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Wenn Du entdeckst, dass Du ein totes Pferd reitest...

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von Katarina, 10. Mai 2006.

  1. Katarina

    Katarina Guest

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    Hallo,

    bei Nordluchs (oder war es Nordlicht?) habe ich soeben diesen Spruch entdeckt, der mich irgendwie sofort sehr berührt hat: "Wenn du entdeckst, dass Du ein totes Pferd reitest, dann steige ab." (Dakota)
    Ich glaube, ich habe gleich mehrere tote Pferde unter dem Sattel. Aber woher weiß ich, dass diese nicht scheintot sind und durchaus zum Leben erweckt werden könnten. Wie macht Ihr das? Entdeckt Ihr sofort, wann Ihr ein totes Pferd reitet und wie unterscheidet Ihr ein totes Pferd von einem, dem man durchaus noch Leben einhauchen kann?

    Katarina :)
     
  2. Saraswati

    Saraswati Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    29. Juli 2005
    Beiträge:
    4.608
    Ort:
    Nähe Stuttgart
    Dazu fällt mir spontan ein, dass ich lieber zu Fuß gehe...
    lg Kalihan
     
  3. Nordluchs

    Nordluchs Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    27. März 2006
    Beiträge:
    2.208
    Ort:
    Schleswig Holstein
    Hallo Katarina!

    Na, da mußte ich jetzt aber was zu schreiben. :weihna1

    Im Grunde heißt das ja, sinngemäß übersetzt, dass, wenn du merkst, dass es nichts mehr bringt, was du gerade machst, fühlst oder denkst, dann höre auf damit. steige ab, und vergiss es.

    Und wenn ich nun merke, dass irgendetwas nichts mehr bringt, dann weiß ich doch schon, dass dieses Pferd tot ist. Tod ist ja nichts anderes wie Transformation. Das Pferd sehe ich jetzt mal als Symbol für Kraft und Energie. Und wenn ich merke, dass das Pferd (meine Kraft und Energie, die ich irgendwo reinstecke) tot ist, dann steige ich ab und transformiere diese Energie. Das heißt ich widme meine Kraft und Energie anderen Dingen.

    Naja. Ich fand den Spruch auch sehr schön. Deswegen habe ich ihn ja auch dahin geschrieben. ;) Aber ich habe auch schon bemerkt, dass es hier noch sehr viele schöne Sprüche gibt. :)

    LG
    Nordluchs (Obwohl Nordlicht auch passen würde -grins-)
     
  4. Katarina

    Katarina Guest

    Hi Nordluchs,

    Ja, und wie ist das nun mit der durchaus vorhandenen Kraft und Energie, die in etwas investiert wird, - aber ohne das erwünschte Ergebnis? Und wie ist das mit den im Prinzip eindeutig toten Pferden, die aber nur deshalb tot sind, weil man sie für tot erklärt. Man wüßte, sie würden lebendig, wenn man sie lebend haben wollte, aber man will nicht und klebt trotzdem an ihnen. Wie klärt man nun, ob das ein totes Pferd ist oder eines, das sehnsüchtig darauf wartet, zum Leben erweckt zu werden?
    Ich weiß, das kann man immer nur für sich selber klären, aber ich hätte sooooo gerne ein Patentrezept.
    Um es mal praktisch anzugehen. Ich habe einen Beruf, den ich nicht mag. Er hat zwar schöne Seiten, für mich überwiegen aber die unangenehmen Seiten. Ich habe viel viel Energie in diesen Beruf investiert (Studium als alleinerziehende Mutter von damals drei Kindern) und ich bin begabt und leiste gute Arbeit. Der Punkt ist nur: Ich will nicht! Ich hasse es auf den Tod, wenn mich jemand verpflichten möchte, wenn ich gebunden bin, wenn ich abhängig bin, wenn ich etwas tun muss, weil mir jemand das so vorgibt. Genau das aber bringt mein Beruf mit sich. Gleichzeitig aber kann ich ja mit der Haltung kein Geld verdienen und bin somit finanziell von meinem Mann abhängig. Ich hasse aber Abhängigkeit und so kreiere ich mit meinem Abhängigkeitshass genau die Abhängigkeit, die ich so hasse. Ist schon toll wie wir Menschen so ticken. So, wie finde ich nun heraus, ob meine Berufstätigkeit (zu allem Übel habe ich mich vorletztes Jahr auch noch selbständig gemacht) ein totes Pferd ist. Ich meine, das ist echt der Hammer. Ich sitze in meinem Büro und hoffe, dass niemand anruft und was von mir will. Das muss man sich mal vorstellen. Und wenn ich mir dann sage, Frau mach`Deinen Laden doch einfach zu, dann habe ich vor Augen, dass ich dann auf ewig finanziell von meinem Mann abhängig sein werde (was ich irgendwie ohnehin schon bin). Soll ich mein totes Pferd (sprich meinen Beruf) nun gegen meinen inneren Widerstand mit Leben erfüllen? Igitttt! Und wenn nicht, was dann?

