1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen
  2. Willkommen im grössten und ältesten Esoterik-Forum!
    Hier findest Du alles zu Astrologie, Lenormand und Tarot, Karten legen, Feng-Shui, Traumdeutung, Religion und Spiritualität, Engel, Familien-Aufstellung, Gesundheit, Reiki
    Registriere Dich kostenlos, dann kannst du eigene Themen verfassen und siehst wesentlich weniger Werbung

  3. Esoterikforum Adventkalender 2016
    Wir wünschen Dir einen friedlichen Advent.

Was kommt nach dem Kapitalismus?

Dieses Thema im Forum "Gesellschaft und Politik" wurde erstellt von Sternenspiel, 27. Mai 2010.

  1. Sternenspiel

    Sternenspiel Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    2. September 2007
    Beiträge:
    1.283
    Ort:
    Werbung:
    Die Gesellschaft steuert schon seit geraumer Zeit auf ein Problem zu, welches nicht zu lösen ist, zumindest nicht, solange kein prinzipielles Umdenken in verschiedenen Dingen erfolgt.

    Und zwar: Der Kapitalismus funktioniert folgendermaßen: Kapitalisten haben Kapital in Form von Fabriken, dort arbeiten mehr oder weniger besitzlose Arbeiter, die bekommen für ihre Tätigkeit Geld und dürfen mit diesem Geld die Produkte der Fabriken kaufen.

    (Sehen wir mal gnädig über einige Gemeinheiten dieses Systems hinweg, etwa, dass ständig Kapital von den Löhnen der Arbeiter abgezweigt wird, wodurch sich die Ungleichheit in punkto Besitz und Vermögen immer mehr verschärft.)


    Derzeit sind wir in einer Epoche, wo es absehbar ist, dass Computer und Roboter den Großteil der menschlichen Arbeit übernehmen werden. Es ist nicht klar, wie lange der Übergang dauern würde, aber es steht außer Frage, dass es die technologische Möglichkeit dazu gibt. Kommt der gesellschaftliche Wille zu einer solchen Änderung zustande, wird in absehbarer Zukunft keiner von uns mehr etwas arbeiten müssen, was er/sie nicht will.

    Nun kommt der springende Punkt, und die Todeserklärung des Kapitalismus. Ist dieser Übergang vollzogen, und arbeiten Maschinen statt Menschen, kann er nämlich nicht mehr funktionieren. Denn wie soll der Geldfluss von den Kapitalisten zu den Arbeitslosen vonstatten gehen? Und aus welchem Grund sollen die Fabriken länger in den Händen weniger sein, wenn diese sowieso nichts mehr damit anfangen können?

    Mir ist nicht klar, ob die logische Konsequenz der Kommunismus ist, wobei ich anmerken möchte, dass bislang auf der Erde noch kein einziges kommunistisches basisdemokratisches Regime an der Macht war, das waren alles rechtsextreme Diktaturen im Mäntelchen der marxschen Ideologie. (Nirgends steht geschrieben, dass Volkseigentum und Planwirtschaft auch nur irgendwas mit fehlender Meinungsfreiheit und herrschenden Eliten zu tun haben soll.)


    Was haltet ihr davon? Ich hab ja immer wieder mitkriegen müssen, dass dieser Gedankengang auf Ablehnung stößt. Mein Verdacht lautet dahingehend, dass diese Ablehnung von Kapitalisten herrührt, die ihre derzeitige privilegierte Position nicht verlieren möchten, und das Infame an der Sache ist, dass jene von ihnen, die die gesellschaftliche Meinung beherrschen, anscheinend die Entwicklung in Richtung durchgehender menschlicher Arbeitslosigkeit verzögern oder gar aufhalten möchten. (Was das Leid in der menschlichen Gesellschaft erhöht, uns gehörig auf den Wecker geht, und eine Revolution eher wahrscheinlich macht als einen harmonischen Übergang.)
     
  2. Khors

    Khors Mitglied

    Registriert seit:
    26. April 2010
    Beiträge:
    656
    Bin voll deiner Meinung !:umarmen:

    Aber was machen ?

    Wir könnten mit http://www.attac.de/ kämpfen ;)

    Aber wer hört auf uns ?

