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Was ist normales Leben?

Dieses Thema im Forum "Gesellschaft und Politik" wurde erstellt von JimmyVoice, 30. September 2006.

  1. JimmyVoice

    JimmyVoice Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    13. November 2004
    Beiträge:
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    Berlin und Wien sowas wie zweite Heimat
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    Gerade bei Abtreibungen von möglichst Behinderten, hört man oft, es hätte ja kein normales Leben gehabt. Überhaupt, wenn es um Behinderte geht, hört man immer diese, es ist ja kein normales Leben mehr. Bei Komapatienten will man das Leben beenden, weil es ja kein normales Leben mehr wäre. Was ist normales Leben? Warum entscheiden Gesunde oder nicht behinderte Menschen darüber, ob ein Leben, dass nicht wie ihres ist, nicht normal wäre?

    Jedes Leben ist es wert, gelebt zu werden. Wir sollten nicht darüber entscheiden ob ein anderes Leben eben nicht lebenswert wäre.
     
  2. JimmyVoice

    JimmyVoice Sehr aktives Mitglied

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    Normal ist das was ich kenne, aber deswegen ist das was ich nicht kenne gleich anormal? Es ist auch normal. Alles ist normal. Das Nicht-Normale gibt es nicht, nur sehen es viele nicht.
     
  3. Maraiah

    Maraiah Sehr aktives Mitglied

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    Ich glaube doch, dass sie es sehen, aber es macht ihnen angst und alles was uns Angst macht, wollen wir "wegmachen" ... das geht ja nicht nur Behinderten so, sondern auch Menschen, die in einem anderen Land als ihrem Geburtsland leben ...



    Ich las gerade den Bericht über einen Komapatienten aus der Sicht eines Anthroposphen und ich war beim Lesen erschüttert und dann irre wütend. Ein junger Mensch, der selbst kurz vor seinem "Tod" gesagt hat, "so möchte er nicht leben" wird am Leben erhalten. Wofür ? Für die Angehörigen, die nicht loslassen können, für Reporter die ihre spirituellen Thesen da hineininterpretieren können ...

    Ich fand es unendlich makaber, was der gute Schreiber da alles in diesen Menschen und sein Be-Empfinden hineininterpretiert hat ...

    Das ist die andere Seite.

    Ich würde nie sagen: Töten - aber auch nicht: Ums verrecken am Leben erhalten ...

    Ich finde beides schlimm.
     
  4. papalagi

    papalagi Mitglied

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    Saarland
    Naja,

    die Mutter der Kinder meines Partners ist seit ihr ein Ast auf den Kopf gefallen ist im Wachkoma. Das war im August diesen Jahres.
    Für die Kinder ist es schwer, weil sie eigentlich keine Mutter mehr haben, aber auch nicht Abschied nehmen könne, weil sie ja eigentlich lebt.
    Im ersten Moment sagt man eben, es wäre besser für sie gewesen, sie wäre gestorben.
    Gestern erzählt mir die Schwester der Mutter, seit sie ein Hörgerät anhat, würde sie sogar reagieren, sie hat auch wieder angefangen die Beine zu bewegen.
    Sie wird zwar nie wieder so wie vor dem Unfall, nicht reden, nicht gehen, nicht erkennen.... aber irgendetwas in ihr lebt tatsächlich noch auch wenn es nur eine kleine Flamme ist. Wir können nicht beurteilen ob dieses Leben für sie lebenswert ist oder nicht.
    Letzte Woche zum Beispiel wäre sie fast an ihrem Erbrochenen erstickt, wenn nicht die Oma gerade in diesem Augenblick gekommen wäre.
    Es ist eine Gradwanderung und sie und all ihre Angehörigen haben noch einen langen Weg vor sich.




    Stimme dir 100% zu.

    Grüßle Bea
     
  5. Maraiah

    Maraiah Sehr aktives Mitglied

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    Siebengebirge

    ... und ich denke dann, wenn ich sowas lese: Und was wenn sie auf die Art und Weise versucht hat, diesen Zustand zu beenden ?

    Was wenn sie weiter sehen kann, da wo sie nun ist und das Leid ihrer Kinder mit ansieht und nur Oma diejenige ist, die selbst Angst vor dem Tod hat und deshalb diese Frau nicht gehen läßt ?

    Was dann ?

    Diese Menschen leben doch im Endeffekt nur, weil man sie mit Gewalt zurückgeholt hat ... und genau deshalb sind sie doch auch in diesem erbarmungswürdigen Zustand, oder nicht ? Weil man versucht hat, dem Tod ein Schnippchen zu schlagen ...
     