    Liebe Grüße

    Katarina :)
     
  5. Nordluchs

    Nordluchs Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    27. März 2006
    Beiträge:
    2.208
    Ort:
    Schleswig Holstein
    Tja Katarina. Das ist ein echtes Problem. Einerseits möchtest du schon deinen Beruf aufgeben, andererseits möchtest du dich aber nicht abhängig machen. Im Grunde steigst du dann von einem toten Pferd ab und auf ein anderes totes Pferd drauf.

    Hast du schonmal darüber nachgedacht, warum du die Abhängigkeit von anderen so hasst? Das muß ja seinen Grund haben. Eine Ursache. Vielleicht solltest du das erstmal klären.

    Ich habe keinen Führerschein und wohne in einem Dorf, von dem man nur mit dem Auto weg kommt. Ich muß, wenn mein Mann zur Arbeit ist, immer jemanden fragen, ob er mich fahren kann, wenn ich mal zum Arzt muß oder so. Das ist auch nicht schön, aber ich kann es nicht ändern (Führerschein, zweites Auto. Das ist einfach zu teuer) und deswegen akzeptiere ich es. Was nützt es mir, wenn ich mich darüber aufrege. Garnichts.

    Du mußt für dich selbst rausfinden, was für dich wichtig ist. Wenn du in deinem Beruf einen inneren Widerstand fühlst, der dich sogar dazu bringt iiiiih zu sagen, dann würde ich ihn aufgeben.

    Dann müßtest du rausfinden, warum du die Abhängigkeit hasst. Es kommt ja auch immer auf die Sicht der Dinge an. Mein Mann muß mich zwar mit ernähren, aber bin ich deswegen Abhängig? Er arbeitet, ich mache den Haushalt und die Kindererziehung. Wir haben uns das so aufgeteilt. Wenn ich etwas haben möchte, dann frage ich nicht lange. Sofern wir uns das leisten können, kaufe ich es. Ich habe es mir verdient. Schließlich arbeite ich auch und zwar im Haushalt. Sind es größere Sachen, die ich haben möchte, Sachen die teuer sind, dann rechne ich nach, ob wir uns das leisten können, diskutiere das mit meinem Mann durch und dann entscheiden wir gemeinsam. Da ist absolut nichts von Abhängigkeit.

    Warum also fühlst du dich abhängig? Weil du so denkst, ist es so. Und das hat einen Grund, den du rausfinden mußt.

    Genauso solltest du dich fragen, warum du hoffst, dass niemand anruft und was von dir will? Auch das hat seinen Grund.

    Ist leichter gesagt als getan. Weiß ich. Aber mir fällt ehrlich gesagt zur Zeit nichts besseres dazu ein. Naja... vielleicht hilft es dir ja wenigstens ein klein wenig. :)

