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Welche Erfahrungen macht ihr mit KI in euren Unternehmen?

Dieses Thema im Forum "Gesellschaft und Politik" wurde erstellt von biberbaby, 15. März 2019.

  1. biberbaby

    biberbaby Mitglied

    Registriert seit:
    11. März 2016
    Beiträge:
    88
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    Ich habe ja keinen Durchblick über eure beruflichen Beschäftigungen, aber Fragen kostet ja nichts und vielleicht könnt ihr mir ja etwas weiterhelfen. Wir hatten heuten in der Firma einen Jour Fixe und da ist es darum gegangen, dass wir in Zukunft mehr auf Künstliche Intelligenz setzen sollen. Und genauer gesagt bei den Finanzen und halt vor allem in der Buchhaltung. Angeblich damit andere Kompetenzen besser eingesetzt werden können. Daher würde mich mal interessieren, wie man konkret KI für Finanzen nutzen kann. Hat jemand aus dieser Runde Erfahrungen damit? Vielen Dank vorab!
     
  2. Clipsi

    Clipsi Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    8. Juni 2018
    Beiträge:
    2.893
    25% Peronaleinsparung. Mehr Härte. Und am Ende findet sich alles wieder dort wie vor 20 Jahren, nur unangenehmer.
    Schräge Vögel haben das sagen, jene für die nur die Arbeit exisitiert. Das normale Leben, Familie, Freunde, gerät in den Hintergrund.
     
  3. Emilia5

    Emilia5 Mitglied

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    41
    Ort:
    Wien
    Also mit Finanzen und Buchhaltung habe ich jetzt nichts zu tun aber wir schauen bei uns in der Firma, dass wir uns im Bereich Digitalisierung weiterbilden.
    Ich gehe diesen Mai auch wieder zu einem Kongress zur Weiterbildung. Hat mir letztes Jahr sehr gut gefallen und auch sehr interessante Einsichten geliefert. Du könntest dir vielleicht mal ansehen ob bei dem Akademie3 Kongress etwas dabei ist, was in deine Richtung geht.
     
  4. biberbaby

    biberbaby Mitglied

    Registriert seit:
    11. März 2016
    Beiträge:
    88
    Vielen Dank für eure Antworten! @Clipsi es tut mir leid, dass du das in deinem Unternehmen so wahrnehmen musst. Kann es auch sein, dass die Handhabung von Unternehmen zu Unternehmen abhängt? @Emilia5 ich schaue mir gerade diese Homepage an und offensichtlich reden wir von zwei unterschiedlichen Veranstaltungen. Unabhängig davon sind da meines Erachtens einige interessante Themen dabei. Aber muss man da schon viele Fachkenntnisse mitbringen?
     
  5. PsiSnake

    PsiSnake Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    5. August 2007
    Beiträge:
    18.856
    Ort:
    Saarland
    Die mittel- bis langfristige Zukunft sieht entweder so aus, dass sehr viele Menschen keine Arbeit mehr finden, weil KI und Maschinen sehr viele Dinge besser und billiger können. Oder sie sieht so aus, dass wir nicht mehr arbeiten müssen, weil es nicht mehr notwendig ist.

    Kommt darauf an wie sich die Gesellschaft entwickelt, ob da das eine oder das andere eintritt.

    Habe auch selbst schon eine simple KI für eine zuvor bestehende Evolutionssimulation kreiert. Organismen haben 6 verschiedene Möglichkeiten mit ihren Segmenten (= Körperteile, für jedes Segment potentiell unterschiedliche Reaktionen, gibt auch simple Augen, wenn man sie so nennen will) auf über 30 unterscheidbare (ist etwas komplexer, aber drücke mich kurz aus) Segmente von anderen Organismen zu reagieren. Am Anfang ist das absolut nicht intelligent, sondern zufällig generiert. Nun sterben die Organismen die falsch reagieren aus, während die "richtige" Reaktion damit belohnt wird, dass sich der Organismus fortpflanzt. Dann gibt es eventuell Mutationen, und vielleicht sind die Reaktionen in der nächsten Generation noch besser, und die Nachkommen sind noch erfolgreicher. Letztlich sieht das dann nach einiger Zeit durchaus intelligent aus, Organismen fliehen vor Feinden, stürzen sich auf Beute oder ignorieren Segmente mit denen sie nichts anfangen können. Aber habe in Wirklichkeit einfach nur die Bausteine vorgegeben, und deren "Intelligenz" nicht selbst programmiert.