    Wir könnten für das http://www.grundeinkommen.de/ kämpfen ! ;)

    Aber wer hört schon auf uns ?

    Wir könnten bei den http://www.g20.org/ demonstrieren ! :rolleyes:

    Aber wer hört auf uns ?


    Für mich endet die Demokratie am Wahlabend um 18.00 Uhr :D

    LG
    :rolleyes:
     
  3. esoterix

    esoterix Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    23. März 2009
    Beiträge:
    1.436
    Ort:
    Rhein-Main-Gebiet
    Hallo,

    Maschinen werden niemals die Arbeit vollständig erledigen können, der Anteil, der von Menschen erledigt werden muss, ist allerdings stark rückläufig. Aber wo ist die Grenze? Das ist wieder eine Frage der wietschaftlichkeit. Hier erleben wir zur Zeit eine Aufspaltung der Bevölkerung in 2 Lager. Die eine Seite hat das Kapital und sucht sich aus dem Pool der verfügbaren Arbeitskräfte die besten aus. Der Rest wird eigentlich nicht mehr benötigt und bisher an die noch Arbeitenden gekettet, was zu deren völliger Überlastung führt. Diesen immer größer werdenden Teil will der Staat natürlich auch nicht nach althergebrachter Methode versorgen, weshalb er sie fallen lässt. Da diese Leute aber da sind, werden sie der Wirtschaft zu Spottlöhnen wieder zugeführt. Irgendwann werden wieder 1€-Tagelöhner mit Pickel und Schaufel Großbaustellen bevölkern, weil dies preiswerter ist, als der Einsatz teuerer Maschinen.

    Es wird weiter ausgebaut, was schon lange angelegt ist: Kapitalismus pur für die Reichen, Sozialismus für die Habenichtse. Was hier läuft, ist die völlige Ignoranz von Systemideologie. Wer die Macht hat, schlachtet sie zum eigenen Vorteil aus und fertig. Jedenfalls so lange, bis wir sie totschlagen. So einfach ist das.

    esoterix
     
  4. DruideMerlin

    DruideMerlin Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    22. August 2008
    Beiträge:
    6.542
    Ort:
    An den Ufern der Logana
    Hallo Sternenspiel,

    der Kommunismus scheitert an den archaischen Verhaltensmustern der Menschen, aus denen wir nicht ausbrechen können. Du fragst, danach was mit den arbeitslosen Menschen geschieht, wenn die Automatisierung noch weiter vorangetrieben wird, das ist ganz einfach – die Besitzenden werden die Nichtbesitzenden kollektiv finanzieren, um den Umsatz in Schwung zu halten.

    Das hört sich, wie eine groteske Zukunftssatire an, ist aber bereits reale Gegenwart. Zur Gewinnoptimierung wird mit möglichst wenig Personal viel produziert, das freigesetzte Personal wird dann wieder über Abgaben (Steuern) unterstützt. Das wäre im Grunde nicht weiter schlimm, nur hat die Sache einen Haken, denn eine immer kleinere Minderheit wird sich so ein immer größeres Stück vom Kuchen zurückhalten.

    Ich kann da keinen Wandel oder Richtung erkennen, warum sollten die Unersättlichen ein System verändern, das sich doch über Jahrtausende in ihrem Sinne bewährt hatte?

    Merlin
     
  5. Sternenspiel

    Sternenspiel Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    2. September 2007
    Beiträge:
    1.283
    Ort:
    Weil sie es nicht mehr aushalten, von uns ausgelacht zu werden. In meinen Augen sind es nur primitive Triebe (Hierarchie, Gier, Neid,...) und unsinnige Gedanken, die sie zu solchen Verhaltensweisen zwingen, und da kann man jede Menge Kabarett und Comedy darüber gestalten.

    Da hat man ja mal eine Untersuchung gemacht, was die Leute lieber hätten, in einem Land zu leben, wo der Durchschnittsverdienst 500 Euro ist und sie 2000 verdienen, oder in einem anderen Land mit Durschnittsverdienst 1800 Euro, wo sie 2200 verdienen würden. Und du wirst es nicht glauben, die Mehrheit hat glatt das erste gewählt, weil sie da verhältnismäßig reicher wären als im anderen Land. (Die genauen Zahlen waren etwas anders, weiß ich leider nicht mehr.)

