der Fall.

    Auch eine zu tiefe Bindung an die Mutter und ein krankhafter Narzissmus können verhindern, dass der Erwachsene die Nähe zum anderen Geschlecht sucht. Er fürchtet unbewusst, dass sich eine emotionale Abhängigkeit wiederholt. In Scheidungsfällen ängstigt ihn unbewusst, dass auch er vom Partner verlassen und verletzt werden könnte, dass seine Verbindung zu Bruch geht und er genauso leiden muss wie damals seine Elternteile.

    Verwöhnung erzeugt einen übermäßigen Narzissmus. Solche Menschen meiden oftmals generell den Kontakt mit anderen, weil sie niemals die Ansprüche des Narzissten erfüllen können und ihn damit kränken. Diesen Kränkungen möchte er ausweichen. Eine Freundin kann niemals das Verständnis, die Zuwendung und Einheit bieten, die das kleine Kind bei einer übermächtigen, allumsorgenden Mutter erfuhr. Ein solcher Mensch muss sich dringend verabschieden von der Kindheit, der guten, großen Mutter, um lebensfähig zu werden.

    Was bei Dir die Ursache ist, verraten Dir Deine Träume, die Du aufschreiben und später deuten lernen solltest. Sie sind ein Wegweiser, denn sie sind laut Freud der Königsweg zum Unbewussten, in welches Deine Ich-Zensur psychischen Konfliktmaterial wie Traumata und emotionale Bindungen verdrängte. Im Schlaf ist diese Zensurmaßnahme des Ichs geschwächt, so dass jene Konflikte im Gewand von Traumsymbolen hervortreten können. Verstehe ihre Sprache und Du verstehst Dich selbst.

    Sexuelle und emotionale Missbräuche in der frühen, prägsamen Kindheit haben nicht nur Fluchtverhalten bezüglich Partnerschaften zur Folge, sondern auch sexuelle Deviationen wie Homosexualität, Fetischismus, Sadismus, Masochismus, Pädophilie usw. Statistisch nachgewiesen ist z. B., dass in der biographischen Anamnese Homosexueller auffallend oft sexuelle Missbräuche in der Kindheit durch ein Elternteil vertreten sind.
     
  10. magdalena

    magdalena Sehr aktives Mitglied

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    zur frage:

    hat dem vater vielleicht an männlichem selbstbewusstsein gefehlt?
    hat die mutter vielleicht darunter gelitten, dass sie keinen selbstbewussten mann hat - ohne sich die realität wirklich bewusst zu machen - aus ihren verlustängsten heraus?

    dann wäre sohn geschädigt aus den wechselwirkungen heraus.
    die unglückliche mutter - das unbefriedigende männliche vorbild -
    das übernehmen der verlustängste -
    die aus dem ganzen resultierenden verdrängungen.....

    vermutung.
     
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