    Nun bin ich nicht einmal ein echter Programmierer, oder wirklich gut darin, und es kommt trotzdem was vernünftiges dabei heraus, wobei ich natürlich vom existierenden Programm als Basis profitiert habe, aber die KI ist komplett meine. Wobei ich sie eigentlich nicht wirklich selbst ins Spiel gebracht habe, sondern die Evolution hat es für mich getan.

    Programm ist nicht ursprünglich meins, aber die KI (unter anderem) ist es sogar komplett.

    Ja, ich verstehe den verrückten KI-Programmierer komplett, es ist richtig toll, zu sehen, wie sie sich entwickeln. Biogenesis-Organismen werden aber dauerhaft nur eine Gefahr für ihre Mitbewohner sein. Skynet bekomme ich nicht hin, dafür bin ich zu doof :p.

    Wer sich das anschauen will:
    http://sourceforge.net/projects/biogenesiscolor/

    Man kann die ganzen Reaktionen übrigens auch selbst einstellen, und testen ob man es besser kann als die Evolution, indem man die eigene Kreatur in eine bestehende Welt setzt. Für alle Kreativen und Kreationisten.

    LG PsiSnake
     
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  6. Alesius

    Alesius Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    9. Juli 2012
    Beiträge:
    622
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    Was ist eine KI?
    Früher war es so, dass eine KI aus bestimmten, vom Programmierer, vorgegebenen Routinen bestand und aufgrund dessen zu Ergebnissen kam. Vorteil war hier besonders die Schnelligkeit und Automatisierung. Heute ist es zunehmend so, dass wir selbstlernende KIs haben. Diese "probieren" alle Möglichkeiten aus. Sie lernen hier, wie wir Menschen, aus ihren Fehlern und bilden dadurch eigene Entscheidungspfade. Der Nachteil ist hier für mich: irgendwann kommen sie hier auch zu einem Punkt, wo der Schöpfer (also der Mensch) die KI nicht mehr verstehen wird. Und die Frage wird sein, ob wir so etwas wirklich wollen und welche Entscheidsfreiheit wir der KI überlassen werden.

    Meine Wahrnehmung zu dem Thema:
    allgemein herrscht im Kapitalismus eine Fixierung aufs Geld und der kurzfristigen Gewinnrendite. Dadurch gibt es immer mehr Tendenzen alles in Zahlen zu Bewerten. Derlei Bewertungen nehmen derzeit sehr extreme Formen an und werden stark Übergewichtet, sodass andere Dinge, die einen Menschen ausmachen untergewichtet werden. Das Verstärkt u.a. das Gefühl vom "Konkurrenzdruck" und die Frage/Sorge "Was bin ich Wert?" oder schon "Bin ich noch genug Wert?". Der Computer kann in der Hinsicht alles besser - ihm sind Bewertungen egal. Er machts einfach, ohne etwas in Frage zu stellen. So zeigt er uns auch unsere vermeidlichen Schwächen in den Bereichen. Die KI wird das Verstärken. Sie erscheint nützlich, wird gleichzeitig aber auch immer mehr menschliche "Arbeit" überflüssig machen, da sie im Bereich der Wertungen und Zahlen, einfach schneller ist.

    Eine KI an sich ist nichts schlimmes. Mit dem Hintergrund des kapitlistischen Denkens, ist es diesbezüglich ein extremer Verstärker. Sie wird sich in einem kapitalistisch "denkenden" System verbreiten und kurzfristig für Gewinne sorgen. "Entlastungen" gibt es tendenziell eher nicht, da dies von oben als Gewinn abgeschöpft wird.

    Der Mensch ist ein Schöpfer. Daher ist es für mich relevant mit welcher Intension etwas eingesetzt wird. Den alles ist hier ein Werkzeug unserer Intention. Wenn dein Unternehmen familiär / freundschaftlich geprägt ist ("Wir schaffen etwas gemeinsam - du bist wichtig"), kann eine KI eine tolle Hilfe sein. Wenn sich alles um immer größere Gewinne und Bonuszahlungen dreht, dann würde ich davon ausgehen, dass die KI dazu eingesetzt wird, um die Gewinne zu erhöhen. "Mitarbeiter" sind da lediglich ein Mittel zum Zweck - so wie die KI auch... nur das die KIs auch sehr bald Manager-Entscheidungen treffen werden (zunächst natürlich nur "unterstützend";)), ist den heutigen Entscheidungsträgern wohl nicht bewußt... oder sie ignorieren es weil sie durch die Fixierung auf die kurzfristigen Gewinne einfach nicht mehr soweit denken können oder wollen.