    LG
    Nordluchs
     
  6. Katarina

    Katarina Guest

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    Liebe Nordluchs,

    klar habe ich schon darüber nachgedacht, warum ich Abhängigkeit so hasse. Wie ich in einem anderen thread schon sagte: an Wissen darüber, warum die Dinge so sind, wie sie sind, mangelt es mir nicht. Es gibt soviele Erklärungen dafür, die alle richtig sind. Die Erfahrung, als bedürftiges Baby/Kleinkind verlassen zu werden, führte zu einer Aversion gegen Bedürftigkeit/Abhängigkeit. Meine Devise wurde und ist noch: Sei immer stark! Und gleichzeitig auch der uneingestandene Gegenpol: mich endlich einmal schwach zeigen zu können. Dann als junges Mädchen das Vorbild in einer Emma und Courage lesenden Mutter, die aber im Herzen selbst ein totales Weibchen ist. Und noch vieles vieles mehr.....Gleichzeitig ist mir aber völlig bewußt, dass das meine eigene Entscheidung ist und immer war. Ich sehe die Dinge nicht mehr so sehr kausal, sondern eher synchron. Ich war auch als Baby nie Opfer von mich verlassenden Personen. Ich habe das inszeniert.
    Ich weiß auch, dass dieses Verhalten der Schmerzvermeidung dient. Ich könnte ja auch sagen: Okay, dann bin ich halt abhängig. Und wenn`s weh tut, dann heule ich halt. Geht sicher wieder vorbei.
    Ich könnte die Dinge auch einfach anders sehen, - so wie du z.B.. Ich habe es durchaus schon versucht, das so zu tun. Aber ich habe mir mein Muster richtig schön stabil gezimmert und da hänge ich einfach drinnen und drehe mich wie ein Hamster in seinem Pol-Gegenpol-Rad. Ich finde nicht einmal den Ansatzpunkt, da hinauszugelangen. Der berufliche Punkt ist ja nicht der Einzige in meinem Leben, wo ich Hamster spiele. Ich mache das überall so und überall sehe ich genau, was ich tue. Während ich es tue, während ich empfinde, bin ich mir völlig darüber bewußt, was ich da eigentlich tue und wie sehr ich mein Drehbuch ständig selber schreibe. Ich würde das so gerne beenden. Jemandem anderen würde ich raten: "Just do it!", aber wie geht "just do it"?
    Ich weiß, die Antwort muss ich selber finden. Grrmmmpppfffff!

    Katarina :)
     
  7. Saraswati

    Saraswati Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    29. Juli 2005
    Beiträge:
    4.608
    Ort:
    Nähe Stuttgart
    Hallo Katarina,

    dein Problem spricht mich an, denn ich habe das ähnlich erlebt. Also, dass mir meine berufliche Situation nicht mehr passte, aus verschiedenen Gründen und dass ich gleichzeitig größte Vorbehalte gegen finanzielle Abhängigkeit in der Ehe hegte.
    Habe aber dann das Thema Abhängigkeit/Stärke (und so weiter) untersucht und dann schließlich (und das in der heutigen Zeit, naja, vor zehn Jahren) meinen unkündbaren Job selbst gekündigt... Habe es nicht bereut. Denn in dieser Phase fand ich erstens einen neuen Bezug zum "Loslassen", zweitens viel Zeit für mich selbst, in der sich vieles zurechtrütteln konnte, weil ich ja nichts festhalten musste. Ich konnte auf mich zukommen lassen was dran war und kommen wollte, und es hat sich was Neues entwickeln können, das wirklich freies Arbeiten bedeutet. Und wenn ich müsste, könnte ich inzwischen davon sogar (bescheiden zwar) alleine leben...

    lg Kalihan
     
  8. Rucola

    Rucola Guest

    Hallo Katarina,

    vielleicht hilft dir die Erkenntnis, dass dieses "ich" von dem du sprichst nicht der "Macher" all dessen ist - also keinen Einfluss hat -
    sondern lediglich die Instanz die alles nur beobachtet?

    Gruss Rucola :escape:
     
  9. Zauberin

    Zauberin Guest

    Hallo Katarina!

    Die Zauberer nennen es, zwischen verschiedenen Wegen "den Weg mit Herz" zu finden.
    Dazu geben sie folgende Tipps:

    ..Darum musst du immer daran denken, dass ein Weg nur ein Weg ist. Wenn du fühlst, dass du ihn nicht gehen willst, musst du ihm unter gar keinen Umständen folgen. Um so viel Klarheit zu haben, musst du ein diszipliniertes Leben führen...

    ..Aber deine Entscheidung auf dem Weg zu bleiben oder ihn zu verlassen, muss frei von Furcht oder - Ehrgeiz sein...
    ...Dann stell dir und nur dir selbst eine Frage: "Ist dieser Weg ein Weg mit Herz? ...Der eine (= Weg mit Herz) macht dich stark, der andere schwächt dich...

    .. man weiß, dass man sich auf dem Weg mit Herz befindet, wenn man eins mit ihm ist, wenn man auf seinem Weg Frieden und Freude findet....


    Für mich sind die Einleitungen der Zauberer die "praktischsten" von allen.
    Wahrscheinlich, weil ich eine Zauberin bin. :D

    Alles Gute :)
    P.
     
  10. Blau

    Blau Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    21. August 2004
    Beiträge:
    1.336
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    Ich denke, Leben und Tod sind im Grunde dasselbe.
     
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