    Der Grund dafür ist ein primitives Vergleichsmodul im Gehirn, das sorgt etwa auch dafür, dass Bronzemedaillengewinner glücklicher sind als Silbermedaillengewinner, weil sich die ersteren mit den vierten oder fünften vergleichen und freuen, dass sie überhaupt eine Medaille haben, während die mit den Silbernen sich ärgern, dass es nicht die Goldene wurde. Bei den einen vergleicht dieses Modul also nach oben, und bei den anderen nach unten, aber was herauskommt, ist in beiden Fällen ziemlich irrational.

    Deshalb wird es wohl einige Zeit dauern, bis die Menschheit durchgehend mit der Rationalität gesättigt ist, und du hast Recht, bis dahin wird der Kommunismus wohl kaum funktionieren, aber du hättest Unrecht, wenn du meinen würdest, das würde nie geschehen.

    Denn es gilt immer noch survival of the fittest, und ein rationaler Mensch ist halt nun mal fitter als ein Ignorant.
     
  6. Sabbah

    Sabbah Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    17. Februar 2009
    Beiträge:
    5.327
    Ort:
    Wien
    Werbung:
    Kommunismus ist eine Konsequenz, keine politische Laune
     
  7. DruideMerlin

    DruideMerlin Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    22. August 2008
    Beiträge:
    6.542
    Ort:
    An den Ufern der Logana
    Glaubst Du wirklich, daß dies Eindruck auf sie machen wird? Du hast auch vergessen, sie sitzen verschanzt in ihren Villen, bewegen sich unter ihresgleichen und haben ihre Moral am Eingang ihres Anwesens abgelegt: sie werden also das Präkariat gar nicht hören. Beispiel sind die Aldi-Brüder, die mit ihren rund 30 Milliarden irgendwo untergetaucht sind.

    Die Verhaltensmuster der Menschen sind über Jahrmillionen gewachsen. Wenn man bedenkt, daß wir immer noch nach den Mustern der Jäger und Sammler handeln, habe ich wenig Hoffnung, daß wir in den nächsten Jahrtausenden Deinem Ziel näher kommen. Wenn es etwas nützen könnte, würde ich mich gerne irren.

    Merlin
     
  8. Sabbah

    Sabbah Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    17. Februar 2009
    Beiträge:
    5.327
    Ort:
    Wien
    wenn wir handeln würden wie die Jäger und Sammler gäbs keinen Hunger auf der Welt, Jäger und Sammler waren Vorzeige Kommunisten...das Problem ist die Überproduktion, also eine Zivilisationstufe danach, die Gartenbaugesellschaften...hier liegt der Ursprung alles Bösen...
     
  9. mediabote

    mediabote Neues Mitglied

    Registriert seit:
    16. Mai 2007
    Beiträge:
    1.050
    gartenbau - gesellschaft ??

    ...wah ?? religion ? eden ? und sowas ??
    ----------------

    -kapitalismus danach-

    wahrscheinlich rückkehr zu "familie" und "eigenversorgung".

    wahrscheinlich irgendsowas.

    -kein plan-
     
  10. DruideMerlin

    DruideMerlin Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    22. August 2008
    Beiträge:
    6.542
    Ort:
    An den Ufern der Logana
    Werbung:
    Hallo Sabbah,

    Du irrst, denn die Führsorge zur Gemeinschaft bezog sich lediglich auf die Sippe. Die Beziehungen zu anderen Sippen gingen solange gut, wie ausreichend Nahrung vorhanden war oder die geringe Population sie dazu zwang. Gute Beispiele dafür waren die Indianer Nordamerikas, die erbitterte und gnadenlose Fehden gegeneinander führten oder die Neandertaler, deren Sippen untereinander in einem Zusammenhang standen, um den Fortbestand zu garantieren.


    Es ist übrigens interessant, daß wir zum Beispiel auf der Autobahn den uralten Mustern der Jagd folgen und im Supermarkt nach den Kriterien der Sammler vorgehen.

    Wir brauchen nur schauen, woher wir kommen, dann sehen wir auch, wohin wir gehen.

    Merlin
     
Die Seite wird geladen...

Diese Seite empfehlen