    liebe Grüße
    Alesius
     
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  7. Emilia5

    Emilia5 Mitglied

    Registriert seit:
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    41
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    Wien
    Wieso? Es gibt doch zwei verschiedene Veranstaltungen bzw. Kongresse von Akademie3. Einer dreht sich um Digitalisierung und Wirtschaft 4.0. (dort gehe ich dieses Jahr hin) und dann gibt es auch noch einen Kongress zum Thema Künstliche Intelligenz im Finanz- und Rechnungswesen. Der wäre dann wahrscheinlich sehr interessant für dich.
    Aus meiner Firma waren letztes Jahr schon einige Kollegen bei dem Kongress und die haben jetzt nicht zwingend Fachkenntnisse. Also sie arbeiten schon ein paar Jahre in ihrem Bereich und werden wahrscheinlich in Zukunft vermehrt mit der Digitalisierung in Kontakt kommen. Irgendwann muss man sich eben anpassen müssen sonst wird man überbleiben.

    Gibt es ja heute auch schon solche Vorgänge. Auf der Börse ist es ja auch so, dass Computer schon innerhalb von Zehntelsekunden Aktien kaufen und verkaufen.
    Ich denke wenn man sich mit dem Thema noch mehr beschäftigt wird man auch die Vorteile daraus besser verstehen. Ich finde eine Fort- und Weiterbildung in dem Bereich sehr wichtig um überhaupt mal einschätzen zu können wo ich was verändern kann und wo es mir wirklich Vorteile bringt. Denke heute ist es eher noch so, dass viele neue Dinge einsetzen und nicht wissen wofür. Jeder sammelt Daten und weiß dann nicht was er damit anfangen soll.
     
  8. biberbaby

    biberbaby Mitglied

    Registriert seit:
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    88
    Vielen Dank für die weiteren noch dazu teils äußerst ausführlichen Antworten! Na ja, vielleicht habe ich ja auch etwas missverstanden, aber ich kann mir nicht ganz vorstellen, dass man wirklich alles dem Computer erledigen lässt. Es gibt ja beispielsweise auch im Finanzwesen Regeln, die strikt befolgt werden müssen. Das kann denk ich nicht nur mit Automatismen wie beim Kauf und Verkauf von Aktien funktionieren, oder? Da muss es doch auch eben geschulte Mitarbeiter geben, die das dann überprüfen. Bezüglich der Kongresse haben wir uns eingelesen und ich werde wahrscheinlich tatsächlich zu jenem über KI gehen. Aber was ich dich abseits zum eigentlichen Thema fragen wollte... Gibt es dann dort auch die Möglichkeit, Fragen an den Vortragenden zu stellen?
     
  9. Emilia5

    Emilia5 Mitglied

    Registriert seit:
    2. Dezember 2014
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    Wien
    Also ich denke mal eine KI kann Regeln besser befolgen als ein Mensch. Nichtsdestotrotz ist es ja nicht so, dass der Mensch überflüssig wird, auch wenn das viele glauben. Der Mensch soll ja nur unterstützt werden damit er sich auf die wichtigen Arbeitsschritte konzentrieren kann, die der Computer nicht hinbekommt und wozu es einfach einen Menschen braucht.
    Ja bei den Kongressen kannst du Fragen stellen, ist sehr auf Interaktion ausgelegt. Nach den Vorträgen kann man Fragen stellen, in den Pausen und beim Mittagessen kann man sich auch unterhalten.
     
  10. .:K9:.

    .:K9:. Sehr aktives Mitglied

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    Das ist etwaszu freundlich definiert. Den Beruf des Buchhalters wird es in den nächsten 5 bis 15 Jahren nicht mehr geben. Trotzdem gilt die Devise, entweder mitmachen oder verlieren. Wir Deutschen hinken extrem hinterher. Ich arbeite bei einem kirchlichen Arbeitgeber , die sind nochmals extra langsam. Ich versuche das Thema nach vorne zu bringen, aber Gefahr und Chancen scheint noch nicht ins Bewusstsein gedrungen zu sein. Was ich sympathisch finde, es trifft wirklich auf sämtliche Schichten zu. Bei uns ist’s sogar so, das die untere Berufsgruppe weiterhin nicht ersetzbar ist, sämtliche VerwaltungsJobs aber von der KI ersetzt werden können.
     
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