  6. JimmyVoice

    JimmyVoice Sehr aktives Mitglied

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    Nicht unbedingt, Wachkomapatienten leben auch weiter, weil sie die anderen und sich lieben. Nicht jeder Wachkomapationt wurde durch Reanimation zum Wachkomapatienten
     
  7. papalagi

    papalagi Mitglied

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    genau das habe ich auch gedacht... doch woher können wir da wissen?
    Wir wissen es einfach nicht.
    Vielleicht rebellierte "nur" ihr Magen mal zwischendurch, wer weiß das schon und das Schicksal schickte ihr, ihre Mutter um zu helfen...

    Das ist so verdammt zweischneidig.

    Wer will so eine schwerwiegende Entscheidung treffen?

    Vielleicht regeneriert sich ihr Gehirn ja noch mehr??
    Und sie braucht nur Zeit?

    Fragen Fragen Fragen.... die keiner wirklich beantworten kann.

    Grüßle Bea
     
  8. papalagi

    papalagi Mitglied

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    Saarland
    Um noch mal auf die Lebenswertigkeit von Behinderten zu kommen.

    Vor 15 Jahren hätte ich auch gehadert, ob ich ein behindertes Kind ausgetragen hätte. Ob ich dem gewachsen wäre.
    Heute weiß ich:
    Ihr Leben ist genauso lebenswert wie unseres, welches nicht in diesem unseren Altag als Behindert gildet.

    Was macht denn Behinderte zu Behinderte? *schmunzel*

    Einer der nicht hören kann, kann Gebährdensprache sprechen.

    Einer der nicht sehen kann, ermöglicht es einem anderen einen Job zu haben, Blindenhundausbilder, z.B.

    Einer der nicht gehen kann, benutzt eben nen Rolli und hat oft einen "Schieber" um sich rum. Alte Menschen die noch gehen können vereinsamen oftmals.

    Einer der mehrer dieser Dinge nicht kann, wird oft liebevoller versorgt wie ein "gesundes" Kind in einer zerütteten Familie.


    ...... usw usf....


    Grüßle Bea
     
  9. JimmyVoice

    JimmyVoice Sehr aktives Mitglied

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    Berlin und Wien sowas wie zweite Heimat
    Wer keine Hände hat, lernt alles mit den Füssen zu machen, gab ja auch mall ein Bericht über ein Contercan-Kind, sie hat sogar Bücher geschrieben, Baby gewickelt usw und das alles nur mit Füssen. Es wqurde auch mal ein Kind gezeigt, dass nur ein bein hatte, na es hüpfte dann eben nur mit einem bein rum und das sogar ziehmlich schnell. Einschränkungen werden von der natur aus ausgeglichen. Kommt jemand z.B. Blind zur Welt, bekommt es ein Gehör, das eben auch viel besser ist, als von einem sehenden. Natur versucht immer etwas auszugleichen.
     
  10. Vagabond

    Vagabond Mitglied

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    Ein normales Leben, ich denke man sollte da nicht zu wörtlich denken da es in diesem Sinne kein normales Leben gibt da jedes individuell ist.
    Unter einem normalen Leben führen stellt man sich vor sämtliche körperliche Funktionen des Menschen nutzen zu können, und wenn eine Behinderung vorhanden ist, ist es nunmal kein normales Leben da das Leben, die körperliche Hülle nunmal eingeschränkt ist was von einer Norm abschweift.

    Sprechen wir hier jetzt über Selektion? Punkt ist nunmal dass ein Pflegefall nunmal bedeutet dass sich jemand um diesen kümmern muss da hat natürlich der Pfleger sehrwohl das Recht gewissermaßen zu entscheiden ob er das machen will da nunmal ein Teil seines Lebens drauf geht.
    Ein behindertes Kind zu haben ist nunmal schwer und ich stells mir nicht gerade erfüllend vor ein solches groz zu ziehen. Wie gesagt es handelt sich dabei um eine Vorstellung, daher will ich mal nicht verschreien dass es auch ganz anders kommen kann.
    Das gehört allerdings zum Thema Abtreibung und nur damit ich ein gemütlicheres Leben habe, ein anderes zu nehmen ist nunmal ne Sache die man als das sehen sollte was sie ist. Ich weiss dass die Leute da gerne verstümmeln

    Bei Komapatienten stellt sich für mich ganz ehrlich die Frage wer darauf stehen würde nicht aktiv am Weltgeschehen teilnehmen zu können und was das für nen Sinn macht an ein paar Maschinen gekettet zu sein die mir den Weg nach Hause verwehren.
    Das macht einfach keinen Sinn ^^
     
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